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19.08.2021

Neuausschreibung Haller Willem erst zu 2027 - Initiative will Gehweg statt Gleisbegehung

13.08.2021

Drei Fragen, die Sie vor der Kommunalwahl stellen sollten: Rosenplatzbahnhof

19.07.2021

Initiative Haller Willem trifft sich am 16.08. in Dissen

06.07.2021

Halbstundentakt für Haller Willem rückt näher

05.07.2021

Welche Bahn ist die beste im Osnabrücker Nahverkehr mit NRW?

19.06.2021

Darum will Steinhagen eine dritte Haltestelle für den Haller Willem

17.06.2021

Bahnstation Osnabrück-Rosenplatz: Planer zeigen erste Bilder

06.05.2021

Wann der Haller Willem am Osnabrücker Rosenplatz hält – und was Anwohner fürchten

29.04.2021

OS-Bahn-Planungen mit Fortschritten - Initiativen sprachen mit PlaNOS über Sachstände

09.02.2021

Winterwetter bremst Züge aus - Haller Willem steht weiter still

06.02.2021

Haller-Willem-Strecke: Ruf nach dritter Haltestelle für Steinhagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


19.08.2021
Bericht:
IHW


Neuausschreibung Haller Willem erst zu 2027 - Initiative will Gehweg statt Gleisbegehung

Dissen – Für einen sicheren Gehweg zwischen Bahnhof Dissen und der südlich gelegenen Siedlung will sich die Initiative Haller Willem (IHW) einsetzen. Nachdem ein Zaun und Dornenbewuchs den Pfad am ehemaligen Stellwärterhäuschen behindern, gehen ihrer Kenntnis nach viele Menschen über die Gleise. Selbst Kinderwagen würden dort geschoben.

Das sei ein Verstoß gegen das Bahnverkehrsrecht, gefährde auch andere und werde bestraft, was bereits erfolgt sei. Denkbar sei die Herstellung einer geordneten Wegebeziehung durch die Dornenbüsche entlang am Stellwärterhäuschen oder die Anlegung eines Weges auf der gegenüberliegenden Bahnseite, wo Platz vorhanden sei. Dafür will sich die IHW gegenüber der Stadt Dissen unter Beteiligung der Deutschen Bahn (Station und Service Bielefeld) sowie der Firma Westfleisch einsetzen.

Zur Kenntnis genommen hat die IHW, dass die für 2025 geplante Neuausschreibung des Betriebs auf der Haller-Willem-Strecke um zwei Jahre auf 2027 verschoben wurde. Demnach könne bei beiderseitigem Einverständnis der Vertrag mit der Nordwestbahn bis dahin verlängert werden. Ansonsten müsse es eine Ausschreibung geben.

Für das Jahresende erwartet die IHW die Ergebnisse einer Untersuchung, wie die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück in den Fahrplan integriert werden kann. Darüber und über den zukünftigen Nahverkehrsplan, dessen Entwurfsvorstellung auf 2022 verschoben wurde, will die IHW demnächst mit dem Zweckverband NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) sprechen.

Erfreut erfuhr die IHW aus Borgholzhausen, dass die dortige Mobilitätsstation fast fertig ist und im Oktober eröffnet werden soll. Der abschließbare Fahrradstand sei schon kostenlos nutzbar, die Toilette für 50 Cent. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofes Brackwede erwartet die IHW bis zum Jahresende. Dort fehlen noch die Aufzüge. Probleme bereitet der neue Fußweg, der trotz Verbotsschilder auch radfahrend benutzt werd.

Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhaltes Osnabrück-Rosenplatz läuft nach IHW-Einschätzung weiterhin auf den Fahrplanwechsel 2024 hinaus. Aufgrund von S-Bahn-Planungen in Münster will sie sich dafür einsetzen, dass nach dem Haller Willem auch diese Züge dort halten können.

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13.07.2021
Bericht:
Hasepost


Drei Fragen, die Sie vor der Kommunalwahl stellen sollten: Rosenplatzbahnhof

Am 12. September ist Kommunalwahl. Neben einigen Newcomern, wie „Die Partei“ oder „Volt“, bewerben sich vor allem viele bereits bekannte Gesichter und Parteien darum, wieder die Geschicke der Hansestadt lenken zu dürfen. Aber haben diese oft auch als „Feierabendpolitiker“ belächelten ehrenamtlichen Ratsmitglieder ihren Job in der Vergangenheit auch gut gemacht?

Drei Fragen zur Kommunalpolitik, gesammelt von Heiko Pohlmann.

Bevor am Samstag wieder zahlreiche Tapezier- und Campingtische in der Innenstadt aufgestellt werden, an denen Lokalpolitiker sich den Fragen der Bürger stellen und Prospekte und Luftballons verteilen, sind hier drei Beispiele für die Arbeit des Stadtrats in den vergangenen Jahren, die Fragen offen lassen, die gestellt werden sollten.

Frage 1: Warum kann ich zukünftig nicht vom neuen Rosenplatz-Bahnhof nach Hasbergen oder Münster fahren?

