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27.10.2018

Und der Bus war weg - Verspätung des Haller Willem führt zu Anschlussproblemen

18.10.2018

Immer wieder zu spät - Haller Willem: Fahrgast kritisiert Unpünktlichkeit und Ausfälle

03.10.2018

Chef der ProWirtschaft GT: "Es geht uns gerade sehr gut. Zu gut"

14.09.2018

Von Ermstalbahn für Alfhausen, Rosenplatz, Vehrte, Haller Willem und Tecklenburger Nordbahn lernen

13.09.2018

Vom Schwarzfahrer zum Straftäter - wenige werden erwischt

16.07.2018

Kein großer Bahnhof für den Rosenplatz

12.07.2018

Von Osnabrück nach Halle: Hin für 30, aber zurück für nur acht Euro?

12.07.2018

30-Minuten-Takt und aktuelle Haller-Willem-Fragen

03.07.2018

Nächstes IHW-Treffen in Dissen am 10.07.2018

13.06.2018

Züge fallen aus: Am Samstag starten die Bahnbrückensanierungen

02.06.2018

Wie geht es weiter mit den OS-Bahn-Projekten?

28.04.2018

Baustellen stoppen Züge in Ostwestfalen-Lippe

13.04.2018

Kaum ein Zug am Wochenende

26.03.2018

Streckensperrung zwischen Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede

20.03.2018

Osnabrücks erste Mobilitätsstation ist der Bahnhof Sutthausen

12.03.2018

Nordwestbahn schwächelt auf Linien im Raum Osnabrück

07.03.2018

Einschränkungen auf dem Haller Willem

07.03.2018

Gehäufte Zugausfälle beim Haller Willem - Gutes Image trotz Grippewelle bewahren

28.02.2018

Haller Willem: Frühere Zügen an Sonntagen und mehr späte Zügen an Werktagen gefordert

16.02.2018

Unterstützung vom neuen Bahnhofsmanager für OS-Bahn-Projekte

14.02.2018

Osning-Bahn streicht alle Ausflugsfahrten

12.02.2018

Der Osning-Bahn droht die Pleite

25.01.2018

Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

18.01.2018

Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

15.01.2018

Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

11.01.2018

Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

06.01.2018

Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


27.10.2018
Bericht:
WB


Und der Bus war weg - Verspätung des Haller Willem führt zu Anschlussproblemen

Steinhagen  (WB). Und wieder war die Nordwestbahn zu spät – 21 Minuten haben die Fahrgäste am Freitagmorgen am Steinhagener Bahnhof gewartet. Aber was noch schlimmer ist: »Der Bus des Schienenersatzverkehrs war weg. In Quelle mussten wir eine Stunde in der Kälte stehen. Da ist kein Unterstand. Was soll das erst im Winter werden?«, fragt Rosemarie Iborg.

Ihrer Meinung nach müsse der Bus warten, bis der Zug da ist: »Das muss in einem Unternehmen doch abzustimmen sein.« Bis nach Brackwede, wo vor der Baustelle der Schienennahverkehr endgültig endet, kann die Amshausenerin, die auf einen Gehwagen angewiesen ist, nicht fahren, denn der Bahnhof ist nicht barrierefrei.

Rosemarie Iborg betreibt in Bielefeld einen Kiosk, ist auf den Haller Willem angewiesen und hat sich in jüngster Zeit immer öfter über die Unpünktlichkeit der Bahn aufgeregt: »Freitagvormittag habe ich dadurch zum Beispiel einen Lieferanten verpasst.«

Wer kein Smartphone hat, steht ohne Information da

Auch andere Fahrgäste haben sich schon über massive Verspätungen und Zugausfälle beschwert. Und auch Rosemarie Iborg kann allein aus dieser Woche von einem weiteren Ausfall berichten: »Am Dienstagabend fuhr der Zug um 21 Uhr von Bielefeld aus nicht. Ich musste eine Stunde eher fahren.« Das hat sie aber nur über ihren Sohn erfahren, der die Abfahrtzeiten auf dem Smartphone abruft. »Wer kein Handy hat, steht ohne Information da«, sagt Rosemarie Iborg. Denn auch auf dem Bahnhof war am Freitagmorgen außer einer Durchsage keine Information über den erheblich verspäteten Zug zu bekommen.

Wie Nordwestbahn-Sprecherin Karin C. Punghorst sagte, sei ein Baumunfall am Freitagmorgen Grund für die Verspätung gewesen. Der Zug habe trotz einer Beschädigung seine Fahrt nach einer Weile fortsetzen können. Zum Thema Schienenersatzverkehr sagte sie: »Die Busse sind am Pendeln. Zugverspätungen von zehn bis 15 Minuten können sie auffangen. Bei 20 Minuten und mehr schaukeln sich auch die Verspätungen bei den Bussen auf.«

Kommentar zum ÖPNV in Steinhagen ÖPNV muss verlässlich sein

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Es verwundert nicht, dass immer mehr Autos auf den Straßen sind – selbst auf der (früheren) B 68 staut es sich trotz Autobahn gerne schon wieder. Gerade ländliche Regionen wie der Kreis Gütersloh haben einen übermäßigen Hang zum Individualkraftverkehr – in Steinhagen fahren laut der Mobilitätsbefragung des Kreises von 2014 53,5 Prozent mit dem Auto.

Warum wohl? Weil der Öffentliche Personennahverkehr unzuverlässig ist, wie sich derzeit am Haller Willem zeigt. Die Nordwestbahn wird gemeinhin gut genutzt, und manch einer ist auf sie angewiesen, weil er eben kein Auto hat. Aber was, wenn sich die Züge immer wieder verspäten oder ausfallen? Das lässt sich einem Arbeitgeber irgendwann nicht mehr erklären.

Der ÖPNV muss verlässlich sein – und das meint nicht nur die Nordwestbahn. Auch die von den Problemen der Linie 88 leidgeprüften Steinhagener können davon ein Lied singen. Nur wenn Bahn und Bus pünktlich fahren, sind die Menschen bereit umzusteigen. Ist ja auch ein Beitrag zum Klimaschutz. ÖPNV ist eine öffentliche Aufgabe. In Bielefeld wird er kommunal unterstützt, im Norden des Kreises Gütersloh nicht. Ein tragfähiges ÖPNV-Netz braucht aber die öffentliche Förderung.

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18.10.2018
Bericht:
WB


Immer wieder zu spät - Haller Willem: Fahrgast kritisiert Unpünktlichkeit und Ausfälle

Steinhagen - Züge des Haller Willem kommen mit Verspätung oder fallen gleich ganz aus: »Und das passiert immer öfter«, sagt Tobias Barella.

Der 27-jährige Steinhagener kritisiert die Unzuverlässigkeit der Nordwestbahn ebenso wie fehlende Information auf dem Bahnhof. Dreimal in der Woche ist der Trainer des VfL Theesen auf den Haller Willem angewiesen. »Mit fünf Minuten Verspätung kann man eigentlich immer rechnen«, sagt er. Doch nach seiner Beobachtung fallen auch immer h¦ufiger Zge ganz aus.Wie etwa am Sonntag, 7. Oktober, und auch am Montag, 8. Oktober, als gleich zwei Züge nicht kamen. Vor etwa anderthalb Monaten fielen seiner Schilderung nach sogar zwei Züge hintereinander aus.

Fahrzeug- und Bahnübergangsstörungen

»Wenn man jemanden anspricht, wird das meist auf die Baumaßnahmen auf der Strecke geschoben. Auch von Personalproblemen wurde schon gesprochenᆱ,so Barella. Bauarbeiten laufen derzeit zwischen Brackwede und Bielefeld, ab Quelle ist daher ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Doch die Baustelle war an den beiden Tagen im Oktober nicht die Ursache. Karin C. Punghorst, Pressesprecherin der Nordwestbahn, nennt für den Zugausfall am 7. Oktober vielmehr eine Fahrzeugstörung. Am 8. Oktober habe es eine Kette von Störungen an Bahnübergängen gegeben. »Die Strecke ist teilweise einspurig, so dass Züge aufeinander warten müssen«, sagt sie. Dadurch setzen sich Verspätungen dann fort. »Wir nehmen dann auch den Zwischentakt raus«, erklärt die Sprecherin.

Über 90 Prozent der Züge sollen pünktlich sein

In Sachen Pünktlichkeit liegt die Nordwestbahn nach Auskunft ihrer Pressesprecherin noch immer im Jahresmittel. »Wir sind bei über 90 Prozent«, sagt Karin C. Punghorst.

Sie betont: »Wir als Nordwestbahn bringen die Leistung der Zugfahrten.« Für das Schienennetz, damit auch die Bahnübergänge und auch die Baumaßnahmen, sei die DB Netz zuständig. Und das betrifft auch die Information auf den Bahnhöfen.

Denn diese ist ein weiterer Punkt der Kritik von Tobias Barella. »Ich selbst schaue auf meinem Smartphone nach, wenn der Zug verspätet ist oder ausfällt. Aber ich habe am Bahnhaltepunkt auch schon zwei ältere Damen getroffen, die völlig hilflos waren, wie es für sie weitergehen sollte, weil auf der Anzeigetafel kein Hinweis erschien«, sagt er.

Für Anzeigen und Durchsagen ist die Deutsche Bahn zuständig

»Für die Anzeigemonitore und die Durchsagen am Bahnsteig sind wir ebenfalls nicht zuständig. Auch das ist Sache der Deutschen Bahn als Betreiberin des Schienennetzes«, so Punghorst. »Ich habe mit dem Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn in Bielefeld gesprochen, dort will man dem Ganzen jetzt nachgehen«, sagte sie weiter. Für den Unmut des Fahrgastes habe sie vollstes Verständnis: »Wir sind ja auch selbst die Leidtragenden und in einem solchen Fall meist die ersten Ansprechpartner.«

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03.10.2018
Bericht:
HK


Chef der ProWirtschaft GT: "Es geht uns gerade sehr gut. Zu gut"

Kreis Gütersloh - Jahrzehntelang war es das Streitthema Nummer eins: der Lückenschluss der Autobahn 33. Nun ist sie bald fertig und es eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Insbesondere der Standort Halle rückt damit noch weiter in den Fokus, gerade auch für Städte wie Osnabrück und Bielefeld. „Man kommt eben sehr schnell von einem Ort zum anderen", stellt Albrecht Pförtner fest.

Überhaupt spiele das Thema Mobilität in der Zukunft eine große Rolle – vor allem im Zusammenhang mit verschiedenen Workshops des Projekts Regionale 2022, fährt der Wirtschaftsförderer fort. Und damit meint er nicht nur die Autothemen, sondern auch den Haller Willem, den man in seiner Bedeutung nicht unterschätzen dürfe, oder Busse und Radverkehr inklusive E-Bikes: „Wenn also ein Unternehmen wie Storck den Bau vier neuer Hallen plant und man die Einstellung von rund 1.700 neuen Mitarbeitern beabsichtigt, stellt sich nicht die Frage, wie man einen großen Teil dieser Menschen in Halle ansiedeln kann. Sie können ebenso gut in Borgholzhausen, Werther, Dissen oder Steinhagen wohnen."

„In Halle konzentriert sich alles auf Gartnisch und Künsebeck – und zwar hinsichtlich Wohnen und Gewerbe." Doch das erfordere ein Umdenken, mahnt Pförtner. Nicht nur in Halle, sondern allgemein und überall. „Es braucht unter anderem dringend neue Bauformen. Beispielsweise muss produzierendes Gewerbe platzsparender konzipiert werden. Und sollte das in manchen Fällen nicht möglich sein, müssen über den Produktionsstraßen zumindest Büroräume liegen. Derselbe Grundgedanke gilt übrigens auch für Wohnbebauung. Kein einfaches Thema."

Die neuen Mitarbeiter bei Storck können auch bequem einpendeln

Ob tatsächlich 1.700 Menschen eine neue Beschäftigung bei Storck erhalten, bleibt indes abzuwarten. Glaubt man den Ausführungen von Pförtner, werden es eher weniger. Der Grund: die zunehmende Digitalisierung beziehungsweise Automatisierung sowie die stetige Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz. „Neulich im Haller Haupt- und Finanzausschuss habe ich beispielsweise ein Video über Roboter gezeigt, die perspektivisch in der Pflege eingesetzt werden. Dabei war dieses Video schon von Ende 2016 und die Entwicklung ist längst weiter und schreitet noch rasanter voran. Auf eben diese Veränderungen müssen sich die Menschen vorbereiten und einstellen. Und das gilt für viele Themen."

Grundsätzlich, so der Diplom-Agraringenieur, passiere im Bereich Weiterbildung aber viel zu wenig. „Dabei haben gerade wir hier in unserer Region zu viele Geringqualifizierte, die jedoch einen höheren Rationalisierungsdruck haben als andere. Wenn die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Rationalisierungsmaßnahmen eines Tages ihre Jobs verlieren, ist der Weiterbildungsbedarf enorm – da sind wir nicht gut aufgestellt."

