AKTUELLES

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19.06.2024

Nächstes IHW-Treffen am 19.08.24 in Halle(Westfalen)

18.06.2024

Bahnhalt am Osnabrücker Rosenplatz: Stadt will noch 2024 anfangen zu bauen

27.04.2024

Westbarthausens Bahnhof mit Schlüsselrolle

23.04.2024

Dachse buddeln wieder im Bahndamm - Neu-Gestaltung der Haller-Willem-Haltepunkte

16.04.2024

14.12.2025 erster Bahnhalt am Rosenplatz - Haller-Willem-Initiative informierte über Planungsstand

18.03.2024

Genug gestreikt! Die Menschen im Altkreis Halle verlieren das Vertrauen

03.03.2024

Doch kein 30-Minuten-Takt in Sutthausen? Zug könnte bereits abgefahren sein 

28.02.2024

Haller Willem im Halbstundentakt von Osnabrück nach Bielefeld: So soll’s gehen

18.01.2024

OS-Bahn-Projekte: Bahnhalt am Rosenplatz in Osnabrück soll 2025 kommen

15.01.2024

Ersatzverkehr mit Bussen auf der Haller-Willem-Strecke in Osnabrück

12.01.2024

Streik bei der NordWestBahn endet vorzeitig

10.01.2024

Zusätzliche Abendfahrt, neue Fahrzeuge und Halbstundentakt - Haller-Willem-Initiative besprach Planungen mit Zweckverband NWL

10.01.2024

In Kürze eine Woche lang Ersatzverkehr für Züge zwischen Halle und Bielefeld

09.01.2024

Bahnhöfe in Halle, Steinhagen und Borgholzhausen bekommen ein Upgrade

09.01.2024

Bahnstreik im Januar 2024: So fahren die Regionalzüge in Osnabrück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


19.06.2024
Bericht:
IHW


Nächstes IHW-Treffen am 19.08.24 in Halle(Westfalen)

Die Initiative Haller Willem trifft sich das nächste Mal am 19.08.2024 um 15.30  Uhr im Eiscafé am Bahnhof Halle(Westfalen). Themen sind u.a. die Vorbereitung eines Ortstermins an der geplanten Begegnungsstelle in Westbarthausen, ein Gespräch mit der Nordwestbahn sowie die aktuellen Fahrgastzahlen. Interessierte können sich anmelden unter Telefon 01706917390 oder hallo@hallo-willem.de.

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18.06.2024
Bericht:
NOZ


Bahnhalt am Osnabrücker Rosenplatz: Stadt will noch 2024 anfangen zu bauen

Nahe dem Rosenplatz in Osnabrück soll ein weiterer Haltepunkt für den Haller Willem entstehen. Die Deutsche Bahn (DB) will ihren Teil der Bauarbeiten ab Frühjahr 2025 erledigen, die Stadt mit ihrem Part aber bereits in den kommenden Monaten beginnen. Ab Dezember 2025 sollen an einer neuen Bahnstation nahe dem Osnabrücker Rosenplatz Nahverkehrszüge des Haller Willem (RB75 Osnabrück–Bielefeld) halten. Mehrfach wurden die Bauarbeiten verschoben. Nun scheint es aber bald loszugehen.

Stützmauer auf der Südseite des Bahndamms geplant

Wie die Initiative Haller Willem unter Berufung auf die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) mitteilt, werde die Stadt Osnabrück noch in diesem Jahr damit beginnen, auf einem Teilabschnitt des Bahndamms zwischen Sutthauser Straße (Hauptzugang), Wörthstraße und Iburger Straße (Nebenzugänge) eine Stützmauer zu errichten.

„Aus baubetrieblichen Gründen“ könne das Umfeld der Station, für dessen Planung und Bau die Stadt zuständig ist, aber erst 2026 fertiggestellt werden.

DB braucht sechs Monate für den Bau des Bahnhalts Rosenplatz

Die Errichtung des Bahnsteigs selbst fällt in den Aufgabenbereich der Deutschen Bahn (DB). Das Unternehmen peilt den ersten Spatenstich im Frühjahr 2025 an. Nach etwa sechs Monaten – und damit rechtzeitig zum Fahrplanwechsel – soll der Bahnhalt Rosenplatz betriebsbereit sein. Damit die Stationsbauarbeiten wie geplant stattfinden können, hat die DB nach Angaben einer Sprecherin sogenannte Sperrpausen beantragt: Phasen, in denen der Bahnverkehr im Bereich der Baustelle ruht. „Zu erwartende Beeinträchtigungen“ für Fahrgäste würden durch die jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen „zeitnah“ bekannt gegeben.

