AKTUELLES

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09.08.2019

Haller Willem soll mit Strom statt mit Diesel fahren

19.07.2019

30-Minuten-Takt für den Haller Willem? Idee kommt tatsächlich in Fahrt

18.07.2019

Mehr Tempo und ein schnellerer Takt

12.07.2019

Sicherheit am Bahnübergang - Initiative sprach über aktuelle Haller-Willem-Projekte

17.05.2019

Initiative Haller Willem lädt am 10.07. zum Stellwerks-Grillen nach Dissen

09.05.2019

Verkehrswacht Dissen fordert Schranken an Haller-Willem-Strecke

26.04.2019

Alle 30 Minuten ein Zug: Haller Willem soll doppelt so oft fahren

20.04.2019

Brücke am Brackweder Bahnhof führt ab Mitte Mai zum Gleis

03.04.2019

Deutschlandtakt kann OS-Bahn-Projekte voranbringen - Haller-Willem-Initiative sprach mit LNVG-Geschäftsführerin

12.03.2019

Hauptbahnhof Bielefeld wird gesperrt: Einschränkungen schon ab Mittwoch

07.03.2019

Aufwändigste Modernisierung eines Bahnhofs in der Region

23.02.2019

Diese Bahnhöfe werden bald umgebaut

13.02.2019

Wetterschutz, Parkplätze und Sperrung im Oktober - VLO-Prokurist sprach mit Bahnhofspaten über Haller-Willem

21.01.2019

Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

18.01.2019

Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


09.08.2019
Bericht:
HK


Haller Willem soll mit Strom statt mit Diesel fahren

Halle. Dann könnte der Haller Willem, der Bielefeld mit Osnabrück verbindet und im Altkreis Haltestellen in Steinhagen, Halle und Borgholzhausen bedient, mit Strom statt wie bisher mit Diesel betrieben werden. Der federführende Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) favorisiert als Auftraggeber einen Umstieg vom fossilen Brennstoff auf batterie-elektrische Triebwagen.

Bis es so weit sein könnte, vergehen in jedem Fall noch knapp sechseinhalb Jahre. Denn erst im Dezember 2025 steht nach dann 15 Jahren ein Fahrplanwechsel beim Haller Willem an, und das Streckennetz wird neu vergeben.

„Die Antriebstechnik im Schienenverkehr kann nur geändert werden, wenn die Verkehrsverbindung neu ausgeschrieben wird", erklärt NWL-Pressesprecher Uli Beele auf Anfrage. Läuft der Vertrag, ist ein Wechsel von Diesel auf Strom also nicht möglich.

„Die Möglichkeiten für einen Wechsel der Antriebstechnik müssen vorher untersucht werden", sagt Beele. Die Voraussetzungen sind aus Sicht des NWL auf einigen Linien in OWL sehr gut, offenbar auch beim Haller Willem. Details werden derzeit unter die Lupe genommen.

Andere Option ist "brutal teuer"

Wie die Ausschreibung aussehen soll, wollen die Verantwortlichen bis zum kommenden November festlegen. Ziel des NWL ist es laut einer Aussage seines Geschäftsführers Joachim Künzel gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, „auf alternative Antriebe umzustellen, ohne in Infrastrukturen investieren zu müssen".

Grundsätzlich wäre ab 2025 auch eine Wasserstofftechnologie für Triebwagen denkbar. Für diese Antriebsart gibt es aber noch nicht viele Erfahrungswerte, die Wirtschaftlichkeit ist daher fraglich. „Brutal teuer" nennt Uli Beele eine weitere Option: eine elektrisch betriebene Strecke mit Fahrdraht, also einer Oberleitung. Als Beispiel verweist er auf die Verbindung Wesel – Bocholt, an der der NWL mit wenigen Kilometern auf westfälischem Gebiet beteiligt ist. „Die Kosten explodieren, und die Zeit läuft uns weg", sagt Beele.

Bleibt also als realistischste Option die Batterietechnik. Sie treibt Fahrzeuge an, die einen Elektromotor besitzen und ergänzend über Akkus als Stromspeicher verfügen. Mit diesen könnten Streckenabschnitte, die nicht elektrifiziert sind, überbrückt werden.

> zurück nach oben
 


19.07.2019
Bericht:
HK


30-Minuten-Takt für den Haller Willem? Idee kommt tatsächlich in Fahrt
Die Initiative hat gute Nachrichten zum von ihr geforderten 30-Minuten-Takt bis Osnabrück erhalten. Doch sie braucht Unterstützung

Halle. Die Forderung im April war deutlich: Die Regionalbahn 75, im Volksmund Haller Willem genannt, soll auch zwischen Halle und Osnabrück im Halbstundentakt und nicht mehr nur stündlich unterwegs sein. Die Initiative Haller Willem (IHW) hatte dazu die Vertreter von neun Anliegerkommunen zusammengebracht, die gemeinsam eine entsprechende Erklärung unterzeichneten (das HK berichtete).

Nun kommt tatsächlich Bewegung in das Projekt, wie die IHW erfahren hat. „Nach unseren Informationen wird es im Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Westfalen-Lippe eine klare Aussage für den 30-Minuten-Takt geben", berichtete Johannes Bartel, Sprecher der IHW, auf Anfrage des Haller Kreisblattes. Bis zum Jahresende soll dieser Entwurf vorliegen, schon Anfang September könnte eine Machbarkeitsstudie der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) zu Angebotskonzepten vorliegen.

Positive Nachrichten seien das, so Johannes Bartelt, für den ein 30-Minuten-Takt auch unbedingt Sinn macht: „Offenbar ist bei den Verantwortlichen angekommen, dass wir durch die geplanten Erweiterungen bei Storck und auch die neue Gewerbeansiedlung in Borgholzhausen ein höheres Fahrgastaufkommen haben werden." Ein kürzerer Takt des Zuges könne zum Beispiel bei Storck helfen, Parkflächen einzusparen.

Initiative will das Projekt beschleunigen

„Die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück arbeitet bereits daran, für den kürzeren Takt Begegnungsverkehr zwischen zwei Zügen auf der Strecke zu ermöglichen", erklärte Bartelt. Hierfür sei ein Abschnitt zwischen Westbarthausen und Dissen und ein weitere im Bereich zwischen Oesede und Georgsmarienhütte vorgesehen.

Bislang schien das Projekt 30-Minuten-Takt allerdings auf der Warteliste zu schmoren. Noch Ende April hieß es, die Umstellung sei erst für 2025 vorgesehen. Ein Grund: Allein die zusätzlichen Kreuzungsbahnhöfe würden drei bis 3,5 Millionen Euro kosten. Doch Johannes Bartelt erhofft sich frischen Rückenwind: „Es besteht die Möglichkeit, dass wir da jetzt weiter nach vorn kommen. Wir arbeiten dran." Um das Verfahren tatsächlich zu beschleunigen, sei jetzt allerdings die Unterstützung der Kommunen erforderlich. Die hatten wie berichtet bereits auf die Notwendigkeit für einen schnelleren Takt hingewiesen. „Verkehrsminister Scheuer will die Fahrgastzahlen der Bahn bis 2030 verdoppeln. Dazu muss aber auch die Infrastruktur ausgebaut werden", fügt Johannes Bartelt an.