Hier soll der neue Haltepunkt entstehen. / Foto: Stadt Osnabrück 5,8 Millionen Euro soll er kosten, 140 Meter lang wird der Bahnsteig. Am Rosenplatz entsteht Osnabrcks dritter Bahnhof. Bereits ab 2024 sollen dort erste Züge abfahren, aber wohin?

Es ist die Strecke von Osnabrück nach Münster, die u.a. auch Hasbergen oder Lengerich mit Osnabrück verbindet. Ja, richtig… aber Züge in die Hüggelstadt oder gar in die westfälische Friedensstadt werden dort nicht halten!

Tausende Pendler werden neuen Bahnhof nicht nutzen können

Man stelle sich vor,  wenn man mit dem Auto auf die Martinistraße abbiegt um stadtauswärts zu fahren, dürfte man nicht nach Hellern oder Hasbergen fahren, sondern nur kurz hinter Kaufland auf die A30 abbiegen und nach Melle fahren. So ungefähr wird es ab 2024 am Rosenplatz-Bahnhof sein. Natürlich mit Zügen, nicht mit Autos, denn die will man ja eigentlich – so zumindest die Grünen und Teile der SPD – aus der Stadt verbannen oder es den Fahrern möglichst unattraktiv machen nach Osnabrück zu kommen. Für zum Beispiel die Einwohner von Hasbergen (rund 11.000) oder von Lengerich (etwa 22.000), von wo aus einen reichlichen Pendelverkehr nach Osnabrück gibt, wird das Pendeln nach Osnabrück mit dem millionenteuren Bahnhofsprojekt mit dem 5,8 Millionen Euro teuren Projekt leider überhaupt nicht attraktiver.

Es sei denn Pendler aus Hasbergen fahren quer durch bis nach Sutthausen um dort in die Bahn umzusteigen. Dieser Außenposten der Hasestadt ist allerdings auch bislang schon hervorragend an das Stadtbusnetz angebunden. Der Witz bei der Sache, die Buslinie M3 führt dabei sogar über den Rosenplatz, von dort geht es aber direkt wieder in die Innenstadt, während der Bahnhfahrgast aus Sutthausen wieder in de Bus umsteigen muss, den er bereits in Sutthausen hätte nehmen können. Aber immerhin, Fahrgäste zum Beispiel von und nach Dissen oder Bad Rothenfelde können den Rosenplatz-Bahnhof zukünftig nutzen.
Tatsächlich führt am Rosenplatz nicht nur die Hauptstrecke nach Münster und weiter ins Ruhrgebiet vorbei, sondern auch die eingleisige und eher bimmelbahnähnliche Strecke des Haller Willem nach Bielefeld, auf der im Streckenverlauf eine wahnwitzige Höchstgeschwindigkeit von 80km/h erreicht wird.

Stadtverwaltung weicht Nachfragen aus

In einer Anfrage unserer Redaktion an die Stadtverwaltung, bei der deutlich danach gefragt wurde, ob der Bahnhof Rosenplatz technisch bedingt keinen Halt von Zügen von und nach Münster zulässt, heißt es von Seiten der Stadt: „An dem für den Haltepunkt Rosenplatz geplanten Bahnsteig können zukünftig Züge des Haller Willems in beide Fahrrichtungen halten. Diese Planung setzt damit die kostengünstigste und mit dem Fahrplan verträglichste Lösung, der im Jahr 2011 untersuchten Varianten, um.“

Also Haller Willem, bedeutet „von und nach Bielefeld“. Und auch wenn wir explizit dazu nachgefragt hatten, keine Antwort. Aber wenn es nur Züge des Haller Willem sind, die zukünftig am Rosenplatz halten, dann ist klar: keine Züge von und nach Münster. Allerdings hängt diese Einschränkung nicht wirklich mit dem Fahrplan zusammen. Es ist – so jedenfalls die Argumentation der Bahn im Rahmen der Planungsvorbereitung – technisch schlicht unmöglich, jedenfalls ohne das Gleisnetz vor dem Hauptbahnhof komplett umzubauen, die Züge so fahren zu lassen, dass sie weniger hundert Meter nach dem Hauptbahnhof schon wieder am Rosenplatz halt machen. Die dafür notwendigen Ausweichgleise und Verbreiterung des Bahndamms hätten, so ein Tippgeber aus dem Rathaus „zusätzlich einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet“, und den wollte die Bahn nicht aufbringen.

Der Bahnhof wird nicht benötigt, war aber „politisch gewollt“

Unser Tippgeber nannte es „ein Desaster“, aber der Bahnhof war „politisch gewollt“ und es locken hohe Zuschussbeträge aus dem Steuertopf. Da fragt man besser nicht nach, ob dieser Bahnhof überhaupt Sinn macht.
Und wenn er dann voraussichtlich 2024 eröffnet wird, stehen auch keine Wahlen an.

Vorher: besser nicht fragen. Es könnte unangenehm werden für unsere „Feierabendpolitiker“. Knapp 6 Millionen Euro für einen Bahnhof, an dem fast alle Züge vorbeifahren und aus technischen Gründen überhaupt nicht halten können.

Teil zwei und drei dieser kleinen Serie folgen im Verlauf des Tages (13.08.2021).