Das Problem: Viele Arbeitgeber schauen auf den Augenblick, denn die Realität ist eine andere. Die Auftragsbücher sind voll, die Beschäftigten ausgelastet. Warum also jetzt schulen und damit Zeit aufwenden, die fehlt? Vor allem hätte man zum jetzigen Zeitpunkt überqualifizierte Mitarbeiter. – Eine Herausforderung, die Pförtner durchaus sieht. Trotzdem wird er nicht müde, an die Unternehmer zu appellieren, Lösungen zu finden.

„Natürlich gibt es völlig unterschiedliche Betriebsmodelle. Eine Kosmetikerin beispielsweise braucht nicht Digital 4.0. Aber nehmen wir einen Dachdecker. Da gibt es schon viele, die mit Drohnen arbeiten – zur Baustellenüberwachung oder für Dachanalysen. Förderprogramme dafür gibt es reichlich. Natürlich sind Handwerker zurzeit zumeist maximal ausgelastet und bewältigen oft gerade so das Tagesgeschäft. Trotzdem bleibe ich dabei: Wer sich bislang noch gar nicht mit Digitalisierung befasst hat, wird es sehr schwer haben. Und diese Herausforderung haben tatsächlich alle Branchen."

Dachdecker arbeiten heute mit Drohnen und nutzen so die Digitalisierung

Bereits vor drei Jahren habe Rainer Schorcht in seiner Rolle als Chef des Gütersloher Einzelhandelsverbandes erklärt: „Wer heute nicht auch digital erlebbar ist, wird es als stationärer Einzelhandel nicht schaffen." Da müsse es dann schon Nischen geben oder besonderen Service. – Eine Einschätzung, die Albrecht Pförtner so unterschreibt. „Ich glaube, es geht uns gerade sehr gut. Zu gut", sagt Pförtner.

Deshalb fiele es den meisten auch so schwer, in dieser angenehmen Situation die Wolken am offenbar blauen Himmel zu sehen. „Aber sie sind da und vor allem nah und dunkel", so der Wirtschaftsexperte. „Deshalb kann ich nur immer wieder mahnen, die Zukunft anzupacken und Angebote zum Netzwerken anzunehmen. Die Unternehmen im Süden des Kreises sind da bereits sehr stark und neben der proWi oder der IHK gibt es noch viele weitere Angebote, die auf diesem Weg helfen können."

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14.09.2018
Bericht:
IHW


Von Ermstalbahn für Alfhausen, Rosenplatz, Vehrte, Haller Willem und Tecklenburger Nordbahn lernen

Osnabrück – Mut machte der Vorstandsvorsitzende der Erms-Neckar-Bahn AG, Carsten Strähle, für die Realisierung der OS-Bahn-Projekte anlässlich eines Vortrages im Stadtwerkegebäude, zu der die Initiative Haller Willem eingeladen hatte. Auch die Reaktivierung der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach sei dem langjährigen Engagement einer privaten Initiative zu verdanken.

„Auch bei uns bestätigte sich die Erfahrung, dass die tatsächliche Zahl der Fahrgäste über der Prognose liegt“, berichtete Strähle. Für 2018 werde sogar eine Dividende von einem Euro pro Aktie ausgezahlt. Die stündlich verkehrende Bahn erreiche über 2.600 Fahrgäste täglich, der den Halbstundentakt schaffende parallele Bus etwa 1.200.

Die Empfehlung von Strähle, Schritt für Schritt vorzugehen, entspricht dem Vorgehen beim Bahnhalt Rosenplatz, zunächst nur einen Halt für den Haller Willem nach Bielefeld einzuplanen. „Sparsame Schwaben geben aber auch Geld für sinnvolle Projekte aus“, betonte Strähle. So könne am Rosenplatz der Halt für den Zug nach Münster folgen.

Auf die Klage, dass Alfhausen inzwischen über 18 Jahre ohne Bahnhalt sei, antwortete Strähle, auch seine Erfahrung sei es, dass man bei der Realisierung von Bahnprojekten einen langen Atem benötige. Allerdings äußerte sich Bürgermeisterin Agnes Droste enttäuscht, dass sich die Wiederinbetriebnahme so lange hinziehe. Dadurch würden etwa 300 Pendler aufs Auto gedrängt mit negativen Auswirkungen für Parkraum und Abgasen. „Der für die Gemeinde kostenlose Bahnhalt ist uns genommen worden und für Busse als Ersatz sollen wir mitbezahlen“, so Droste.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Osnabrück-Oldenburg empfahl Bahnexperte Ralf Uekermann, auch wenn nicht alle Politikern den Nutzen schon erkannt hätten. Damit sowie mit neueren Triebwagen könne der Zugverkehr beschleunigt und die Integration von Alfhausen in den Fahrplan erleichtert werden. Dazu beitragen könne außerdem der Bau von zweigleisigen Abschnitten. Um politischen Druck zu entfalten, könne ein Zweckverband von den Landkreisen zwischen Osnabrück und Oldenburg gebildet werden.

Mit Interesse vernahmen die Mitglieder der Osnabrücker Stadtbahninitiative die Information von Strähle, dass der Bund seine Mittel im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsprogramms für Projekte teurer als 50 Mio. Euro verdreifacht habe. Von Vorteil sei für Osnabrück das Denken als Gruppe „Os-Bahn-Projekte“, wozu auch der Bahnhalt Vehrte, der 30-Minuten-Takt auf der Haller-Willem-Strecke sowie die Tecklenburger Nordbahn gehören.

Nachdem der Bahnhalt Rosenplatz sich mit der Deutschen Bahn in der konkreten Umsetzung befinde, seien jetzt Verdichtungen beim Bahnfahrplan im Landkreis in Vorbereitung, berichtete Gerd Stolle von der PlaNOS (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück). Strähle wies auf einen von ihm mitverfassten Leitfaden für neue Bahnprojekte hin, der bei der Initiative Haller Willem bestellt werden kann (E-mail: ihw@osnanet.de).

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13.09.2018
Bericht:
HK


Vom Schwarzfahrer zum Straftäter - wenige werden erwischt

Halle. Schwarzfahren in der Bahn – viele Menschen würden das vielleicht als Ordnungswidrigkeit betrachten. Aber weit gefehlt. In öffentlichen Verkehrsmitteln ohne gültiges Ticket zu reisen, ist eine handfeste Straftat. Als Erschleichen von Leistungen ist sie im Strafgesetzbuch bezeichnet und kann für die Täter höchst unangenehme Folgen bis hin zu einem Eintrag ins Vorstrafenregister haben.

„Strafanträge können bereits ab dem ersten Fall gestellt werden, in der Regel hat der Kunde bei uns aber einen Freischuss", erklärte eine Sprecherin der Nordwestbahn, jenem Unternehmen, das die Haller-Willem-Strecke zwischen Osnabrück und Bielefeld bedient.

Regelmäßige Kontrollen auf der Strecke lassen Schwarzfahrern nicht viele Chancen. Wohl aber der Fahrkartenautomat im Zug. „Schwarzfahrer kaufen oder stempeln beim Erscheinen von Kontrollpersonal eben oft noch schnell ein Ticket", berichtet die Sprecherin. Normalerweise gelte, dass der Fahrtantritt generell nur mit gültigem Fahrschein möglich sei. Doch fährt der Haller Willem nun mal auf einer jener Strecken, auf der das anders ist. „Das führt dazu, dass die Anzahl der erwischten Schwarzfahrer auf der Strecke sehr gering ausfällt", heißt es vom Unternehmen. Weniger als fünf Fälle am Tag gingen den Kontrolleuren im Schnitt ins Netz.

Ausreden ziehen nicht mehr – alle schon zu oft gehört

Dann allerdings gibt es kein Pardon. Ausreden wie „Ich kam zu spät zum Bahnhof und hatte keine Zeit zum Ticketkauf" oder „Ich habe doch ein 4er-Ticket, ich habe nur vergessen, es abzustempeln" bekommt das Zugpersonal zwar oft zu hören, sie werden aber nicht akzeptiert. „Wenn ein Fahrgast bei der Kontrolle keinen gültigen Fahrausweis vorweisen kann, werden seine Personalien erfasst und ein erhöhtes Beförderungsgeld wird fällig", erklärt die Sprecherin der Nordwestbahn. 60 Euro sind dann zu zahlen. Wer meint, durch die Zurückhaltung seiner Personalien der Strafe zu entgehen, sollte sich darauf gefasst machen, mit der Bundespolizei Bekanntschaft zu machen. Die werde in solchen Fällen nämlich hinzugezogen, da es sich schließlich um eine Straftat handele.

Sind die Personalien erst einmal erfasst, kommt ein zweites Vergehen solcher Natur den Schwarzfahrer teuer zu stehen. Da findet er sich ruckzuck im Gerichtssaal wieder. So passiert es einem jungen Mann aus Melle. 5,50 Euro hätte sein Ticket für eine Fahrt der Nordwestbahn gekostet. Er war schon einmal wegen Erschleichung von Beförderungsleistungen aufgefallen und entsprechend vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft am Amtsgericht Osnabrück zeigte wenig Milde und so sah sich der Angeklagte am Ende nicht nur mit 15 Tagessätzen konfrontiert, sondern auch damit, die anfallenden Verfahrenskosten tragen zu müssen. Angesichts seines sehr geringen Einkommens wohl ein Fall, für den dann am Ende doch die Allgemeinheit aufkommen muss.

Wie hoch der finanzielle Schaden des Unternehmens durch Schwarzfahrer ist, dazu kann die Nordwestbahn nur eine geschätzte Zahl abgeben. Er sei aber erheblich, hieß es. Man sehe ihn mindestens im hohen sechsstelligen Euro-Bereich, erklärte die Unternehmenssprecherin. Schwarzfahren wird wohl auch deshalb von den Verantwortlichen sehr ernst genommen. Züge mit der komfortablen Einrichtung des Fahrkartenautomaten an Bord werden kaum noch bestellt. Man will den Fahrgästen ohne gültiges Ticket weniger Chancen geben, sich doch noch auf den letzten Drücker durchzumogeln.

Kommentar: Auf Kosten der Gesellschaft

Defizite, die dadurch entstehen, dass Menschen ihren Beitrag nicht entrichten, machen das Zugfahren für alle teurer. Das ist so wie mit den geklauten Süßigkeiten am Kiosk. Der muss dann irgendwann schließen, weil er nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Für den einzelnen mag es hart sein, wenn er sich wegen eines nicht gezahlten Tickets im einstelligen Eurobereich plötzlich vor Gericht wiederfindet.

Für die Allgemeinheit ist es auf Dauer bei allem Verständnis für das Schicksal einzelner ein Ärgernis. Denn nicht nur, dass ein Mitglied der Gesellschaft versucht hat, sich auf Kosten anderer eine Leistung zu verschaffen. Verhandlungen ums Schwarzfahren beanspruchen Zeit, Raum und Personal innerhalb der deutschen Justiz.

Staaten wie Österreich haben deshalb andere Lösungen gefunden. Bei ihnen ist die Gerichtsverhandlung im Zusammenhang mit dem Schwarzfahren eher eine Ausnahme: dann, wenn der Täter etwa einen Bahnbediensteten von Angesicht zu Angesicht zu betrügen versucht. Andernfalls wird das Vergehen mit Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgelts straflos. Das spart wertvolle Ressourcen und ist bei einer möglichen Strafgeldhöhe von mehr als 200 Euro auch nicht angenehm für die Erwischten.

 


16.07.2018
Bericht:
NOZ


Kein großer Bahnhof für den Rosenplatz

Osnabrück. Der geplante Bahnhalt Rosenplatz gehört zwar zu den Nahverkehrsprojekten mit der höchsten Priorität, aber die ersten Züge werden wohl erst 2022 Station machen. Als komplizierte Angelegenheit erweist sich die Einpassung des neuen Haltepunkts in das elektronische Stellwerkssystem.

Ein Bahndamm mit Lärmschutzwand, Hinterhöfe und Garagen bilden das Ambiente für den künftigen Haltepunkt Rosenplatz. In diesem grünen Niemandsland an der Rückfront der Wörthstraße wird kein großer Bahnhof entstehen. Oben am Gleis ein 110 Meter langer Bahnsteig mit Wartehäuschen, unten eine kleine Mobilitätsstation mit Fahrradständern, vielleicht auch einem Stützpunkt für Leihräder und einem Abstellplatz für ein Stadtteilauto.

Taxen sollen möglicherweise vorfahren, aber nicht parken dürfen, denn die Fläche ist begrenzt. Für Radler und Fußgänger will die Stadt Verbindungen zur Sutthauser Straße, zur Iburger Straße und zur Wörthstraße schaffen. Mit dem Bebauungsplan, der zu diesem Zweck auf den Weg gebracht wurde, eröffnet die Stadt einem privaten Investor die Möglichkeit, ein größeres Gebäude auf einem Teil der Fläche zu errichten.