Die IHW richtet den Blick zudem nach Bielefeld: Nach den Zusagen für die Fertigstellung der Brückenbauarbeiten bis zum 11. Oktober erwartet die Initiative, dass der Haller Willem ab dem Folgetag wieder bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchfahren kann.

Für den 18. September hat die IHW Jürgen Fenske, den früheren Bundesvorsitzenden des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, gewonnen, um über Bedingungen für mehr Bahn und Bus zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr bei den Stadtwerke Osnabrück (Alte Poststraße 9).

> zurück nach oben
 


18.07.2019
Bericht:
WB


Mehr Tempo und ein schnellerer Takt

Halle -  Auf dem Papier haben sich die Anliegergemeinden des Haller Willem schon für den Halb-Stunden-Takt zwischen Halle und Osnabrück mit einer gemeinsamen Erklärung stark gemacht. In diesem Herbst kommt es schon auf klare Unterstützung an.

Für die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über die Strecke Bielefeld-Halle hinaus gibt es nämlich positive Nachrichten, wie die Initiative Haller Willem (IHW) berichtet. Bis Anfang September schon habe die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) eine Machbarkeitsstudie für Angebotskonzepte in Aussicht gestellt. Auch von einem Entwurf des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, der bis zum Jahresende vorliegen soll, erwartet man »eine deutliche Aussage für den Halbstundentakt«, erfuhr die Initiative.

Schon im Oktober befasst sich allerdings der Zweckverband VVOWL mit den Maßnahmen, die erforderlich sind, um zwei Züge gleichzeitig auf der eingleisigen Strecke einzusetzen. Bekanntlich sind dazu neben dem Bahnhof Hilter-Wellendorf zwei weitere Kreuzungspunkte erforderlich.

Grundsätzlich sind die Städte Halle und Borgholzhausen bereit sich zu engagieren. »Als Stadt tun wir alles, um den schnellen Takt auf unserem Gebiet zu ermöglichen«, unterstreicht Benjamin Potthoff, Abteilungsleiter im Haller Rathaus, vor dem Hintergrund der geplanten Storck-Erweiterung. Diese bringt »ein starkes Zusatzpotenzial« für den Haller Willem, ist die Initiative überzeugt. Dasselbe gilt für die Gewerbeplanung am Bahnhof Borgholzhausen. »Wir setzen auf die Machbarkeitsstudie, um demnächst gezielt auf die Grundstückseigentümer zuzugehen«, unterstreicht Manfred Warias von der Stadt, dass eine Ausweichmöglichkeit auf Piumer Gebiet grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist.

Die Stadt Borgholzhausen unterstützt auch die Absicht, drei private, unbeschrankte Bahnübergänge in Ostbarthausen zu schließen, damit der Zug mehr Tempo machen kann »und damit er hinter Marienbrunnen nicht mehr tuten muss«, wie Bürgermeister Dirk Speckmann sagt. Schon zur Expo habe man das Konzept aus drei nur einen zu machen ins Spiel gebracht. Wobei der mittlere der drei Übergänge zwischen Holzweg und Heideweg allerdings ein Wohnhaus hinter den Gleisen erschließt. Weil eine alternative Erschließung sehr aufwändig ist, hat die Bahn bereits signalisiert, dass sie die Kosten nicht übernehmen will. Einfacher ist es bei einem Übergang, der zur alten »Marienbrunnen«-Liegenschaft gehört. Weil er lediglich zu einer nicht mehr notwendigen Kläranlage führt, habe der Eigentümer bereits sein Einverständnis zum Rückbau in Aussicht gestellt, berichtet Dirk Speckmann. Ebenfalls verzichtbar sei eine private Überfahrt von einem landwirtschaftlichen Anwesen zu Feldern, die auch über den Heideweg zu erreichen sind. Manfred Warias: »Das wäre für den Landwirt natürlich ein Umweg.«

> zurück nach oben
 


12.07.2019
Bericht:
IHW


Sicherheit am Bahnübergang - Initiative sprach über aktuelle Haller-Willem-Projekte

Dissen – Über mehr Sicherheit am Bahnübergang Schulstraße in Erpen sprach die Initiative Haller Willem (IHW) mit Vertretern der Verkehrswacht Bad Rothenfelde/Dissen. Diese hatte sich nach dem glimpflich verlaufenen Unfall eines Lkw mit dem Zug im April erneut dafür ausgesprochen, Andreaskreuz und Ampel mit Halbschranken zu ergänzen.

„Wir verzeichnen zunehmenden Verkehr über diese Straße als kürzeste Verbindung zwischen Ortsmitte Bad Rothenfelde mit der Schüchtermann- und Klinik Teutoburger Wald und der A 33 sowie mit Melle, erklärte“, erklärte Verkehrswacht-Vertreter Karl-Heinz Bremer. Die Verkehrswacht trete dafür ein, alle Bahnübergänge mit Halbschranken zu versehen, ergänzte Lydia Schäfer.

Bisher gebe es laut Stadtverwaltung Dissen keine Verkehrszählungen für die Schulstraße. Eine Halbschranke koste etwa 500.000 Euro, teilte Martin Sturm von PRO BAHN mit. Die würden nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz gedrittelt, weshalb auf Dissen und Bad Rothenfelde zusammen rund 170.000 Euro abzüglich Fördermittel des Landes zukommen könnten. Alternativen seien Umlaufsperre für Fußgänger und Radler wie am Dütekolk in Sutthausen und Schließung des Bahnübergangs.

Vertreten wurde auch die Auffassung, dass Andreaskreuz und Ampel für diesen gut 4 m breiten Weg eine ausreichende Sicherung bedeuten würden, zumal auch eine Halbschranke bei Rücksichtslosigkeit umfahren werden könne. Die Verkehrswacht will Eingaben an die Stadt Dissen, die Gemeinde Bad Rothenfelde sowie die für die Bahnstrecke verantwortliche VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück) vornehmen, die letztendlich zu entscheiden habe.

Am Bahnhof Dissen registrierte die IHW, dass der ehemalige Expressgüterschuppen jetzt per Einzäunung vor Vandalismus geschützt ist. Wegen Anwohnerbedenken werde bisher der eingerichtete Raum von der Firma Wissmann nur für geschlossene Veranstaltungen ohne Lärmproblem vergeben, berichtete Ernst Haase. Die IHW hofft auf eine zukünftige Lösung auch für Fahrgäste des Haller Willem.