Offen bleibt indes, wie viel Geld die DB in den Neubau des Bahnhalts investieren muss. „Da die Ausschreibungen für die Bauleistungen laufen, können wir keine validen Kosten benennen“, so die Bahnsprecherin weiter. Die Kosten für die Herrichtung des Bahnhofsumfelds beziffert man im Rathaus aktuell mit 1,9 Millionen Euro. Einen Großteil der Summe übernimmt laut Presseamt die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG).

Bahnhalt Rosenplatz hat eine fast 20-jährige Vorgeschichte

Die Initiative Haller Willem erinnert in ihrer Mitteilung daran, dass ein Bahnhalt am Osnabrücker Rosenplatz „seit gut 20 Jahren von Kaufleuten gefordert“ werde, um das Geschäft in Johannisstraße und Iburger Straße zu beleben. Auch die berufsbildenden Schulen des Landkreises an der nahe gelegenen Brinkstraße hätten die Einrichtung der Station von Anfang an unterstützt.

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27.04.2024
Bericht:
HK


Westbarthausens Bahnhof mit Schlüsselrolle

Auf der Haller-Willem-Strecke zwischen Bielefeld und Osnabrück soll die Frequenz erhöht werden. Voraussetzung ist ein Bauprojekt an einem der Borgholzhausener Bahnhöfe. Darauf kommt es jetzt an.

Borgholzhausen - Der Bahnhof Westbarthausen könnte eine Schlüsselrolle bei der Einführung des Halbstunden-Takts spielen. Er soll zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden. Eigentlich sollte dieses Verfahren jetzt Tempo aufnehmen, damit der Haller Willem zwischen Halle und Osnabrück künftig häufiger fährt. Darum sorgte dieses Schreiben nicht nur im Borgholzhausener Rathaus für Unruhe. Die Bezirksregierung informiert darin im Rahmen des Beteiligungsverfahrens über die aktuelle Maßnahmenliste für Landesstraßen und ÖPNV. Und was fehlt dort? Die Baumaßnahme am Haltepunkt Westbarthausen. Die allerdings spielt eine Schlüsselrolle für den geplanten Halbstundentakt der Regionalbahn 75 („Haller Willem“) ab der Lindenstadt in Richtung Niedersachsen. „Der Kreis wird jetzt den Vorschlag machen, diese Maßnahme in die Liste aufzunehmen, und auch wir werden darauf drängen“, berichtete Bürgermeister Dirk Speckmann im jüngsten Stadtrat.

VLO will Land in Westbarthausen kaufen

Denn abgesehen von dem ärgerlichen Umstand, dass dieses Projekt nicht auf der Liste steht – „hoffentlich nur ein Versäumnis“, so Speckmann – nimmt ein wegweisendes Projekt aktuell richtig Fahrt auf. „Die Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück, kurz VLO, haben sich entschlossen, diese Baumaßnahme jetzt entschieden voranzutreiben“, berichtete Speckmann.

Was heißt das? Die VLO besitzt und betreibt bislang das Netz zwischen Dissen und Osnabrück, der Abschnitt von Brackwede bis zur Landesgrenze läuft unter der Regie der Deutsche-Bahn-Tochter „DB InfraGo“. Nun will die VLO allerdings auch in Westbarthausen Land kaufen, um dort Gleise zu bauen. „Als Verkehrsträgerin darf sie das, sobald ihr Flächen gehören“, erklärt Ralf Vieweg, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf HKAnfrage. Auf 600 Metern entstünde dann ein sogenanntes Ausweichgleis, damit sich dort Züge begegnen könnten. „Die große Strecke wäre nötig, weil die Züge in diesem Bereich auch mit hoher Geschwindigkeit einfahren – da braucht es einen Durchrutschweg“, so Vieweg. Dieses Ausweichgleis ist Voraussetzung für den Halbstundentakt.

Die DB InfraGo wäre verpflichtet, das neue Gleis mit einer Weiche an sein Netz anzubinden. „DB und VLO müssen eine Vereinbarung abschließen, wer den Kreuzungsbahnhof am Ende betreibt. Davon hinge auch ab, welches der beiden Verkehrsunternehmen die Ausbaukosten übernimmt“, erklärt Vieweg. Fest stehe indes, dass es gute Gespräche gebe und das Thema jetzt forciert werde. Auch die DB dürfte großes Interesse an der weiteren Aufwertung des Abschnitts haben.

