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14.11.2019

Naturschützer kritisieren A33-Lückenschluss: "Mit Vollgas rückwärts"

05.11.2019

Wasserstoffantrieb als Option für Haller Willem prüfen - Initiative erkundete Betrieb Bremervörde-Buxtehude

24.10.2019

Tausende meiden Haller Willem - 20 Prozent weniger Reisende und Pendler auf Linie RB 75 wegen Dauerbaustelle

14.10.2019

Haller Willem wieder bis Bielefeld-Hauptbahnhof / Initiative sprach mit Zweckverband über Planungen

10.10.2019

NordWestBahn-Züge der LInie RB 75 fahren ab 15. Oktober wieder nach Regelfahrplan

09.10.2019

Erst Zugausfälle, aber dann wird es besser

05.09.2019

Mehr und schnellere Züge in Vorbereitung - Initiativen sprachen mit PlaNOS über Os-Bahn-Projekte

28.08.2019

Haller Willem fährt bald wieder durch - Zug fällt jedoch noch einmal drei Tage aus

23.08.2019

Initiative Haller Wilhelm über zukünftige Projekte

21.08.2019

Zwischen 9. und 14. Oktober massive Einschränkungen im Zugverkehr - 30 Stunden Totalsperrung

20.08.2019

Freies WLAN an den Bahnsteigen des Haller Willem

09.08.2019

Haller Willem soll mit Strom statt mit Diesel fahren

19.07.2019

30-Minuten-Takt für den Haller Willem? Idee kommt tatsächlich in Fahrt

18.07.2019

Mehr Tempo und ein schnellerer Takt

12.07.2019

Sicherheit am Bahnübergang - Initiative sprach über aktuelle Haller-Willem-Projekte

17.05.2019

Initiative Haller Willem lädt am 10.07. zum Stellwerks-Grillen nach Dissen

09.05.2019

Verkehrswacht Dissen fordert Schranken an Haller-Willem-Strecke

26.04.2019

Alle 30 Minuten ein Zug: Haller Willem soll doppelt so oft fahren

20.04.2019

Brücke am Brackweder Bahnhof führt ab Mitte Mai zum Gleis

03.04.2019

Deutschlandtakt kann OS-Bahn-Projekte voranbringen - Haller-Willem-Initiative sprach mit LNVG-Geschäftsführerin

12.03.2019

Hauptbahnhof Bielefeld wird gesperrt: Einschränkungen schon ab Mittwoch

07.03.2019

Aufwändigste Modernisierung eines Bahnhofs in der Region

23.02.2019

Diese Bahnhöfe werden bald umgebaut

13.02.2019

Wetterschutz, Parkplätze und Sperrung im Oktober - VLO-Prokurist sprach mit Bahnhofspaten über Haller-Willem

21.01.2019

Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

18.01.2019

Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


14.11.2019
Bericht:
HK


Naturschützer kritisieren A33-Lückenschluss: "Mit Vollgas rückwärts"

Halle/Bielefeld. Mit vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und der Bevölkerung wird NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Montag den letzten Abschnitt der A 33 zwischen Borgholzhausen und Halle für den Verkehr freigegeben. Der von vielen langersehnte Lckenschluss steht fr die Umweltschtzer in OWL hingegen stellvertretend fr die fortschreitende Zerst￶rung der Natur.

„Die A 33 durchtrennt wie eine riesige Schneise bisher unzerschnittene Lebensräume. Für viele störempfindliche Arten sind diese Regionen unwiederbringlich verloren. Große Flächen sind versiegelt", moniert der Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL, Karsten Otte.

Darüber hinaus habe der Bau der A 33 weitere Zerstörung mit sich gebracht: „So sind neue großflächige Gewerbegebiete wie das Gerry-Weber-Outlet mit riesigen ebenerdigen Parkplatzflächen entstanden. Nur ein Beispiel für den exorbitanten Flächenverbrauch und das nur, weil Firmen kein Geld in Parkpaletten investieren wollen." Otte ist sich sicher, dass weitere neue Gewerbegebiete folgen werden.

"Ein Halb-Stunden-Takt muss Paderborn, Bielefeld und Osnabrück verbinden"

Die Bezirkskonferenz übt deutliche Kritik an Politikern, „die einerseits illegale Brandrodungen im Amazonasgebiet verurteilen, andererseits aber auch gern im Blitzlichtgewitter der Medien stehen, wenn es darum geht, eine neue Bundesfernstraße feierlich zu eröffnen, die Natur durchschneidet." Um künftige Bauten dieser Art zu verhindern, fordert die Bezirkskonferenz eine Mobilitätswende und benennt auch Möglichkeiten dafür. „Die Angebote für die Strecken des Haller Willem und der Sennebahn müssen ausgebaut werden. Ein Halb-Stunden-Takt muss die wachsenden Metropolen Paderborn, Bielefeld und Osnabrück verbinden", fordert Otte.

 

Zudem würden dringend mehr und bessere Rad- und Radschnellwege benötigt. „Intelligente Mobilitätskonzepte auf der Grundlage eines nachhaltigen ÖPNV für OWL fehlen immer noch. Die Bezirkskonferenz Naturschutz ist bereit, hier zu kooperieren." Otte kritisiert, dass der Umweltschutz zwar aktuell in aller Munde ist, aber bei der konkreten Umsetzung von Politikern oft wieder hinten angestellt werde. Deshalb fordert der Obstbauer aus Hiddenhausen (Kreis Herford), dass der Schutz des Klimas, der Artenvielfalt und der Fläche endlich ernstgenommen werden.

Die A 33 ist für Naturschützer ein Produkt wahnwitziger Vorstellungen

Die Planung der A 33 aus den 1960er- und 1970er-Jahren steht für die Bezirkskonferenz für eine Zeit des ungebremsten Autowahns. „Angesichts der Klimakatastrophe passt so etwas nicht mehr in unsere Zeit; mit Vollgas nach rückwärts", moniert Otte. Die Jahrzehnte lange Planung und Vollendung der A 33 zeigt nach Ansicht der Bezirkskonferenz auch, wie umstritten diese Autobahn war und noch immer ist. „Der Naturschutz schlug bereits 1968 alternative Trassenführungen vor, Bürgerinitiativen machten sich für Umgehungsstraßen und eine dreispurige Bundesstraße stark", erklärt Otte. „Doch seinerzeit scheiterten jegliche Kompromissvorschläge an den Landesstraßenbauverwaltungen." Die A 33 ist für die Bezirkskonferenz ein Produkt wahnwitziger Vorstellungen.

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05.11.2019
Bericht:
IHW


Wasserstoffantrieb als Option für Haller Willem prüfen - Initiative erkundete Betrieb Bremervörde-Buxtehude

Osnabrück – Der emissionsarme Wasserstoffzug sollte nach Ansicht der Initiative Haller Willem bei der anstehenden Neuausschreibung des Betriebs auf der Bahnstrecke Osnabrück-Halle-Bielefeld als Option geprüft werden. Dieses betonen 18 Interessierte, die auf Einladung der Initiative Haller Willem (IHW) am vergangenen Sonntag den seit gut einem Jahr zwischen Bremervörde und Buxtehude verkehrenden LINT*-Wasserstoffzug der Firma Alstom erkundeten. Zwei Vorserienfahrzeuge werden hier unter echten Betriebsbedingungen getestet.

Durch die Ausrüstung eines bereits bewährten LINT-Triebwagens mit Wasserstoffantrieb hat die Firma Alstom den neuen Triebwagen „iLINT“ entwickelt. Bei diesem Triebzug wird Wasserstoff zusammen mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft von Brennstoffzellen in elektrische Energie gewandelt. Diese Energie, mit der auch gleichzeitig die eingebauten Pufferbatterien geladen werden, treibt Elektromotoren an. Beim Bremsvorgang wird Energie gewonnen, die nicht verloren geht, sondern ebenfalls in den Pufferbatterien gespeichert wird und wieder für den Antrieb zur Verfügung steht. Der als Treibstoff erforderliche Wasserstoff sowie die Brennstoffzellen sind auf dem Dach des Zuges untergebracht. Bei diesem emissionsfreien und geräuscharmen Konzept wird lediglich Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgegeben.

Die Leistungsdaten mit max. 140 km/h, 300 Fahrgastplätzen, einer Reichweite bis zu 1000 km mit einer Tankfüllung sowie das Beschleunigungs- u. Bremsverhalten seien vergleichbar mit den LINT-Dieselzügen, versichert der Hersteller.

Von einigen IHW-Teilnehmern wurde das begrenzte Beschleunigungsvermögen als noch nicht ausgereizt empfunden. Störend wahrgenommen wurde ein unangenehmes Innengeräusch, welches vermutlich von einem der eingesetzten Aggregate stammt.

Nach Auskunft von Alstom seien fast 40% des Bahnnetzes in Deutschland noch ohne Fahrdraht, weshalb beim angesagten Abschied vom Diesel Batterien notwendig seien, die aufgrund ihres Gewichtes den Energieverbrauch erhöhen würden und eine begrenzte Lebensdauer hätten.

Bisher seien 14 Wasserstoffzüge „Coradia iLint“, der am Alstom-Standort in Salzgitter gebaut werde,  seitens der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen bestellt worden. 27 Fahrzeuge würden ab Dezember 2022 in Hessen in Betrieb gehen.  In weiteren Bundesländern würden Gespräche geführt. Interesse gebe es auch in anderen europäischen Ländern und Kanada.

Die IHW-Mitglieder wollen diese Möglichkeit zumindest überprüft wissen und eine vorschnelle Festlegung auf Batterietechnik bei der anstehenden Neuausschreibung des Haller-Willem-Betriebes vermeiden.

*LINT = Abkürzung für „leichter innovativer Nahverkehrs-Triebwagen“

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24.10.2019
Bericht:
NOZ


Tausende meiden Haller Willem - 20 Prozent weniger Reisende und Pendler auf Linie RB 75 wegen Dauerbaustelle

Osnabrück Nach 18 Monaten Zwangspause fährt der Haller Willem seit dem 14. Oktober wieder durchgehend von Osnabrück bis Bielefeld und zurück. Umfangreiche Brückenbauarbeiten hatten den Pendelzug-Verkehr auf der Linie RB 75 bis zu diesem Tag stark beeinträchtigt – was sich auch an Fahrgastzahlen ablesen lässt.

Von Juni 2018 bis Oktober 2019 wurden in Bielefeld drei Eisenbahnbrücken erneuert. Die als Haller Willem bekannte Linie RB 75 fuhr deshalb nur zwischen Osnabrück und Bielefeld-Brackwede. Reisende mit Start und Ziel am Bielefelder Hauptbahnhof mussten ersatzweise auf Busse umsteigen.

Wie die Initiative Haller Willem (IHW) unter Berufung auf den Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) mitteilt, hat der Nahverkehrszug der Nordwestbahn in der Bauphase etwa 20 Prozent an Kundschaft eingebüßt. An Wochenenden seien es sogar 35 Prozent gewesen. Bei gut 5000 Fahrgästen, die den Haller Willem zuvor werktags genutzt hätten, bedeutet das einen Rückgang um 1000 bis 1750.Angebot ausgeweitet

IHW und VVOWL seien sich darin einig, dass „alles darangesetzt werden muss, verloren gegangene Fahrgäste durch hohe Qualität des Angebots zurückzugewinnen“. In Bezug auf Pünktlichkeit schneide der Haller Willem jedoch schon jetzt vergleichsweise gut ab: Der offizielle Qualitätsbericht 2018 über den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Nordrhein-Westfalen bescheinigt der RB 75, in rund 90 von 100 Fällen fahrplanmäßig unterwegs zu sein – wobei eine Verspätung von vier Minuten toleriert wird. Mancher Regionalexpress erreicht demnach nur eine Quote von etwa 50 Prozent.