Positive Nachrichten vernahm die IHW hinsichtlich Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Während die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) Informationen zur Machbarkeit von Angebotskonzepten bis Anfang September in Aussicht stellte, sei vom Entwurf des Nahverkehrsplanes des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bis zum Jahresende eine deutliche Aussage für den Halbstundentakt zu erwarten, erfuhr die IHW. Wenn der Verbandsversammlung des Zweckverbandes VVOWL im Oktober ein entsprechender Maßnahmenkatalog vorgelegt werde, komme es auf klare Unterstützung aus dem Anliegerkommunen an, wurde betont. Schließlich gebe es mit der geplanten Storck-Erweiterung am Bahnhalt Gerry-Weber-Stadion und mit der Gewerbeplanung am Bahnhof Borgholzhausen starkes Zusatzpotential für den Haller Willem.

Für den neuen Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz sei die Vorplanung abgeschlossen, erfuhr die IHW von der PlaNOS. Nach Zustimmung von Rat der Stadt Osnabrück und Deutsche Bahn werde jetzt die Entwurfsplanung erstellt. Die Inbetriebnahme dieses Haltepunktes sei mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen. Noch keine Auskunft konnte die IHW von der Stadt Osnabrück erhalten hinsichtlich des Abschlusses der Bahnhofsumfeldgestaltung Sutthausen mit überdachter Fahrradabstellung, E-Bike-Ladestation und vollständigem Wetterschutz.

Nach den Zusagen für die Fertigstellung der Brückenbauarbeiten in Bielefeld bis zum 11. Oktober erwartet die IHW, dass der Haller Willem ab dem Folgetag wieder bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchfahren kann. Für den 18. September hat die IHW mit Jürgen Fenske den früheren Bundesvorsitzenden des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen gewonnen, um über Bedingungen für mehr Bahn und Bus zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr im Gebäude der Stadtwerke Osnabrück (Alte Poststr. 9).

> zurück nach oben
 


17.05.2019
Bericht:
IHW


Initiative Haller Willem lädt am 10.07. zum Stellwerks-Grillen nach Dissen

Die Initiative Haller Willem trifft sich das nächste Mal am 10.07. im ehemaligen Stellwerkshaus am Dissener Bahnhof. Los geht es ab 18.15 Uhr nach Ankunft des Zuges aus Osnabrück. Ankunft aus Bielefeld/Brackwede um 17.44 Uhr. Vorgesehen ist ein gemeinsames Grillen am Stellwerk. Anmeldung per Email hallo@hallo-willem.de oder unter Telefon 0170 - 6917390

> zurück nach oben
 


09.05.2019
Bericht:
NOZ


Verkehrswacht Dissen fordert Schranken an Haller-Willem-Strecke

Kurz vor Ostern waren der Haller Willem und ein Lkw auf dem Bahnübergang in Erpen an der Ulmenallee/Schulstraße an der Grenze zwischen Dissen und Bad Rothenfelde kollidiert.  

In einer Reaktion zum Bericht der NOZ am 16. April über den Unfall tags zuvor, als der Haller Willem mit einem Lkw kollidierte, weist Bremer darauf hin, dass die örtliche Verkehrswacht bereits vor etwa 15 Jahren einen Antrag auf Beschrankung dieses Bahnüberganges forderte. "Eine Bahnkommission lehnte damals die Beschrankung ab" erinnert er sich jetzt während einer Ortsbesichtigung, "es gebe dafür keinen Bedarf, hieß es, die vorhandene Rotlichtampel müsse genügen."

Karl-Heinz Bremer, 1. Vorsitzender der Verkehrwacht Bad Rothenfelde-Dissen, und Landwirt Frank Hüggelmeyer als Anlieger am neuralgischen Bahnübergang des Haller Willem Ulmenallee/Schulstraße. Foto: Achim KöppDie Rotlichtampel sowie Vorweisschilder mit dem Bahnsymbol sowohl aus Richtung Bad Rothenfelde als auch von Dissen kommend wie auch vorschriftsmäßige Andreaskreuze gibt es heute auch noch, dennoch ereigneten sich nun innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne zwei Zusammenstöße, die zum Glück nur leichte Personenschäden, jedoch erhebliche Sachschäden nach sich zogen.

Schranken aber, das weiß der pensionierte Polizeioberkommissar und Verkehrswachtexperte aus jahrzehntelanger Erfahrung, geben nicht nur dem querenden Verkehr Sicherheit, sondern seien auch für den jeweiligen Zugführer der Bahn eine gewisse Beruhigung, um unbesorgt den Übergang zu durchfahren. Bremer: "Und wenn demnächst - so wie geplant - die Haller-Willem-Strecke sogar im Halbstundentakt befahren wird, halten wir Schranken umso mehr für erforderlich."

Unterstützung für die Forderung nach einer Beschrankung erhält Bremer auch von dem Landwirt Frank Hüggelmeyer, dessen Bauernhof aus Richtung Bad Rothenfelde kommend an der Ulmenallee direkt vor dem Bahnübergang liegt. "In den letzten Jahren", sagt er, "hat sich die Anzahl der von dem großen Parkplatz der Schüchtermann-Klinik und sogar auch von der LVA-Klinik kommenden Pkw, die als Abkürzung über die Ulmenallee und Schulstraße direkt zur B 68 und dann auch zur A 33 weiterfahren, vervielfacht".

Er selbst habe damals etwa 15-jährig, als der Betrieb des Haller Willem nach etlichen Jahren des Stillstands Richtung Osnabrück wieder aufgenommen wurde, und er mit dem Fahrrad Richtung Dissen vom Hof der Eltern über die Gleise zur Schulstraße fahren wollte, immer wieder geübt, aufmerksam zu sein: "Aufpassen, links und rechts gucken, ob kein Zug kommt - dann erst rüber!" Beide Unfälle, den mit dem Pkw vor drei, vier Jahren, und den jetzt vor anderthalb Wochen, habe er hautnah miterlebt: "Wenn Schranken da wären, müsste das nicht passieren. Es geht ja nicht immer so glimpflich aus."

> zurück nach oben
 


26.04.2019
Bericht:
HK


Alle 30 Minuten ein Zug: Haller Willem soll doppelt so oft fahren

Altkreis Halle. Die Bürgermeister drücken bei der Regionalbahn 75 aufs Tempo: Wenn es nach ihnen ginge, sollen die Züge des Haller Willem am liebsten schon heute im Halbstundentakt von Bielefeld nach Osnabrück und wieder zurück fahren. Deswegen haben gestern neun Anliegervertreter eine Erklärung unterschrieben, die den 30-Minuten-Rhythmus beschleunigen soll. Dazu zählen etwa die Bürgermeister Hartmut Nümann aus Dissen, Dirk Speckmann aus Borgholzhausen oder Marc Schewski aus Hilter.