Oben der Rosenplatz, links die Sutthauser Straße  und rechts die Iburger Straße: Im grünen Dreieck unterhalb des Bahndamms soll der Bahnhalt eingerichtet werden. Foto: Google MapsOberleitung betroffen

Für den Haller Willem, der jede Stunde zwischen Osnabrück und Bielefeld unterwegs ist, soll der Haltepunkt Rosenplatz die 20. Station werden. Die Baukosten werden auf sechs Millionen Euro geschätzt, und um die Finanzierung muss sich Osnabrücks Stadtkämmerer Thomas Fillep keine großen Sorgen machen, weil das Land 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernehmen will. Die Euphorie, mit der Niedersachsens früherer Verkehrsminister Olaf Lies schon mal einen Fertigstellungstermin fr 2017 in Aussicht gestellt hatte, ist allerdings verflogen.

Wer einen neuen Haltepunkt einrichten will, muss langfristig und minutiös zugleich planen. Inzwischen wissen die Planer, dass die Oberleitung über dem Nachbargleis von den Bauarbeiten betroffen ist. Das macht eine Sperrpause im Fahrplan erforderlich, und dafür beansprucht die Bahn zweieinhalb Jahre Vorlauf. Als zeitraubendes Unterfangen erweist sich zudem die Einbindung der neuen Station Rosenplatz in die Datenbasis des elektronischen Stellwerks, das die Bahn derzeit fr mehr als 100 Millionen Euro in Osnabrck installiert. Züge fahren im Gegensatz zum PKW nicht auf Sicht, sondern im Raumabstand. Zwischen zwei Signalen darf sich also immer nur ein Zug befinden, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Einbindung eines neuen Haltepunkts sei mit hohem Programmieraufwand verbunden, damit das System aus Signalen und Weichen störungsfrei funktioniert.

Anderthalb Jahre Bauzeit

Die Aufgabenteilung der Projektgruppe sieht vor, dass die Stadt die Flächen erwirbt und die Bahn den Bahnsteig und die Signaltechnik errichtet. Zuvor muss der Bebauungsplan durch die Brgerbeteiligung gehen und vom Rat verabschiedet werden. Stadtbaurat Frank Otte kündigt den Satzungsbeschluss für Mitte 2019 an. Erst danach können die nächsten Planungsschritte gestartet und Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden.

Ein halbes Jahr Bauzeit kalkuliert Stephan Rolfes, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos), für die Anlagen, die zum neuen Haltepunkt gehören. Wenn es nach ihm geht, sollen die Züge Ende 2021 am Rosenplatz halten. Er räumt aber ein, dass dieser Zeitplan extrem ehrgeizig ist und eine Fertigstellung im Jahr darauf wahrscheinlicher erscheint.

Rolfes kann dem Hinterhof-Standort zwischen der Iburger Straße und der Sutthauser Straße einiges abgewinnen. Ein großer Vorteil sei die gute Erreichbarkeit beider Seiten. Der Haltepunkt liege damit auch sehr günstig für die Schüler der Berufsschule an der Brinkstraße. Planos-Mitarbeiter Gerd Stolle gibt zu bedenken, dass es auch zur Uni, zum Finanzamt und zum Marienhospital nicht weit sei. Nach den Prognosen wird es am Bahnhalt Rosenplatz 300 Ein- und Aussteiger pro Tag geben.

Zweiter Bahnsteig?

Deren Zahl lasse sich steigern, wenn alle 30 Minuten ein Zug auf die Strecke geschickt würde, sagt Planos-Geschäftsführer Rolfes. Dass so ein Halbstundentakt zwischen Münster und Osnabrück noch in diesem Jahr Realität wird, ist für ihn ein hoffnungsvolles Zeichen. Im Übrigen wünscht er sich, dass auch die Züge aus Münster am Rosenplatz halten. Das wäre allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden – einem zweiten Bahnsteig auf der nördlichen Seite des Gleiskörpers.

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12.07.2018
Bericht:
NOZ


Von Osnabrück nach Halle: Hin für 30, aber zurück für nur acht Euro?

Osnabrück - Wie kann es sein, dass eine Zugfahrt von Osnabrück nach Halle in Westfalen knapp 30 Euro kostet, die Fahrt zurück aber nur etwas über acht Euro? Wir haben einmal nachgefragt. Der Osnabrücker Christoph Meier* wollte Freunde in Halle/Westfalen besuchen und plante die Fahrt über die Auskunft auf der Online-Seite der Deutschen Bahn. Doch dann musste er stutzen: Die Strecke wird bedient von der Nordwestbahn, die Hin- und Rückfahrt dauerte jeweils rund 50 Minuten. Und doch muss man für die Hinfahrt laut Deutscher Bahn (DB) 29,60 Euro bezahlen, für die Rückfahrt aber nur 8,40 Euro. Wie kann das sein, fragte sich Meier – und gab die Frage an unsere Redaktion weiter.

„Es ist eine komplizierte Angelegenheit“, sagt Stephanie Nölke, Pressesprecherin der Nordwestbahn. Sie bestätigt Meiers Recherche: Tatsächlich kostet das an einem Automaten oder im Kundencenter der Deutschen Bahn gelöste Ticket für die Fahrt von Osnabrück nach Halle 29,60 Euro. Zurück kostet es am DB-Automaten oder im DB-Kundencenter dann nur 8,40 Euro.

Eine Strecke, zwei Tarife

„Das liegt daran, dass diese Strecke zwei verschiedenen Tarife beinhaltet. Eigentlich gilt für die Strecke des Haller Willems von Osnabrück nach Halle, also von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen, der gemeinsame VOS-Plus-Tarif der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) und der Nordwestbahn . Dieser liegt tatsächlich bei 8,40 Euro. Kauft man sein Ticket im Nordwest-Bahn-Automaten im Zug, zahlt man auch nur 8,40 Euro für die Einzelfahrt.“

Doch die DB und auch die Westfalenbahn können „aus technischen Gründen diesen Tarif nicht beauskunften“, sagt Nölke – und bieten ihn nicht an. Kauft man nun in Osnabrück das Ticket, ist es teurer, weil Tarif und Ticket des VOS-Plus nicht angeboten werden und man als günstigstes Angebot nur das 9-Uhr-Tages-Ticket des Westfalentarifes erhält.

Warum ist nun aber die Rückfahrt von Halle nach Osnabrück auch über die Deutsche Bahn für 8,40 Euro zu haben? „Das liegt daran, dass in dieser Fahrtrichtung, also von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen, der Westfalentarif greift. Und der wird in diese Richtung auch von den Automaten der Deutschen Bahn oder der Westfalenbahn angezeigt und verkauft.“

Wer sparen will, löst sein Ticket im Zug

Irreführend ist die unterschiedliche Auskunft je nach Standort für die Deutsche Bahn nicht: „Die Tarifauskunft ist nicht falsch, sie lässt sich systemisch leider nicht anders darstellen“, antwortet eine Bahnsprecherin auf unsere Anfrage. Und weiter: „Der Verkauf des VOS-Tarifs über bahn.de sowie über die App DB Navigator ist nicht möglich, da dies ein eigenständiger Verbundtarif ist. Eine mögliche (aufwendige) Einspielung des Tarifs in unsere Systeme müssen wir mit dem VOS abstimmen.“ Ob das in Zukunft geschehen wird, ist ungewiss.

Wer sparen will, sollte für die Fahrt von Osnabrück nach Halle in Westfalen sein Ticket also direkt im Haller Willem lösen – oder in den Bussen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück.

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12.07.2018
Bericht:
IHW


30-Minuten-Takt und aktuelle Haller-Willem-Fragen

Dissen – Die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück will die Initiative Haller Willem (IHW) weiter voran bringen, wurde beim jüngsten Treffen im Stellwärterhäuschen in Dissen erklärt. Die Anliegerkommunen der Bahnstrecke hat die IHW um Mitteilung der Wohn- und Gewerbeplanungen sowie der Schülerzahlen für ein Argumentationspapier gebeten. Dieses soll den Aufgabenträgern – Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover und Zweckverband Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) – vorgelegt werden, die über den Ausbau des Halbstundentaktes zu entscheiden haben.

Unterstützung erhofft die IHW auch vom zukünftigen VVOWL-Geschäftsführer Stefan Honerkamp. Insbesondere vom bis zum Jahresende angekündigten VVOWL-Nahverkehrsplanentwurf sei eine klare Aussage für die zeitnahe Verdichtung des Fahrplans auf der Haller-Willem-Strecke entsprechend der Ratsbeschlüsse aller betroffenen Anliegerkommunen zu erwarten, wurde übereinstimmend betont.

Gleichzeitig gelte es, während der im Juni begonnenen und bis Herbst 2019 angekündigten Brückenbauarbeiten in Bielefeld den Ersatzverkehr per Bus in dieser Zeit zwischen Bielefeld-Quelle und Bielefeld-Hauptbahnhof für die Bahnfahrgäste so einfach wie möglich zu gestalten. Die IHW weist darauf hin, dass der Haller Willem weiterhin über Quelle hinaus bis Bielefeld-Brackwede fährt und die City von dort aus mit der S-Bahn zu erreichen ist.

Erfreut hat die IHW Vorbereitungen für Bauarbeiten per Gerüst am Bahnhof Dissen zur Kenntnis genommen (s. Foto). Das wurde als Signal verstanden, dass weiterhin an der Nutzung des gesamten ehemaligen Bahnhofsgebäudes festgehalten werde. Nach wie vor gehofft wird auf eine Toilette für Bahnfahrer, um „dringende Geschäfte“ korrekt erledigen zu können. Die Deutsche Bahn Station und Service in Bielefeld wurde von der IHW gebeten, die Grünpflege am Bahnhof zeitnah zu erledigen.

Eingeschaltet hat sich die IHW in die Instandhaltung des Bahnhofsgebäudes in Borgholzhausen sowie für den Bahnhof Sutthausen die Verbesserung des Wetterschutzes. Begrüßt wurde die angekündigte Erhöhung der Zahl der Parkplätze am Bahnhof Oesede. Von der Nordwestbahn kam die Zusage, die Deutsche Bahn an Lautsprecherdurchsagen auf den Bahnsteigen bei Verspätungen zu erinnern. Bei der Fertigstellung des Bahnhaltes Osnabrück-Rosenplatz in ca. 3 Jahren will die IHW am Ball bleiben.

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02.07.2018
Bericht:
IHW


Nächstes IHW-Treffen in Dissen am 10.07.2018

Die Initiative Haller Willem trifft sich das nächste Mal am 10.07. im ehemaligen Stellwerkshaus am Dissener Bahnhof. Los geht es ab 18.15 Uhr nach Ankunft des Zuges aus Osnabrück. Ankunft aus Bielefeld/Brackwede um 17.44 Uhr. Vorgesehen ist ein gemeinsames Grillen am Stellwerk. Anmeldung per Email hallo@hallo-willem.de oder unter Telefon 0170 - 6917390

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13.06.2018
Bericht:
NW


Züge fallen aus: Am Samstag starten die Bahnbrückensanierungen

Bielefeld. - Am 16. Juni 2018 beginnt die DB Netz mit Bauarbeiten an drei Brücken rund um den Bielefelder Hauptbahnhof. Drei Züge fallen dann bis voraussichtlich März 2019 am Hauptbahnhof ganz aus, Fahrzeiten verschieben sich.

Die Sennebahn RB 74 fällt am Hauptbahnhof Bielefeld ab Samstag langfristig aus. Auch mit dem Zustieg in den Haller-Willem RB 75 ist Schluss. Und die RE 82 fällt zwischen Bielefeld und Lage sogar ganz aus. Denn ab dem 16. Juni 2018 beginnt die DB Netz mit den Bauarbeiten zur Erneuerung der Bahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schildescher Straße und Schillerstraße in Bielefeld.

Jeweils in zwei Bauabschnitten wird von Grund auf erneuert. Schon der erste Abschnitt sorgt ab dem Wochenende für tiefgreifende Fahrplanänderungen, das teilt die Deutsche Bahn mit.

Vollgesperrt wird im ersten Bauabschnitt (bis März 2019) die Güterverkehrsstrecke zwischen Herford und Brackwede, das teilen Bahn und Stadt mit. Doch auch auf ihr fahren Personenzüge: Direkt betroffen sind die beiden genannten Bahnen RB 74 und RB 75, die sonst die Güterverkehrsstrecke nutzen. Beide Linien fallen im Abschnitt Bielefeld Hbf bis Brackwede ganz aus und starten und enden am Bahnhof Brackwede.

Ersatzbusse und ein Pendelbus zur Uni

Der Eingriff in den Bahnverkehr wird auch im Stadtverkehr spürbar werden. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Verkehrsunternehmen NordWestBahn und eurobahn planen umfangreiche Ersatzverkehre. Den Fahrgästen werden Ersatzbusse angeboten, die zwischen Quelle und Bielefeld Hauptbahnhof sowie zwischen Sennestadt und dem Hauptbahnhof verkehren. Während der Vorlesungszeit ist außerdem ein Pendelbus zwischen Brackwede und Universität vorgesehen.