Ein wenig Eile ist indes geboten, denn in jedem Fall braucht es für dieses Verkehrsprojekt ein Planfeststellungsverfahren. „Es wäre ein Meilenstein für alle Anliegerkommunen des Haller Willem“, betont Vieweg, „denn der Halbstundentakt zwischen Halle und Osnabrück würde zum Beispiel auch für Passagiere aus Steinhagen die Anbindung an den Fernverkehr verbessern.“Dann präsentiert der Eisenbahnfan noch eine kleine Anekdote: Während es in Borgholzhausen aufgrund der mittlerweile fehlenden Weiche streng genommen aktuell gar keinen Bahnhof, sondern nur einen Haltepunkt gibt, würde Westbarthausen durch die Baumaßnahme zum „echten“Bahnhof aufgewertet.

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23.04.2024
Bericht:
IHW


Dachse buddeln wieder im Bahndamm - Neu-Gestaltung der Haller-Willem-Haltepunkte

Foto: Vom Dachs verursacht: zwischen Sutthausen und Malbergen gilt ein Tempolimit von 40  km/hSutthausen - Dachse haben wieder Löcher in den Bahndamm der Haller-Willem-Strecke gebuddelt. Das berichtete Jürgen Werner von der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) den Bahnhofspaten. Diese melden der VLO Auffälligkeiten an den Bahnhöfen zwischen Sutthausen und Dissen.

Derzeit dürfe deswegen zwischen Sutthausen und Malbergen statt 80 nur 40 km/h gefahren werden, berichtete der VLO-Prokurist. Da es am Hauptbahnhof Osnabrück genügend Zeitpuffer gebe, habe das kaum Auswirkungen auf den Fahrplan. Demnächst würden die Löcher auf einer Länge von ca. 20m im Bereich Schloss Wulften mit Beton verfüllt und damit der Bahndamm stabilisiert. Dazu müsse der Betrieb wahrscheinlich an einem Wochenende ausgesetzt werden. „Leider lässt sich der Dachs nicht vertreiben“, so Werner. Man müsse ihn im Auge behalten und Schäden beseitigen.

Komplimente gab es von den Bahnhofspaten für Pflege und Instandhaltung der Bahnhaltepunkte mit Beleuchtung, Uhren  und Müllbeseitigung. Jeden Freitag werde der Abfall von einem beauftragten Unternehmen abgeholt, berichtete Werner. Eine Erleichterung würde es bedeuten, wenn Zigarettenkippen nicht mehr auf den Bahnsteig geschnippt, sondern in den Abfalleimer gegeben würden. Ein solcher müsse am Bahnhof Dissen an einer Sitzbank noch ergänzt werden, erinnerte Ernst Haase, wofür aber die Deutsche Bahn Bielefeld zuständig sei. Jürgen Werner ergänzte, hilfreich sei, bei Groß-Veranstaltungen wie Karneval oder Stadtfesten dort extra Abfallbehälter aufzustellen, um eine Vermüllung der Bahnsteige zu vermeiden.

Aktuell werden die Fahrgastunterstände auf den Bahnsteigen farblich neu gestaltet. „Die Stelen mit dem Namen „Haller Willem“ werden von rot auf weiß geändert und die Wartehäuschen erhalten unten rot-weiße Kacheln“, berichtete der VLO-Vertreter. In Oesede sei damit schon bekommen worden, die anderen Haltepunkte würden folgen. Das solle dazu beitragen, den Haller Willem noch positiver wahrzunehmen und die nach Corona und mit dem Deutschlandtickt gestiegenen Fahrgastzahlen weiter zu verbessern.

Foto: Neue Fahrgastunterstände werden an den VLO-Stationen installiert wie hier in OesedeAn verlässliche Auskünfte per Display oder Lautsprecher auf dem Bahnsteig bei Verspätungen oder Ausfällen erinnerte Hartmut Grundwald. „Wenn ich morgens 5.41 Uhr auf dem Weg zur Arbeit einsteigen will, brauche ich bei Abweichungen verlässliche Auskünfte“, betonte der Sutthauser Bahnhofspate. Allerdings sei im Vergleich zu anderen Bahnstrecken auf den Haller Willem meistens Verlass. Jürgen Werner sicherte zu, das Problem gegenüber der Nordwestbahn zur Sprache zu bringen. Das gleiche gelte für die Angabe von Taxen-Kontakten in den Vitrinen auf dem Bahnsteig.

Auf den Halbstundentakt freut sich die neue Hilteraner Bahnhofspatin Britta Bölter. Die Sehbehinderte will sich vor allem für Barrierefreiheit einsetzen. Wenn der Haller Willem alle 30 Minuten komme, sei es noch viel attraktiver, die Bahn zu nutzen, weil man dann nicht mehr auf die Abfahrtzeit schauen müsse, sondern wisse, in ein paar Minuten kommt die Bahn.