Der Haller Willem soll häufiger nach Osnabrück fahren. (© Uwe Pollmeier) Ihre Erklärung listet unter anderem einige Gründe für die Einführung des Halbstundentaktes auf. Für Halle etwa folgenden: „Insbesondere die Planungen der Firma Storck für bis zu 1700 neue Arbeitsplätze am Bahnhalt Gerry Weber Stadion in Halle erfordern ein rechtzeitig besseres Bahnangebot."

"Für Borgholzhausen ist ein Halbstundentakt essenziell"

Dirk Speckmann schlug in dieselbe Kerbe: „Bei uns ist der interkommunale Gewerbestandort IBV interessant, wo jetzt schon 1500 Leute täglich arbeiten. Da ist der Stundentakt, den wir jetzt haben, absolut suboptimal. Für Borgholzhausen ist ein Halbstundentakt essenziell." Zudem verwies er auf das veränderte Mobilitätsbewusstsein seiner Bürger.

Ähnlich äußerte sich Benjamin Potthoff, Abteilungsleiter der Stadtverwaltung Halle: „Für uns ist der Halbstundentakt nach Osnabrück natürlich auch von großer Bedeutung." Er nannte neben den schon erwähnten Erweiterungsplänen der Firma Storck außerdem den Klimaschutz als Grund.

Steinhagens Vertreterin Ellen Strothenke sagte, dass in der Gemeinde viele ausländische Pendler arbeiteten, die verstärkt auf das Auto zurückgreifen, „einfach weil die Verbindungen mit einstündiger Wartezeit unglücklich sind." Ihre Gemeinde schreibe den Klimaschutz groß. „Wir haben ein Radwegekonzept entwickelt und möchten dadurch die Verbindung zum Haller Willem verbessern."

Die unterschriebene Erklärung schickt Johannes Bartelt von der Initiative Haller Willem an die Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover und an den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe in Bielefeld – so heißen die zwei Trägergesellschaften des Haller Willem. Die haben es bei der Umsetzung der Pläne aber offenbar nicht eilig. Erst 2025 ist laut Bartelt angepeilt. Kein Wunder: 3 bis 3,5 Millionen Euro kosten laut Diplom-Ingenieur Jürgen Werner von der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück allein die Kreuzungsbahnhöfe, die auf der eingleisigen Strecke zusätzlich eingerichtet werden müssten.

Für die Bahnfahrer hätte die kürzere Taktung einen weiteren Vorteil: Weil die Züge nämlich statt maximal 80 sogar 100 Stundenkilometer schnell sein sollen, würde sich die Fahrtzeit um etwa eine Viertelstunde verkürzen. Gut 60 Minuten wird die Fahrt mit dem Haller Willem dann von Osnabrück bis nach Bielefeld dauern.

> zurück nach oben
 


20.04.2019
Bericht:
WB


Brücke am Brackweder Bahnhof führt ab Mitte Mai zum Gleis

 Brackwede (WB). Statt durch die Unterführung geht es in Kürze über eine provisorische Brücke zu den Gleisen am Brackweder Bahnhof. Mitte Mai soll das weithin sichtbare Brückenbauwerk den Betrieb aufnehmen.

Die Holzplatten auf der Konstruktion aus Stahlstützen glänzen goldgelb im Licht und fallen seit einigen Tagen selbst den auf dem Ostwestfalendamm vorbeifahrenden Autofahrern schon von weitem auf. Vor allem die vier langen Treppen mit jeweils gut 50 Stufen machen die rund sieben Meter hohe Behelfsbrücke zu einem großen Bauwerk. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilt, soll die Brücke für Fußgänger Mitte Mai freigegeben werden, sobald die Beleuchtung installiert ist und die letzten Arbeiten an der Brücke erledigt sind.

Die Brücke aus Stahl und Holz führt über vier Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen am Brackweder Bahnhof. Foto: Markus Poch Bahnsteige, Treppenanlagen und Unterführung werden erneuert

Dann kann im Zuge der im März gestarteten Bauarbeiten am Brackweder Bahnhof auch die Unterführung gesperrt werden, die bislang zu den Bahnsteigen führt. Wie mehrfach berichtet, werden in dem 17-Millionen-Euro-Projekt die Bahnsteige, die Treppenanlagen und auch die Unterfhrung samt der hinabfhrenden Rampe erneuert.Außerdem werden die Bahnsteige nach dem Umbau mit Aufzügen erreichbar sein. Deren Einbau und die Erhöhung der Bahnsteige gewährleisten dann einen barrierefreien Zugang zu den Zügen.

Sobald die Brücke fertiggestellt ist, beginnen dem Bahnsprecher zufolge die Arbeiten am Bahnsteig 1. Bis zum Ende der gesamten Maßnahme voraussichtlich Ende 2021 wird die Behelfsbrücke benötigt und laut Bahnsprecher bis dahin in Betrieb bleiben. Der Knackpunkt: Die Brücke endet an Gleis sechs und führt nicht bis auf die dahinterliegende Straße Zu den Lutterquelle und zur Unterführung unter den OWD. Damit entfällt die direkte Verbindung zwischen den Ortsteilen Quelle und Brackwede, die bislang durch die Unterführungen unter den Gleisen und dem OWD gewährleistet war.

Fußgänger und Radfahrer müssen einen bis zu 1,5 Kilometer langen Umweg über die Osnabrücker Straße, Gütersloher Straße und Eisenbahnstraße in Kauf nehmen. Die andernfalls notwendige Verlängerung der Brücke hätte die Stadt 200.000 Euro gekostet. Zudem wäre der Termin für den Baubeginn aufgrund der Planungszeit und erforderlichen Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt nicht hätte gehalten werden können.

Fahrgäste mit Mobilitätsbeschränkung sollen Hauptbahnhof nutzen

Dass die Treppenaufgänge der Behelfsbrücke für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Problem darstellen, sieht auch die Deutsche Bahn. Deren Sprecher weist allerdings daraufhin, dass der Brackweder Bahnhof auch bisher nicht barrierefrei ist und die Bauarbeiten ja gerade auf die Barrierefreiheit abzielen. Fahrgästen mit Mobilitätseinschränkung empfiehlt die Bahn, möglichst den Hauptbahnhof zu nutzen. Ansonsten gibt es Informationen und Hilfe bei der Reiseplanung unter der Hotline der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ): Telefon 01806/512512 oder per E-Mail an msz@deutschebahn.com.