Die Busse aus Quelle und Sennestadt sollen über den OWD beziehungsweise die A33 und den OWD zum Boulevard am Hinterausgang des Hauptbahnhofs fahren. Dort werden die dort extra angelegten Haltebuchten genutzt.

Kein RE 82 zwischen Bielefeld und Lage

Auch der RE 82 (Bielefeld – Detmold – (Altenbeken)) ist von einer Teilsperrung betroffen. Er entfällt während der ersten Bauphase vollständig zwischen Bielefeld und Lage. Andere Zugverbindungen und Schienenersatzverkehre stehen zur Verfügung. Zwischen Detmold/ Altenbeken und Lage verkehrt der Zug weiter planmäßig.

Verschiebungen bei RB 73 und RB 61

Der Fahrplan der viel frequentierten RB 73 verschiebt sich während der ersten Bauphase um 10 Minuten nach hinten, bleibt aber ansonsten bestehen. Zwei morgendliche Fahrten entfallen ganz. Es gibt Ersatzverkehre. Bei der RB 61 verschieben sich die Abfahrtszeiten der Züge aus Richtung Bielefeld um drei Minuten nach hinten.

Die Zuglinien RE 6, RB 67 und RB 69 hingegen fahren weiterhin wie gewohnt zwischen Bielefeld und Gütersloh. Auch der Zugverkehr Richtung Minden und Bünde ist nach Angaben der Deutschen Bahn nicht betroffen.

Alle Infos zu den Ersatzverkehren

Informationen zu den Ersatzverkehren haben die beteiligten Akteure auf ihren Internetseiten eingestellt - jetzt abrufbar unter www.nordwestbahn.de, www.eurobahn.de und www.nwl-info.de/bielefeld.

Informationen zu den Baumaßnahmen der Deutschen Bahn sind erhältlich unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw


02.06.2018
Bericht:
IHW


Wie geht es weiter mit den OS-Bahn-Projekten?

Osnabrück – Über den aktuellen Stand zur OS-Bahn sprachen Vertreter der beteiligten Initiativen mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS). Dabei wurden für die Bahnhalte Alfhausen, Osnabrück-Rosenplatz und Vehrte, den 30-Minuten-Takt für den Haller Willem und die Tecklenburger Nordbahn die Perspektiven dargelegt.

Aus derzeitiger Sicht kann der Bahnhalt am Rosenplatz frühestens im Dezember 2021 starten, berichtete Gerd Stolle. Derzeit werde für den südlich des Bahndamms geplanten Bahnsteig ein Standort nahe der Sutthauser Straße favorisiert. Der Zugang zum Bahnsteig solle aber neben der Sutthauser auch von der Iburger Straße möglich sein. Die am Haltepunkt vorgesehene Mobilitätsstation sehe  carsharing sowie offene und gesicherte Fahrradabstellanlagen vor. In Kürze würden Untersuchungsergebnisse für die Leit- und Sicherungstechnik sowie die Oberleitungen erwartet. Mit dem Inkrafttreten eines Bebauungsplanes, der das Bahnhofsumfeld umfasse, sei Anfang 2019 zu rechnen.

Für die Reaktivierung des Bahnhaltes in Vehrte, die auch von der Gemeinde Ostercappeln gefordert wird, solle ein zusätzlicher Halt in der Nähe von Marktkauf Belm in die Planung einbezogen werden, um ein besseres Nutzen-Kosten-Verhältnis für die vom Land geforderte Prüfung zu erreichen, berichtete Martin Meyer Luu. Angesichts der neuen Regionalexpress-Verbindung Düsseldorf-Münster gebe es Überlegungen mit den NRW-Verantwortlichen, die freie Haltezeit der Regionalbahn 66 aus Münster in Osnabrück für die Fahrt bis Vehrte zu nutzen. Wenig Möglichkeiten sehe die Landesnahverkehrsgesellschaft, um bei der anstehenden Neuausschreibung des Regionalexpress aus Bremerhaven einen Halt in Vehrte einzuplanen. Aus Sicht der Initiative sowie Bürgermeister Viktor Hermeler, der an dem Treffen teilnahm, darf das jedoch nicht vollständig ausgeschlossen bleiben, um die Bahn auch gen Norden nutzen zu können. Einvernehmen besteht inzwischen hinsichtlich der möglichen Lage eines 160 m langen Bahnsteiges zwischen dem alten Bahnhof und dem neuen Tunnel (Bahn-Kilometer 123,28 – 123,44) mit Zugang und Parkplätzen auf der nördlichen Seite.

Mehr Zeit brauche es möglicherweise für die Reaktivierung des Bahnhaltes Alfhausen. Angesichts der schon heute sehr knappen Fahrzeiten und der Umsteigezeiten in Osnabrück und Oldenburg erscheine eine komplette Überprüfung der Zeitlagen sinnvoll. Für neue Halte wie Alfhausen seien nach Berechnungen der DB höhere Geschwindigkeiten und zweigleisige Begegnungsabschnitte auf der eingleisigen Strecke erforderlich. Favorisiert für einen Halt werde ein Standort südlich der Gartenstraße.

Für die Ausweitung des Haller-Willem-Angebotes auf einen 30-Minuten-Takt über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück gebe es jetzt auch auf westfälischer Seite größere Bereitschaft, berichtete Meyer-Luu. Für einen zusätzlich möglichen „Sprinter“, der nicht überall halte, lägen zusätzliche Begegnungsstellen in den Bereichen Dissen und Oesede. Für die anstehenden Potentialberechnungen gelte es, die Planungen in den Anliegerkommunen für neue Wohn- und Gewerbegebiete sowie Schülerzahlen zu berücksichtigen.

Für die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn wurde übereinstimmend die Unterstützung der Planungen auf westfälischer Seite bekräftig. Initiativensprecher Ingo Hoppe erwartet den Planfeststellungsentwurf bis Ende 2018, dem die Beteiligung der Öffentlichkeit folge. Angesichts der Bedenken von Mitarbeitern sei ein Bahnhalt bei Coppenrath&Wiese zum Schichtwechsel denkbar.

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28.04.2018
Bericht:
NW


Baustellen stoppen Züge in Ostwestfalen-Lippe

Ab Juni gibt es Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Betroffen sind täglich rund 10.000 Fahrgäste. Die Verkehrsbetriebe schnüren ein Maßnahmenpaket, großes Chaos befürchten sie allerdings nicht

Bielefeld - Bahnfahrern drohen turbulente Zeiten: Am 16. Juni beginnt die Deutsche Bahn mit der Sanierung dreier Eisenbahnbrcken in Bielefeld. Die erste Bauphase dauert bis Mitte März 2019, anschließend startet bis Oktober 2019 Bauphase zwei. „Auswirkungen auf den Zugverkehr sind unvermeidbar", erklärt Stefan Honerkamp vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Großes Chaos befürchtet Honerkamp aber nicht: Gemeinsam mit der Nordwestbahn und der Eurobahn schnürt der NWL ein umfassendes Maßnahmenpaket. „Möglichst wenig Zeitverlust, der Erhalt des gewohnten Taktangebots und ein barrierefreier Reiseweg haben bei unseren Ersatzkonzepten Priorität", sagt Honerkamp. Vier Linien sind von Streckensperrungen betroffen. Dort wird es zu längeren Fahrzeiten, Schienenersatzverkehr und Umstiegen kommen.

Erläutern die Folgen der Bauarbeiten: Rolf Erfurt (v. l.), Achim Oberwöhrmeier, Stefan Honerkamp und Marcus Klugmann im alten Rathaus in Bielefeld. Foto: Sarah JonekSennebahn

Die Regionalbahn (RB) 74 von Bielefeld nach Paderborn startet und endet im Bahnhof Brackwede. Die Zugausfälle zwischen dem Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede werden durch Busse abgedeckt. Da der Bahnhof Sennestadt barrierefrei ist und verkehrsgünstig liegt, wird dort der Ersatzverkehr vom Bielefelder Hauptbahnhof angebunden. Die Umstiegszeit soll sechs bis sieben Minuten betragen. Da auf der Sennebahn viele Studierende zur Universität und der FH Bielefeld unterwegs sind, richten die Verkehrsbetriebe spezielle Unibusse ein. Diese fahren während der Vorlesungszeit von montags bis freitags im Halbstundentakt ohne Zwischenstopp zur Universität. Die Fahrtzeit beträgt 20 Minuten.

Haller Willem

Die RB 75 zwischen Osnabrück, Halle und Bielefeld startet und endet ebenfalls im Bahnhof Brackwede. Der Übergang zum Ersatzverkehr vom Hauptbahnhof Bielefeld erfolgt – ebenfalls wegen der Barrierefreiheit – am Bahnhof in Bielefeld Quelle. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa acht bis neun Minuten länger als mit der RB 75.

Der Leineweber

Die größten Einschränkungen gibt es auf der Strecke zwischen Lage und Bielefeld. Dort entfällt der Regionalexpress (RE) 82 komplett. Zwischen Detmold, Altenbeken und Lage wird er planmäßig gefahren. Zu den Stoßzeiten am Vor- und Nachmittag fahren Pendelbusse zwischen Lage, Oerlinghausen Bahnhof und der Bielefelder Stadtbahnhaltestelle Sieker. Den ganzen Tag über fahren Schnellbusse auf der Strecke zwischen Detmold Bahnhof, Oerlinghausen Marktplatz und Stadtbahnhaltestelle Sieker. Alternativ können Pendler vom Bielefelder Hauptbahnhof auch die RB 61 Richtung Herford nehmen und dort in die RB 72 nach Paderborn umsteigen.

Der Lipperländer

Reisende zwischen Bielefeld Hauptbahnhof, Lage und Lemgo-Lüttfeld können weiterhin die RB 73 nutzen. Diese fährt während der Baustellenzeit mit erhöhtem Sitzplatzangebot in gewohnter Taktung, der Fahrplan verschiebt sich zehn Minuten nach hinten. Zwei Fahrten am Morgen werden entfallen (6.39 Uhr ab Bielefeld und 7.28 Uhr ab Lemgo-Lüttfeld). Schüler des Lüttfeld-Berufskollegs können ab 6.20 Uhr einen Pendelbus zwischen Lage und Lemgo nutzen.

Viele Linien gar nicht betroffen

Die Zuglinien RE 6, RB 67 und RB 69 fahren weiterhin wie gewohnt zwischen Bielefeld und Gütersloh. Auch der Zugverkehr Richtung Minden sowie der Fernverkehr ist nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt. Von den Streckensperrungen sind täglich rund 10.000 Fahrgäste betroffen. Aus Erfahrung rechnet die Deutsche Bahn damit, dass die Reisenden etwa eine Woche brauchen, bis alle Veränderungen verinnerlicht sind und der Ersatzverkehr reibungslos läuft.

Die Verkehrsbetriebe informieren rund um die Uhr im Internet unter www.baustellenfahrplan-owl.de und richten eine kostenlose Hotline ein. Der zweite Bauabschnitt beginnt im Herbst 2019 und wird wohl weitere Beeinträchtigungen mit sich bringen.

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13.04.2018
Bericht:
WB


Kaum ein Zug am Wochenende

Eine Ausflugstour mit dem Zug ins Grüne? Fahrgäste auf der Halle (WB/kg). Auf den Bus umsteigen müssen kommendes Wochenende die allermeisten Fahrgäste des »Haller Willem«: Mit wenigen Ausnahmen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden am Samstag und Sonntag, 14./15. April, verkehrt ganztägig kein Zug auf der Nordwestbahn-Linie RB 75.

Grund für die Einschränkungen, die an diesem Wochenende noch stärker sind als in den vergangenen Wochen, sind immer noch die Bauarbeiten der DB Netz AG zwischen Bielefeld und Brackwede. Der Streckenabschnitt ist für die Züge der Nordwestbahn gesperrt. Das Bahnunternehmen richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Achtung Ausflügler, die per Fahrrad unterwegs sind: Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hbf nutzen Reisende nach Bielefeld Hbf die von der Nordwestbahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle.

Dieser Halt ist im Gegensatz zu Brackwede barrierefrei. Damit ist für Fahrgäste mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen ein problemloser Umstieg in die Busse möglich, die mit Zwischenhalt an der Haltestelle »Quelle Albertstraße« direkt nach Bielefeld Hbf fahren.

Früherer Start in Osnabrück

In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hbf und fahren ebenfalls mit Zwischenhalt in »Quelle Albertstraße« direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hbf erfolgt. Die Nordwestbahn weist darauf hin, dass ein Umstieg zwischen Zug und Bus ausschließlich in Quelle erfolgen kann.

Gleichzeitig kommt es auf dem Abschnitt Osnabrück Hbf und Osnabrück-Sutthausen in der Zeit vom 14. bis 29. April an den Wochenenden zu angepassten Fahrzeiten. Einige Züge verlassen Osnabrück Hbf dann wenige Minuten früher. Ab Osnabrück-Sutthausen und auch in der Gegenrichtung Osnabrück – Bielefeld verkehren die Züge planmäßig.

Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten finden Reisende in den Zügen der Nordwestbahn, den Reisezentren und -agenturen und auf der Website
www.nordwestbahn.de/de/baustellen.

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26.03.2018
Bericht:
NW


Streckensperrung zwischen Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede

Bielefeld - Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Bielefeld und Brackwede kommt es auf der Nord-West-Bahn-Linie RB 75 „Haller Willem" vom 31. März bis 8. April an den Wochenenden zu Einschränkungen.

Die Nord-West-Bahn richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Die Züge des Haller Willem können an beiden betroffenen Wochenenden am Samstag und Sonntag mit wenigen Ausnahmen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden ganztägig nicht zwischen Brackwede und Bielefeld Hauptbahnhof verkehren.

Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hauptbahnhof nutzen Reisende nach Bielefeld Hauptbahnhof die von der Nord-West-Bahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle. Dieser Halt ist im Gegensatz zu Brackwede barrierefrei.

Problemloser Umstieg in Busse

Damit ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ein problemloser Umstieg in die Busse möglich, die mit Zwischenhalt an der Haltestelle „Quelle Albertstraße" direkt nach Bielefeld Hauptbahnhof fahren. In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hauptbahnhof und fahren ebenfalls mit Zwischenhalt in „Quelle Albertstraße" direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hauptbahnhof erfolgt.

Die Nord-West-Bahn weist darauf hin, dass ein Umstieg zwischen Zug und Bus ausschließlich in Quelle erfolgen kann. Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten finden Reisende in den Zügen der Nord-West-Bahn, den Reisezentren und -agenturen und hier.

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20.03.2018
Bericht:
Hasepost


Osnabrücks erste Mobilitätsstation ist der Bahnhof Sutthausen

Zukünftig wird es in Osnabrück zahlreiche „Mobilitätsstationen“ geben. Erstmals imᅠHerbst 2015, dann deutlich konkreter vor knapp einem Jahr, präsentierten Stadtverwaltung und Stadtwerke, in welche Richtung der ÖPNV in Zukunft gehen soll. Am Bahnhof Sutthausen zeigt sich jetzt, wie in Zukunft die Verkehrsträger in der Hasestadt miteinander vernetzt werden.

Eine Mobilitätsstation ist ein Ort, an dem verschiedene Verkehrsträger zusammenkommen. In der simpelsten Form, wäre dies eine Bushaltestelle, an der es besondere Abstellanlagen für Fahrräder gibt, damit das Umsteigen vom Zweirad zum Bus (und umgekehrt) einfach wird man könnte auch sagen: „Park & Ride“.

Am neugestalteten Bahnhofsvorplatz Sutthausen ist jedoch mehr möglich, hier steigt der Reisende aus dem Zug aus und schwingt sich aufs Fahrrad. Wer mag, kann auch sein Auto auf einen der 33 Parkplätze stellen und mit dem Bus weiter in die Stadt fahren. Und wer ein Elektroauto hat, kann es hier während des Parkvorgangs an einer Ladesäule aufladen. Fahrräder werden zukünftig ihren Platz in verschliessbaren Abstellboxen finden und für Lastenräder gibt es einen gesonderten Bügel, an die sie angeschlossen werden können.

Ein „Tor nach Osnabrück“

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert eröffnete zusammen mit Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes und Jürgen Schmidt vom Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen am Dienstag den neuen Bahnhofsvorplatz, an dem neun Monate gearbeitet worden war. Der Oberbürgermeister betonte in einer kurzen Ansprache, dass in Sutthausen mehr entstanden sei, als nur ein umgestalteter Bahnhofsvorplatz, Sutthausen ist nun ein „Tor nach Osnabrück“, das die Menschen aus Sutthausen, aber auch aus den angrenzenden Umlandgemeinden einlädt, „die letzte Meile“ mit dem Bus oder dem Haller Willem bis in die Innenstadt zu fahren.

Gut erreichbar mit allen Verkehrsmitteln

Der Bahnhalt am Haller Willem ist nun mit Zug, Fahrrad, Bus oder Auto gut zu erreichen. Bislang fehlten die Parkplätze. Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden insgesamt 33 Park-and-Ride-Stellplätze angelegt, sowie neun an der Straße „Am Sutthauser Bahnhof“.

Die Bushaltestellen sind ebenfalls verändert worden, außerdem gibt es eine neue Betriebshaltestelle mit Buswende. Auch die Beleuchtung ist nun auf dem neuesten Stand der Technik und die Buswartehäuschen wurden von dem heimischen Künstler Volker-Johannes Trieb gestaltet. Die stadtauswärtige Bushaltestelle wurde geändert und für die Länge eines extralangen BusPlus ausgelegt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 1,6 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt beträgt circa 1,2 Millionen Euro, der Anteil der Stadtwerke circa 0,4 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wird in Teilen mit Mitteln der Landesnahverkehrsgesellschaft gefördert.

Schon bald auch Elektrobusse

Noch in diesem Jahr, das erläuterte Jürgen Schmidt, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen, werden noch zwei weitere Mobilitätsstationen eröffnet, jeweils an den Endhaltestellen der zum Jahresende auf Elektrobetrieb umgestellten Linie 41, in Haste und in Düstrup. Dr. Rolfes ergänzte für die Stadtwerke, dass auch für Sutthausen eine Elektrifizierung geplant sei. In der zweiten oder dritten Beschaffungswelle für E-Busse, wird dann auch hier die Möglichkeit eingerichtet, dass hier endende Busse an einem kurzen Stück Oberleitung per Stromabnehmer ihre Akkus nachladen.

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12.03.2018
Bericht:
NOZ


Nordwestbahn schwächelt auf Linien im Raum Osnabrück

Osnabrück. Der Druck auf die Nordwestbahn in der Region wächst. Fahrgäste des Haller Willem (RB 75) klagen über massenhafte Zugausfälle und ausufernde Verspätungen, Auftraggeber kürzen Entgelte. Doch die Schuld an der Misere trägt nicht das Osnabrücker Eisenbahnunternehmen allein.

Drei von der Nordwestbahn (NWB) betriebene Linien laufen in Osnabrück zusammen: die RE 18 nach Wilhelmshaven und die RB 58 nach Bremen, außerdem die RB 75 über Halle nach Bielefeld – besser bekannt als Haller Willem. Insbesondere auf dieser wichtigen Pendlerverbindung habe der Anbieter an Zuverlässigkeit stark eingebüßt, kritisiert die regionale Initiative Haller Willem (IHW). Die Züge seien sehr viel unpünktlicher geworden. Zurzeit würden sie oft gar nicht mehr fahren. (Weiterlesen: Bauarbeiten legen Haller Willem 2018 wochenlang lahm)

Personalnot im Führerstand

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) in Hannover bestätigt die Probleme. „Aktuell haben wir es insbesondere auf dem Haller Willem mit täglich mehreren Zugausfällen der Nordwestbahn zu tun“, stellt Sprecher Rainer Peters fest. Grund sei die anhaltende Grippewelle, mit der seit einigen Wochen auch andere Bahnunternehmen wie zum Beispiel Eurobahn, DB Regio oder Metronom zu kämpfen haben. In der zweiten Februarhälfte sei von solchen krankheitsbedingten Ausfällen gerade auch die Linie RB 58 betroffen gewesen.

All das geschieht in einem Marktumfeld, in dem Triebfahrzeugführer ohnehin Mangelware sind. Nach Angaben des Verkehrsverbunds Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) in Bielefeld seien Verleihfirmen für Personal vollkommen ausgebucht. Angeblich habe auch die Nordwestbahn „alle kurzfristigen Möglichkeiten versucht“, heißt es in dem Schreiben des VVOWL an die IHW, das unserer Redaktion vorliegt. Das Unternehmen bilde fortlaufend Triebfahrzeugführer aus. Allerdings gebe es nur wenige Bewerber.

„Wir sind bezüglich der momentanen Personalsituation, aber auch bezüglich der allgemeinen Qualitätslage in ständigem Kontakt mit der NWB“, betont der VVOWL. „Die Pünktlichkeit des Haller Willem ist weit unter dem Niveau, das wir uns vorstellen.“ (Weiterlesen: Kein Halbstundentakt fr トHaller Willemモ in Sicht)

Weniger Fahrten, weniger Geld

Fest steht: Je schlechter die Darbietung der Nordwestbahn, desto weniger Geld bekommt sie von ihren Auftraggebern. „Krankheitsbedingte Zugausfälle werden dazu führen, dass wir die Bestellerentgelte kürzen, weil die vertraglich geschuldeten Leistungen von der Nordwestbahn nicht erbracht werden“, erklärt LNVG-Sprecher Peters. Die LNVG agiere hier auch „als Treuhänder von Steuergeldern“. Über die Höhe der einbehaltenen Summen lasse sich zurzeit nichts Belastbares sagen.

Mangelhaftes Schienennetz

Hinzu kämen auf der RB 75 sogenannte „infrastrukturelle Engpässe“, welche die Linie verspätungsanfällig machen. Dazu gehörten etwa die Eingleisigkeit der Strecke, fehlende Kreuzungsstellen und störanfällige Bahnübergänge. Wie die IHW unter Berufung auf die Nordwestbahn mitteilt, habe der Haller Willem im Jahr 2017 den Fahrplan – bei zwei Minuten Toleranz –nur zu 85 Prozent einhalten können (2016: 91 Prozent). Ferner seien 70 Prozent der Zugausfälle auf Mängel am Schienennetz zurückzuführen, 30 Prozent auf Fahrzeuge und Personal.

„Langfristig wird nur eine Modernisierung dieser Anlagen plus Einrichtung von weiteren Kreuzungsstellen wesentliche Verbesserungen erbringen“, sagt LNVG-Sprecher Peters. Gespräche darüber führe der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als weiterer Aufgabenträger seit geraumer Zeit mit der DB Netz AG. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn ist für sämtliche Fahrwege verantwortlich. (Weiterlesen: NWB-Kundencenter schlie￟t ヨ Aus fr Busticket-Verkauf im Hauptbahnhof Osnabrck)

Zahlreiche Verbesserungen gefordert

Die IHW fordert von der Nordwestbahn, bei Personalengpässen auf keinen Fall die für Arbeitnehmer wichtigen Züge ausfallen zu lassen. Verbessert werden müsse der Schienenersatzverkehr, „damit bei Zugausfällen wie vorgeschrieben ein Bus einspringen kann“, sagt Sprecher Johannes Bartelt. Auch an der Fahrgastinformation im Internet und auf den Bahnsteigen hapere es.

Die Nordwestbahn schließt derweil nicht aus, dass es auch künftig zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen wird. Immerhin: „Für die Linien RE 18 und RB 58 liegen uns momentan keine wesentlichen Störungsmeldungen vor“, so Sprecher Steffen Högemann.

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07.03.2018
Bericht:
NOZ


Einschränkungen auf dem Haller Willem

Bad Iburg. Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz AG zwischen Bielefeld und Brackwede kommt es auf dem „Haller Willem“ in der Zeit vom 9. bis 26. März 2018 an den Wochenenden zu Einschränkungen.

Die Züge verkehren von freitags abends bis einschließlich montags morgens ganztägig nich. Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hbf nutzen Reisende nach Bielefeld Hbf die von der NordWestBahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle. In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hbf und fahren mit Zwischenhalt in „Quelle Albertstraße“ direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hbf erfolgt.

Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten gibt es in den Zügen der NordWestBahn, den Reisezentren und -agenturen und auf der Website www.nordwestbahn.de/de/baustellen. Vom 31. März bis 15. April kommt es auf der RB 75 an den Wochenenden zu weiteren Beeinträchtigungen.

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07.03.2018
Bericht:
IHW


Gehäufte Zugausfälle beim Haller Willem - Gutes Image trotz Grippewelle bewahren

Osnabrück / Bielefeld  - Nach Hinweisen auf sich häufende Zugausfälle hat die Initiative Haller Willem (IHW) heute im sensiblen Berufsverkehr eine Testmitfahrt durchgeführt. „Der Zug um 5.35 Uhr ist pünktlich in Osnabrück gestartet, wurde von einer sehr freundlichen und hilfsbereiten Zugbegleiterin betreut und kam nach Kurz-Stopps wegen Signalstörungen in NRW mit nur 3 Minuten Verspätung in Bielefeld an“, berichtete IHW-Sprecher Johannes Bartelt. Auch auf der Rückfahrt Richtung Osnabrück seien an diesem Tag alle mitfahrenden Arbeitnehmer pünktlich zur Arbeit gekommen.

Foto: (v.l.n.r.) Frank Heuer und Hartmut Grunwald wollen den Haller Willem weiter nutzen.Das sei in den Wochen vorher nicht so gewesen, war der IHW von mehreren Fahrgästen mitgeteilt worden. So seien die in Dissen um 6.06 Uhr vorgesehenen Züge Richtung Bielefeld im Februar am 8., 13. und 15. ausgefallen, im März am 1. und 2., am 1. auch die um 8.06 und 9.06 Uhr, erfuhr die IHW von einer Mitarbeiterin der Firma Storck. Inzwischen frage man sich jeden Tag, ob man mit dem Haller Willem zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück komme, obwohl man eine vom Betrieb geförderte Monatskarte besitze.