Was Nutzer des Haller Willems ebenfalls freuen dürfte: Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 wird das Zugangebot an Sonntagen ausgeweitet. Die erste Abfahrt in Osnabrück erfolgt dann bereits um 7.35 Uhr (an 8.52 Uhr), in Bielefeld um 8.03 Uhr (an 9.16 Uhr) – also jeweils eine ganze Stunde früher als bislang. „Das erleichtert das Erreichen touristischer Ziele mit dem Haller Willem“, stellt die IHW fest.

Zustimmung der Initiative findet auch der geplante Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge ab Dezember 2025. Bislang sind auf der exakt 57,27 Kilometer langen Linie ausschließlich Dieseltriebwagen unterwegs. Grund: Die Bahnstrecke ist kaum elektrifiziert. Wie der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, gibt es Oberleitungen nur auf einem rund vier Kilometer langen Teilstück, das die Einfahrt in die Hauptstrecke im Bereich Osnabrück markiert, sowie auf einem ungefähr 4,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Bielefeld Hauptbahnhof und Bielefeld-Brackwede.Züge im 30-Minuten-Takt

Einen Fahrgast-Schub erwartet die IHW weiterhin von der lange geforderten Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Laut VVOWL könne geprüft werden, den vorhandenen Fahrplan um einen Regionalexpress zu ergänzen, der nicht überall halte und so die Fahrtzeit zwischen beiden Großstädten von 75 auf 60 Minuten verkürze. Das Problem sei allerdings auch in diesem Fall, dass zunächst Gleisabschnitte geschaffen werden müssten, die eine Begegnung von Zügen überhaupt ermöglichen.

Aktuell wolle die Initiative sich dafür einsetzen, dass die Tageskarten für eine Person und fünf Personen aus dem Westfalentarif nicht nur zwischen Dissen und Bielefeld, sondern im Haller Willem bereits ab Osnabrück genutzt werden können. Erst wenn die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) hier grünes Licht gebe, seien solche Fahrkarten auch in den Automaten der NWB-Züge zu erwerben.

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14.10.2019
Bericht:
IHW


Haller Willem wieder bis Bielefeld-Hauptbahnhof / Initiative sprach mit Zweckverband über Planungen

Bielefeld – Dass der Zug von Osnabrück über Halle wieder den Hauptbahnhof in Bielefeld erreicht, hat die Initiative Haller Willem (IHW) am 14. Oktober erfolgreich getestet. Bis zu diesem Tag war etwa 18 Monate vor allem aufgrund von Brückenerneuerungen nur der Bahnhof Brackwede erreichbar und von Quelle als Ersatz Busverkehr in die Bielefelder City eingerichtet. Die IHW-Mitglieder nutzten ihren Besuch in Bielefeld für ein Gespräch mit Vertretern von VVOWL (Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe) über aktuelle Planungen an der Bahnstrecke.

Bei vorher gut 5.000 werktäglichen Ein- und Aussteigern habe der Haller Willem in der Bauphase etwa 20% der Fahrgäste eingebüßt, an Wochenenden sogar ca. 35%, berichteten Anja Stocksieker und Simon-Konstantin Breitkopf vom VVOWL. Durch hohe Qualität mit Verlässlichkeit und Pünktlichkeit müsse alles daran gesetzt werden, verloren gegangene Fahrgäste zurückzugewinnen, wurde in Übereinstimmung mit der IHW betont. Allerdings schneide der Haller Willem im NRW-Qualitätsbericht 2018 mit 90% Pünktlichkeit, wobei eine Verspätung von 4 Minuten toleriert werde, schon jetzt vergleichsweise gut ab, erklärte Breitkopf. Mancher Regionalexpress erreiche nur etwa 50%.

Begrüßt wurde von der IHW der Einsatz von Frühzügen an Sonntagen ab Fahrplanwechsel im Dezember, 8.03 Uhr ab Bielefeld, 7.35 Uhr ab Osnabrück, um so das Erreichen touristischer Ziele mit dem Haller Willem zu erleichtern. IHW-Zustimmung findet auch der geplante Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge, wahrscheinlich mit Akkus, ab Dezember 2025. Mit der Neuvergabe des Betriebs ab diesem Zeitpunkt wird von der IHW auch die Nutzung von WLAN sowie der Verbleib der Fahrkartenautomaten in den Zügen gewünscht.

Bestandteil der NRW-Qualitätsoffensive sei auch die Behebung des Mangels an Triebfahrzeugführern, erklärte Breitkopf. So werde neben einer landesweiten Branchenkampagne zur Fachkräftegewinnung geprüft, wie bei zukünftigen Ausschreibungen Ausbildungsquoten und Personalreserven verlangt werden können. Außerdem seien von 9 Eisenbahnunternehmen Ausbildungskostenerstattungen bei Abwerbungen von Fachkräften vereinbart worden.

Aktuell will sich die IHW dafür einsetzen, dass die Tageskarten für eine Person und 5 Personen aus dem Westfalentarif nicht nur zwischen Dissen und Bielefeld, sondern im Haller Willem bereits ab Osnabrück genutzt werden können. Hierfür müsse zunächst die PlaNOS (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück) der tariflichen Einigung zustimmen. Erst dann könnten entsprechende Fahrkarten auch in den Automaten der NWB-Züge zu erwerben sein.

Die Zugbegleiterquote sei auf 50% tagsüber und 95% ab 19 Uhr erhöht worden, teilte Stocksieker mit. Im Zusammenhang mit der geplanten Mobilitätsstation Borgholzhausen werde der Piumbus weiterhin eingesetzt. Die VVOWL-Vertreterin sagte zu, die Beseitigung der Langsamfahrstrecke zwischen Bahnhalt Gerry-Weber-Stadion und Halle gegenüber der Deutschen Bahn noch einmal zur Sprache zu bringen.

Einen Schub für mehr Fahrgäste erwartet die IHW weiterhin von der Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Nach Auskunft von Breitkopf könne geprüft werden, den vorhandenen Fahrplan um einen Regionalexpress zu ergänzen, der nicht überall halte und statt der derzeitigen 75 Minuten Bielefeld-Osnabrück in ca. 60 Minuten verbinde. Damit einher gehe je nach genauer Angebotskonzeption ein großer Infrastrukturbedarf inklusive weiterer Begegnungsbereiche. Genaueres sei vom zukünftigen Nahverkehrsplan von NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe) zu erwarten, dessen Entwurf bis zum Jahresende vorgelegt werden soll. Grundsätzlich seien Planungen zu einem 30-Minuten-Takt mit dem niedersächsischen Partner (LNVG) abzustimmen.

Nach Auffassung der IHW würde die Beschleunigung dieser Planung der Umsetzung der deutschen Klimaschutzziele dienen. Das mit dem Deutschlandtakt vom Bundesverkehrsminister verkündete Ziel, bis 2030 die Bahnfahrgastzahlen zu verdoppeln, benötige einen deutlichen Ausbau der Bahninfrastruktur.

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10.10.2019
Bericht:
NWB


NordWestBahn-Züge der LInie RB 75 fahren ab 15. Oktober wieder nach Regelfahrplan

Osnabrück - Aufgrund der Beendigung der Baumaßnahme auf der Linie RB 75 „Haller Willem“ findet am Dienstag, 15. Oktober 2019, ein vorgezogener Fahrplanwechsel statt. Der neue Fahrplan gilt bis Dezember 2020.

Ab Dienstag, 15. Oktober 2019, ist die Strecke zwischen Bielefeld Hbf und Osnabrück Hbf  für den Zugverkehr wieder freigegeben. Der Regelbetrieb aller Zugverbindungen wird wieder aufgenommen.

Ab Sonntag, 15. Dezember 2019, gibt es im Fahrplan eine Leistungserweiterung an den Wochenenden: Die Zugverbindung ab Osnabrück Hbf um 07:35 Uhr nach Bielefeld verkehrt zusätzlich auch an Sonn-  und Feiertagen. Gleiches gilt für die Verbindung ab Bielefeld Hbf um 08:03 Uhr nach Osnabrück Hbf, die ab Sonntag, 15. Dezember ebenfalls auch an  Sonn- und Feiertagen verkehrt.

Die Taschenfahrpläne liegen in Kürze in den Zügen der NordWestBahn aus und sind in den bekannten Kundenanlaufstellen, wie Fahrkartenvorverkaufsstellen, Reisezentren, Touristik- und Bürgerbüros entlang der Strecke der RB 75 erhältlich, als auch auf der Internetseite www.nordwestbahn.de zu finden und in den gängigen Online-Auskunftsmedien abrufbar.

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09.10.2019
Bericht:
WB


Erst Zugausfälle, aber dann wird es besser

Bielefeld (WB/bp). Die Bahn ist pünktlich– zumindest, was das Ende der Bauarbeiten an den drei Bahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schildescher Straße und Schillerstraße angeht.

Diese Arbeiten sollen am Montag, 14. Oktober, abgeschlossen sein. Ab 4 Uhr morgens soll der Eisenbahnverkehr wieder planmäßig rollen. Vorher allerdings gibt es Zugausfälle, Verspätungen und Schienenersatzverkehr in Form von Bussen. Pro Werktag seien rund 80.000 Bahnkunden betroffen, am Wochenende etwa die Hälfte, so die Bahn.

Zwischen diesem Mittwoch, 22 Uhr, und Montagfrüh werden Oberleitungen und Bauweichen zurückgebaut, abschließende Arbeiten an den Schienen seien erforderlich. Deshalb komme es auf einigen Strecken zu Sperrungen, Züge werden über Osnabrück und Münster umgeleitet, halten dementsprechend nicht in Bielefeld. Es gebe aber, so die Bahn, »zahlreiche Ersatzverkehrsangebote«.

So werde der Rhein-Weser-Express (RE 6) durchgehend fahren – bis auf den Sonntag. Fahrgäste, die in Richtung Gütersloh oder Herford fahren möchten, können diesen Zug nutzen oder mit den Ersatzbussen fahren, die für die anderen Zuglinien eingerichtet werden.

Hauptbahnhof gesperrt

Der Hauptbahnhof werde fast ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden ab 22 beziehungsweise 20 Uhr für den Bahnverkehr voll gesperrt, Fernzüge werden dann umgeleitet.

Anders als im März, als der Bahnverkehr auf andere Gleise verlegt werden musste, seien im Nahverkehr nur wenige Fahrten betroffen. Der »Haller Willem« (RB 75) fällt bereits ab Freitag, 11. Oktober, bis Montag, 14. Oktober, 4 Uhr, ganztägig auf der Strecke zwischen Bielefeld und Osnabrück aus. Es fahren stattdessen Busse.

Gerade am ersten Wochenende der Herbstferien, so die Bahn, sei es entscheidend für die Fahrgäste, sich frühzeitig zu informieren. Ersatzfahrpläne seien im Internet einsehbar unter www.bahn.de oder www.westfalenfahrplan.de . Außerdem gibt es eine kostenlose Baustellen-Hotline unter Telefon 0800/0007711.