PS: Vor mehr als 100 Jahren, als 1896 der Bahnhof Hasetor (heute Altstadt-Bahnhof) eingerichtet wurde, war man bei Politik und Planung schon weiter. Dort können Fahrgäste in Züge aller dort entlang führenden Strecken, d.h. nach Ibbenbüren/Hengelo, Oldenburg/Wilhelmshaven und Delmenhorst/Bremen einstiegen. Zukünftig vermutlich auch wieder in Richtung Mettingen auf der bald reaktivierten Strecke über Wersen.

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19.07.2021
Bericht:
IHW


Initiative Haller Willem trifft sich am 16.08. in Dissen

Die Initiative Haller Willem trifft sich nach längerer Corona-Pause das nächste Mal am 16.08. im ehemaligen Stellwerkshaus am Dissener Bahnhof. Los geht es ab 18.15 Uhr nach Ankunft des Zuges aus Osnabrück. Ankunft aus Bielefeld/Brackwede um 18.44 Uhr. Anmeldung per Email hallo@hallo-willem.de oder unter Telefon 0170 - 6917390

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06.07.2021
Bericht:
NOZ


Halbstundentakt für Haller Willem rückt näher

Georgsmarienhütte. Die Initiative Haller Willem berichtet, dass die Bemühungen für die Einrichtung eines Halbstundentakts auf dem niedersächsischen Teilstück der Bahnlinie zwischen Osnabrück und Bielefeld auf gutem Wege sind.

Bei einem Pressetermin vor dem alten Oeseder Bahnhofsgebäude informierten Johannes Bartelt als Sprecher der Initiative, Jürgen Werner, Eisenbahnbetriebsleiter der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO), die die Strecke für 30 Jahre von der Deutschen Bahn (DB) gepachtet hat, und Georgsmarienhüttes Bürgermeisterin Dagmar Bahlo über den aktuellen Sachstand.

Im Moment fährt der Haller Willem auf dem niedersächsischen Abschnitt der Strecke Osnabrück-Bielefeld nur einmal pro Stunde. Dass der bereits 2005 bei der Wiederinbetriebnahme der Strecke von der Landesnahverkehrsbehörde in Aussicht gestellte und von allen Anliegerkommunen beschlossene Halbstundentakt noch nicht realisiert wurde, liegt nach Werners Ansicht – mit Verweis auf zwei Studien – unter anderem an der Notwendigkeit, zwei weitere Kreuzungsbahnhöfe auf der eingleisigen Strecke zu schaffen. Während der eine idealerweise in Oesede eingerichtet werden könnte, mache die Umsetzung von Erweiterungsplänen in Dissen größere Probleme. „Da müssen wir in Hannover noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten“, kündigte Johannes Bartelt an.

So sähe der Bahnhof in Oesede aus

Für Oesede sieht Werner angesichts der Verfügbarkeit von Grund und Boden – die benötigte Fläche befindet sich in der Verantwortung der VLO – keine gravierenden Probleme. Auf dem Gelände der einst geplanten Ortskernentlastungsstraße könne zwischen den Bahnübergängen Oeseder Straße und Glückaufstraße ein zweites Gleis südlich des jetzigen verlegt und mit einem Mittelbahnsteig versehen werden. Zusammen mit einer Park-and-Ride-Anlage würde diese Maßnahme laut „Preisschild“ eines Hannoveraner Planungsbüros etwa 3,5 Millionen Euro kosten. 

Der zweite potenzielle Kreuzungsbahnhof in Dissen wäre auf DB-Grund zu bauen. Aber, so der Experte Werner: „Wenn die DB selbst bauen würde, wäre es nämlich vermutlich doppelt so teuer.“ Deshalb könnte auch hier vielleicht die VLO ins Spiel kommen.

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05.07.2021
Bericht:
NOZ


Welche Bahn ist die beste im Osnabrücker Nahverkehr mit NRW?

Osnabrück. Fünf Nahverkehrszug-Linien verbinden Osnabrück mit NRW. Welche Bahn ist die pünktlichste, welche fällt am häufigsten aus? Ein Qualitätsvergleich.

Von allen fünf Nahverkehrszug-Linien, die das niedersächsische Oberzentrum Osnabrück mit großen Städten in Nordrhein-Westfalen verbinden, stach die Regionalbahn RB 66 (Teuto-Bahn) von und nach Münster im Jahr 2020 besonders heraus – positiv wie negativ. Einerseits kam sie am seltensten zu spät. Andererseits war sie die unzuverlässigste. Das geht aus dem Ende Juni vom Kompetenzcenter Integraler Taktfahrplan NRW (KC ITF) veröffentlichten Qualitätsbericht für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hervor. 

Demnach erreichte die von der Eurobahn betriebene Linie RB 66 Osnabrück–Münster im vergangenen Jahr eine Pünktlichkeitsquote von 96,3 Prozent. Das bedeutet, von durchschnittlich 1000 Zügen waren lediglich 37 verspätet. Das ist für die Teuto-Bahn das beste Ergebnis in dieser Kategorie seit Jahren und auch landesweit ein Topwert. Als verspätet gilt ein Zug den Angaben zufolge ab einer Verspätung von 3:59 Minuten. Die Messung der Pünktlichkeit erfolgt an vertraglich festgelegten Punkten entlang des Linienverlaufs.