Eine andere Storck-Mitarbeiterin berichtet aus der letzten Woche: Ursprünglich wollte ich den Zug um 7.35 Uhr ab Osnabrück Hbf nehmen, habe dann aber an der Anzeigetafel gesehen, dass der Zug komplett entfällt. Deshalb musste ich eine Std. am Hbf warten und hatte mir vorgenommen, den Zug um 8.35 Uhr zu nehmen (da auch kein Kollege mehr vor Ort war, der mich mit Auto hätte mitnehmen können). Der Zug ist dann auch gegen 8.40 Uhr abgefahren, allerdings nur bis Wellendorf, wo man dann die Option hatte, auszusteigen oder wieder zurück nach Osnabrück zu fahren. Da ich ja schon ewig in Osnabrück gewartet hatte, bin ich in Wellendorf ausgestiegen, habe mir ein Taxi bestellt und bin dann etwa 20min später damit nach Halle gefahren. Das Ganze hat insgesamt 46,80€ gekostet, um 10.00 Uhr war ich hier bei Storck. Alternativ hätte ich in Wellendorf auch fast eine Stunde auf den Bus warten können, dann wäre ich aber erst zu 11.15 Uhr in Halle gewesen.

Über ähnliche Vorfälle berichteten Mitarbeiter der Bielefelder Firma Gestamp, die aus Sutthausen, Oesede und Kloster Oesede den Haller Willem für den Weg zur Arbeit nutzen. Dabei ist auch die Rede von falschen Entscheidungen der Fahrdienstleitung, nachdem Fahrgäste auf dem Weg von Osnabrück nach Bielefeld in Steinhagen hätten aussteigen müssen.

Nachdem der Zug 5.46 Uhr Oesede jetzt häufiger ausgefallen sei, parke er sein Auto am Bahnhof, um notfalls damit zur Arbeit nach Bielefeld zu kommen, berichtete Frank Heuer. Gerry-Weber-Mitarbeiter Bernd Liedtke erklärte, bei Ausfällen von Oesede mit dem Bus nach Bad Laer gefahren zu sein, um mit dem Auto eines dort wohnenden Kollegen zur Arbeit zu kommen.

Die IHW hat sich gegenüber der Nordwestbahn dafür ausgesprochen, bei Personalengpässen auf keinen Fall die für Arbeitnehmer wichtigen Züge ausfallen zu lassen. Sie hat auch die Aufgabenträger VVOWL Bielefeld und LNVG Hannover eingeschaltet. Besser organisiert wissen will sie den Schienenersatzverkehr, damit bei Zugausfällen wie vorgeschrieben ein Bus einspringen kann. zu verbessern sei zudem die Fahrgastinformation über Internet sowie Schriftband und Lautsprecher auf den Bahnsteigen.

In der Vergangenheit seien alle gut mit dem Haller Willem zufrieden gewesen, wobei Pünktlichkeit, Sauberkeit und Freundlichkeit der Zugbegleitung hervorgehoben worden seien, berichtet Bartelt. Auch in Zeiten der Grippewelle sei der Betrieb so gut wie möglich zu organisieren, damit der Haller Willem das gute Image bewahren könne.

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28.02.2018
Bericht:
IHW


Haller Willem: Frühere Zügen an Sonntagen und mehr späte Zügen an Werktagen gefordert

Osnabrück – Frühere Züge an Sonntagvormittagen und Ausweitung der Vertaktung an Werktagsabenden erhofft sich die Initiative Haller Willem (IHW) auf der Bahnstrecke Osnabrück-Halle-Bielefeld.  Über diese und weitere Anliegen sprachen die IHW-Mitglieder mit Vertretern der Nordwestbahn (NWB).

Wenn der erste Zug aus Richtung Bielefeld sonntags schon um 9.16 Uhr in Osnabrück ankomme, ermögliche das die verbesserte Nutzung von Freizeitangeboten wie den Dümmer-Bus. Eine Verbesserung würde es auch sein, zusätzliche Züge an Abenden einzusetzen, die dann alle wie tagsüber gewohnt zur Minute 35 von Hauptbahnhof Osnabrück über Halle Richtung Bielefeld starten könnten. Damit könne dann die derzeitige Standzeit des letzten Zuges aus Bielefeld von 10 Minuten in Halle eingespart werden.

Vom 16. Juni 2018 bis 14. Oktober 2019 müssen die Haller-Willerm-Fahrgäste laut NWB Einschränkungen im Bereich Bielefeld durchstehen. Infolge von Brückenbauarbeiten würden in dieser Zeit die Züge zwischen Bielefeld-Hauptbahnhof und Brackwede ausfallen. Zwischen Quelle und Bielefeld-Hauptbahnhof würden Busse als Schienenersatzverkehr (SEV) eingesetzt. Der Umstieg zwischen Zug und Bus sei in Quelle ebenerdig und auf kurzen Wegen möglich und insofern komfortabler als ein Umstieg in Brackwede. Darüber hinaus würden 2019 Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Brackwede beginnen, so dass dort Beeinträchtigungen bei einem Umstieg Bahn-Bus nicht auszuschließen seien.

„Für den SEV werden zusätzliche Busse angeschafft und Maßnahmen zur Reisendenlenkung erarbeitet, damit unsere Kunden immer den richtigen Bus zu finden“, erklärte NWB-Vertreter Pierre Heilborn. Neben dem Haller Willem seien in Bielefeld noch weitere Linien von Einschränkungen betroffen.

In diesem Frühjahr fänden im Bereich Osnabrück ebenfalls Brückenbauarbeiten statt. Im April und Mai komme es mehrfach zu Fahrtzeitanpassungen und teilweise auch zu Zugausfällen mit SEV, dies jedoch nur an einzelnen Wochenenden und in Tagesrandlage.

Unter dem Motto „Haltet durch“ seien die Zugbegleiter, die tagsüber in 31,5% der Züge und ab 19 Uhr in fast allen Zügen anzutreffen seien, mit kleinen Aufmerksamkeiten für die Fahrgäste ausgestattet, um sich für Geduld und Verständnis zu bedanken.

Die Pünktlichkeit sei bei zwei Minuten Toleranz im letzten Jahr von 91 auf 85% gesunken. Wenn sich Ausfälle nicht vermeiden ließen, sei schwerpunktmäßig der „Kurzläufer“ zwischen Halle und Bielefeld betroffen gewesen. Ursache seien dabei zu 70% Stellwerks- Weichen- und Bahnübergangsstörungen, zu 30% Fahrzeug und Personal. Die NWB arbeite gemeinsam mit der DB Netz intensiv an einer Verbesserung der Werte. Sie sei sehr an zusätzlichen Fahrzeugführern interessiert, wofür es im Juni wieder einen eigenen Lehrgang gebe.

Verbesserungswürdig ist nach IHW-Auskunft die Verspätungs-Kommunikation mit den Anschlussbussen vor allem in Halle und Dissen. „Wir bieten die Echtzeiten digital an, die Busse können sie nutzen“, erklärte Heilborn. Sache der Aufgabenträger sei es, dass alle Busfahrer diese Möglichkeit nutzen, um sich über eventuelle Verspätungen eines Zuges zu informieren.

Ein Ärgernis ist für die NWB die Beseitigung von Graffiti, für die auf allen Strecken jährlich ein hoher fünfstelliger Betrag aufgewendet werde.

Ende April werde die NWB ihren Standort vom Osnabrücker Stadtwerke-Gebäude an die Franz-Lenz-Straße im Hasepark wechseln und dort dann konzentriert mit 130 Beschäftigten vertreten sein.

Ganz grob berechnet sei bereits der Fahrplan mit Halt am Osnabrücker Rosenplatz, womit die IHW in 3-4 Jahren rechnet. Ihr Ziel bleibt außerdem die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück.

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16.02.2018
Bericht:
IHW


Unterstützung vom neuen Bahnhofsmanager für Os-Bahn-Projekte

Foto: Bereits neu gestaltet ist der Aufenthaltsraum im Osnabrücker Hauptbahnhof.Osnabrück – Unterstützung für die Realisierung der Os-Bahn-Projekte sagte der neue Osnabrücker Bahnhofs-Manager, Heiko Siemers, Vertretern der Initiative Haller Willem zu. „Der Bereich Station und Service der Deutschen Bahn ist darauf ausgerichtet, Initiativen für den Ausbau der Bahn-Infrastruktur aufzugreifen, um die Schiene für Menschen und Güter noch attraktiver zu machen“, betonte der für die Region Bremen-Osnabrück zuständige Eisenbahner.

Für den Bahnhalt Rosenplatz solle die Planung bis Ende 2020 abgeschlossen werden, berichtete Siemers. Für den Bau seien etwa 18 Monate zu erwarten, so dass die Inbetriebnahme im Jahr 2022 erfolgen könne. Konstruktiv begleitet würden auch die Planungen für die Reaktivierung der Bahnhalte in Alfhausen und Vehrte, wo durchaus der Regionalexpress Bremerhaven-Osnabrück halten könne. Mit der Schließung von drei Bahnübergängen in Rieste bis 2022 werde die Bahnstrecke Osnabrück-Delmenhorst sicherer und beschleunigt.

Mit neuen Fliesen und frischem Anstrich werde der Tunnel im Hauptbahnhof demnächst ein neues Aussehen erhalten, erfuhren die IHW-Vertreter. Die Fahrkarten-Automaten würden aus der Mitte des Eingangs an die beiden Seiten umgesetzt. Bereits verschönert sei der Aufenthaltsraum und mit USB-Anschlüssen versehen. Vorgesehen seien Erneuerungen der Portal-Beleuchtung sowie der Wartehäuschen auf den Bahnsteigen. Geplant werde noch die eine räumliche Änderung für die Schalter mit Ergänzung um einen Drogerie-Markt. In die bisherige Spielothek werde die Bundespolizei einziehen.

Offen sei die Deutsche Bahn für die Herstellung eines Ostausgangs, erklärte Siemers. Nach IHW-Auffassung bietet die Belebung des Haseparks mit vielen Arbeitsplätzen und Hotel genügend Anlass für eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof. Hier komme es darauf an, dass die Stadt Osnabrück die Initiative ergreife, betonte Siemers. Gleiches gelte für die Instandsetzung der Humboldtbrücke mit möglichen Zugängen für die Bahnsteige 11-14.

Aufgrund rechtlich anspruchsvoller Planungen komme es bei der Herstellung der Barrierefreiheit der Bahnhöfe im Landkreis zu Verzögerungen. Nach Verschwenkung in Hasbergen mit langer Brücke über die Oberleitung sei mit Fertigstellung 2022 zu rechnen, in Bohmte im Mai 2022 und in Natrup Hagen bereits Ende 2020.

„Für Anregungen wie das Aufstellen zusätzlicher Sitzbänke sind wir immer zu haben“, betonte Siemers abschließend. Die IHW-Vertreter zeigten sich erfreut angesichts der Aufgeschlossenheit des neuen Osnabrücker Bahnmanagers und verabredeten konstruktive Zusammenarbeit bei der weiteren Umsetzung der Os-Bahn-Projekte.

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14.02.2018
Bericht:
NW


Osning-Bahn streicht alle Ausflugsfahrten

Bielefeld. Der Geschäftsbetrieb des Vereins Osning-Bahn ruht derzeit. Dies ist das Ergebnis eines ersten Treffens zwischen dem Bielefelder Rechtsanwalt Steffen Rudel-Heimann und den beiden Vorstandsmitgliedern des Vereins, Hans-Jörg Korn und Peter Gunst. Wie bereits berichtet, hat der in Halle ansässige Verein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

"Fahrten werden liquiditätsbedingt aktuell sowie in naher Zukunft nicht angeboten", bestätigt Rudel-Heimann. Er müsse nun zunächst die Gründe für die Insolvenzbeantragung aufarbeiten und die vorhandenen Vermögenswerte erfassen. "Das wird sicherlich vier Wochen dauern. Erst dann kann das Gericht ein Verfahren eröffnen."

Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es, so Rudel-Heimann, Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von rund 95 000 Euro. Es werde noch geprüft, inwieweit bereits Rückzahlungen erfolgten. Etwa die Hälfte der Summe ist von einem mittlerweile ehemaligen Vorstandsmitglied bereitgestellt worden.

"Derzeit gibt es keine offenen Rechnungen für Reparaturen", sagt Rudel-Heimann. Allerdings stünden wohl noch Reparaturen an, so dass "weitere Verbindlichkeiten aus Reparaturdienstleistungen aktuell nicht ausgeschlossen werden können".

Derzeit könne man nicht sagen, ob der Geschäftsbetrieb mittelfristig wieder aufgenommen werden kann. Die bekanntgewordenen Zahlen sind jedoch kein positives Signal.