Ab 14. Oktober gibt es wieder den Ein-Stunden-Takt im Fernverkehr in beiden Richtungen. Während der 13-monatigen Bauzeit fuhren die IC- und ICE-Züge zwischen Köln und Düsseldorf nach Berlin wegen der eingeschränkten Gleiskapazität nur im Zwei-Stunden-Takt. Die Züge der Ruhr- und der Wupperlinie wurden in Hamm nicht mehr an- und abgekoppelt.

Die Gesamtkosten für die drei neuen Bahnbrücken liegen bei 52 Millionen Euro.

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05.09.2019
Bericht:
IHW


Mehr und schnellere Züge in Vorbereitung - Initiativen sprachen mit PlaNOS über Os-Bahn-Projekte

Osnabrück – Über die Realisierung der OS-Bahn-Projekte sprachen Initiativen-Vertreter mit Mitarbeitern der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück. Dazu gehören vor allem die Bahnhalte Rosenplatz, Vehrte und Alfhausen, der 30-Minuten-Takt sowie die Tecklenburger Nordbahn zwischen Osnabrück und Recke.

Für den Bahnhalt am Rosenplatz sei für diesen Herbst die Entwurfsplanung für die Bahnsteigmaßnahme der Deutschen Bahn zu erwarten, die Stadt Osnabrück sei zudem mit dem Bebauungsplan befasst, berichtete PlaNOS-Mitarbeiter Gerd Stolle. Um den geplanten Reaktivierungstermin im Dezember 2022 zu halten, müsse noch in diesem Jahr die Anmeldung der notwendigen Sperrpause erfolgen.

Für Vehrte sei anlässlich eines Ortstermin mit Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), Deutscher Bahn AG und Gemeinde Belm das weitere Vorgehen einvernehmlich abgestimmt worden. In Vorbereitung sei eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn für die Planungsphasen 1-4. Bürgermeister Viktor Hermeler kündigte die Prüfung von Zuwegungen zu den Siedlungen sowie für die barrierefreie Verknüpfung von Bahn, Bus, P&R und B&R an.

Für den Bahnhalt Alfhausen warte man auf die Ergebnisse eines Gutachtens zur Bahnstrecke Osnabrück-Oldenburg im kommenden Frühjahr, das die LNVG jüngst bei der Deutschen Bahn AG in Auftrag gegeben habe, erklärte Martin Meyer-Luu. Untersucht werden sollen dabei ein genereller 30-Min-Takt, die Verkürzung der Fahrzeit und insbesondere zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten und zweigleisige Abschnitte. Für 2026 sei der Einsatz neuer Fahrzeuge zu erwarten, wobei noch offen sei, ob Elektro-, Akku- oder Wasserstofftechnik.

Wie für die Strecke Osnabrück-Oldenburg angestrebt, drängen die Initiativen auf den 30-Minuten-Takt auch für die Haller-Willem-Strecke. Die Verkehrsbetriebe Landkreis Osnabrück (VLO) hätten sich bereit erklärt, Planung und Finanzierung für die beiden zusätzlichen Begegnungsbereiche Oesede-Sutthausen und Dissen-Westbarthausen zu übernehmen, berichtete Meyer-Luu. Nun sei die westfälische NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe) gefragt, deren neuer Nahverkehrsplanentwurf bald Auskunft geben werde. Denkbar sei der Einsatz von Schnellzügen mit Halt nicht an allen Bahnhöfen. Abstimmungen hinsichtlich Fahrplan, Fahrzeugeinsatz und Infrastrukturausbau seien zwischen den Aufgabenträgern in Hannover und Bielefeld angelaufen.

Über wachsende Zustimmung in den Anliegerkommunen Lotte, Westerkappeln, Mettingen und Recke berichteten Ingo Hoppe und Reinhard Kampling von der Initiative Tecklenburger Nordbahn. Die Erstellung der standardisierten Bewertung sei bis Ende 2020 zu erwarten. NRW-Verkehrsminister Wüst habe sich bereits positiv geäußert, so dass anschließend die Aufnahme in das Landes-ÖPNV-Programm mit der Bereitstellung der Gelder für Planung und Bau zu erwarten sei und der Start 2025 erfolgen könne.

Stolle kündigte Verbesserungen für die Region Osnabrück im Fernverkehr an. So würden zwischen Berlin und Amsterdam mit Halt in Osnabrück ab 2020 voraussichtlich zwei weitere Zugpaare eingesetzt. Am 2023 komme man an der deutsch-holländischen Grenze ohne Lokwechsel aus, was ca. 15 Minuten bis Amsterdam einspare. Die Fahrzeit nach Berlin verkürze sich um 20 Minuten. Dabei dürften jedoch regionale Stationen nicht abgehängt werden und Anschlüsse zum Nah- und Fernverehr müssten erhalten bleiben, betonte PRO-BAHN-Vertreter Stefan Goda.

Zwischen Hamburg und Köln mit Halt in Osnabrück seien bis 2022 bis zu fünf weitere ICE zu erwarten. Für die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen in Hasbergen, Bohmte und Bruchmühlen bleibe es bei der Fertigstellung bis Ende 2022.

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28.08.2019
Bericht:
HK


Haller Willem fährt bald wieder durch - Zug fällt jedoch noch einmal drei Tage aus

Halle. Auf die Nutzung des Schienenersatzverkehr-Busses zwischen Bielefeld-Hauptbahnhof und dem Stadtteil Quelle können Haller-Willem-Reisende bald verzichten. Seit Mitte Juni 2018 war die Strecke wegen Brückenbauarbeiten in Bielefeld nicht mehr durchgängig befahrbar.

Da diese Arbeiten planmäßig in der Nacht zum 14. Oktober enden werden, ist ab dem Montag die Strecke wieder ohne Einschränkungen mit der Bahn (RB75) befahrbar. Bis dahin müssen die Reisenden zwischen Bielefeld und Osnabrück aber an drei Tagen noch einmal ganz auf den Zug verzichten. Wie die Nordwestbahn mitteilt, muss die Deutsche Bahn ab Freitag, 11. Oktober bis in die Nacht des 14. Oktobers um 4 Uhr noch letzte Arbeiten vornehmen.

Neben der baubedingten Sperrung in Bielefeld werden zeitgleich Gleisarbeiten zwischen Dissen/Bad Rothenfelde und Osnabrück ausgeführt. Auf der gesamten Strecke wird ein Schienenersatzverkehr eingesetzt. Reisende aus Bielefeld mit dem Ziel Osnabrück können alternativ auch die RB 61 der Eurobahn über Herford, Bünde und Melle nutzen.

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23.08.2019
Bericht:
NOZ


Initiative Haller Wilhelm über zukünftige Projekte

Dissen. Über mehr Sicherheit am Bahnübergang Schulstraße in Erpen sprach die Initiative Haller Willem (IHW) mit Vertretern der Verkehrswacht Bad Rothenfelde/Dissen.

Die Verkehrswacht hatte sich nach dem glimpflich verlaufenen Unfall eines Lkw mit dem Zug im April erneut dafür ausgesprochen, Andreaskreuz und Ampel mit Halbschranken zu ergänzen.

Zunehmender Verkehr am Bahnübergang

„Wir verzeichnen zunehmenden Verkehr über diese Straße als kürzeste Verbindung zwischen Ortsmitte Bad Rothenfelde mit der Schüchtermann- und KlinikTeutoburger Wald und der A33 sowie mit Melle“, erklärte Verkehrswacht-Vertreter Karl-Heinz Bremer. Eine Halbschranke koste etwa 500.000 Euro, teilte Martin Sturm von Pro Bahn mit. Die würden nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz gedrittelt, weshalb auf Dissen und Bad Rothenfelde zusammen rund 170.000 Euro abzüglich Fördermittel des Landes zukommen könnten.

Alternativen zur Schranke - Erweiterung des 30-Minuten-Taktes

Alternativen seien Umlaufsperre für Fußgänger und Radler wie am Dütekolk in Sutthausen oder Schließung des Bahnübergangs. Positive Nachrichten vernahm die IHW hinsichtlich der Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Bis zum Jahresende sei eine deutliche Aussage vom Zweckverband Nahverkehr-Westfalen-Lippe zu erwarten.

Neuer Bahnhalt Osnabrück Rosenplatz

Für den neuen Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz sei die Vorplanung abgeschlossen, erfuhr die IHW von der Planos. Nach Zustimmung vom Rat der Stadt Osnabrück und von der Deutschen   Bahn werde jetzt die Entwurfsplanung erstellt. Die Inbetriebnahme dieses Haltepunktes sei mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen.

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21.08.2019
Bericht:
WB


Zwischen 9. und 14. Oktober massive Einschränkungen im Zugverkehr - 30 Stunden Totalsperrung

Bielefeld - Am ersten Tag der Herbstferien, am 14. Oktober, sind die Brückenbauarbeiten der Deutschen Bahn nach 13 Monaten in Bielefeld beendet, alle Nah- und Fernzüge fahren dann wieder planmäßig. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte: Zwischen dem 9. Oktober, 22 Uhr, und dem 14. Oktober, 4 Uhr, kommt es zu Einschränkungen und damit zu Verspätungen und Zugausfällen. Am Sonntag, dem 13. Oktober, halten keine Fernzüge in Bielefeld, in Gütersloh und in Herford. Das ist das zweite Mal nach einem Wochenende Mitte März.

IC und ICE werden an diesem Tag zwischen Hamm und Minden über Münster und Osnabrück umgeleitet, die Reisezeiten verlängern sich zwischen 30 und 45 Minuten. Reisende, die aus Richtung Berlin kommen, müssen in Hannover in einen Nahverkehrszug umsteigen, um ihr Ziel in Ostwestfalen zu erreichen. Betroffen seien pro Werktag, so Karlheinz Breitenbach von der DB Fernverkehr, 80.000 Bahnkunden in Bielefeld, Gütersloh und Herford.

Im März war der Bielefelder Bahnhof schon einmal verwaist, nun steht wieder eine Vollsperrung an. Foto: Bernhard Pierel Umfangreiche Arbeiten an Weichen, Oberleitungen und Schienen

Grund für die Einschränkungen und die 30-stündige Totalsperrung seien umfangreiche Arbeiten an Weichen, Oberleitungen und Schienen, Behelfsbahnsteige müssten demontiert werden. In der ersten Bauphase nach acht Jahren Vorbereitung, so sagt Karlheinz Breitenbach, wurden die Gleise der Güterstrecke gesperrt, die Gleise der Personenzugstrecke blieben in Betrieb. In Phase 2 ist es genau umgekehrt.

Zudem fahren die IC- und ICE-Züge zwischen Köln und Düsseldorf nach Berlin wegen dieser eingeschränkten Gleiskapazität nur im Zwei-Stunden-Takt, die Züge der Ruhr- und der Wupperlinie werden in Hamm nicht mehr »geflügelt« (an- oder abgekoppelt). Ab 14. Oktober gebe es wieder den Einstunden-Takt im Fernverkehr der IC 55 (Köln - Dresden) werde dann auch wieder in Gütersloh und Herford Station machen.