Lokführermangel ist der häufigste Grund für Zugausfälle

Bei der Zuverlässigkeit wiederum schneidet die RB 66 vergleichsweise schlecht ab. Hier bringt es die Teuto-Bahn nur auf magere 92,8 Prozent. Grund: Von Dezember 2019 bis Januar 2020 kam es bei der Eurobahn zu Werkstattstreiks, sodass Züge wochenlang nicht gewartet werden und also auch nicht fahren konnten. Zur Ermittlung der Zuverlässigkeit einer Linie werden unvorhersehbare Zugausfälle vom KC ITF auf den Kilometer genau erfasst und ins Verhältnis zur geplanten Verkehrsleistung gesetzt. Häufigste Gründe für unvorhersehbare Zugausfälle sind den Angaben zufolge Personalengpässe bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen, stark belastete und veraltete Infrastruktur sowie Fahrzeugstörungen. 

Vorhersehbare Ausfälle hingegen liegen nicht in der Verantwortung der Linienbetreiber, sondern entstehen zum Beispiel durch Bauarbeiten an Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Stellwerken und Bahnhöfen. Sie werden laut Bericht separat erfasst, da sie in der Regel frühzeitig mitgeteilt würden und Fahrgästen eine geordnete Weiterfahrt mit Ersatzzügen oder -bussen möglich sei.

Über alle rund 100 RE-, RB- und S-Bahn-Linien in NRW gerechnet, betrug die Zuverlässigkeitsquote 2020 exakt 97,8 Prozent. Als hoch gilt die Zuverlässigkeit bei Werten von mindestens 99,25 Prozent, als niedrig bei allem unterhalb von 98,5 Prozent.

Die vier weiteren Osnabrücker NRW-Linien im Überblick

  • RE 2 Osnabrück–Düsseldorf (Rhein-Haard-Express):
    Die Regionalexpress-Linie existiert in dieser Form erst seit Dezember 2019. Früher endete sie bereits in Münster. Betreiberin des RE 2 ist DB Regio, doch ihr roter Renner hat wegen seines langen und größtenteils überlasteten Schienenwegs durchs Ruhrgebiet seit eh und je Probleme mit der Pünktlichkeit. 2020 war im Schnitt jeder vierte Zug verspätet. Die Quote von 75,0 Prozent bedeutet den schlechtesten Wert aller fünf nordrhein-westfälischen Linien, die Osnabrück anbinden. Auch bei der Zuverlässigkeit (97,8 Prozent) hat der Rhein-Haard-Express im Vergleich zu den Vorjahren nachgelassen.
  • RE 60 Rheine–Osnabrück–Minden–Hannover–Braunschweig (Ems-Leine-Express):
    Auf dieser Linie werden Fahrgäste von der Bielefelder Westfalenbahn befördert – und zwar nach wie vor extrem zuverlässig. Kaum ein Zug fällt hier unvorhersehbar aus: Die Quote von 99,5 Prozent ist eine der besten in ganz NRW. Auch bei der Pünktlichkeit (86,4 Prozent) zeigt sich der RE 60 im Jahr 2020 deutlich verbessert und liegt klar über dem Durchschnitt aller Regionalexpress-Linien in NRW (84,3 Prozent). 
  • RB 61 Hengelo (NL)–Osnabrück–Bielefeld (Wiehengebirgsbahn):
    Einst endete diese von der Eurobahn betriebene Linie kurz vor der deutsch-niederländischen Grenze in Bad Bentheim, doch seit 2018 reicht sie darüber hinaus. Die Zuverlässigkeit der Verbindung war im Jahr 2020 unverändert niedrig (98,5 Prozent). Aber in Sachen Pünktlichkeit (88,9 Prozent) fährt die RB 61 mittlerweile fast wieder auf dem guten Niveau von 2017. Zum Vergleich: Der Mittelwert aller Regionalbahnen in NRW beträgt 88,5 Prozent.
  • RB 75 Osnabrück–Halle/Westfalen–Bielefeld (Haller Willem): 
    Der Qualitätsbericht 2020 weist diese Nordwestbahn-Linie als einigermaßen pünktlich und relativ zuverlässig aus. 88,8 Prozent aller Züge erreichten ihr Ziel zu der im Fahrplan angekündigten Uhrzeit oder aber innerhalb der vom KC ITF tolerierten Spanne. Von 1000 Zugkilometern fielen, statistisch gesehen, zwölf unvorhersehbar aus. Mit dieser Zuverlässigkeitsquote (98,8 Prozent) bewegt sich der Haller Willem landesweit im Mittelfeld.

Lockdown führte zu fast menschenleeren Bahnen

Ein Sonderkapitel widmen die SPNV-Qualitätsprüfer in NRW für 2020 der Corona-Pandemie. Sie habe die Nahverkehrsbranche hart getroffen. Gingen Fahrgastzahlen vorher laut KC ITF noch jährlich nach oben, seien sie mit dem ersten Lockdown Mitte März um bis zu 75 Prozent eingebrochen – was hohe Verluste bei den Fahrgasteinnahmen zur Folge gehabt habe. "Bahnen waren nahezu leer", heißt es in dem Bericht. Noch immer liege das Niveau weit unter dem vor der Krise. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen hätten wie andere Firmen "eine gestiegene Zahl von Krankheitsfällen bzw. Mitarbeitern in Quarantäne" verzeichnet. Das SPNV-Angebot sei deshalb im März und April mit Einführung eines Grundfahrplans vorübergehend um knapp die Hälfte reduziert worden. Ergebnis war unter anderem eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren fast dreimal höhere Zahl an vorhersehbaren Zugausfällen.