Nach jahrelangen Forderungen auf Verdichtung des Fahrplans haben jetzt die konkreten Vorbereitungen für den 30-Minuten-Takt begonnen. „Die VLO unterstützt den Flächenerwerb in Westbarthausen für die notwendige Zweigleisigkeit, wo sich zwei Züge begegnen können“, erklärte Werner. Zudem würden die Vorbereitungen getroffen für die Erhöhung der Geschwindigkeit zwischen Osnabrück und Dissen von 80 auf 100 km/h. Halbschranken mit Lichtzeichen würden vier Fußwegübergänge erhalten, zwei in Osnabrück und zwei in Georgsmarienhütte.

Obwohl es schon mal Streit gebe, wenn ein Baum auf die Trasse kippe, werde es einen Grünschnitt entlang der Strecke in diesem Jahr nicht mehr geben, berichtete Werner. Auch der nächste Stopfgang des Gleisbettes stehe erst im nächsten Jahr wieder an.

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16.04.2024
Bericht:
IHW


14.12.2025 erster Bahnhalt am Rosenplatz - Haller-Willem-Initiative informierte über Planungsstand

Foto: Gerd Stolle erläuterte vor Ort die Planungen für den Start des Bahnhaltes Rosenplatz.Osnabrück – Zum Fahrplanwechsel im kommenden Jahr am 14. Dezember sollen die ersten Züge am Rosenplatz halten. Was bis dahin noch zu tun ist, erläuterte auf Einladung der Initiative Haller Willem Gerd Stolle von der PlaNOS (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück) anlässlich eines Ortstermins.

Der Hauptzugang soll südlich der Bahnbrücke Sutthauser Straße erfolgen, berichtete Stolle. Eine klei-nere Zuwegung sei allerdings auch von der Iburger Straße geplant. Zudem solle es einen Fuß- und Rad-weg von der Wörthstraße aus geben.

Auf Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses werde die Stadt in diesem Jahr auf einem Teilabschnitt mit der Errichtung einer Stützmauer am Bahndamm beginnen, berichtete Stolle. Vorgeschlagen wurde, diese professionell farblich gestalten zu lassen, um Schmierereien vorzubeugen.

Die Deutsche Bahn (DB) will laut Stolle im 1. Quartal 2025 mit dem Bau des Haltepunktes beginnen und die Arbeiten bis Ende November 2025 abschließen. Aus baubetrieblichen Platzgründen könne das Bahnhofsumfeld, wofür die Stadt Osnabrück zuständig sei, erst 2026 fertiggestellt werden. Angeregt wurde, schon mit dem Start für eine gute Beleuchtung zu sorgen, um auch frühmorgens und spät-abends ausreichend Sicherheit zu garantieren. Eine mögliche Video-Überwachung müsse zwischen Stadt Osnabrück und DB abgestimmt werden.

Ein Bahnhalt am Rosenplatz ist von Kaufleuten seit gut 20 Jahren gefordert worden, die sich davon eine Stärkung von Johannisstraße und Iburger Straße versprechen. Unterstützung kam von der Berufs-schule Brinkstraße, um den Schulweg zu erleichtern. Nach Vorlage von 5.000 Unterstützungsunter-schriften reichte der Stadtrat das Anliegen im Jahr 2007 an die Landesnahverkehrsgesellschaft weiter, die nach reiflicher Überzeugungsarbeit schließlich Grünes Licht gab. Im ersten Schritt erfolgt der Halt für den Haller Willem mit den Fahrten zwischen Osnabrück und Bielefeld. Die Initiative erhofft später auch den Anschluss für die Strecke nach Münster.

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18.03.2024
Bericht:
HK


Der Wochenkommentar von Jan Uthmann: Genug gestreikt! Die Menschen im Altkreis Halle verlieren das Vertrauen

So langsam wird es unübersichtlich, wer alles in die Trillerpfeife bläst und Banner schwingt. Busse, Bahnen, Flugzeuge - auf nichts ist mehr Verlass. Das bedeutet Ärger und eine größere Gefahr.

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle über unser aller persönliches Sündenkonto geschrieben. Sie wissen schon: Flugscham ja oder nein, Kreuzfahrt als Frevel, gesunde Ernährung für den Planeten. Und dabei verraten, dass meine Familie und ich uns im Sommer eine Flugreise in den Süden gönnen wollen.

Während ich zunächst noch zarte Gewissensbisse verspürte, ob mein Sundenkonto diesen Spaß verträgt, plagen mich jetzt ganz andere Sorgen. Vielleicht ist im Sommer ja gar nichts mit Fliegen, weil irgendwer den Flughafen schon wieder lahmlegen wird: wahlweise Flugsicherheit oder Bodenpersonal. Gefällt mir jetzt auch nicht gerade besser. Wenn ich die Gewissensbisse schon überwunden habe, dann will ich mich auf den Sommerurlaub gefälligst auch freuen.