Auch Nahverkehr betroffen

Zum Abschluss der Brückenbauarbeiten in Bielefeld ist auch der Nahverkehr erheblich mit betroffen. Auf zwölf Verbindungen von Eurobahn, Nordwestbahn, DB Regio und Westfalenbahn müssen es Fahrgäste in Kauf nehmen, in einen Bus umzusteigen. Im schlimmsten Fall müsse man auf einer Strecke gleich zweimal das Verkehrsmittel wechseln, so der NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe). Von einer Vollsperrung betroffen seien die Nahverkehrszüge nicht nur am 13. Oktober, sondern auch jeweils in den Nächsten vom 11. bis zum 14. Oktober jeweils von 22 bis 6 Uhr beziehungsweise von 20 bis 4 Uhr.

52 Millionen Euro Gesamtkosten

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe rät allen Fahrgästen, rechtzeitig zu planen, frühere Züge zu nehmen und sich für jede Fahrt individuell zu informieren. Der NWL verspricht, dass alle Fahrplanänderungen und Zugausfälle ab 24. August in die App der Deutschen Bahn eingepflegt seien, bei den Fernverbindungen sagt die Deutsche Bahn das ab »Anfang September« zu. Fahrkarten ab und von Bielefeld am 13. Oktober gebe es nicht zu kaufen.

Die Gesamtkosten für die drei neuen Bahn-Brücken in Bielefeld werden inzwischen mit 52 Millionen Euro angegeben.

Die Ausfälle im Nahverkehr

Der »Haller Willem« (RB 75) fällt ab Freitag, 11. Oktober, bis Montag, 4. Oktober (4 Uhr) auf der kompletten Strecke zwischen Bielefeld und Osnabrück aus.

Der RE 6 (Köln - Minden) fährt am 9. und 10. Oktober mit zehnminütiger Verspätung, am 12. Oktober verspätet er sich um mehr als 20 Minuten, am 13. Oktober fällt er zwischen Gütersloh und Herford aus. Zwischen Bielefeld und Münster beziehungsweise Paderborn fahren Züge zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld, Gütersloh und Bielefeld oder Sennestadt bis Bielefeld aus. Es werden jeweils Busse als Ersatzverkehre eingesetzt. Auf den Strecken Bielefeld – Hengelo, Bielefeld – Braunschweig, Bielefeld – Rahden und Bielefeld – Nienburg fahren am 12. Oktober keine Züge zwischen Bielefeld und Herford. Es verkehren Schnellbusse, die allerdings nicht in Brake halten.

An der Treueaktion des NWL haben in der ersten Bauphase 1000 Abo-Nutzer und damit zwei kostenlose Monate erworben. Für Bauphase 2 läuft die Aktion noch bis zum 31. Oktober.

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20.08.2019
Bericht:
LKOS


Freies WLAN an den Bahnsteigen des Haller Willem

Osnabrück - Die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück GmbH (VLO) präsentiert eine weitere Neuerung: Im vergangenen Jahr waren an den Bahnsteigen des Haller Willem DFI-Anzeiger (Dynamische Fahrgast-Informationsanzeiger) installiert worden. Nun gibt es an den Bahnsteigen in Hilter, Wellendorf, Kloster Oesede, Oesede und Sutthausen einen weiteren Service mit freiem WLAN. Darüber hinaus modernisierte die VLO die Videoüberwachungsanlage.

Wie hier am Bahnhof Osnabrück-Sutthausen gibt es ab jetzt an den Bahnsteigen des Haller Willem freies WLAN. Darüber freuen sich (von links): Projektleiter Joachim Knuf (VLO), Prokurist Jürgen Werner (VLO) Robert Köster (Freifunk Nordwest e.V.) und der für die Installation der Videoanlage zuständige Mario Gottwald (Firma Gottwald). Foto: Landkreis  Osnabrück / Henning Müller-DetertFür mehr Sicherheitsgefühl sorgt die Videoanlage bei den Fahrgästen. Darüber hinaus ist die Technik ein Mittel gegen Sachbeschädigung am Bahnsteig. Ein zusätzliches Plus für die Reisenden ist das freie WLAN: So können sie sich per Smartphone und Tablet über Anschlussverbindungen für Bus und Bahn informieren. Über WLAN und „nordwest.feifunk.net“ wird die Verbindung hergestellt, ein Passwort oder eine Vorab-Registrierung sind nicht nötig.

Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. Eine entsprechende Beschilderung auf den Bahnsteigen weist etwa auf die Rechte der Fahrgäste und die Aufzeichnungsdauer hin. Dazu sind Videoanlage und WLAN technisch getrennt.

Beim Aufbau des freien WLANs wurde die VLO von der Freifunk-Initiative aus Georgsmarienhütte unterstützt. Diese nicht kommerziell ausgerichtete Initiative verfolgt das Ziel, freie Kommunikation in digitalen Datennetzen wo immer möglich zu fördern und zu unterstützen.


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09.08.2019
Bericht:
HK


Haller Willem soll mit Strom statt mit Diesel fahren

Halle. Dann könnte der Haller Willem, der Bielefeld mit Osnabrück verbindet und im Altkreis Haltestellen in Steinhagen, Halle und Borgholzhausen bedient, mit Strom statt wie bisher mit Diesel betrieben werden. Der federführende Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) favorisiert als Auftraggeber einen Umstieg vom fossilen Brennstoff auf batterie-elektrische Triebwagen.

Bis es so weit sein könnte, vergehen in jedem Fall noch knapp sechseinhalb Jahre. Denn erst im Dezember 2025 steht nach dann 15 Jahren ein Fahrplanwechsel beim Haller Willem an, und das Streckennetz wird neu vergeben.

„Die Antriebstechnik im Schienenverkehr kann nur geändert werden, wenn die Verkehrsverbindung neu ausgeschrieben wird", erklärt NWL-Pressesprecher Uli Beele auf Anfrage. Läuft der Vertrag, ist ein Wechsel von Diesel auf Strom also nicht möglich.

„Die Möglichkeiten für einen Wechsel der Antriebstechnik müssen vorher untersucht werden", sagt Beele. Die Voraussetzungen sind aus Sicht des NWL auf einigen Linien in OWL sehr gut, offenbar auch beim Haller Willem. Details werden derzeit unter die Lupe genommen.

Andere Option ist "brutal teuer"

Wie die Ausschreibung aussehen soll, wollen die Verantwortlichen bis zum kommenden November festlegen. Ziel des NWL ist es laut einer Aussage seines Geschäftsführers Joachim Künzel gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, „auf alternative Antriebe umzustellen, ohne in Infrastrukturen investieren zu müssen".

Grundsätzlich wäre ab 2025 auch eine Wasserstofftechnologie für Triebwagen denkbar. Für diese Antriebsart gibt es aber noch nicht viele Erfahrungswerte, die Wirtschaftlichkeit ist daher fraglich. „Brutal teuer" nennt Uli Beele eine weitere Option: eine elektrisch betriebene Strecke mit Fahrdraht, also einer Oberleitung. Als Beispiel verweist er auf die Verbindung Wesel – Bocholt, an der der NWL mit wenigen Kilometern auf westfälischem Gebiet beteiligt ist. „Die Kosten explodieren, und die Zeit läuft uns weg", sagt Beele.

Bleibt also als realistischste Option die Batterietechnik. Sie treibt Fahrzeuge an, die einen Elektromotor besitzen und ergänzend über Akkus als Stromspeicher verfügen. Mit diesen könnten Streckenabschnitte, die nicht elektrifiziert sind, überbrückt werden.

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19.07.2019
Bericht:
HK


30-Minuten-Takt für den Haller Willem? Idee kommt tatsächlich in Fahrt
Die Initiative hat gute Nachrichten zum von ihr geforderten 30-Minuten-Takt bis Osnabrück erhalten. Doch sie braucht Unterstützung

Halle. Die Forderung im April war deutlich: Die Regionalbahn 75, im Volksmund Haller Willem genannt, soll auch zwischen Halle und Osnabrück im Halbstundentakt und nicht mehr nur stündlich unterwegs sein. Die Initiative Haller Willem (IHW) hatte dazu die Vertreter von neun Anliegerkommunen zusammengebracht, die gemeinsam eine entsprechende Erklärung unterzeichneten (das HK berichtete).

Nun kommt tatsächlich Bewegung in das Projekt, wie die IHW erfahren hat. „Nach unseren Informationen wird es im Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Westfalen-Lippe eine klare Aussage für den 30-Minuten-Takt geben", berichtete Johannes Bartel, Sprecher der IHW, auf Anfrage des Haller Kreisblattes. Bis zum Jahresende soll dieser Entwurf vorliegen, schon Anfang September könnte eine Machbarkeitsstudie der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) zu Angebotskonzepten vorliegen.

Positive Nachrichten seien das, so Johannes Bartelt, für den ein 30-Minuten-Takt auch unbedingt Sinn macht: „Offenbar ist bei den Verantwortlichen angekommen, dass wir durch die geplanten Erweiterungen bei Storck und auch die neue Gewerbeansiedlung in Borgholzhausen ein höheres Fahrgastaufkommen haben werden." Ein kürzerer Takt des Zuges könne zum Beispiel bei Storck helfen, Parkflächen einzusparen.

Initiative will das Projekt beschleunigen

„Die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück arbeitet bereits daran, für den kürzeren Takt Begegnungsverkehr zwischen zwei Zügen auf der Strecke zu ermöglichen", erklärte Bartelt. Hierfür sei ein Abschnitt zwischen Westbarthausen und Dissen und ein weitere im Bereich zwischen Oesede und Georgsmarienhütte vorgesehen.

Bislang schien das Projekt 30-Minuten-Takt allerdings auf der Warteliste zu schmoren. Noch Ende April hieß es, die Umstellung sei erst für 2025 vorgesehen. Ein Grund: Allein die zusätzlichen Kreuzungsbahnhöfe würden drei bis 3,5 Millionen Euro kosten. Doch Johannes Bartelt erhofft sich frischen Rückenwind: „Es besteht die Möglichkeit, dass wir da jetzt weiter nach vorn kommen. Wir arbeiten dran." Um das Verfahren tatsächlich zu beschleunigen, sei jetzt allerdings die Unterstützung der Kommunen erforderlich. Die hatten wie berichtet bereits auf die Notwendigkeit für einen schnelleren Takt hingewiesen. „Verkehrsminister Scheuer will die Fahrgastzahlen der Bahn bis 2030 verdoppeln. Dazu muss aber auch die Infrastruktur ausgebaut werden", fügt Johannes Bartelt an.

Die IHW richtet den Blick zudem nach Bielefeld: Nach den Zusagen für die Fertigstellung der Brückenbauarbeiten bis zum 11. Oktober erwartet die Initiative, dass der Haller Willem ab dem Folgetag wieder bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchfahren kann.

Für den 18. September hat die IHW Jürgen Fenske, den früheren Bundesvorsitzenden des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, gewonnen, um über Bedingungen für mehr Bahn und Bus zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr bei den Stadtwerke Osnabrück (Alte Poststraße 9).

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18.07.2019
Bericht:
WB


Mehr Tempo und ein schnellerer Takt

Halle -  Auf dem Papier haben sich die Anliegergemeinden des Haller Willem schon für den Halb-Stunden-Takt zwischen Halle und Osnabrück mit einer gemeinsamen Erklärung stark gemacht. In diesem Herbst kommt es schon auf klare Unterstützung an.