> zurück nach oben
 


03.04.2019
Bericht:
IHW


Deutschlandtakt kann OS-Bahn-Projekte voranbringen - Haller-Willem-Initiative sprach mit LNVG-Geschäftsführerin

Hannover – Der von Bundesverkehrsminister Scheuer verkündete Deutschlandtakt mit dem Ziel der Verdoppelung der Zahl der Bahnfahrgäste kann auch dazu beitragen, die Realisierung der OS-Bahn-Projekte voranzubringen. Darüber bestand Einigkeit beim Gespräch der Initiative Haller Willem bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Bis zur Sommerpause stehe die Abstimmung der Bundesländer und Verbände mit dem Bund über die konkrete Umsetzung an, erklärte LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl.

In Niedersachsen sei schon in den vergangenen 20 Jahren eine Verdoppelung der Bahnfahrgastzahlen erreicht worden, berichtete Schwabl. Dazu habe auch die Reaktivierung des Haller Willem mit werktäglich über 5.000 Ein- und Aussteigern zwischen Osnabrück und Bielefeld beigetragen. „Ziel des Deutschlandtaktes 2030 müssen mehr Pünktlichkeit und vernünftige Umstiegsbeziehungen ohne Hetze sein“, betonte Schwabl.

Eine große Herausforderung stelle die Weiterentwicklung des Angebotes auf der Relation Osnabrück – Oldenburg dar, bei der unterschiedliche Zielvorstellungen miteinander in Einklang gebracht werden müssten, erklärte Schwabl. Dazu gehöre die Verbesserung der Betriebsqualität, die Wahrung der Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen sowie die Reaktivierung des Haltes Alfhausen. Die LNVG plane eine externe Untersuchung über ein mögliches, langfristig umzusetzendes Zielkonzept, wobei auch eine Streckenelektrifizierung mitbetrachtet werden könne. Positiv habe Schwabl bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr in Alfhausen registriert, dass ein neues Baugebiet in der Nähe des Bahnhofes entsteht.

Neben dem Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz sei auch die Reaktivierung des Bahnhaltes in Vehrte auf gutem Wege, erklärte Schwabl. Aktuell werde die europaweite Ausschreibung der Planungen vorbereitet. Zwar seien Detailfragen noch zu klären, aber die Inbetriebnahme bis 2025 sei machbar. Der westfälische Aufgabenträger NWL sei über die Planungen für die Verlängerung der Regionalbahn von Münster über Osnabrück bis Vehrte informiert, die Zustimmung müsse aber noch eingeholt werden. Damit ergäbe sich für den nördlichen Landkreis Osnabrück eine attraktive Direktanbindung an Münster.

Für die Verlängerung des Halbstundentaktes des Haller Willem über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück sei ein Planfeststellungsverfahren für die Begegnungsbereiche erforderlich, erklärte Schwabl. Derzeit würde ein Konzept entwickelt, wie die Integration in den Fahrplan gelingen könne. Dabei müsse geprüft werden, inwieweit eine Reisezeitverlängerung durch Aussparung von Haltepunkten vermieden werden könne. Ermittelt werden müssten noch die Kosten für zusätzliche Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb.

Dass die notwendigen Sperrpausen für die Barrierefreiheit am Bahnhof Hasbergen für 2021 und am Bahnhof Bohmte für 2023 bereits angemeldet worden seien, nahmen die Besucher erfreut zur Kenntnis.

> zurück nach oben
 


12.03.2019
Bericht:
HK


Hauptbahnhof Bielefeld wird gesperrt: Einschränkungen schon ab Mittwoch

Bielefeld. Am Wochenende geht am Bielefelder Hauptbahnhof fast nichts mehr. Wegen der Baustelle der Bahn AG wird er für den Zugverkehr von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, für den Zugverkehr gesperrt.

Vor allem viele Regionalbahnlinien fallen aus. Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse ausweichen, die von der Haltestelle Joseph-Massolle-Straße hinter dem Hauptbahnhof abfahren. Der Zugang ist über den Aufgang zum Gleis 8.

Die ersten Einschränkungen wird es aber schon ab Mittwoch, 13. März, ab 4.15 Uhr geben, teilten die Bahnunternehmen Bahn AG, Westfalenbahn, Eurobahn, Nordwestbahn und der Verbund NWL mit.

Ab dem 15. März kommen weitere Linien dazu

Ausfallen zwischen Bielefeld und Herford werden die Wiehengebirgsbahn RB 61 (Osnabrück, Hengelo), Ravensberger Bahn RB 71 (Büne, Rahden), RE 70 (Braunschweig) und RE 78 (Nienburg). Der Rhein-Weser-Express RE 6 (Minden, Hamm, Köln) fährt zwar weiter, aber zu geänderten Zeiten.

Am Wochenende vom 15. bis 18. März kommen dann weitere Linien hinzu: Dann streichen die Bahnen auch noch den Warendorfer RB 67 (Münster), die Ems-Börde-Bahn (Münster), den Lippeerländer RB 73 (Lage, Lemgo), den Rhein-Weser-Experss RE 6 sowie den Leineweber RE 82 (Detmold). Für die Sennebahn RB 74 (Paderborn) und den Haller Willem RB 75 (Osnabrück) gelten die Fahrpläne aber weiter.

Über die Fahrplanänderungen informieren das Online-Auskunftsystem sowie Aushänge an den Bahnsteigen, so die Mitteilung. Daneben gebe es eine kostenlose Baustellen-Hotline unter 0800-000 77 11. Sie sei montags bis donnerstags von 5.30 bis 24 Uhr, freitags von 5.30 bis 1. Uhr samstags von 6.30 bis 1.30 sowie sonn- und feiertags von 8 bis 24 Uhr erreichbar.

Zweite Bauphase beginnt am 18. März

Die zweite Bauphase der drei Bahnbrücken Von der Recke-, Schildescher und Schillerstraße beginne dann am Montag, 18. März. Das bringe für einige Linien aber wieder Verbesserungen. Der UniBus fahre ab Montag nicht mehr.

Aus fallen ab nächste Woche der Haller Willem zwischen Bielefeld und Brackwede sowie die RE 78 nach Nienburg. Bei anderen wie der Ems-Börde-Bahn ändern sich Abfahrtszeiten. Die Ravensberger Bahn hält nicht in Brake. Bei Lipperländer und Leineweber wirken sich weitere Brückenbauarbeiten in Lage ab 5. April zusätzlich aus. Dafür werden Ersatzbusse eingesetzt.

Ziel der Bahn AG ist, die drei großen Baustellen in Bielefeld, die auch den Autoverkehr teils erheblich behindern, bis zum 11. Oktober abschließen zu können.

