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21.01.2019

Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

18.01.2019

Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


21.01.2018
Bericht:
HK


Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

Zugausfälle sind ebenso Thema: Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich.

Alle 30 Minuten: Diesen Takt wünscht sich die Politik in Borgholzhausen künftig für die Zuganbindung. Die Initiative Haller Willem setzt sich dafür beim VVOWL ein. (© Andreas Großpietsch) Borgholzhausen / Bielefeld - Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich. Das betonte der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe, Stefan Honerkamp, im Gespräch mit Vertretern der Initiative Haller Willem (IHW). Diese hatten auf Klagen von Arbeitnehmern hingewiesen, deren Züge nicht gefahren oder deutlich unpünktlich gewesen seien. Bei Ausfällen des Kurzläufers Bielefeld-Halle werde kein Bus als Schienenersatzverkehr angeboten, da der nächste Haller Willem schneller sei, erklärte Honerkamp.

Hinsichtlich des Branchenproblems der fehlenden Triebfahrzeugführer ständen alle Aufgabenträger in NRW, das Land und die Eisenbahnverkehrsunternehmen, also auch die Nordwestbahn, im Dialog und hätten den »Runden Tisch Fachkräftemangel« ins Leben gerufen. Durch eine Imagekampagne sowie Service- und Managementpersonal, gemeinsame Aktivitäten zur Aus- und Fortbildung sowie intensivere Berücksichtigung des Themas in den Vergabeunterlagen bei zukünftigen Ausschreibungen solle das bundesweit bestehende Problem angegangen werden.

Im Zeitplan lägen die Brückenbauarbeiten in Bielefeld, weshalb der Haller Willem bis Oktober nur zwischen Osnabrück und Brackwede verkehre, berichtete Honerkamp. Dass der Schienenersatzverkehr gut funktioniert, konnten die IHW-Mitglieder selbst feststellen, als sie aus Bielefeld zehn Minuten vor der Zugabfahrt am Bahnhof Quelle eintrafen.

Halbstundentakt "kaum vor 2025"

Ihr Drängen auf die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück beantwortete Honerkamp mit dem Hinweis, dazu seien Aussagen im nächsten Nahverkehrsplan zu erwarten. Die Realisierung sei kaum vor 2025 möglich, wenn schnellere Fahrzeuge zum Einsatz kämen. Der Vorschlag eines Sprinters, der nicht an allen Bahnhöfen halte, überzeuge nicht, da er nur fünf Minutenschneller sei, den normalen Haller Willem im Fahrplan aber verlangsame. Prüfung sagte Honerkamp für Frühzüge zu, die Osnabrück an Werktagen vor Beginn der Frühschichten und am Sonntag vor 10 Uhr zum Start touristischer Angebote erreichten.

Auf offene Ohren stieß auch der IHW-Wunsch, bei der Neuvergabe des Haller-Willem-Betriebs für 2025-2040 auf Diesel zu verzichten und eine CO2-neutrale Technik einzufordern. Angesprochen von der IHW wurden in diesem Zusammenhang auch der Erhalt der Fahrkartenautomaten in den Zügen, die Integration des neuen Bahnhaltes Osnabrück-Rosenplatz, größere Triebfahrzeugführerreserve und WLAN-Empfang im Zug.

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18.01.2019
Bericht:
NOZ


Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

Osnabrück. Enttäuscht zeigt sich die Grünen-Ratsfraktion über die Ankündigung der Landesregierung, den geplanten Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz nur für den Haller Willem zu nutzen. Neben der Bielefeld-Linie müsse auch die viel genutzte Strecke nach Münster angeschlossen werden.

Die Stadt habe am Rosenplatz ausdrücklich die Voraussetzungen für eine "große Lösung" geschaffen, betont Fraktionschef Volker Bajus in einer Mitteilung. Doch statt zwei Bahnsteigen, an denen sowohl Züge des Haller Willem (RB 75; Osnabrück–Bielefeld) als auch der Teuto-Bahn (RB 66; Osnabrück–Münster) halten könnten, soll die neue Station laut Landesregierung jetzt nur einen bekommen – nämlich zur ausschlie￟lichen Anbindung der Regionalbahn nach Bielefeld.

Herber Rückschlag für die Region

Für die Osnabrücker Grünen ist das "ein herber Rückschlag, den wir als Region nicht einfach hinnehmen sollten". Sie sind davon überzeugt, dass ein Anschluss der Münster-Linie an den Bahnhalt Rosenplatz "die Attraktivität des Nahverkehrs in der Region noch einmal kräftig erhöhen" würde. Fraktionschef Bajus sagt: 

Wenn man umweltfreundlichen Verkehr und Klimaschutz in Osnabrück nach vorne bringen will, dann brauchen wir den Vollausbau.

Münster-Option nicht verbauen

Der Verzicht auf einen zweiten Bahnsteig belege nicht nur die Halbherzigkeit, mit der das Land verkehrspolitisch handele, sondern auch eine schlechte Lobby Osnabrücks in Hannover auf diesem Gebiet.  Die Grünen appellieren deshalb an das Land und die Osnabrücker Abgeordneten, die Münster-Option für den Bahnhalt Rosenplatz erneut zu prüfen und zumindest für die Zukunft zu erhalten. Gerade mit Blick auf den geplanten Deutschland-Takt wäre es "unklug, wenn wir uns das jetzt verbauen", so Bajus abschließend.

Was ist der Deutschland-Takt?

Der Begriff "Deutschland-Takt" steht für einen integralen Taktfahrplan im Bahnverkehr. Demnach fahren alle Fernzüge in einem Takt von 60 oder 30 Minuten. Der Fahrplan lässt sich so leicht merken, ist zuverlässig und planbar. Integral bedeutet, dass die Fahrpläne aller Linien aufeinander abgestimmt sind.

In Knotenbahnhöfen treffen sich die Züge des Nah- und Fernverkehrs dann jede Stunde zur selben Minute. Sie halten gemeinsam einige Minuten und ermöglichen einen bequemen Umstieg. Lange Wartezeiten sollen so der Vergangenheit angehören. Auch würde der Fernverkehr wird nicht mehr von Nahverkehrszügen ausgebremst. Güter- und Personenverkehr sollen sich auf diese Weise ebenfalls nicht mehr im Weg stehen.

Beim Deutschland-Takt richtet sich die Infrastruktur nach dem Fahrplan. Damit wird das Schienennetz künftig so ausgebaut, wie es für den gewünschten Fahrplan notwendig ist – und nicht, wie bislang üblich, umgekehrt. Der Deutschland-Takt soll bis 2030 umgesetzt sein. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es bereits seit 1982 einen integralen Taktfahrplan.

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