Für die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über die Strecke Bielefeld-Halle hinaus gibt es nämlich positive Nachrichten, wie die Initiative Haller Willem (IHW) berichtet. Bis Anfang September schon habe die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) eine Machbarkeitsstudie für Angebotskonzepte in Aussicht gestellt. Auch von einem Entwurf des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, der bis zum Jahresende vorliegen soll, erwartet man »eine deutliche Aussage für den Halbstundentakt«, erfuhr die Initiative.

Schon im Oktober befasst sich allerdings der Zweckverband VVOWL mit den Maßnahmen, die erforderlich sind, um zwei Züge gleichzeitig auf der eingleisigen Strecke einzusetzen. Bekanntlich sind dazu neben dem Bahnhof Hilter-Wellendorf zwei weitere Kreuzungspunkte erforderlich.

Grundsätzlich sind die Städte Halle und Borgholzhausen bereit sich zu engagieren. »Als Stadt tun wir alles, um den schnellen Takt auf unserem Gebiet zu ermöglichen«, unterstreicht Benjamin Potthoff, Abteilungsleiter im Haller Rathaus, vor dem Hintergrund der geplanten Storck-Erweiterung. Diese bringt »ein starkes Zusatzpotenzial« für den Haller Willem, ist die Initiative überzeugt. Dasselbe gilt für die Gewerbeplanung am Bahnhof Borgholzhausen. »Wir setzen auf die Machbarkeitsstudie, um demnächst gezielt auf die Grundstückseigentümer zuzugehen«, unterstreicht Manfred Warias von der Stadt, dass eine Ausweichmöglichkeit auf Piumer Gebiet grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist.

Die Stadt Borgholzhausen unterstützt auch die Absicht, drei private, unbeschrankte Bahnübergänge in Ostbarthausen zu schließen, damit der Zug mehr Tempo machen kann »und damit er hinter Marienbrunnen nicht mehr tuten muss«, wie Bürgermeister Dirk Speckmann sagt. Schon zur Expo habe man das Konzept aus drei nur einen zu machen ins Spiel gebracht. Wobei der mittlere der drei Übergänge zwischen Holzweg und Heideweg allerdings ein Wohnhaus hinter den Gleisen erschließt. Weil eine alternative Erschließung sehr aufwändig ist, hat die Bahn bereits signalisiert, dass sie die Kosten nicht übernehmen will. Einfacher ist es bei einem Übergang, der zur alten »Marienbrunnen«-Liegenschaft gehört. Weil er lediglich zu einer nicht mehr notwendigen Kläranlage führt, habe der Eigentümer bereits sein Einverständnis zum Rückbau in Aussicht gestellt, berichtet Dirk Speckmann. Ebenfalls verzichtbar sei eine private Überfahrt von einem landwirtschaftlichen Anwesen zu Feldern, die auch über den Heideweg zu erreichen sind. Manfred Warias: »Das wäre für den Landwirt natürlich ein Umweg.«

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12.07.2019
Bericht:
IHW


Sicherheit am Bahnübergang - Initiative sprach über aktuelle Haller-Willem-Projekte

Dissen – Über mehr Sicherheit am Bahnübergang Schulstraße in Erpen sprach die Initiative Haller Willem (IHW) mit Vertretern der Verkehrswacht Bad Rothenfelde/Dissen. Diese hatte sich nach dem glimpflich verlaufenen Unfall eines Lkw mit dem Zug im April erneut dafür ausgesprochen, Andreaskreuz und Ampel mit Halbschranken zu ergänzen.

„Wir verzeichnen zunehmenden Verkehr über diese Straße als kürzeste Verbindung zwischen Ortsmitte Bad Rothenfelde mit der Schüchtermann- und Klinik Teutoburger Wald und der A 33 sowie mit Melle, erklärte“, erklärte Verkehrswacht-Vertreter Karl-Heinz Bremer. Die Verkehrswacht trete dafür ein, alle Bahnübergänge mit Halbschranken zu versehen, ergänzte Lydia Schäfer.

Bisher gebe es laut Stadtverwaltung Dissen keine Verkehrszählungen für die Schulstraße. Eine Halbschranke koste etwa 500.000 Euro, teilte Martin Sturm von PRO BAHN mit. Die würden nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz gedrittelt, weshalb auf Dissen und Bad Rothenfelde zusammen rund 170.000 Euro abzüglich Fördermittel des Landes zukommen könnten. Alternativen seien Umlaufsperre für Fußgänger und Radler wie am Dütekolk in Sutthausen und Schließung des Bahnübergangs.

Vertreten wurde auch die Auffassung, dass Andreaskreuz und Ampel für diesen gut 4 m breiten Weg eine ausreichende Sicherung bedeuten würden, zumal auch eine Halbschranke bei Rücksichtslosigkeit umfahren werden könne. Die Verkehrswacht will Eingaben an die Stadt Dissen, die Gemeinde Bad Rothenfelde sowie die für die Bahnstrecke verantwortliche VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück) vornehmen, die letztendlich zu entscheiden habe.

Am Bahnhof Dissen registrierte die IHW, dass der ehemalige Expressgüterschuppen jetzt per Einzäunung vor Vandalismus geschützt ist. Wegen Anwohnerbedenken werde bisher der eingerichtete Raum von der Firma Wissmann nur für geschlossene Veranstaltungen ohne Lärmproblem vergeben, berichtete Ernst Haase. Die IHW hofft auf eine zukünftige Lösung auch für Fahrgäste des Haller Willem.

Positive Nachrichten vernahm die IHW hinsichtlich Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Während die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) Informationen zur Machbarkeit von Angebotskonzepten bis Anfang September in Aussicht stellte, sei vom Entwurf des Nahverkehrsplanes des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bis zum Jahresende eine deutliche Aussage für den Halbstundentakt zu erwarten, erfuhr die IHW. Wenn der Verbandsversammlung des Zweckverbandes VVOWL im Oktober ein entsprechender Maßnahmenkatalog vorgelegt werde, komme es auf klare Unterstützung aus dem Anliegerkommunen an, wurde betont. Schließlich gebe es mit der geplanten Storck-Erweiterung am Bahnhalt Gerry-Weber-Stadion und mit der Gewerbeplanung am Bahnhof Borgholzhausen starkes Zusatzpotential für den Haller Willem.

Für den neuen Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz sei die Vorplanung abgeschlossen, erfuhr die IHW von der PlaNOS. Nach Zustimmung von Rat der Stadt Osnabrück und Deutsche Bahn werde jetzt die Entwurfsplanung erstellt. Die Inbetriebnahme dieses Haltepunktes sei mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen. Noch keine Auskunft konnte die IHW von der Stadt Osnabrück erhalten hinsichtlich des Abschlusses der Bahnhofsumfeldgestaltung Sutthausen mit überdachter Fahrradabstellung, E-Bike-Ladestation und vollständigem Wetterschutz.

Nach den Zusagen für die Fertigstellung der Brückenbauarbeiten in Bielefeld bis zum 11. Oktober erwartet die IHW, dass der Haller Willem ab dem Folgetag wieder bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchfahren kann. Für den 18. September hat die IHW mit Jürgen Fenske den früheren Bundesvorsitzenden des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen gewonnen, um über Bedingungen für mehr Bahn und Bus zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr im Gebäude der Stadtwerke Osnabrück (Alte Poststr. 9).

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17.05.2019
Bericht:
IHW


Initiative Haller Willem lädt am 10.07. zum Stellwerks-Grillen nach Dissen

Die Initiative Haller Willem trifft sich das nächste Mal am 10.07. im ehemaligen Stellwerkshaus am Dissener Bahnhof. Los geht es ab 18.15 Uhr nach Ankunft des Zuges aus Osnabrück. Ankunft aus Bielefeld/Brackwede um 17.44 Uhr. Vorgesehen ist ein gemeinsames Grillen am Stellwerk. Anmeldung per Email hallo@hallo-willem.de oder unter Telefon 0170 - 6917390

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09.05.2019
Bericht:
NOZ


Verkehrswacht Dissen fordert Schranken an Haller-Willem-Strecke

Kurz vor Ostern waren der Haller Willem und ein Lkw auf dem Bahnübergang in Erpen an der Ulmenallee/Schulstraße an der Grenze zwischen Dissen und Bad Rothenfelde kollidiert.  

In einer Reaktion zum Bericht der NOZ am 16. April über den Unfall tags zuvor, als der Haller Willem mit einem Lkw kollidierte, weist Bremer darauf hin, dass die örtliche Verkehrswacht bereits vor etwa 15 Jahren einen Antrag auf Beschrankung dieses Bahnüberganges forderte. "Eine Bahnkommission lehnte damals die Beschrankung ab" erinnert er sich jetzt während einer Ortsbesichtigung, "es gebe dafür keinen Bedarf, hieß es, die vorhandene Rotlichtampel müsse genügen."

Karl-Heinz Bremer, 1. Vorsitzender der Verkehrwacht Bad Rothenfelde-Dissen, und Landwirt Frank Hüggelmeyer als Anlieger am neuralgischen Bahnübergang des Haller Willem Ulmenallee/Schulstraße. Foto: Achim KöppDie Rotlichtampel sowie Vorweisschilder mit dem Bahnsymbol sowohl aus Richtung Bad Rothenfelde als auch von Dissen kommend wie auch vorschriftsmäßige Andreaskreuze gibt es heute auch noch, dennoch ereigneten sich nun innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne zwei Zusammenstöße, die zum Glück nur leichte Personenschäden, jedoch erhebliche Sachschäden nach sich zogen.

Schranken aber, das weiß der pensionierte Polizeioberkommissar und Verkehrswachtexperte aus jahrzehntelanger Erfahrung, geben nicht nur dem querenden Verkehr Sicherheit, sondern seien auch für den jeweiligen Zugführer der Bahn eine gewisse Beruhigung, um unbesorgt den Übergang zu durchfahren. Bremer: "Und wenn demnächst - so wie geplant - die Haller-Willem-Strecke sogar im Halbstundentakt befahren wird, halten wir Schranken umso mehr für erforderlich."

Unterstützung für die Forderung nach einer Beschrankung erhält Bremer auch von dem Landwirt Frank Hüggelmeyer, dessen Bauernhof aus Richtung Bad Rothenfelde kommend an der Ulmenallee direkt vor dem Bahnübergang liegt. "In den letzten Jahren", sagt er, "hat sich die Anzahl der von dem großen Parkplatz der Schüchtermann-Klinik und sogar auch von der LVA-Klinik kommenden Pkw, die als Abkürzung über die Ulmenallee und Schulstraße direkt zur B 68 und dann auch zur A 33 weiterfahren, vervielfacht".

Er selbst habe damals etwa 15-jährig, als der Betrieb des Haller Willem nach etlichen Jahren des Stillstands Richtung Osnabrück wieder aufgenommen wurde, und er mit dem Fahrrad Richtung Dissen vom Hof der Eltern über die Gleise zur Schulstraße fahren wollte, immer wieder geübt, aufmerksam zu sein: "Aufpassen, links und rechts gucken, ob kein Zug kommt - dann erst rüber!" Beide Unfälle, den mit dem Pkw vor drei, vier Jahren, und den jetzt vor anderthalb Wochen, habe er hautnah miterlebt: "Wenn Schranken da wären, müsste das nicht passieren. Es geht ja nicht immer so glimpflich aus."