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19.06.2021
Bericht:
HK


Darum will Steinhagen eine dritte Haltestelle für den Haller Willem

Geben Bahn und Verkehrsverbund grünes Licht, wäre es die dritte Haltestelle auf einer Strecke von fünf Kilometern. Aber macht das Sinn?

Steinhagen-Amshausen. Der SPD-Antrag für einen Bahnhaltepunkt am Roggenkamp in Amshausen hat in der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung die Zustimmung aller Fraktionen gefunden. Einzig die FDP enthielt sich bei der Abstimmung. Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, sich beim Verkehrsverbund OWL und der Deutschen Bahn für einen Stopp in Amshausen einzusetzen. Es wäre neben der Haltestelle Bielefelder Straße und dem Bahnhof Steinhagen der dritte Halt des Haller Willems auf Steinhagener Gemeindegebiet.

Dass der Verkehrsverbund und die Bahn dem Wunsch entsprechen, gilt als unwahrscheinlich. Heike Horn von den Grünen, stimmte zwar ebenfalls für den Antrag, hinterfragte aber gleichwohl die Sinnhaftigkeit von drei Haltestellen auf einer Strecke von fünf Kilometern. Ordnungsamtsleiterin Ellen Strothenke verwies darauf, dass eine weitere Haltestelle einen negativen Einfluss auf die Taktung der Züge und damit auf die Attraktivität der Bahnlinie haben könnte. Die Frage von Kai Funke (UWG), ob mit einem weiteren Haltepunkt Kosten auf die Gemeinde zukämen, bejahte sie ausdrücklich.

"Wollen Verkehrsinfrastruktur verbessern"

SPD-Fraktionsvorsitzender Carsten Heidemann hatte zuvor für den Antrag geworben: „Durch die Baugebiete südlich und nördlich der Amshausener Straße bekommt der Ortsteil etwa 500 zusätzliche Einwohner." Für sie, aber auch für alle anderen Amshausener solle die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden. Laut Heidemann seien Triebwagen heute schneller, könne ein Halt folglich auch schneller abgefertigt werden.

Eine von Bjarne Falkenberg (FDP) ins Spiel gebrachte Umfrage unter den Amshausenern, ob ein Haltepunkt am Roggenkamp überhaupt gewünscht sei, lehnte Carsten Heidemann ab: „Viele künftigen Bewohner können wir noch gar nicht fragen."

Kein eindeutiges Stimmungsbild in der Bevölkerung

Dafür schilderte Ausschussvorsitzende Dr. Birgit Lutzer, selbst Amshausenerin, ihren Eindruck: „Es sprechen sich auch Amshausener dagegen aus. Die sind der Meinung, der bestehende Bahnhof sei zu Fuß zu erreichen. Ein eindeutiges Stimmungsbild sehe ich nicht." Politik und Verwaltung warten jetzt die Stellungnahmen der Bahn und des Verkehrsverbundes OWL ab.

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17.06.2021
Bericht:
NOZ


Bahnstation Osnabrück-Rosenplatz: Planer zeigen erste Bilder

Osnabrück. Züge sollen zwar erst ab Ende 2024 dort halten, doch am Computer ist die Bahnstation Osnabrück-Rosenplatz schon fast fertig. Planer haben jetzt gezeigt, wie der Haltepunkt aussehen soll. Auch wichtige Termine rund um den Neubau stehen.

Die Bahnstation am Rosenplatz wird – wenn alles nach Plan läuft – die vierte in Osnabrück neben dem Hauptbahnhof sowie den Bahnhöfen Altstadt und Sutthausen. In gut dreieinhalb Jahren sollen dort erstmals die Nahverkehrszüge des "Haller Willem" Halt machen. Als Regionalbahn-Linie RB 75 pendelt dieser zigmal am Tag zwischen Osnabrück und Bielefeld – auf dem niedersächsischen Abschnitt bis Halle zurzeit im Stundentakt, demnächst aber vielleicht sogar alle 30 Minuten.

Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Internet hat die Stadt Osnabrück jetzt den aktuellen Stand der Planungen zum Bahnhalt Rosenplatz erläutert. Das mit dem Stationsbau (Schätzkosten 4,3 Millionen Euro) befasste Ingenieurbüro Emch + Berger aus Hannover gab einen Eindruck vom künftigen Aussehen der Anlage. Dazu präsentierte es einige am Computer erstellte, jedoch sehr realitätsnahe Bilder.