> zurück nach oben
 


07.03.2019
Bericht:
WB


Aufwändigste Modernisierung eines Bahnhofs in der Region

Symbolischer erster Spatenstich: (von links)  die Bauleiter Alexander Kerr, Mutlu Cömez, Wiebke Esdar (MdB), Martin  Nowosad für den Bauherrn DB, Frank Scheffer (Vize-Vorsteher NWL), OB Pit Clausen, Friedrich Straetmanns (MdB), Stefan Honerkamp (Verkehrsverbund OWL), Peter Diekmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von  Brackwede und Kai Schulte (VVOWL).Foto: Oliver SchwabeBielefeld - Dass der erste Spatenstich für die Modernisierung des Brackweder Bahnhofs nur symbolisch war, störte Oberbürgermeister Pit Clausen nicht: »Es ist das Signal dafür, dass es jetzt endlich losgeht.«

Die Baumaßnahme habe »über Brackwede hinaus Bedeutung«, sei wichtig für die Zukunft »einer erfolgreichen Verkehrspolitik, die nur funktioniert, wenn der schienengebundene Nahverkehr attraktiv ist«. Martin Nowosad, als Bahnhofsmanager für Ostwestfalen-Lippe zuständig, betonte, die Modernisierung des rund 170 Jahre alten Bahnhofssei die umfangreichste in der Region.

»Mut und ein langer Atem« seien von Nöten gewesen, um so weit zu kommen, ergänzte Frank Scheffer, Vize-Vorsteher des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe. Den letzten Anstoß gegeben habe die Planung der DB für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), der ab Dezember morgens und abends auch in Brackwede Station machen soll.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werde der Brackweder Bahnhof, der an einer der meist frequentierten Bahnstrecken Deutschlands liege, barrierefreisein und spürbar mehr Aufenthaltsqualität haben. Der Bahnhof Brackwede ist heute bereits Halt für den »Warendorfer« (Bielefeld – Münster über Rheda-Wiedenbrück), die Ems-Börde-Bahn (Bielefeld – Münster), die Sennebahn (Bielefeld – Paderborn) und den Haller Willem (Bielefeld – Osnabrück). Es gebe 110 Zughalte täglich, pro Werktag würden 3350 Reisende ein- und aussteigen. Scheffer: »Die Brackweder legen Wert auf ihren Bahnanschluss.«

Entree zur Stadt

Clausen sagte, ein Bahnhof sei immer auch ein Entree zur Stadt. Deshalb müsse auch das Umfeld »nach vorne« gebracht werden. Bevor es soweit ist, bringen die Modernisierungsarbeiten aber zunächst Einschränkungen für die Reisenden und Umwege für Fußgänger und Radfahrer mit sich, weil zum Beispiel die Bahnunterführung, die eigentlich auch Brackwede mit Quelle verbindet, während der Modernisierung nicht genutzt werden kann. Hinterher, so die Bahn, werde aber alles »schöner und heller« sein. Dass Reisende, ohne Treppen steigen zu müssen, zu ihrem Bahnsteig gelangen, sei mit der größte Gewinn.

Martin Nowosad wies darauf hin, dass die Arbeiten bei »rollendem Rad«, also laufendem Zugbetrieb, stattfänden. Es würde aber sogenannte Sperrpausen – Zeiten, in denen Gleise gesperrt werden müssen – geben, wenn etwa ein Behelfsbahnsteig errichtet oder abgerissen würde. Der Bahnhof sei aber stets erreichbar.

> zurück nach oben
 


23.02.2019
Bericht:
WB


Diese Bahnhöfe werden bald umgebaut

Bielefeld/Minden - Die Bahnhöfe in Ostwestfalen-Lippe sollen fit werden für den Rhein-Ruhr-Express. Damit der sogenannte RRX ab Dezember zwischen Köln und Minden pendeln kann, fließt in diesem Jahr eine Menge Geld. Wie bereits berichtet stecken der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), die DB Station & Service AG und das Land NRW eigenen Angaben zufolge mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierungsarbeiten.

Am Freitag stellte OWL-Bahnhofsmanager Martin Nowosad das Maßnahmenpaket zusammen mit Kai Schulte vom NWL bei einer Rundtour vor. Im Kern gehe es vor allem darum, die betroffenen Bahnsteige so umzubauen, dass sie vom RRX künftig angefahren werden können. Dafür müssten die meisten Steige verlängert und auf ein Niveau von 76 Zentimeter angehoben werden.

Das sagt der Minister

Zudem soll ein stufenfreier und somit barrierearmer Zugang zum Zug ermöglicht werden. Dieses Vorhaben habe die Planer eigenen Angaben zufolge zum Teil vor große Herausforderungen gestellt. In Minden zum Beispiel habe die vorgesehene Erhöhung unter Beachtung des Denkmalschutzes erfolgen müssen.

»Der RRX kommt wieder ein Stück voran«, wird NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in einer Mitteilung zitiert. »Vom Ausbau der Infrastruktur profitiert auch der gesamte Schienenverkehr der Region.« Später sollen einmal sieben RRX-Linien in NRW verkehren, zentraler Bestandteil soll eine Linie zwischen Köln und Dortmund sein, die im 15-Minuten-Takt verkehrt.

17 Millionen für Brackwede

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg – und an den OWL-Bahnhöfen muss zum Teil einiges passieren. Das teuerste Umbauprojekt ist der Bahnhof in Bielefeld-Brackwede. Mit Baubeginn Anfang März sollen dort mit insgesamt 17 Millionen Euro die Bahnsteige 1 und 2 verlängert und auf die richtige Höhe gebracht werden. Der Fußgängertunnel wird erneuert und soll barrierefrei – also mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen – erreichbar sein.

Dazu passend sollen drei neue Aufzüge gebaut werden. Ähnliche Projekte gibt es an den Bahnhöfen in Minden, Porta Westfalica, Löhne und Herford. In Paderborn soll das gesamte Empfangsgebäude durch einen Investor abgerissen und neugebaut werden. Weitere Modernisierungsarbeiten finden an den Stationen Sylbach (Kreis Lippe) und Paderborn-Kasseler Tor statt.

200 Millionen in NRW

Knapp 200 Millionen Euro werden laut Dr. Gitta Raulin, Finanzchefin von DB Station & Service, in diesem Jahr in die Bahnhöfe NRWs investiert. Und das sei mit Blick auf die zum Teil marode Infrastruktur auch notwendig, so Raulin, die von einem »Aufbau West« spricht.

Ausfälle werde es laut DB Station & Service durch die geplanten Maßnahmen an den Bahnhöfen nicht geben. »Es wird alles ›unter dem rollenden Rad‹ gemacht«, so formulierte es Kai Schulte vom NWL. Aber die Fahrgäste müssten mit Einschränkungen rechnen, hieß es am Freitag. Allerdings: Wie bereits berichtet wird der Bielefelder Hauptbahnhof vom 15. März an (22 Uhr) für 54 Stunden vom Verkehr abgekoppelt. Grund sind Bauarbeiten an drei Bahnbrücken.

Um diese Bahnhöfe geht’s

Lage-Sylbach: Hier wird der Hausbahnsteig auf 150 Meter Länge und einer Höhe von 76 Zentimetern neugebaut. Zudem werden die Bahnsteige und die Beleuchtung neu gestaltet. Kosten: 1,3 Millionen Euro. Beginn: Juni.