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26.04.2019
Bericht:
HK


Alle 30 Minuten ein Zug: Haller Willem soll doppelt so oft fahren

Altkreis Halle. Die Bürgermeister drücken bei der Regionalbahn 75 aufs Tempo: Wenn es nach ihnen ginge, sollen die Züge des Haller Willem am liebsten schon heute im Halbstundentakt von Bielefeld nach Osnabrück und wieder zurück fahren. Deswegen haben gestern neun Anliegervertreter eine Erklärung unterschrieben, die den 30-Minuten-Rhythmus beschleunigen soll. Dazu zählen etwa die Bürgermeister Hartmut Nümann aus Dissen, Dirk Speckmann aus Borgholzhausen oder Marc Schewski aus Hilter.

Der Haller Willem soll häufiger nach Osnabrück fahren. (© Uwe Pollmeier) Ihre Erklärung listet unter anderem einige Gründe für die Einführung des Halbstundentaktes auf. Für Halle etwa folgenden: „Insbesondere die Planungen der Firma Storck für bis zu 1700 neue Arbeitsplätze am Bahnhalt Gerry Weber Stadion in Halle erfordern ein rechtzeitig besseres Bahnangebot."

"Für Borgholzhausen ist ein Halbstundentakt essenziell"

Dirk Speckmann schlug in dieselbe Kerbe: „Bei uns ist der interkommunale Gewerbestandort IBV interessant, wo jetzt schon 1500 Leute täglich arbeiten. Da ist der Stundentakt, den wir jetzt haben, absolut suboptimal. Für Borgholzhausen ist ein Halbstundentakt essenziell." Zudem verwies er auf das veränderte Mobilitätsbewusstsein seiner Bürger.

Ähnlich äußerte sich Benjamin Potthoff, Abteilungsleiter der Stadtverwaltung Halle: „Für uns ist der Halbstundentakt nach Osnabrück natürlich auch von großer Bedeutung." Er nannte neben den schon erwähnten Erweiterungsplänen der Firma Storck außerdem den Klimaschutz als Grund.

Steinhagens Vertreterin Ellen Strothenke sagte, dass in der Gemeinde viele ausländische Pendler arbeiteten, die verstärkt auf das Auto zurückgreifen, „einfach weil die Verbindungen mit einstündiger Wartezeit unglücklich sind." Ihre Gemeinde schreibe den Klimaschutz groß. „Wir haben ein Radwegekonzept entwickelt und möchten dadurch die Verbindung zum Haller Willem verbessern."

Die unterschriebene Erklärung schickt Johannes Bartelt von der Initiative Haller Willem an die Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover und an den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe in Bielefeld – so heißen die zwei Trägergesellschaften des Haller Willem. Die haben es bei der Umsetzung der Pläne aber offenbar nicht eilig. Erst 2025 ist laut Bartelt angepeilt. Kein Wunder: 3 bis 3,5 Millionen Euro kosten laut Diplom-Ingenieur Jürgen Werner von der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück allein die Kreuzungsbahnhöfe, die auf der eingleisigen Strecke zusätzlich eingerichtet werden müssten.

Für die Bahnfahrer hätte die kürzere Taktung einen weiteren Vorteil: Weil die Züge nämlich statt maximal 80 sogar 100 Stundenkilometer schnell sein sollen, würde sich die Fahrtzeit um etwa eine Viertelstunde verkürzen. Gut 60 Minuten wird die Fahrt mit dem Haller Willem dann von Osnabrück bis nach Bielefeld dauern.

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20.04.2019
Bericht:
WB


Brücke am Brackweder Bahnhof führt ab Mitte Mai zum Gleis

 Brackwede (WB). Statt durch die Unterführung geht es in Kürze über eine provisorische Brücke zu den Gleisen am Brackweder Bahnhof. Mitte Mai soll das weithin sichtbare Brückenbauwerk den Betrieb aufnehmen.

Die Holzplatten auf der Konstruktion aus Stahlstützen glänzen goldgelb im Licht und fallen seit einigen Tagen selbst den auf dem Ostwestfalendamm vorbeifahrenden Autofahrern schon von weitem auf. Vor allem die vier langen Treppen mit jeweils gut 50 Stufen machen die rund sieben Meter hohe Behelfsbrücke zu einem großen Bauwerk. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilt, soll die Brücke für Fußgänger Mitte Mai freigegeben werden, sobald die Beleuchtung installiert ist und die letzten Arbeiten an der Brücke erledigt sind.

Die Brücke aus Stahl und Holz führt über vier Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen am Brackweder Bahnhof. Foto: Markus Poch Bahnsteige, Treppenanlagen und Unterführung werden erneuert

Dann kann im Zuge der im März gestarteten Bauarbeiten am Brackweder Bahnhof auch die Unterführung gesperrt werden, die bislang zu den Bahnsteigen führt. Wie mehrfach berichtet, werden in dem 17-Millionen-Euro-Projekt die Bahnsteige, die Treppenanlagen und auch die Unterfhrung samt der hinabfhrenden Rampe erneuert.Außerdem werden die Bahnsteige nach dem Umbau mit Aufzügen erreichbar sein. Deren Einbau und die Erhöhung der Bahnsteige gewährleisten dann einen barrierefreien Zugang zu den Zügen.

Sobald die Brücke fertiggestellt ist, beginnen dem Bahnsprecher zufolge die Arbeiten am Bahnsteig 1. Bis zum Ende der gesamten Maßnahme voraussichtlich Ende 2021 wird die Behelfsbrücke benötigt und laut Bahnsprecher bis dahin in Betrieb bleiben. Der Knackpunkt: Die Brücke endet an Gleis sechs und führt nicht bis auf die dahinterliegende Straße Zu den Lutterquelle und zur Unterführung unter den OWD. Damit entfällt die direkte Verbindung zwischen den Ortsteilen Quelle und Brackwede, die bislang durch die Unterführungen unter den Gleisen und dem OWD gewährleistet war.

Fußgänger und Radfahrer müssen einen bis zu 1,5 Kilometer langen Umweg über die Osnabrücker Straße, Gütersloher Straße und Eisenbahnstraße in Kauf nehmen. Die andernfalls notwendige Verlängerung der Brücke hätte die Stadt 200.000 Euro gekostet. Zudem wäre der Termin für den Baubeginn aufgrund der Planungszeit und erforderlichen Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt nicht hätte gehalten werden können.

Fahrgäste mit Mobilitätsbeschränkung sollen Hauptbahnhof nutzen

Dass die Treppenaufgänge der Behelfsbrücke für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Problem darstellen, sieht auch die Deutsche Bahn. Deren Sprecher weist allerdings daraufhin, dass der Brackweder Bahnhof auch bisher nicht barrierefrei ist und die Bauarbeiten ja gerade auf die Barrierefreiheit abzielen. Fahrgästen mit Mobilitätseinschränkung empfiehlt die Bahn, möglichst den Hauptbahnhof zu nutzen. Ansonsten gibt es Informationen und Hilfe bei der Reiseplanung unter der Hotline der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ): Telefon 01806/512512 oder per E-Mail an msz@deutschebahn.com.

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03.04.2019
Bericht:
IHW


Deutschlandtakt kann OS-Bahn-Projekte voranbringen - Haller-Willem-Initiative sprach mit LNVG-Geschäftsführerin

Hannover – Der von Bundesverkehrsminister Scheuer verkündete Deutschlandtakt mit dem Ziel der Verdoppelung der Zahl der Bahnfahrgäste kann auch dazu beitragen, die Realisierung der OS-Bahn-Projekte voranzubringen. Darüber bestand Einigkeit beim Gespräch der Initiative Haller Willem bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Bis zur Sommerpause stehe die Abstimmung der Bundesländer und Verbände mit dem Bund über die konkrete Umsetzung an, erklärte LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl.

In Niedersachsen sei schon in den vergangenen 20 Jahren eine Verdoppelung der Bahnfahrgastzahlen erreicht worden, berichtete Schwabl. Dazu habe auch die Reaktivierung des Haller Willem mit werktäglich über 5.000 Ein- und Aussteigern zwischen Osnabrück und Bielefeld beigetragen. „Ziel des Deutschlandtaktes 2030 müssen mehr Pünktlichkeit und vernünftige Umstiegsbeziehungen ohne Hetze sein“, betonte Schwabl.

Eine große Herausforderung stelle die Weiterentwicklung des Angebotes auf der Relation Osnabrück – Oldenburg dar, bei der unterschiedliche Zielvorstellungen miteinander in Einklang gebracht werden müssten, erklärte Schwabl. Dazu gehöre die Verbesserung der Betriebsqualität, die Wahrung der Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen sowie die Reaktivierung des Haltes Alfhausen. Die LNVG plane eine externe Untersuchung über ein mögliches, langfristig umzusetzendes Zielkonzept, wobei auch eine Streckenelektrifizierung mitbetrachtet werden könne. Positiv habe Schwabl bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr in Alfhausen registriert, dass ein neues Baugebiet in der Nähe des Bahnhofes entsteht.

Neben dem Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz sei auch die Reaktivierung des Bahnhaltes in Vehrte auf gutem Wege, erklärte Schwabl. Aktuell werde die europaweite Ausschreibung der Planungen vorbereitet. Zwar seien Detailfragen noch zu klären, aber die Inbetriebnahme bis 2025 sei machbar. Der westfälische Aufgabenträger NWL sei über die Planungen für die Verlängerung der Regionalbahn von Münster über Osnabrück bis Vehrte informiert, die Zustimmung müsse aber noch eingeholt werden. Damit ergäbe sich für den nördlichen Landkreis Osnabrück eine attraktive Direktanbindung an Münster.

Für die Verlängerung des Halbstundentaktes des Haller Willem über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück sei ein Planfeststellungsverfahren für die Begegnungsbereiche erforderlich, erklärte Schwabl. Derzeit würde ein Konzept entwickelt, wie die Integration in den Fahrplan gelingen könne. Dabei müsse geprüft werden, inwieweit eine Reisezeitverlängerung durch Aussparung von Haltepunkten vermieden werden könne. Ermittelt werden müssten noch die Kosten für zusätzliche Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb.

Dass die notwendigen Sperrpausen für die Barrierefreiheit am Bahnhof Hasbergen für 2021 und am Bahnhof Bohmte für 2023 bereits angemeldet worden seien, nahmen die Besucher erfreut zur Kenntnis.

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12.03.2019
Bericht:
HK


Hauptbahnhof Bielefeld wird gesperrt: Einschränkungen schon ab Mittwoch

Bielefeld. Am Wochenende geht am Bielefelder Hauptbahnhof fast nichts mehr. Wegen der Baustelle der Bahn AG wird er für den Zugverkehr von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, für den Zugverkehr gesperrt.

Vor allem viele Regionalbahnlinien fallen aus. Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse ausweichen, die von der Haltestelle Joseph-Massolle-Straße hinter dem Hauptbahnhof abfahren. Der Zugang ist über den Aufgang zum Gleis 8.

Die ersten Einschränkungen wird es aber schon ab Mittwoch, 13. März, ab 4.15 Uhr geben, teilten die Bahnunternehmen Bahn AG, Westfalenbahn, Eurobahn, Nordwestbahn und der Verbund NWL mit.