Spricht man in diesen Tagen mit anderen Menschen über die Streikwelle, die uns gerade erfasst hat, trifft man fast überall auf Kopfschütteln und Frust. Dabei sind doch die wenigsten Unternehmer, sondern auch Arbeitnehmer - und sollten doch zumindest Verständnis haben, wenn andere Angestellte für bessere Bedingungen kämpfen.

Auf öffentliche Verkehrsmittel ist kein Verlass mehr

Doch seit bei Bussen, Bahnen und Flugzeugen ein Streik und damit eine Serie von Ausfällen und Verspätungen die nächste jagt, ist das mit dem Verständnis so eine Sache. Wir sollen doch Bus fahren, wir sollen Bahn fahren - und na ja: wir wollen fliegen. Allerdings ist auf diese Verkehrsmittel immer weniger Verlass. Was zumindest die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auch beabsichtigt hat, wie sie offen zugibt.

Die Menschen verschieben Reisen, kommen nicht ins Büro, warten ewig an Bahnhöfen - und schieben Frust. Und wenn etwa die GDL dann ganz unverhohlen die 35-Stunden-Woche fordert, fühlt der Rest des Landes sich erpresst. Denn solche extremen Forderungen kann nur die Gewerkschaft aufrechterhalten, die zugleich die Macht hat, dem ganzen Land erheblich weh zu tun. Klappt ganz gut.

Wenn sich die Lokführergewerkschaft GDL mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung durchsetzt, fehlen der Bahn nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft 10.000 Fachkräfte, heißt es in einem Bericht des „Deutschlandfunks“. Die Gewerkschaft macht natürlich eine andere Rechnung auf: Sie will die Belastung durch Schichtarbeit mindern, was bei einer Vier-Tage-Woche in eine bessere Work-Life-Balance münden würde. Hört sich in Tagen von Wirtschaftskrise und der händeringenden Suche nach qualifiziertem Personal trotzdem nach abgehobenem Luxusdenken an.

Auf dem Land bedeutet Auto immer noch Freiheit

Wobei auch Verdi für den ÖPNV bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen will und es bei Streiks zumeist auch darum geht, inflationsbedingte Lohnverluste auszugleichen. Eine immer angemessene Forderung.

Mir geht es an dieser Stelle aber nicht darum, jetzt die moralische Instanz in Sachen Streiks zu spielen - ich habe da ganz andere Fragen für mich zu klären, denken Sie an mein Sündenkonto. Ich möchte vielmehr darauf hinweisen, dass bei diesen Dauerstreiks noch viel mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Vertrauen in Bus und Bahn.

Und das gilt für uns im ländlichen Raum ganz besonders. Denn hier wartet man ja auch lange auf den Bus, wenn gar kein Streik ist - weil so selten einer kommt. Das schlecht ausgebaute ÖPNV-Netz ist der wesentliche Grund dafür, dass Jugendliche dem eigenen Führerschein entgegenfiebern und dann alleine und „frei“ unterwegs sind - völlig egal, ob Individualverkehr schlecht fürs Klima ist.

Zuhause irgendwo im Nirgendwo

Ein Zug nachᅠVersmold fährt frühestens 2040, Werther träumt davon, irgendwann mal ans Bielefelder S-Bahn-Netz angebunden zu werden. Immerhin: Halle, Steinhagen und Borgholzhausen sind durch den Haller Willem mit Bielefeld und Osnabrück verbunden. Aber auch wenn die Regionalbahn 75 vom jüngsten Streik der GDL zumindest nicht direkt betroffen war, hat es auf dieser Strecke zuletzt ebenfalls immer wieder arbeitskampfbedingte Ausfälle gegeben.

Mit dem Rad zum Bahnhof, dann in den Haller Willem und ab in den Fernverkehr - so klingen ja alle die theoretisch wunderbar skizzierten Konzepte für nachhaltige Mobilität. In Borgholzhausen bringt dich sogar das E-Auto zum Bahnhof - blöd nur, wenn dann mal wieder der Zug nicht kommt. So verschwindet das im ländlichen Raum ohnehin schon fragile Vertrauen in Bus und Bahn endgültig.

Jetzt schon eine Zugreise zu buchen, ist zudem riskant. Wer weiß, ob dann nicht wieder gestreikt wird. Wenn man allerdings zu lange wartet, wird es richtig teuer. Und so steigen wir Landmenschen dann doch alle wieder ins Auto - und das wird nur in den seltensten Fällen vom E-Motor angetrieben.

Aus dem Sündenkonto wird ein Frustkonto

Ich hab auch kein E-Auto. Denke mal, das muss aufs Sündenkonto. Und wo wir schon bei Galgenhumor sind: Ich werde im Sommer in jedem Fall ein Gewinner sein. Entweder ich fliege im Sommer in den Süden, oder der Dauerstreik wird mein ökologisches Möchtegern-Gewissen entlasten. Das Frustkonto der Gesamtfamilie würde dann allerdings ordentlich angefüllt.