Minden: Hier werden unter anderem die Bahnsteige 1 (im Bild) und 2 auf 220 Meter ausgebaut und auf die für den RRX notwendige Höhe gebracht. Zudem sollen sie barrierefrei erreichbar sein. Kosten: sechs Millionen Euro. Beginn: März.

Herford: Das Gleis 5 wird im Rahmen des RRX-Ausbaus verlängert und erhöht, es gibt außerdem Nachbesserungen bei der Beleuchtung und beim Wetter- und Windschutz. Kosten: zwei Millionen Euro. Beginn: April.

Bielefeld-Brackwede: Beim teuersten Projekt des Maßnahmenpakets werden zum Beispiel Bahnsteige umgebaut, drei Aufzüge sollen den stufenfreien Zugang ermöglichen. Kosten: 17 Millionen Euro. Beginn: März.

Porta Westfalica: Hier wird unter anderem der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 1/2 verlängert, wie Bahnhofsmanager Martin Nowosad erklärt. Beleuchtung und Beschallung werden ergänzt. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Beginn: März.

Löhne: Beim zweitteuersten Projekt wird unter anderem die Unterführung angepasst. Es kommen drei neue Aufzüge, teilweise werden nicht mehr genutzte Aufsichträume auf den Bahnsteigen entfernt. Kosten: 10,5 Millionen. Beginn: März.

Bielefeld Hauptbahnhof: Hier müssen die Gleise für den RRX nicht umgebaut werden, trotzdem tut sich eine Menge: So ist die Radstation seit Kurzem abgerissen. Mitte März ist der Bahnhof zudem wegen Bauarbeiten für ein Wochenende gesperrt.

Geplante Umgestaltung des Paderborner Hauptbahnhofs: Das Empfangsgebäude wird abgerissen und von einem Investor durch einen Neubau ersetzt. Später sollen dann diverse Modernisierungsmaßnahmen folgen. Beginn: 2. oder 3. Quartal.

Paderborn-Kasseler Tor: Hier gibt’s einen Neubau des Bahnsteigs auf 125 Meter Länge und 76 Zentimeter Höhe. Kommen soll unter anderem ein neues Wetterschutzhaus. Kosten:
1,2 Millionen. Beginn: Oktober.

> zurück nach oben
 


13.02.2019
Bericht:
IHW


Wetterschutz, Parkplätze und Sperrung im Oktober - VLO-Prokurist sprach mit Bahnhofspaten über Haller-Willem

Foto: VLO-Prokurist Jürgen Werner (links) empfing die Bahnhofspaten (v.l.n.r.) Stefan Schmedt, Werner Mrohs, Hartmut Grunwald und Peter Schmechel am Bahnhof Sutthausen.Osnabrück – Wetterschutz für die Fahrkartenautomaten, mehr Park&Ride-Plätze und mehr abschließbare Fahrradboxen lauteten einige der Vorschläge der Paten für die Bahnhöfe zwischen Dissen und Sutthausen, die sie jetzt bei einem Dankesessen mit dem Eisenbahnbetriebsleiter der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO), Jürgen Werner, besprechen konnten. Über das Jahr weisen sie die VLO ehrenamtlich auf Verschmutzungen, Schäden und Anregungen an der Haller-Willem-Strecke hin.

Der VLO-Vertrag mit der Landesnahverkehrsgesellschaft zur Instandhaltung der Strecke laufe noch bis Ende 2025 und könne dann verlängert werden, berichtete Werner. „Nachdem wir in der Vergangenheit auch mit Edilon-Verguss-Platten viel für den Lärmschutz getan haben, bestätigt auch die Landeseisenbahnaufsicht den guten Zustand der Strecke“, so der VLO-Prokurist.

Für Oktober habe die Deutsche Bahn im Zusammenhang der Brückenbauarbeiten in Bielefeld eine viertätige Sperrung angemeldet, die die VLO für den turnusmäßigen Stopfgang des Schotterbettes nutzen wolle. Dann solle auch ein Rückschnitt der Vegetation entlang der Strecke vorgenommen werden. Geplant seien neue Videokameras, die die Bahnsteigsituation in das VLO-Büro in Bohmte übertrage und auch von der Polizei für mehr Sicherheit nutzbar sei.

Die digitale Anzeige auf den Bahnsteigen könne bisher Ausfälle anzeigen, die Dauer von Verspätungen müsse noch integriert werden. Lautsprecherdurchsagen werde es nicht mehr gebe. Dafür seine gelbe Infoschalter für Sehbehinderte angebracht worden, wo noch ein akustisches Signal ergänzt werden solle.

Zur Vorbereitung des 30-Minuten-Taktes sei der Bahnhof Oesede als einer der beiden zusätzlich notwendigen Begegnungspunkte geprüft worden, erklärte Werner. Hier sei genügend Platz für das zweite Gleis vorhanden und bereits im Besitz, so dass sich ein Flächenankauf erübrige. Platz für weitere Parkplätze würden mit der Kirchengemeinde, die ebenfalls weitere Parkplätze suche, im Bereich vom bisherigen Pastorsgarten geplant.

Zur Realisierung des 30-Minuten-Taktes einen „Sprinter“ einzusetzen, der nicht an allen Bahnhöfen halte, fand bei Werner keinen Gefallen. „Wir stehen zu unserem Wort gegenüber der Grundschule Kloster Oesede, dass es keine durchrasenden Züge geben wird, die am Übergang Kinder gefährden“, betonte Werner. Auf der Strecke seien allerdings Geschwindigkeiten über die derzeitigen 80 km/h hinaus technisch machbar.

Angeregt von den Bahnhofspaten wurden zusätzliche schwere „Kippenfänger“, um die Verschmutzung auf den Bahnsteigen durch Zigarettenkippen zu verringern. Angesprochen wurde auch eine bessere Bahn-Bus-Kommunikation bei Verspätungen. Gefordert wurde, das 23,60 Euro teure Schülerticket auf die Bahn auszuweiten, um Schülern wie dem Marienheim in Sutthausen zeitaufwendigere Busfahrten zu ersparen.

Lob erhielt die Nordwestbahn für mehr Pünktlichkeit. „Im letzten Vierteljahr habe ich meinen Arbeitsplatz in Bielefeld von Kloster Oesede aus pünktlich erreicht“, stellte Stefan Schmedt fest. Dass das auch so bleibe, um die weiterhin werktäglich über 5.000 Ein- und Aussteiger sicher zu transportieren, dafür werde sich die Initiative Haller Willem weiterhin einsetzen, bekräftigte Johannes Bartelt.

> zurück nach oben
 


21.01.2019
Bericht:
HK


Initiative Haller Willem fordert Frühzug und 30-Minuten-Taktung

Zugausfälle sind ebenso Thema: Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich.