Ab dem 15. März kommen weitere Linien dazu

Ausfallen zwischen Bielefeld und Herford werden die Wiehengebirgsbahn RB 61 (Osnabrück, Hengelo), Ravensberger Bahn RB 71 (Büne, Rahden), RE 70 (Braunschweig) und RE 78 (Nienburg). Der Rhein-Weser-Express RE 6 (Minden, Hamm, Köln) fährt zwar weiter, aber zu geänderten Zeiten.

Am Wochenende vom 15. bis 18. März kommen dann weitere Linien hinzu: Dann streichen die Bahnen auch noch den Warendorfer RB 67 (Münster), die Ems-Börde-Bahn (Münster), den Lippeerländer RB 73 (Lage, Lemgo), den Rhein-Weser-Experss RE 6 sowie den Leineweber RE 82 (Detmold). Für die Sennebahn RB 74 (Paderborn) und den Haller Willem RB 75 (Osnabrück) gelten die Fahrpläne aber weiter.

Über die Fahrplanänderungen informieren das Online-Auskunftsystem sowie Aushänge an den Bahnsteigen, so die Mitteilung. Daneben gebe es eine kostenlose Baustellen-Hotline unter 0800-000 77 11. Sie sei montags bis donnerstags von 5.30 bis 24 Uhr, freitags von 5.30 bis 1. Uhr samstags von 6.30 bis 1.30 sowie sonn- und feiertags von 8 bis 24 Uhr erreichbar.

Zweite Bauphase beginnt am 18. März

Die zweite Bauphase der drei Bahnbrücken Von der Recke-, Schildescher und Schillerstraße beginne dann am Montag, 18. März. Das bringe für einige Linien aber wieder Verbesserungen. Der UniBus fahre ab Montag nicht mehr.

Aus fallen ab nächste Woche der Haller Willem zwischen Bielefeld und Brackwede sowie die RE 78 nach Nienburg. Bei anderen wie der Ems-Börde-Bahn ändern sich Abfahrtszeiten. Die Ravensberger Bahn hält nicht in Brake. Bei Lipperländer und Leineweber wirken sich weitere Brückenbauarbeiten in Lage ab 5. April zusätzlich aus. Dafür werden Ersatzbusse eingesetzt.

Ziel der Bahn AG ist, die drei großen Baustellen in Bielefeld, die auch den Autoverkehr teils erheblich behindern, bis zum 11. Oktober abschließen zu können.

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07.03.2019
Bericht:
WB


Aufwändigste Modernisierung eines Bahnhofs in der Region

Symbolischer erster Spatenstich: (von links)  die Bauleiter Alexander Kerr, Mutlu Cömez, Wiebke Esdar (MdB), Martin  Nowosad für den Bauherrn DB, Frank Scheffer (Vize-Vorsteher NWL), OB Pit Clausen, Friedrich Straetmanns (MdB), Stefan Honerkamp (Verkehrsverbund OWL), Peter Diekmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von  Brackwede und Kai Schulte (VVOWL).Foto: Oliver SchwabeBielefeld - Dass der erste Spatenstich für die Modernisierung des Brackweder Bahnhofs nur symbolisch war, störte Oberbürgermeister Pit Clausen nicht: »Es ist das Signal dafür, dass es jetzt endlich losgeht.«

Die Baumaßnahme habe »über Brackwede hinaus Bedeutung«, sei wichtig für die Zukunft »einer erfolgreichen Verkehrspolitik, die nur funktioniert, wenn der schienengebundene Nahverkehr attraktiv ist«. Martin Nowosad, als Bahnhofsmanager für Ostwestfalen-Lippe zuständig, betonte, die Modernisierung des rund 170 Jahre alten Bahnhofssei die umfangreichste in der Region.

»Mut und ein langer Atem« seien von Nöten gewesen, um so weit zu kommen, ergänzte Frank Scheffer, Vize-Vorsteher des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe. Den letzten Anstoß gegeben habe die Planung der DB für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), der ab Dezember morgens und abends auch in Brackwede Station machen soll.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werde der Brackweder Bahnhof, der an einer der meist frequentierten Bahnstrecken Deutschlands liege, barrierefreisein und spürbar mehr Aufenthaltsqualität haben. Der Bahnhof Brackwede ist heute bereits Halt für den »Warendorfer« (Bielefeld – Münster über Rheda-Wiedenbrück), die Ems-Börde-Bahn (Bielefeld – Münster), die Sennebahn (Bielefeld – Paderborn) und den Haller Willem (Bielefeld – Osnabrück). Es gebe 110 Zughalte täglich, pro Werktag würden 3350 Reisende ein- und aussteigen. Scheffer: »Die Brackweder legen Wert auf ihren Bahnanschluss.«

Entree zur Stadt

Clausen sagte, ein Bahnhof sei immer auch ein Entree zur Stadt. Deshalb müsse auch das Umfeld »nach vorne« gebracht werden. Bevor es soweit ist, bringen die Modernisierungsarbeiten aber zunächst Einschränkungen für die Reisenden und Umwege für Fußgänger und Radfahrer mit sich, weil zum Beispiel die Bahnunterführung, die eigentlich auch Brackwede mit Quelle verbindet, während der Modernisierung nicht genutzt werden kann. Hinterher, so die Bahn, werde aber alles »schöner und heller« sein. Dass Reisende, ohne Treppen steigen zu müssen, zu ihrem Bahnsteig gelangen, sei mit der größte Gewinn.

Martin Nowosad wies darauf hin, dass die Arbeiten bei »rollendem Rad«, also laufendem Zugbetrieb, stattfänden. Es würde aber sogenannte Sperrpausen – Zeiten, in denen Gleise gesperrt werden müssen – geben, wenn etwa ein Behelfsbahnsteig errichtet oder abgerissen würde. Der Bahnhof sei aber stets erreichbar.

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23.02.2019
Bericht:
WB


Diese Bahnhöfe werden bald umgebaut

Bielefeld/Minden - Die Bahnhöfe in Ostwestfalen-Lippe sollen fit werden für den Rhein-Ruhr-Express. Damit der sogenannte RRX ab Dezember zwischen Köln und Minden pendeln kann, fließt in diesem Jahr eine Menge Geld. Wie bereits berichtet stecken der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), die DB Station & Service AG und das Land NRW eigenen Angaben zufolge mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierungsarbeiten.

Am Freitag stellte OWL-Bahnhofsmanager Martin Nowosad das Maßnahmenpaket zusammen mit Kai Schulte vom NWL bei einer Rundtour vor. Im Kern gehe es vor allem darum, die betroffenen Bahnsteige so umzubauen, dass sie vom RRX künftig angefahren werden können. Dafür müssten die meisten Steige verlängert und auf ein Niveau von 76 Zentimeter angehoben werden.

Das sagt der Minister

Zudem soll ein stufenfreier und somit barrierearmer Zugang zum Zug ermöglicht werden. Dieses Vorhaben habe die Planer eigenen Angaben zufolge zum Teil vor große Herausforderungen gestellt. In Minden zum Beispiel habe die vorgesehene Erhöhung unter Beachtung des Denkmalschutzes erfolgen müssen.

»Der RRX kommt wieder ein Stück voran«, wird NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in einer Mitteilung zitiert. »Vom Ausbau der Infrastruktur profitiert auch der gesamte Schienenverkehr der Region.« Später sollen einmal sieben RRX-Linien in NRW verkehren, zentraler Bestandteil soll eine Linie zwischen Köln und Dortmund sein, die im 15-Minuten-Takt verkehrt.

17 Millionen für Brackwede

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg – und an den OWL-Bahnhöfen muss zum Teil einiges passieren. Das teuerste Umbauprojekt ist der Bahnhof in Bielefeld-Brackwede. Mit Baubeginn Anfang März sollen dort mit insgesamt 17 Millionen Euro die Bahnsteige 1 und 2 verlängert und auf die richtige Höhe gebracht werden. Der Fußgängertunnel wird erneuert und soll barrierefrei – also mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen – erreichbar sein.

Dazu passend sollen drei neue Aufzüge gebaut werden. Ähnliche Projekte gibt es an den Bahnhöfen in Minden, Porta Westfalica, Löhne und Herford. In Paderborn soll das gesamte Empfangsgebäude durch einen Investor abgerissen und neugebaut werden. Weitere Modernisierungsarbeiten finden an den Stationen Sylbach (Kreis Lippe) und Paderborn-Kasseler Tor statt.

200 Millionen in NRW

Knapp 200 Millionen Euro werden laut Dr. Gitta Raulin, Finanzchefin von DB Station & Service, in diesem Jahr in die Bahnhöfe NRWs investiert. Und das sei mit Blick auf die zum Teil marode Infrastruktur auch notwendig, so Raulin, die von einem »Aufbau West« spricht.

Ausfälle werde es laut DB Station & Service durch die geplanten Maßnahmen an den Bahnhöfen nicht geben. »Es wird alles ›unter dem rollenden Rad‹ gemacht«, so formulierte es Kai Schulte vom NWL. Aber die Fahrgäste müssten mit Einschränkungen rechnen, hieß es am Freitag. Allerdings: Wie bereits berichtet wird der Bielefelder Hauptbahnhof vom 15. März an (22 Uhr) für 54 Stunden vom Verkehr abgekoppelt. Grund sind Bauarbeiten an drei Bahnbrücken.

Um diese Bahnhöfe geht’s

Lage-Sylbach: Hier wird der Hausbahnsteig auf 150 Meter Länge und einer Höhe von 76 Zentimetern neugebaut. Zudem werden die Bahnsteige und die Beleuchtung neu gestaltet. Kosten: 1,3 Millionen Euro. Beginn: Juni.

Minden: Hier werden unter anderem die Bahnsteige 1 (im Bild) und 2 auf 220 Meter ausgebaut und auf die für den RRX notwendige Höhe gebracht. Zudem sollen sie barrierefrei erreichbar sein. Kosten: sechs Millionen Euro. Beginn: März.

Herford: Das Gleis 5 wird im Rahmen des RRX-Ausbaus verlängert und erhöht, es gibt außerdem Nachbesserungen bei der Beleuchtung und beim Wetter- und Windschutz. Kosten: zwei Millionen Euro. Beginn: April.

Bielefeld-Brackwede: Beim teuersten Projekt des Maßnahmenpakets werden zum Beispiel Bahnsteige umgebaut, drei Aufzüge sollen den stufenfreien Zugang ermöglichen. Kosten: 17 Millionen Euro. Beginn: März.

Porta Westfalica: Hier wird unter anderem der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 1/2 verlängert, wie Bahnhofsmanager Martin Nowosad erklärt. Beleuchtung und Beschallung werden ergänzt. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Beginn: März.

Löhne: Beim zweitteuersten Projekt wird unter anderem die Unterführung angepasst. Es kommen drei neue Aufzüge, teilweise werden nicht mehr genutzte Aufsichträume auf den Bahnsteigen entfernt. Kosten: 10,5 Millionen. Beginn: März.

Bielefeld Hauptbahnhof: Hier müssen die Gleise für den RRX nicht umgebaut werden, trotzdem tut sich eine Menge: So ist die Radstation seit Kurzem abgerissen. Mitte März ist der Bahnhof zudem wegen Bauarbeiten für ein Wochenende gesperrt.