Lange Stützmauer sichert Haltepunkt auf dem Bahndamm

Sie zeigen unter anderem die Bahnstation im Ganzen, aber auch Detailansichten – etwa vom Bahnsteig mitsamt Wetterschutzhäuschen, Fahrkartenautomat, Zugzielanzeiger und sich teilweise überlappenden, grünen Lärmschutzwänden. Auf manchen Visualisierungen sind auch eine offene Treppe und ein gläserner Aufzug zu erkennen: Sie erschließen den mehrere Meter hoch gelegenen, von einer langen Stützmauer gesicherten Haltepunkt auf dem Bahndamm für Fahrgäste. Angedeutet wird darüber hinaus eine rund 200 Meter lange Fußgängerbrücke, die nach Vorstellung der Planer eines Tages von der Iburger Straße entlang der Gleise direkt zum Haltepunkt Rosenplatz führen soll.

Apropos eines Tages: Dass am Ende wohl gut und gerne sechs Jahre zwischen Planungsbeginn und Fertigstellung der Station vergangen sein werden, kommentierte Thomas Kroeger, Fachbereichsleiter Schienenverkehr bei Emch + Berger, mit dem Satz: "Ich bin froh, dass wir das überhaupt in diesem Zeitraum schaffen. Eine neue Bahnstation zu bauen, ist sehr komplex und nicht so einfach, wie viele denken."

Bahnsteig für Züge von und nach Münster bleibt Wunsch

Die infrastrukturelle Bedeutung der Station Rosenplatz hob Stephan Rolfes, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos), hervor. Dabei richtete er den Blick auf das sogenannte OS-Bahn-Konzept: Dieses sehe nicht nur die Einrichtung zusätzlicher Halte vor – zum Beispiel auch in Eversburg/Büren, Belm-Mitte und Vehrte –, sondern auch einen einheitlichen Halbstundentakt sämtlicher von und nach Osnabrück fahrenden Regionalzüge sowie eine optimale Verknüpfung von Bus und Bahn in der Region. Der neue Haltepunkt Rosenplatz spiele hier vor allem deshalb eine besondere Rolle, weil er den Südkreis noch besser mit dem Oberzentrum verknüpfe. 

Im Radius von einem Kilometer rund um die geplante Station befänden sich Ziele mit großer Anziehungskraft – egal, ob die Menschen dort nun wohnen, arbeiten, studieren, zur Schule gehen, einkaufen, Krankenhäuser besuchen oder ihre Freizeit verbringen würden. Aus demselben Grund habe der Haltepunkt Rosenplatz allerdings auch einen Makel: Es halten dort zunächst keine Nahverkehrslinien von und nach Münster. Denn das Land Niedersachsen hat 2019 einen für diesen Zweck erforderlichen zweiten Bahnsteig aus Kostengrnden abgelehnt. Dazu Rolfes: "Die Anbindung von Münster ist im nächsten Schritt notwendig." Was auch Stadtbaurat Frank Otte unterstrich: "Daran müssen wir weiter arbeiten, das ist uns wichtig." 
 

Fotos und Präsentation der Stadt Osnabrück siehe hier: www.osnabrueck.de/haltepunkt-rosenplatz/

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06.05.2021
Bericht:
NOZ


Wann der Haller Willem am Osnabrücker Rosenplatz hält – und was Anwohner fürchten

Osnabrück. „Nächste Haltestelle: Osnabrück-Rosenplatz.“ Bis die Fahrgäste des Haller Willem diese Durchsage hören, werden vermutlich noch etwa drei Jahre vergehen. Doch was kommt auf die Anwohner des neuen Bahnhalts zu?

Gebaut wird dieser an den Bahngleisen nördlich der Wörthstraße, etwa in der Mitte zwischen Iburger und Sutthauser Straße. Einer Prognose nach werden täglich etwa 300 Fahrgäste die künftige Haltestelle der Linie Osnabrück–Bielefeld (RB 75) nutzen. Einen zweiten Bahnsteig für Nahverkehrszüge von und nach Münster (RB 66) hält das Land Niedersachsen für unwirtschaftlich – er wird deshalb nicht gebaut. (Weiterlesen: Planer am Zug: Verkehrsprojekt OS-Bahn macht Fortschritte)

Der kleine Bahnhof wird zwischen der Iburger Straße, Sutthauser Straße und der Wörthstraße gebaut – auf der dreieckigen Grünfläche in der Bildmitte. (Archivfoto)Der Bahnsteig für den Haller Willem soll etwa 110 Meter lang werden. Dazu gehören den Plänen nach eine kleine Mobilitätsstation, Abstellplätze für 70 Fahrräder, möglicherweise ein Stand mit Leihrädern und ein Platz für Stadtteilautos. Eingezeichnet sind Zufahrten von der Wörthstraße und von der Sutthauser Straße sowie ein Fußweg von der Iburger Straße: Sie führen zu einem Wendekreis vor dem kleinen Bahnhof.

Während es manche Anwohner vor allem schade finden, dass es keine direkte Bahnverbindung mit Münster geben wird, befürchten andere zusätzlichen Lärm und mehr Autos. Deshalb wollte die Anwohnerin Sabine Mahlow im Bürgerforum für die Stadtteile Kalkhügel und Wüste wissen, was die Stadt dazu zu sagen hat.

Jannik Littek vom Fachbereich Städtebau berichtete in der Videokonferenz, dass südlich des Bahnhalts Lärmschutzwände geplant seien – „leicht versetzt und im Aufgangsbereich zum Bahnsteig überlappend“.