Alle 30 Minuten: Diesen Takt wünscht sich die Politik in Borgholzhausen künftig für die Zuganbindung. Die Initiative Haller Willem setzt sich dafür beim VVOWL ein. (© Andreas Großpietsch) Borgholzhausen / Bielefeld - Mit unter zwei Prozent Zugausfällen liege der Haller Willem im normalen Bereich. Das betonte der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe, Stefan Honerkamp, im Gespräch mit Vertretern der Initiative Haller Willem (IHW). Diese hatten auf Klagen von Arbeitnehmern hingewiesen, deren Züge nicht gefahren oder deutlich unpünktlich gewesen seien. Bei Ausfällen des Kurzläufers Bielefeld-Halle werde kein Bus als Schienenersatzverkehr angeboten, da der nächste Haller Willem schneller sei, erklärte Honerkamp.

Hinsichtlich des Branchenproblems der fehlenden Triebfahrzeugführer ständen alle Aufgabenträger in NRW, das Land und die Eisenbahnverkehrsunternehmen, also auch die Nordwestbahn, im Dialog und hätten den »Runden Tisch Fachkräftemangel« ins Leben gerufen. Durch eine Imagekampagne sowie Service- und Managementpersonal, gemeinsame Aktivitäten zur Aus- und Fortbildung sowie intensivere Berücksichtigung des Themas in den Vergabeunterlagen bei zukünftigen Ausschreibungen solle das bundesweit bestehende Problem angegangen werden.

Im Zeitplan lägen die Brückenbauarbeiten in Bielefeld, weshalb der Haller Willem bis Oktober nur zwischen Osnabrück und Brackwede verkehre, berichtete Honerkamp. Dass der Schienenersatzverkehr gut funktioniert, konnten die IHW-Mitglieder selbst feststellen, als sie aus Bielefeld zehn Minuten vor der Zugabfahrt am Bahnhof Quelle eintrafen.

Halbstundentakt "kaum vor 2025"

Ihr Drängen auf die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück beantwortete Honerkamp mit dem Hinweis, dazu seien Aussagen im nächsten Nahverkehrsplan zu erwarten. Die Realisierung sei kaum vor 2025 möglich, wenn schnellere Fahrzeuge zum Einsatz kämen. Der Vorschlag eines Sprinters, der nicht an allen Bahnhöfen halte, überzeuge nicht, da er nur fünf Minutenschneller sei, den normalen Haller Willem im Fahrplan aber verlangsame. Prüfung sagte Honerkamp für Frühzüge zu, die Osnabrück an Werktagen vor Beginn der Frühschichten und am Sonntag vor 10 Uhr zum Start touristischer Angebote erreichten.

Auf offene Ohren stieß auch der IHW-Wunsch, bei der Neuvergabe des Haller-Willem-Betriebs für 2025-2040 auf Diesel zu verzichten und eine CO2-neutrale Technik einzufordern. Angesprochen von der IHW wurden in diesem Zusammenhang auch der Erhalt der Fahrkartenautomaten in den Zügen, die Integration des neuen Bahnhaltes Osnabrück-Rosenplatz, größere Triebfahrzeugführerreserve und WLAN-Empfang im Zug.

> zurück nach oben
 


18.01.2019
Bericht:
NOZ


Bahnhalt Rosenplatz: Grüne pochen auf Anschluss der Teuto-Bahn

Osnabrück. Enttäuscht zeigt sich die Grünen-Ratsfraktion über die Ankündigung der Landesregierung, den geplanten Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz nur für den Haller Willem zu nutzen. Neben der Bielefeld-Linie müsse auch die viel genutzte Strecke nach Münster angeschlossen werden.

Die Stadt habe am Rosenplatz ausdrücklich die Voraussetzungen für eine "große Lösung" geschaffen, betont Fraktionschef Volker Bajus in einer Mitteilung. Doch statt zwei Bahnsteigen, an denen sowohl Züge des Haller Willem (RB 75; Osnabrück–Bielefeld) als auch der Teuto-Bahn (RB 66; Osnabrück–Münster) halten könnten, soll die neue Station laut Landesregierung jetzt nur einen bekommen – nämlich zur ausschlie￟lichen Anbindung der Regionalbahn nach Bielefeld.

Herber Rückschlag für die Region

Für die Osnabrücker Grünen ist das "ein herber Rückschlag, den wir als Region nicht einfach hinnehmen sollten". Sie sind davon überzeugt, dass ein Anschluss der Münster-Linie an den Bahnhalt Rosenplatz "die Attraktivität des Nahverkehrs in der Region noch einmal kräftig erhöhen" würde. Fraktionschef Bajus sagt: 

Wenn man umweltfreundlichen Verkehr und Klimaschutz in Osnabrück nach vorne bringen will, dann brauchen wir den Vollausbau.

Münster-Option nicht verbauen

Der Verzicht auf einen zweiten Bahnsteig belege nicht nur die Halbherzigkeit, mit der das Land verkehrspolitisch handele, sondern auch eine schlechte Lobby Osnabrücks in Hannover auf diesem Gebiet.  Die Grünen appellieren deshalb an das Land und die Osnabrücker Abgeordneten, die Münster-Option für den Bahnhalt Rosenplatz erneut zu prüfen und zumindest für die Zukunft zu erhalten. Gerade mit Blick auf den geplanten Deutschland-Takt wäre es "unklug, wenn wir uns das jetzt verbauen", so Bajus abschließend.

Was ist der Deutschland-Takt?

Der Begriff "Deutschland-Takt" steht für einen integralen Taktfahrplan im Bahnverkehr. Demnach fahren alle Fernzüge in einem Takt von 60 oder 30 Minuten. Der Fahrplan lässt sich so leicht merken, ist zuverlässig und planbar. Integral bedeutet, dass die Fahrpläne aller Linien aufeinander abgestimmt sind.

In Knotenbahnhöfen treffen sich die Züge des Nah- und Fernverkehrs dann jede Stunde zur selben Minute. Sie halten gemeinsam einige Minuten und ermöglichen einen bequemen Umstieg. Lange Wartezeiten sollen so der Vergangenheit angehören. Auch würde der Fernverkehr wird nicht mehr von Nahverkehrszügen ausgebremst. Güter- und Personenverkehr sollen sich auf diese Weise ebenfalls nicht mehr im Weg stehen.

Beim Deutschland-Takt richtet sich die Infrastruktur nach dem Fahrplan. Damit wird das Schienennetz künftig so ausgebaut, wie es für den gewünschten Fahrplan notwendig ist – und nicht, wie bislang üblich, umgekehrt. Der Deutschland-Takt soll bis 2030 umgesetzt sein. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es bereits seit 1982 einen integralen Taktfahrplan.

> zurück nach oben
 

> nach oben