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12.02.2018
Bericht:
WB


Der Osning-Bahn droht die Pleite

Der schwere Unfall von Pfingsten 2016 war vielleicht der Anfang vom Dilemma: Der Steuerwagen, der in Blankenhagen mit dem Auto kollidierte, ist bis heute nicht repariert. Auch der Motorwagen (hinten) ist zur Zeit nicht einsatzbereit. Foto: Wolfgang WotkeHalle-Künsebeck - Im achten Jahr seines Bestehens droht dem Verein Osning-Bahn mit Sitz in Künsebeck das Aus. Beim Amtsgericht Bielefeld ist in der vergangenen Woche ein Insolvenzverfahren beantragt worden. Der Verein hatte mit ehrenamtlichen Helfern Ausflugsfahrten mit den eigenen historischen Triebwagen angeboten.

Vorsitzender des Vereins ist der Künsebecker Hans-Jörg Korn, ein eingefleischter Eisenbahner, der viele Jahre als Fahrdienstleister im Stellwerk in Halle Dienst getan hat. Er war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, hat das Insolvenzverfahren aber selbst beantragt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Steffen Rudel-Heimann von der Kanzlei NMS aus Bielefeld bestellt worden.

Einer der Gläubiger des Vereins ist Korns ehemaliger Vorstandskollege (Schriftführer) und Fahrten-Organisator Stephan Schröder, der gegenüber dem WESTFALEN-BLATT von Streit zwischen den Vorstandsmitgliedern und auch Vereinsmitgliedern berichtet. »Das Betriebsklima war nicht mehr das beste«, verrät er im Gespräch. Ursache waren demnach wohl zum einen die Finanzen, unter anderem aber auch ein Reparatur-Stau beim Steuer- und beim Motorwagen.

Steuerwagen bei Unfall in Gütersloh beschädigt

Der Steuerwagen ist bereits Pfingsten 2016 bei einem Unfall in Gütersloh-Blankenhagen schwer beschädigt worden und hätte für 30.000 Euro repariert werden sollen. Er steht aber angeblich immer noch in der Werkstatt in Neustrelitz, die 30.000 Euro aber sind futsch. Die Versicherung des Unfallverursachers, eines 24-jährigen Autofahrers, hatte wohl schon überwiesen. Zu dem Zeitpunkt waren aber auch Darlehen von zwei Geldgebern in Höhe von 70.000 Euro fällig geworden.

Einer ist Stephan Schröder selbst, der inzwischen sowohl aus dem Vorstand als auch aus dem Verein ausgetreten ist. »Man hätte sicher über eine Verlängerung der Darlehen reden können«, erzählt Stephan Schröder, freiberuflicher Nahverkehrs-Experte und Lokführer bei der Eurobahn. »Nach den Streitigkeiten habe ich zu dem Zeitpunkt aber keine Zukunft mehr für den Verein gesehen.«

Triebwagen stammen von Mittelbadischen Eisenbahnen

Nach dem Steuerwagen ist dann auch noch der Motorwagen ausgefallen, weil er nicht durch die TÜV-Prüfung gekommen ist. Im Dezember waren die Fahrten zu diversen Weihnachtsmärkten deshalb abgesagt worden. »Sicher werden wir auch im Jahr 2018 attraktive Fahrten anbieten. Wir werden Anfang 2018 an dieser Stelle weitere Informationen bereitstellen«, ist auf der Internetseite osningbahn.de zu lesen.

Im August 2011 hatte der Verein den historischen Triebzug von den Mittelbadischen Eisenbahnen gekauft, die ihn zuvor auf der stillgelegten Krebsbachtalbahn eingesetzt hatte. Es handelt sich um einen Motorwagen von MAN, gebaut als Schlepptriebwagen im Jahr 1965 mit zwei jeweils 190 PS starken Motoren, einen Steuerwagen von MAN ohne eigenen Antrieb und als jüngste Neuerwerbung einen Beiwagen (Anhänger). Insgesamt hatte der Verein für seine Ausflugsfahrten damit 164 Plätze zur Verfügung. Motorwagen und Beiwagen sollen zurzeit in Bonn auf dem Gelände der Rhein-Sieg-Bahn stehen.

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25.01.2018
Bericht:
HK


Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

Bielefeld - Der Bielefelder Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz. Das Jugendstil-Gebäude wurde Anfang der 2010er-Jahre für über 20 Millionen Euro saniert. Doch die Umgebung ist kein Schmuckstück, sorgt immer wieder für Kritik und Debatten. Jetzt verfolgen Bahn und Investoren neue Pläne. Dazu zählen ein Hotel, ein Ersatz für die alte Expresshalle und eine Aufwertung des Bahnsteigs Gleis 8.

Ladenzeile

Die heutige Ladenzeile entlang der oberen Bahnhofstraße mit neun kleineren Einheiten ist eher notdürftig hergerichtet. Die Bahn betreibt hier zudem ihren Müllhof und Büros. Mitte 2017 hat sie die Immobilie an die private Entwicklerfirma GBI AG verkauft, die dort ein neues Hotel der Kette Intercity plant. Mit einer Fertigstellung wird 2022/23 gerechnet. Den Geschäften ist noch nicht gekündigt. Aktuell sind sie belegt.

Doch die niedrige Häuserzeile an so zentraler Stelle stand häufig in der Kritik. Die Bahn suchte über Jahrzehnte vergeblich nach lukrativeren Lösungen für das wertvolle Gelände. Vor 20 Jahren war von einer dreigeschossigen neuen Ladenzeile mit viel Glas die Rede, Gleis 1 sollte überbaut werden. Später gab es abgespeckte Sanierungsvarianten. Politiker und Medien sprachen von einer „Schmuddel-Ecke". 2004 kündigte die Bahn den Verkauf an. Doch erst jetzt ist er nach einem neuen Anlauf vollzogen.

Hotelpläne

Die Stadt hat für einen Hotelbau eine Bauvoranfrage positiv beschieden, bestätigte Bauamtsleiter Dieter Ellermann. Das 150 Meter lange Grundstück könnte nach Vorgaben der Umgebung bebaut werden. GBI plane vier Geschosse, das oberste als Staffelgeschoss, teilte ein Sprecher mit. Derzeit seien 193 Zimmer geplant, vielleicht würden es etwas mehr, und 7.800 Quadratmeter Bruttofläche. Die Deutsche Hospitality will als Pächterin ein neues Intercity-Hotel betreiben. Zusätzliche Geschäfte seien nicht vorgesehen. Der Bauantrag werde jetzt vorbereitet, nach der Genehmigung sei mit 1,5 bis zwei Jahren Bauzeit zu rechnen.

Die Bahn muss, wenn die Übergabe 2019 erfolgt, ihre Büros verlagern, so Bahnhofsmanager Martin Nowosad, voraussichtlich zum neuen Stellwerk nach Lage. Für den Müllhof bliebe wohl nur Platz rechts vom Bahnhofsgebäude.

Da steht aber noch die alte Expressguthalle, in der heute die Radstation mit 300 Stellplätzen arbeitet. Die Räume erfüllen nicht mehr den Stand der Technik und seien zu klein, stellte die Stadtverwaltung schon Anfang 2017 in einer Vorlage fest und schlug vor, ein neues Konzept oder sogar eine neue Station anzustreben. Das halten auch die Verkehrsbetriebe MoBiel, die die Halle angemietet haben und über den Etienne-Fahrradladen betreiben lassen, für sinnvoll, bestätigte Sprecherin Lisa Schöniger. Die Stadt hofft auf Geld aus dem Klimaschutzfördertopf „Emissionsfreie Innenstadt".

Radstation

Die Bahn denkt über den Abriss der Halle, die erst nach dem Krieg gebaut wurde, nach, bestätigte Nowosad: „Städtebaulich kann man sich was Schöneres und eine Aufwertung des Gebietes vorstellen." Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Offen sei, ob Platz für eine neue Radstation bleibe.

Das Fahrradparkhaus galt bei Eröffnung 1992 bundesweit als vorbildlich. 2003 übernahm MoBiel es und renovierte und erweiterte. Verbunden ist es mit Radladen, Service, Kurier und Verleih. Stadt und MoBiel drängen auf eine Fortführung direkt am Hauptbahnhof, um kurze Wege zu Bahn und Stadtbahn zu behalten. Im Februar ist jetzt ein Gespräch der Beteiligten angesetzt, um Bedarf und Möglichkeiten zu klären.

Halle und Bahnsteig

In der Bahnhofshalle ist einiges renoviert. Jetzt solle der Durchgang zum Neuen Bahnhofsviertel neu gestrichen und ein neuer Infoschalter eingebaut werden, kündigte Nowosad an. Die neue Fahrgast-Infoanlage, bei der es anfangs Störungen gab, laufe stabiler.

Sehr beengt ist es bisher am Gleis 8, dem hintersten Bahnsteig zur Joseph-Massolle-Straße hin. Hier will die Bahn 100.000 Euro in die „Verschönerung" stecken. So werde das Schutzhäuschen vergrößert, der Zaun zum vorbeiführenden Gehweg entfernt und damit der Zugang zum Bahnsteig offener. Viele Bahnkunden nutzen diese Seite, weil dort weniger Trubel ist als vorn.

Ersatzbus-Haltestelle

Wichtig wird dieser Umbau, der bis Sommer fertig sein soll, auch, weil an der Joseph-Massolle-Straße Auto-Stellplätze in neun Bushaltestreifen umgewandelt werden sollen. Denn in Kürze beginnt die Bahn mit der Erneuerung der drei Brücken Von-der-Recke-, Schildescher und Schillerstraße. Das schränkt den Regionalverkehr erheblich ein. Die Ersatzbusse sollen an der Rückseite des Hauptbahnhofs halten. Nowosad: „Wir hoffen, dass die Kunden das akzeptieren."

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18.01.2018
Bericht:
IHW


Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

 Osnabrück - Die Osnabrücker Verkehrsverbände VCD, PRO BAHN und Initiative Haller Willem rufen Verwaltung und Politik dazu auf, sich gegenüber der Deutschen Bahn (DB) frühzeitig dafür einzusetzen, dass der Neubau der Humboldtbrücke Treppenzugänge zu den Bahnsteigen des unteren Hauptbahnhofs erhält. Die Organisationsstruktur der Deutschen Bahn verlange es, bereits weit vor Baubeginn und immer wieder mit Nachdruck für dieses Anliegen zu werben.

Für die Verbände gehört die schnelle Erreichbarkeit aller Gleise des Hauptbahnhofs zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs, die Osnabrück sich allein schon aus Klimaschutzgründen auf die Fahnen geschrieben habe. „Bahnkunden wollen schnell zum Zug – ohne unnötige Umwege“ – so die übereinstimmende Auffassung. Die Gleise 11 bis 14 im unteren Bahnhof sind derzeit nur über die Zugänge von den Gleisen 1 bis 5 im oberen Bahnhof aus zu erreichen. Für Fahrgäste, die aus Richtung Berliner Platz und Innenstadt kämen, aber auch für solche, die den Hauptbahnhof aus Richtung Schinkel, Gartlage und Buersche Straße erreichten, bedeute das Zeitverluste. Auch für Nutzer der Radstation würde der Weg zu vielen Zügen kürzer mit einem Aufgang zur Humboldtbrücke, der abschließbar sein solle .

 Über den unteren Bahnhof werde eine Vielzahl von Zugverbindungen abgewickelt: nach Melle, Minden, Hannover, Braunschweig und Berlin sowie Bielefeld, nach Amsterdam, Bramsche, Quakenbrück, Oldenburg oder Vechta, nach Ibbenbüren, Rheine, Bad Bentheim oder ins Emsland sowie möglicherweise künftig auch über die Tecklenburger Nordbahn nach Westerkappeln, Mettingen und Recke.

 Die Verbände schlagen einen Stufenplan vor. Sollten die Bahnsteigzugänge nicht sofort mit der neuen Brücke gebaut werden können, müsse die Brückenkonstruktion auf jeden Fall so geplant werden, dass Treppen später ohne großen Aufwand nachgerüstet werden könnten. Da es sich um eine Stahlbrücke handeln werde, sei eine solche vorausschauende Konstruktion ohne erheblichen Aufwand möglich. Desgleichen müsse dafür Sorge getragen werden, dass zu einem späteren Zeitpunkt mit vertretbarem baulichen Aufwand Fahrstühle nachgerüstet werden könnten. Für den Anfang werde es – auch aus Kostengründen – als ausreichend erachtet, wenn mit der neuen Brücke zunächst je ein Treppenabgang zu den Gleisen 11/12 und 13/14 angeboten werde. Alle vier Gleise seien bereits jetzt für mobilitätseingeschränkte Personen sowie jene mit schwerem Gepäck über Rolltreppen und Fahrstühle von Gleis 1 zu erreichen.