Weil auf der Nordseite der Bahnstrecke alles beim Alten bleiben werde, seien dort auch keine baulichen Änderungen geplant. Der Lärmpegel werde sich aber nicht nennenswert verändern – die mögliche Erhöhung liegt nach Einschätzung der Verwaltung bei maximal 0,5 dB(A). Littek meinte, dass der Unterschied „vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen“ wird: „Der Haltepunkt hat somit keinen negativen Einfluss auf die zukünftige Lärmsituation.“

Mit dem Zug zur Berufsschule

Und was ist mit dem Straßenverkehr? Zwar soll der kleine Bahnhof den Autoverkehr verringern und unter anderem Berufsschüler in die Züge locken, die bisher mit dem Auto in die Stadt fahren. Aber zieht die Bahnstation nicht auch zusätzliche Autos an? Sabine Mahlow befürchtet jedenfalls „Autoberge“ auf den Stadtteil zurollen. Stadtplaner Littek sieht diese Gefahr nicht: „Seitens der Verwaltung ist es nicht erwünscht, Autoverkehr in das Gebiet hineinzuziehen.“ Zwar werde der Bahnhaltepunkt auch mit dem Auto erreichbar sein, aber: „Wir werden dort keine Parkplätze und Stellplätze anbieten.“ Stattdessen sollen Autos nur kurz zum Bringen und Abholen von Fahrgästen halten dürfen – nach der Methode „Kiss & Ride“.

Wann es mit dem Bau des kleinen Bahnhofs losgehen wird, ist noch nicht ganz klar. Die reine Bauzeit liegt nach Einschätzung der Landesnahverkehrsgesellschaft bei einem Jahr. Aber zunächst ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, wie Stadtplaner Littek erläuterte. Die Deutsche Bahn habe es inzwischen bei der Eisenbahnbehörde beantragt. Die Stadt werde voraussichtlich von Juni an die Möglichkeit bieten, die Pläne einzusehen, aber es sei angesichts der Pandemie noch nicht klar, in welcher Form. Das Ziel der Stadt sei jedoch unverändert: „Die Inbetriebnahme der Station ist für Ende 2024 vorgesehen.“

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29.04.2021
Bericht:
IHW


OS-Bahn-Planungen mit Fortschritten - Initiativen sprachen mit PlaNOS über Sachstände

Die Realisierung der Bahn-Haltepunkte Osnabrück-Rosenplatz, Belm-Vehrte und Belm-Mitte sowie der 30-Minuten-Takt für den Haller Willem schreiten gut voran, bei der Reaktivierung von Alfhausen gibt es Verzögerungen. Darüber sprachen Initiativen mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS).

Für den Bahnhalt am Rosenplatz sei der Bebauungsplan durch die Stadt Osnabrück beschlossen, berichtete Gerd Stolle. Von der Sutthauser Straße aus sei eine Zuwegung mit Wendemöglichkeit zwecks „Kiss&Ride“ vorgesehen. Weiterhin solle es Fuß- bzw. Radwege von der Iburger und von der Wörthstraße geben. Zum Jahreswechsel solle die Entwurfsplanung für das Bahnhofsumfeld mit Aussagen zu Zuwegung, Kiss&Ride, Bike&Ride und Gestaltung des Vorplatzes vorliegen. Die Inbetriebnahme sei weiterhin für 2024 vorgesehen.

Für die Bahnhalte Belm-Vehrte und Belm-Mitte, deren Inbetriebnahme in ca. fünf Jahren angestrebt werde, seien die ersten Entwürfe der Vorplanung bis zur Jahresmitte mit verschiedenen Varianten zu erwarten.

Für die Einrichtung eines 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück sei im Januar auf Basis einer Fahrplanstudie eine Verabredung zwischen den Aufgabenträgern in Niedersachsen und Westfalen zum weiteren Vorgehen erfolgt. Die Verkehrsgemeinschaft des Landkreises (VLO) habe ihre Unterstützung für die anstehenden detaillieren Planungen zugesagt. Wie konkret der Fahrplan aussehen könne, solle bis zum Jahresende ermittelt werden. Danach könne die technische Planung für den Streckenausbau durchgeführt werden. Die Realisierung sei gegen Ende der 2020iger Jahre denkbar.

Das Gutachten zu den Bahnstrecken Osnabrück-Oldenburg und Osnabrück-Vechta-Bremen, das auch die Möglichkeiten für die Reaktivierung des Bahnhaltes in Alfhausen untersuche, sei fertiggestellt und werde aktuell von der Landesnahverkehrsgesellschaft mit dem Ministerium beraten. Bekannt geworden sei bereits, dass weitere zweigleisige Bereiche wie zwischen Achmer und Halen notwendig seien, um den geplanten Halbstundentakt verwirklichen zu können. Insgesamt müssten für die Kreuzungen und Halte sowie eine bessere Pünktlichkeit mindestens 6 Minuten Fahrzeitgewinn erzielt werden, was mit leistungsstärkeren Zügen und  einer Elektrifizierung möglich sei. Da die Strecken im Weser-Ems-Netz inzwischen mit nur 82 Prozent Pünktlichkeit die in dieser Hinsicht schlechtesten in ganz Niedersachsen seien, gebe es dringenden Handlungsbedarf. Bürgermeisterin Agnes Droste forderte das niedersächsische Verkehrsministerium auf, nicht länger zu zögern und endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um Alfhausen wieder an den Bahnverkehr anzubinden.