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03.03.2024
Bericht:
NOZ


Doch kein 30-Minuten-Takt in Sutthausen? Zug könnte bereits abgefahren sein 

Beim Bürgerforum Sutthausen wurde dank einer Anfrage des Bürgervereins Sutthausen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, was anscheinend schon seit Monaten feststeht: Keine der Planungen für den Halbstundentakt des Haller Willems schließt einen weiteren Halt in Sutthausen ein. 

Felix Hehmann hatte als Vertreter für den Bürgerverein Sutthausen im digitalen Bürgerforum die Anfrage eingebracht, warum bei der Erweiterung des Haller Willem vom einstündigen zum halbstündigen Takt ein Halt in Sutthausen nicht eingeplant sei. Die Stellungnahme der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) dazu verlas Jörg Segebarth von den Stadtwerken.

Warum der Haller Willem nicht halbstündlich in Sutthausen hält

Im Wesentlichen sei es so: Die bisherige stündlich verkehrende RB75 von Osnabrück über Halle nach Bielefeld soll ergänzt werden um die Linie RE75, sodass es eine halbstündliche Verbindung gibt. Doch die Strecke ist eingleisig, das heißt, irgendwo werden sich die Züge begegnen müssen. Dafür müssen zum einen Begegnungsabschnitte geplant und gebaut werden. Zum anderen aber verlängert sich die Fahrtzeit dadurch etwas, und das soll an anderer Stelle wieder eingespart werden. Bei der Fahrtgeschwindigkeit ist das wohl nicht möglich, sie darf 100 km/h nicht überschreiten. Aber Zeit könnte eingespart werden, wenn die Linie RE75 nicht alle Haltestellen der RB 61 anfährt. Zum Beispiel den Bahnhof Sutthausen.

So die Auskunft der Planos. Das war allerdings nichts Neues für den Bürgerverein. „Dieses Schreiben haben wir von Herrn Otte schon Anfang des Monats bekommen“, sagte Felix Hehmann beim digitalen Bürgerforum. Das Schreiben war die Antwort auf einen offenen Brief des Bürgervereins an Vertreter der Kommunalpolitik, der auf der Website des Bürgervereins einzusehen ist.

Kritik an Frank Otte für irreführende Auskunft

Viel Kritik gab es für Stadtbaurat Frank Otte, der noch beim Brgerforum im August signalisiert hatte, man bemühe sich, den halbstündlichen Takt auch in Sutthausen zu ermöglichen. Laut Hehmann hatte sich der Bürgerverein bereits im September, wenige Wochen nach dem letzten Brgerforum, gemeinsam mit der Initiative Haller Willem von Planos-Mitarbeiter Martin Meyer-Luu die Planungen erläutern lassen. Im jetzigen Bürgerforum hatten sich die Bürger eine Antwort darauf erhofft, wie Begegnungspunkte anders zu planen sind und auch ein Vorteil für Sutthausen erreicht werden kann. „Wir werden in Sutthausen doppelt so viel Zugverkehr haben, aber keinen zusätzlichen Halt“, beklagte Hehmann.

Dabei wird zwischen Sutthausen und dem Osnabrücker Hauptbahnhof noch ein Halt auf freier Strecke nötig sein, die Fahrtzeit zum Hauptbahnhof sich also verlängern. Dieser Begegnungspunkt ist in Hörne geplant, bevor das Nebengleis auf die Hauptverkehrsstrecke trifft, nach Auskunft von Jörg Segebarth notwendig wegen der Vorrangschaltungen für die Hauptstrecke und von der Deutschen Bahn so gewollt. Hehmann regte an zu prüfen, ob der Halt nicht am Bahnhof Sutthausen machbar sei.

Thema Haller Willem soll vor den Stadtrat

Die zweite Verbindung wird frühestens 2030 eingerichtet, so Felix Hehmann. Wenn aber bei den Planungen noch etwas geändert werden solle, müsse jetzt etwas passieren. Bestärkt wurde er von Ratsmitgliedern, die beim Bürgerforum anwesend waren: Oliver Hasskamp, FDP, will das Thema in den Stadtrat bringen und auch Markus Keite, CDU, meinte, da müsse noch einmal hingeguckt werden, eine Abstimmung mit den Fraktionen fehle und die Abläufe in den Gremien müssten transparent werden.