Mittelfristig gelte der Anspruch „Auf kurzem Weg zur Bahn!“ auch für die Bahnstation am Hasetor. Auch hier würde ein weiterer Zugang vom und zum Nonnenpfad die Erreichbarkeit für den Bereich Gartlage, Gertrudenberg, Kabelmetal verbessern. Die Bahnstation Osnabrück Altstadt verfüge seit der Kaiserzeit über diesen zweiten Zugang, der allerdings nur in den Jahren 1967 und 1968 geöffnet gewesen und mit dem Neubau der Nonnenpfad-Brücke abgerissen worden sei.

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15.01.2018
Bericht:
IHW


Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

Osnabrück – Von fehlender Beleuchtung der Bahnhofs-Uhr und dessen ungenauem Sekundenzeiger bis zu Mängeln bei der Lautsprecher-Durchsage von Verspätungen reichten im vergangenen Jahr die Hinweise der Paten der Bahnhöfe zwischen Sutthausen und Dissen. Eingeladen waren sie jetzt zum Austausch mit Jürgen Werner von der VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück), die für den nördlichen Abschnitt der Haller-Willem-Strecke verantwortlich ist. Zu den Anregungen sagte der Eisenbahnbetriebsleiter Prüfung und gegebenenfalls Abhilfe zu.

Foto: Jürgen Werner (2. V.r.) empfing die Bahnhofspaten (v.l.n.r.) Jan Hömmen, Werner Mrohs und Hartmut Grunwald.Im vergangenen Jahr seien während einer achttägigen Streckensperrung parallel zu Arbeiten der für den südlichen Abschnitt zwischen Dissen und Bielefeld verantwortlichen Deutschen Bahn Instandsetzungen vorgenommen worden wie das Auswechseln von Weichenantrieben, berichtete Werner. „Der an der Borgloher Straße in Wellendorf hat sich kurz vor dem Auswechseln endgültig verabschiedet“, so der VLO-Mitarbeiter.

Im Aufsichtsrat der VLO gebe es sehr viel Unterstützung für den Haller Willem als Leuchtturmprojekt. So seien ca. 60.000 Euro für ein langlebiges Bahnübergangs-Befestigungsystem mit Kunstharzverguß in Sutthausen bewilligt worden. „Gelder für teure Grundreinigungen der Bahnsteige ließen sich allerdings vermeiden, wenn Kaugummis nicht auf den Boden gespuckt würden“, so Werner.

Keine Chance gebe es für die Schonung des Strauchwerks entlang der Strecke, um Bienen Nahrung zu bieten. Die Sicherheit des Bahnbetriebs habe oberste Priorität. Dafür müsse der Regellichtraum regelmäßig freigeschnitten werden, vor allem in den Waldbereichen in Hankenberge, Sutthausen-Friedhof und Hörne. Allerdings sei die VLO mittlerweile dazu übergegangen, die Naturschutzabteilung des Landkreises zu beteiligen, wenn größere Bäume gefällt werden müssten, die wegen mangelnder Standfestigkeit zur Gefährdung für den Bahnbetrieb würden.

Die Überdachung der Fahrkartenautomaten schlug Jan Hömmen vor. „Bei strömenden Regen habe ich nach falschem Tastendruck schon eine Fahrkarte nach Bielefeld bekommen“, berichtete der Kloster Oeseder Schüler der Sutthauser Marienschule. Jürgen Werner sagte zu, dieses mit der Bitte um Abhilfe an die dafür zuständige Nordwestbahn weiterzugeben.

Verbessern werde sich in diesem Jahr die Kenntnis der Fahrgäste auf dem Bahnsteig über die Pünktlichkeit der Züge, erläuterte Werner. Angebracht werde mit der DFI (Dynamische Fahrgast-Information) eine digitale Anzeige der Echtzeiten. Für Sehbehinderte solle es per Knopfdruck eine akustische Auskunft geben. Geplant sei eine gemeinsame Anzeige auch an den Bushaltestellen in Bahnhofsnähe.

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11.01.2018
Bericht:
WB


Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

Bielefeld - Im Juni beginnt die Erneuerung der Eisenbahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schildescher und Schillerstraße. Um den Bahn- und Ersatzverkehr zu gewährleisten, sind weitere bauliche Anpassungen erforderlich. So muss im Bielefelder Hauptbahnhof der Bahnsteig am Gleis 108 in Höhe der Joseph-Massolle-Straße (neues Bahnhofsviertel) von 169 auf 405 Meter verlängert werden, damit dort während des zweiten Bauabschnitts von März bis Oktober 2019 auch längere Personenzüge halten können. Aktuell wird an dem Gleis Regionalverkehr abgefertigt.

Damit der Bahnhof Brake weiter angefahren werden kann, muss auch dort eine Behelfsbahnsteig gebaut werden. Er wird eine Länge von 180 Metern haben, soll 2,50 Meter breit sein und einen Zugang von der Waagestraße aus erhalten. Bereits bekannt war, dass für den notwendigen Busersatzverkehr hinter dem Hauptbahnhof an der Joseph-Massolle-Straße zusätzliche Haltestellen eingerichtet werden müssen. Hierzu hat die Bauverwaltung jetzt ebenfalls weitere Details vorgelegt.

Platz für neun Busse

Platz soll dort für mindestens neun Busse geschaffen werden. Um das zu gewährleisten, müssen die dort vorhandenen Pkw-Parkplätze wegfallen. Diesem Vorhaben fallen auch sechs dort gepflanzte Bäume und die Aufpflasterungen zum Opfer. Die Fläche wird provisorisch asphaltiert, nach Abschluss der Brückenbauarbeiten aber wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt. Auch neue Bäume werden dann gepflanzt.

Die Autofahrer müssen sich ab Sommer auf weiträumige Umleitungsstrecken einstellen. Im Fall Schildescher Straße wird der Verkehr über die Brüggemannstraße, Beckhausstraße und Herforder Straße, sowie Feilenstraße, Am Güterbahnhof, Joseph-Massolle-Straße und Nowgorodstraße umgeleitet. Großräumig geht’s über den OWD. Bei der Schillerstraße erfolgt die Umleitung über die Stadtheider Straße. Größere Lkw müssen auf die Beckhausstraße ausweichen. Kompliziert wird’s bei der Von-der-Recke-Straße. Die empfohlene Umleitung verläuft über das Johannistal, Kirchdornberger Straße/Twellbachtal und Dornberger Straße zurück zum Johannistal.

Für den Zeitraum der Sperrung der Voltmannstraße (bis Herbst 2018) in Richtung Jöllenbecker Straße wird der Verkehr über die Schloßhof- und Melanchthonstraße zur Jöllenbecker Straße geführt. Einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Sperrungen und Umleitungen bieten die vorbereitenden Arbeiten für die Brückenneubauten. Bereits ab Februar müssen an den einzelnen Standorten Leitungsarbeiten durchgeführt, das Baufeld eingerichtet werden. Von kurzzeitigen Sperrungen werden sowohl der Auto- wie auch der Bahnverkehr betroffen sein.

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06.01.2018
Bericht:
WB


Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

Bielefeld - Bahnfahrer müssen sich in Ostwestfalen-Lippe auf massive Behinderungen einstellen. Grund sind Brückensanierungen in Bielefeld und im Kreis Lippe.

»Das sind Baumaßnahmen, die wir so noch nicht erlebt haben«, betonte Stefan Honerkamp vom Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) zuletzt in der Verbandsversammlung. »Die Kapazität sinkt auf 50 Prozent, betroffen ist auch der Güterverkehr«, erläuterte der Geschäftsführer des VVOWL, Ludger Siemer, im Dezember mit Blick auf die anstehenden Großbaustellen zur Brückensanierung. Der Verbund ist zuständig für die Stadt Bielefeld und die Kreise Gütersloh, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke mit 50 Kommunen, 57 Bahnhöfen, 17 Nahverkehrslinien und einer Schienenstreckenlänge von 356 Kilometern. Gut 65.000 Menschen nutzen täglich die Züge in der Region.

Ausfälle und Schienenersatzverkehr werden die Geduld der Fahrgäste von Juni an auf eine Probe stellen. Einen Vorgeschmack gab es Ende Dezember. Vom 27. bis 29. Dezember war Bielefeld wegen Brückenbauarbeiten zwischen Löhne und Minden vom ICE-Fernverkehr abgeschnitten. Die Bahn leitete die Schnellzüge über Altenbeken und Paderborn um. Jetzt werden sich die Behinderungen über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Im Raum Bielefeld werden zuerst die Strecken für Güterzüge gesperrt, dann die für Personenzüge. Dann sind nur noch zwei der vier Gleise frei. Wenn der erste Bauabschnitt beginnt, gilt ein neuer Fahrplan. Flyer in den Zügen, Aushänge und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen Nordwestbahn und Eurobahn vor Ort auf den Bahnsteigen sollen die Fahrgäste über Änderungen informieren. 

»Ziel ist es, die Maßnahmen zu bündeln, soweit das vertretbar ist«, sagte die Verkehrsplanerin des VVOWL, Anja Stocksieker, dem WESTFALEN-BLATT. So wolle man immer wieder neue Beeinträchtigungen für Bahnfahrer verhindern.

Diese Baustellen sind geplant:

1 Herford - Brackwede: Erneuerung von drei Brücken (Schillerstraße, Schildescher Straße, Von-der-Recke-Straße) in zwei Bauabschnitten

Bauphase I: Sperrung Gütergleise 15. Juni 2018 - 15. März 2019; Bauphase II: Sperrung Personengleise: 16. März 2019 - 14. Oktober 2019

2 Bega: Brückenarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

3 Sylbach: Bahnsteigarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

4 Lage-Wissentrup: Brückenarbeiten Einzelübergang Kreuzungsbauwerk, Werre, Lage-Wissentrup 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

5 Lage-Hardissen: Brückenarbeiten: 19. - 23. Mai 2018, 16. - 26. Juli 2018, 15. - 22. Oktober 2018

6 Schmedissen: Brückenarbeiten 2023

 

 

 

 

Das sind die Folgen und die Pläne:

RB 74 (Sennebahn) und RB 75 (Haller Willem)

Die Züge enden in Bielefeld-Brackwede. Dort sollen während der Vorlesungszeit eigens Busse für Studenten bereitgestellt werden, die sie zur Universität bringen. Für die übrigen Bahnfahrer fahren von den barrierefreien Bahnhöfen in Sennestadt und Quelle Ersatzbusse ohne weiteren Halt zur Rückseite des Bielefelder Hauptbahnhofs (Boulevard, neben Gleis 8). Ausnahme: Der Bus ab Quelle hält an der Albertstraße in Quelle-Kupferheide. Züge nach Minden, Gütersloh oder Herford sind nicht betroffen. Das gilt auch für ICEs, die weiterhin bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchkommen sollen.

RB 73 (Der Lipperländer), RE 82 (Der Leineweber) und RB 61 (Wiehengebirgsbahn)

Züge aus dem Lipperland müssen die noch offenen Gleise kreuzen, sie sich sozusagen teilen.Der RE 82 von Bielefeld über Lage und Detmold bis Altenbeken kann zwischen Bielefeld und Lage nicht fahren. Direkt in Detmold soll ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. Der Bus hält in Oerlinghausen am Markt, nicht aber am Bahnhof, weil dort in direkter Nähe zwei große Kreisverkehre gebaut werden und diese Baustelle umgangen werden soll.

Morgens und nachmittags sollen zusätzlich Busse zwischen Lage und Bielefeld verkehren, die dann auch den Bahnhof in Oerlinghausen ansteuern. Wichtig: Die Ersatzbusse für Reisende aus dem Kreis Lippe fahren nur bis Bielefeld-Sieker. Dort sollen sie dann in die Stadtbahnen umsteigen. Wegen der Engpässe auf den Gleisen wird die RB 73 von Lemgo nach Bielefeld von Juni an zehn Minuten später als sonst fahren.

Wer keine Lust auf Ersatzbusse hat, besitzt folgende Option: Er kann von Detmold über Lage nach Herford fahren und dort in die Linie RB 61 von Hengelo zum Bielefelder Hauptbahnhof umsteigen. Wie der Verkehr im zweiten Bauabschnitt ab März 2019 geregelt wird, ist noch offen. Die Verhandlungen des VVOWL und dessen Dachverband NWL mit der DB Netz laufen.

Baumaßnahmen rund um Lage

Hier werden die Abschnitte von Lage bis Bad Salzuflen und von Lage bis Ehlenbruch ab dem 5. April 2019 gesperrt. Busse sollen die Lücke schließen, außerdem sollen die Kapazitäten auf den Linien RB 72 (Ostwestfalen-Bahn) und RB 73 möglichst erhöht werden.

Bauarbeiten im Kreis Höxter:

Unabhängig von den Großbaustellen im Raum Bielefeld und Lage gibt es zwischen dem 13. Januar und 26. März am Wochenende in den späten Abend- und frühen Nachtstunden Einschränkungen für Reisende, die von Paderborn in Richtung Höxter, Warburg, Steinheim und Holzminden fahren wollen. Wegen nächtlicher Signalarbeiten fallen Züge aus.

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