Für den heute stark belasteten Bahnstreckenabschnitt Osnabrück- Hauptbahnhof bis Eversburg laufen nach Auskunft von Martin Meyer-Luu (PlaNOS) derzeit Untersuchungen, um mehr Kapazitäten such für eine reaktivierte Tecklenburger Nordbahn zu schaffen. Deren standardisierte Bewertung wird laut Initiativensprecher Reinhard Kampling kurzfristig erwartet.

Beim überregionalen Bahnverkehr ist laut Meyer-Luu für Osnabrück die Erreichbarkeit von Berlin durch schnellere Intercity-Züge in weniger als 3 Stunden ab Ende 2023 in Aussicht. Allerdings solle der täglich erste Zug erst gegen 7 Uhr Osnabrück verlassen und erst kurz vor 10 Uhr in Berlin ankommen. Da müsse nachgebessert werden, um Berufspendlern und Geschäftsreisenden ein vernünftiges Angebot zu machen. Im Zielfahrplan Deutschlandtakt 2030+ sei sogar ein Stundentakt Amsterdam-Osnabrück-Berlin mit 250 km/h schnellen Zügen vorgesehen.

Die Umsetzung des Bus-Schiene-Tarifes für Landkreis und Stadt Osnabrück stehe für Mitte 2022 in Aussicht, berichtete Gerd Stolle.

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09.02.2021
Bericht:
HK


Winterwetter bremst Züge aus - Haller Willem steht weiter still
Viele Schienenstrecken sind noch immer mit Schnee bedeckt. Genaue Prognosen, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden.

Normalerweise fährt hier der Haller Willem. Doch die Gleise sind auch in Halle-Hesseln noch immer total zugeschneit. (© Jonas Damme) Altkreis Halle - Aufgrund der extremen Wetterlage ist der Zugverkehr der Nord-West-Bahn weiterhin von massiven Einschränkungen betroffen. Auch der Haller Willem steht am Dienstag weiter still. Genaue Prognosen, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, kann die Nord-West-Bahn zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir lediglich mitteilen, bis wann voraussichtlich kein Zugverkehr stattfinden kann. Der Streckenbetreiber informiert uns fortlaufend über den aktuellen Stand, inwieweit die Infrastruktur (Linien und Bahnhöfe) geräumt sind beziehungsweise geräumt werden können", teilt die Sprecherin der Nord-West-Bahn, Karin C. Punghorst, mit.

Der Betrieb auf folgenden Linien bleibt voraussichtlich bis Mittwoch, 10. Februar, 12 Uhr, eingestellt: RB 74 (Paderborn- Bielefeld), RB 75 (Osnabrück - Bielefeld), RB 84 (Paderborn - Kreiensen), RB 85 (Ottbergen- Göttingen). Ein Busnotverkehr kann nicht eingerichtet werden. Auch nach einem Betriebsstart könne es aufgrund der Witterung weiterhin zu Einschränkungen mit Verspätungen und Teilzugausfällen kommen.

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06.02.2021
Bericht:
HK


Haller-Willem-Strecke: Ruf nach dritter Haltestelle für Steinhagen

Steinhagen-Amshausen - Die SPD legt dem Gemeinderat am kommenden Mittwoch einen Antrag vor, in dem sie eine weitere Haltestelle für die Nordwestbahn fordert. Als geeignet wird ein Haltepunkt auf Höhe der Straße Roggenkamp genannt. Die Gemeindeverwaltung soll sich beim Verkehrsverbund OWL und der Deutschen Bahn für die dann dritte Haltestelle auf Steinhagener Gemeindegebiet einsetzen, heißt es in dem Antrag.

Die SPD begründet ihren Vorschlag mit der neuen Siedlung südliche und nördlich der Amshausener Straße. „Nach Fertigstellung der Siedlung werden viele neue Menschen in Amshausen leben, darunter viele junge Familien. Um den Einwohnern die Option zu geben, so oft wie möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die nahe gelegenen Metropolen zu pendeln, ist der Haller Willem eine sehr gute Alternative", heißt es in dem Antrag.

Nach Ansicht der SPD ist der nächstgelegene Bahnhof in Steinhagen von der Amshausener Straße aus schwierig zu erreichen. „Die einzige aktuelle Buslinie verkehrt über die L 756, mit zu wenigen Haltestellen", schreiben die Antragsteller. Da der aktuelle Ausbaustand der Amshausener Straße die Einrichtung einer Buslinie durch Amshausen nicht zulasse und die Bahnlinie parallel zur Amshausener Straße verlaufe, sei eine Anbindung der Wohngebiete an die vorhandene Bahnlinie die optimale Lösung.

In Steinhagen gibt es derzeit zwei Haltestellen: den Bahnhof an der Bahnhofstraße und den Haltepunkt an der Bielefelder Straße.

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