CDU und SPD hatten bereits auf den offenen Brief des Bürgervereins reagiert und Unterstützung angeboten. Hehmann schlug vor, Kommunalpolitiker und PlanOs-Vertreter zur Sitzung des Bürgervereins einzuladen. Es scheint, dass das Bürgerforum einiges in Bewegung gesetzt hat.

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28.02.2024
Bericht:
NOZ


Haller Willem im Halbstundentakt von Osnabrück nach Bielefeld: So soll’s gehen

Zur Hauptverkehrszeit fährt die Regionalbahn RB75 (Haller Willem) halbstündlich – aber nur auf westfälischer Seite zwischen Bielefeld und Halle. An einem durchgehenden Halbstundentakt bis Osnabrück wird gearbeitet. Fragen und Antworten zum Planungsstand.

2023 wurde die Machbarkeit eines Halbstundentakts geprüft. Mit welchem Ergebnis?

Um herauszufinden, unter welchen Umständen auch auf dem niedersächsischen Teilstück der insgesamt rund 53 Kilometer langen Haller-Willem-Strecke ein Halbstundentakt möglich ist, hat die Deutsche Bahn (DB) eine sogenannte Betriebsprogrammstudie durchgeführt. Das Ergebnis liegt seit Frühjahr 2023 vor. Demnach soll bis etwa 2030 – zusätzlich zur bestehenden Linie RB75 Osnabrück–Halle/W.–Bielefeld – auf selber Strecke eine schnelle Regionalexpress-Linie RE75 eingerichtet werden. Der neue Zug verdichte das Fahrtenangebot im gewünschten Umfang, erklärt die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Außerdem verkürze er die Fahrzeit gegenüber 2023 um mehrere Minuten.

Profitieren alle Stationen auf der Haller-Willem-Strecke gleichermaßen vom neuen RE75?

Nein, der RE75 wird laut LNVG nicht alle Stationen des heutigen Haller Willem bedienen können. Ohne Halt fahre der Regionalexpress durch Hesseln, Kloster Oesede und Osnabrück-Sutthausen. Am künftigen Bahnhalt Osnabrck-Rosenplatz (Fertigstellung bis Ende 2025) sei hingegen ein Zwischenstopp geplant. Auch die RB75 werde dort Fahrgäste ein- und aussteigen lassen. In Osnabrück-Hörne soll der Haller Willem dem RE75 stehend begegnen, was die Fahrzeit mit der Regionalbahn etwas verlängere. „Durch die zweite stündliche Linie wird die Kapazität des Haller Willem maximal ausgenutzt“, so die LNVG, „es bestehen nur noch geringe Qualitätsreserven.“

Wie lange sind auf der Haller-Willem-Linie noch Triebzüge mit Dieselmotor im Einsatz?

Die Haller-Willem-Strecke ist nicht elektrifiziert, deswegen sind auf Linie RB75 seit ihrer Reaktivierung 2005 nur Diesel-Triebzüge unterwegs. Ab Ende 2029 sollen jedoch hier wie auf sieben weiteren Linien im Netz Nördliches Westfalen batterieelektrische Fahrzeuge eingesetzt werden. Der federführende Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat dazu im Januar 2023 einen Leasingauftrag über rund 60 Akku-Züge ausgeschrieben. Mit der Vergabe wird ab Mitte 2024 gerechnet.

Wo und wie muss die Bahnstrecke für einen Halbstundentakt angepasst werden?

Für einen durchgehenden Halbstundentakt auf der überwiegend eingleisigen Bahnstrecke zwischen Osnabrück, Halle und Bielefeld sind laut LNVG mehrere Eingriffe in die Eisenbahninfrastruktur erforderlich. In Westbarthausen etwa muss ein Kreuzungsbereich entstehen, damit RB75 und RE75 dort aneinander vorbeifahren können. Zwischen Osnabrück und Dissen müssen die Züge künftig 100 Kilometer pro Stunde fahren dürfen, statt wie bisher nur 80 – was die technische Sicherung von zwölf Bahnübergängen voraussetzt. In Osnabrück-Hörne sind darüber hinaus Signale anzupassen.

Das Konzept für einen durchgehenden Halbstundentakt steht. Wie geht es weiter?

„Möglichst noch in 2024“, so die LNVG, wollen alle Projektbeteiligten eine Vereinbarung über die Planungsleistungen treffen. Vorher könne es etwa zu den Investitions- und Betriebskosten eines durchgehenden Halbstundentakts keine „validen“ Aussagen geben. Eine Ausschreibung der zusätzlichen RE-Leistung sei auch „erst sinnvoll und möglich, wenn Klarheit über die Verfügbarkeit der erweiterten Streckeninfrastruktur besteht“. Die Frage, welchen Namen der neue RE75 tragen soll, werde „zu gegebener Zeit“ geklärt.