Geplante Umgestaltung des Paderborner Hauptbahnhofs: Das Empfangsgebäude wird abgerissen und von einem Investor durch einen Neubau ersetzt. Später sollen dann diverse Modernisierungsmaßnahmen folgen. Beginn: 2. oder 3. Quartal.

Paderborn-Kasseler Tor: Hier gibt’s einen Neubau des Bahnsteigs auf 125 Meter Länge und 76 Zentimeter Höhe. Kommen soll unter anderem ein neues Wetterschutzhaus. Kosten:
1,2 Millionen. Beginn: Oktober.

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13.02.2019
Bericht:
IHW


Wetterschutz, Parkplätze und Sperrung im Oktober - VLO-Prokurist sprach mit Bahnhofspaten über Haller-Willem

Foto: VLO-Prokurist Jürgen Werner (links) empfing die Bahnhofspaten (v.l.n.r.) Stefan Schmedt, Werner Mrohs, Hartmut Grunwald und Peter Schmechel am Bahnhof Sutthausen.Osnabrück – Wetterschutz für die Fahrkartenautomaten, mehr Park&Ride-Plätze und mehr abschließbare Fahrradboxen lauteten einige der Vorschläge der Paten für die Bahnhöfe zwischen Dissen und Sutthausen, die sie jetzt bei einem Dankesessen mit dem Eisenbahnbetriebsleiter der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO), Jürgen Werner, besprechen konnten. Über das Jahr weisen sie die VLO ehrenamtlich auf Verschmutzungen, Schäden und Anregungen an der Haller-Willem-Strecke hin.

Der VLO-Vertrag mit der Landesnahverkehrsgesellschaft zur Instandhaltung der Strecke laufe noch bis Ende 2025 und könne dann verlängert werden, berichtete Werner. „Nachdem wir in der Vergangenheit auch mit Edilon-Verguss-Platten viel für den Lärmschutz getan haben, bestätigt auch die Landeseisenbahnaufsicht den guten Zustand der Strecke“, so der VLO-Prokurist.

Für Oktober habe die Deutsche Bahn im Zusammenhang der Brückenbauarbeiten in Bielefeld eine viertätige Sperrung angemeldet, die die VLO für den turnusmäßigen Stopfgang des Schotterbettes nutzen wolle. Dann solle auch ein Rückschnitt der Vegetation entlang der Strecke vorgenommen werden. Geplant seien neue Videokameras, die die Bahnsteigsituation in das VLO-Büro in Bohmte übertrage und auch von der Polizei für mehr Sicherheit nutzbar sei.

Die digitale Anzeige auf den Bahnsteigen könne bisher Ausfälle anzeigen, die Dauer von Verspätungen müsse noch integriert werden. Lautsprecherdurchsagen werde es nicht mehr gebe. Dafür seine gelbe Infoschalter für Sehbehinderte angebracht worden, wo noch ein akustisches Signal ergänzt werden solle.

Zur Vorbereitung des 30-Minuten-Taktes sei der Bahnhof Oesede als einer der beiden zusätzlich notwendigen Begegnungspunkte geprüft worden, erklärte Werner. Hier sei genügend Platz für das zweite Gleis vorhanden und bereits im Besitz, so dass sich ein Flächenankauf erübrige. Platz für weitere Parkplätze würden mit der Kirchengemeinde, die ebenfalls weitere Parkplätze suche, im Bereich vom bisherigen Pastorsgarten geplant.

Zur Realisierung des 30-Minuten-Taktes einen „Sprinter“ einzusetzen, der nicht an allen Bahnhöfen halte, fand bei Werner keinen Gefallen. „Wir stehen zu unserem Wort gegenüber der Grundschule Kloster Oesede, dass es keine durchrasenden Züge geben wird, die am Übergang Kinder gefährden“, betonte Werner. Auf der Strecke seien allerdings Geschwindigkeiten über die derzeitigen 80 km/h hinaus technisch machbar.

Angeregt von den Bahnhofspaten wurden zusätzliche schwere „Kippenfänger“, um die Verschmutzung auf den Bahnsteigen durch Zigarettenkippen zu verringern. Angesprochen wurde auch eine bessere Bahn-Bus-Kommunikation bei Verspätungen. Gefordert wurde, das 23,60 Euro teure Schülerticket auf die Bahn auszuweiten, um Schülern wie dem Marienheim in Sutthausen zeitaufwendigere Busfahrten zu ersparen.

Lob erhielt die Nordwestbahn für mehr Pünktlichkeit. „Im letzten Vierteljahr habe ich meinen Arbeitsplatz in Bielefeld von Kloster Oesede aus pünktlich erreicht“, stellte Stefan Schmedt fest. Dass das auch so bleibe, um die weiterhin werktäglich über 5.000 Ein- und Aussteiger sicher zu transportieren, dafür werde sich die Initiative Haller Willem weiterhin einsetzen, bekräftigte Johannes Bartelt.

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21.01.2019
Bericht:
HK


Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

Zugausfälle sind ebenso Thema: Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich.

Alle 30 Minuten: Diesen Takt wünscht sich die Politik in Borgholzhausen künftig für die Zuganbindung. Die Initiative Haller Willem setzt sich dafür beim VVOWL ein. (© Andreas Großpietsch) Borgholzhausen / Bielefeld - Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich. Das betonte der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe, Stefan Honerkamp, im Gespräch mit Vertretern der Initiative Haller Willem (IHW). Diese hatten auf Klagen von Arbeitnehmern hingewiesen, deren Züge nicht gefahren oder deutlich unpünktlich gewesen seien. Bei Ausfällen des Kurzläufers Bielefeld-Halle werde kein Bus als Schienenersatzverkehr angeboten, da der nächste Haller Willem schneller sei, erklärte Honerkamp.

Hinsichtlich des Branchenproblems der fehlenden Triebfahrzeugführer ständen alle Aufgabenträger in NRW, das Land und die Eisenbahnverkehrsunternehmen, also auch die Nordwestbahn, im Dialog und hätten den »Runden Tisch Fachkräftemangel« ins Leben gerufen. Durch eine Imagekampagne sowie Service- und Managementpersonal, gemeinsame Aktivitäten zur Aus- und Fortbildung sowie intensivere Berücksichtigung des Themas in den Vergabeunterlagen bei zukünftigen Ausschreibungen solle das bundesweit bestehende Problem angegangen werden.

Im Zeitplan lägen die Brückenbauarbeiten in Bielefeld, weshalb der Haller Willem bis Oktober nur zwischen Osnabrück und Brackwede verkehre, berichtete Honerkamp. Dass der Schienenersatzverkehr gut funktioniert, konnten die IHW-Mitglieder selbst feststellen, als sie aus Bielefeld zehn Minuten vor der Zugabfahrt am Bahnhof Quelle eintrafen.

Halbstundentakt "kaum vor 2025"

Ihr Drängen auf die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück beantwortete Honerkamp mit dem Hinweis, dazu seien Aussagen im nächsten Nahverkehrsplan zu erwarten. Die Realisierung sei kaum vor 2025 möglich, wenn schnellere Fahrzeuge zum Einsatz kämen. Der Vorschlag eines Sprinters, der nicht an allen Bahnhöfen halte, überzeuge nicht, da er nur fünf Minutenschneller sei, den normalen Haller Willem im Fahrplan aber verlangsame. Prüfung sagte Honerkamp für Frühzüge zu, die Osnabrück an Werktagen vor Beginn der Frühschichten und am Sonntag vor 10 Uhr zum Start touristischer Angebote erreichten.

Auf offene Ohren stieß auch der IHW-Wunsch, bei der Neuvergabe des Haller-Willem-Betriebs für 2025-2040 auf Diesel zu verzichten und eine CO2-neutrale Technik einzufordern. Angesprochen von der IHW wurden in diesem Zusammenhang auch der Erhalt der Fahrkartenautomaten in den Zügen, die Integration des neuen Bahnhaltes Osnabrück-Rosenplatz, größere Triebfahrzeugführerreserve und WLAN-Empfang im Zug.

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18.01.2019
Bericht:
NOZ


Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

Osnabrück. Enttäuscht zeigt sich die Grünen-Ratsfraktion über die Ankündigung der Landesregierung, den geplanten Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz nur für den Haller Willem zu nutzen. Neben der Bielefeld-Linie müsse auch die viel genutzte Strecke nach Münster angeschlossen werden.

Die Stadt habe am Rosenplatz ausdrücklich die Voraussetzungen für eine "große Lösung" geschaffen, betont Fraktionschef Volker Bajus in einer Mitteilung. Doch statt zwei Bahnsteigen, an denen sowohl Züge des Haller Willem (RB 75; Osnabrück–Bielefeld) als auch der Teuto-Bahn (RB 66; Osnabrück–Münster) halten könnten, soll die neue Station laut Landesregierung jetzt nur einen bekommen – nämlich zur ausschlie￟lichen Anbindung der Regionalbahn nach Bielefeld.

Herber Rückschlag für die Region

Für die Osnabrücker Grünen ist das "ein herber Rückschlag, den wir als Region nicht einfach hinnehmen sollten". Sie sind davon überzeugt, dass ein Anschluss der Münster-Linie an den Bahnhalt Rosenplatz "die Attraktivität des Nahverkehrs in der Region noch einmal kräftig erhöhen" würde. Fraktionschef Bajus sagt: 

Wenn man umweltfreundlichen Verkehr und Klimaschutz in Osnabrück nach vorne bringen will, dann brauchen wir den Vollausbau.

Münster-Option nicht verbauen

Der Verzicht auf einen zweiten Bahnsteig belege nicht nur die Halbherzigkeit, mit der das Land verkehrspolitisch handele, sondern auch eine schlechte Lobby Osnabrücks in Hannover auf diesem Gebiet.  Die Grünen appellieren deshalb an das Land und die Osnabrücker Abgeordneten, die Münster-Option für den Bahnhalt Rosenplatz erneut zu prüfen und zumindest für die Zukunft zu erhalten. Gerade mit Blick auf den geplanten Deutschland-Takt wäre es "unklug, wenn wir uns das jetzt verbauen", so Bajus abschließend.

Was ist der Deutschland-Takt?

Der Begriff "Deutschland-Takt" steht für einen integralen Taktfahrplan im Bahnverkehr. Demnach fahren alle Fernzüge in einem Takt von 60 oder 30 Minuten. Der Fahrplan lässt sich so leicht merken, ist zuverlässig und planbar. Integral bedeutet, dass die Fahrpläne aller Linien aufeinander abgestimmt sind.

In Knotenbahnhöfen treffen sich die Züge des Nah- und Fernverkehrs dann jede Stunde zur selben Minute. Sie halten gemeinsam einige Minuten und ermöglichen einen bequemen Umstieg. Lange Wartezeiten sollen so der Vergangenheit angehören. Auch würde der Fernverkehr wird nicht mehr von Nahverkehrszügen ausgebremst. Güter- und Personenverkehr sollen sich auf diese Weise ebenfalls nicht mehr im Weg stehen.

Beim Deutschland-Takt richtet sich die Infrastruktur nach dem Fahrplan. Damit wird das Schienennetz künftig so ausgebaut, wie es für den gewünschten Fahrplan notwendig ist – und nicht, wie bislang üblich, umgekehrt. Der Deutschland-Takt soll bis 2030 umgesetzt sein. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es bereits seit 1982 einen integralen Taktfahrplan.

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