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18.01.2024
Bericht:
NOZ


OS-Bahn-Projekte: Bahnhalt am Rosenplatz in Osnabrück soll 2025 kommen

Die Eröffnung eines neuen Bahnhalts am Osnabrücker Rosenplatz rückt näher. Doch bei der geplanten Reaktivierung der Station Alfhausen ist mehr denn je Geduld gefragt. Wie sieht es mit den übrigen OS-Bahn-Projekten aus? Der aktuelle Stand im Überblick.

Die Initiativen, die sich für eine möglichst rasche Umsetzung des OS-Bahn-Konzepts einsetzen, lassen sich regelmäßig von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) über die Projektfortschritte unterrichten. Ziel ihrer gemeinsamen Anstrengungen ist der Ausbau des regionalen Personenzugverkehrs. Doch mit den einzelnen Vorhaben geht es unterschiedlich schnell voran.

Neubau und Reaktivierung von Haltepunkten

Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz: An dem neuen Bahnhalt Osnabrck-Rosenplatz sollen Ende 2025 erstmals Züge halten. Seit der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes (EBA) vorliegt, arbeite die Deutsche Bahn (DB) die nächsten Projektphasen bis zur Inbetriebnahme ab, heißt es in einer Mitteilung der Initiativen. In der Vergangenheit waren die Termine für Bau und Inbetriebnahme mehrfach verschoben worden.

Bahnhalt Vehrte und Belm-Mitte: Die Unterlagen für die Planfeststellung zur Reaktivierung der beiden Bahnhalte sind im August beim EBA eingereicht worden. Der Planfeststellungsbeschluss werde in 2025 erwartet, kündigte Planos-Mitarbeiter Gerd Stolle laut Mitteilung an. Erste Züge könnten im Dezember 2027 dort halten. Die Planungen für das Bahnhofsumfeld würden nach Angaben von Uwe Harbig von der Gemeinde Belm auf Basis der 2022 öffentlich beratenen Vorkonzepte weitergeführt, damit diese bei Inbetriebnahme der Halte gesichert ist.

Bahnhalt Alfhausen: In Alfhausen müssen die Bürger auf einen Bahnhalt weiter warten. Nach Angaben von Planos-Mitarbeiter Martin Meyer-Luu müsse sich für eine Reaktivierung des dortigen Bahnhaltes wohl bis 2034 geduldet werden.

Ausbau und Reaktivierung von Bahnstrecken

Bahnstrecke nach Oldenburg: Der Ausbau der Bahnstrecke nach Oldenburg könnte schneller realisiert werden: Dieser sei in das Beschleunigungsgesetz des Bundes aufgenommen worden, sagte Meyer-Luu laut Mitteilung. Der Ausbauplan für die Strecke enthalte zweigleisige Abschnitte, längere Bahnsteige und eine durchgehende Elektrifizierung. Auf der Strecke sollen dann Elektro-Triebzüge unterwegs sein.

Bahnstrecke über Vechta nach Bremen: Die Strecke werde so ausgebaut, dass die Züge höhere Geschwindigkeiten fahren können. Zudem soll es laut Mitteilung zusätzliche Kreuzungen geben. Der Ausbau beider Strecken – also auch der nach Oldenburg – sei laut Planos bis 2035 vorgesehen. Die Strecke nach Vechta werde dann mit Akku-Züzügen bedient.

Haller Willem: Damit der Haller Willem (RB75 Osnabrück–Bielefeld) künftig auch zwischen Halle und Osnabrück im Halbstundentakt fahren kann, muss laut Mitteilung zwischen Osnabrück und Dissen die Geschwindigkeit erhöht werden – von 80 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Verkehrsgesellschaft des Landkreises Osnabrück (VLO) plane zu diesem Zweck die technische Sicherung von zwölf weiteren Bahnübergängen mit Halbschranken oder Lichtzeichen. Anfang dieses Jahres wollen Planos, Landkreis und VLO mit der DB-Infrastrukturgesellschaft über künftige Begegnungsbereiche der Züge sprechen. Einer soll in Osnabrück-Hörne entstehen, ein weiterer im nordrhein-westfälischen Westbarthausen. Der Einsatz neuer Akku-Triebwagen auf der Haller-Willem-Strecke sei ab 2029 zu erwarten, heißt es.

Tecklenburger Nordbahn: Die Planfeststellung für die Strecke Osnabrück–Recke soll bis Ende 2024 gestartet werden. „Mit der Wiederinbetriebnahme wird im positiven Falle bis Ende dieses Jahrzehnts gerechnet“, schreiben die Initiativen in ihrer Mitteilung. Im Abschnitt zwischen Eversburg und dem Osnabrücker Hauptbahnhof müsse noch Platz für die zusätzlichen Fahrzeuge der Tecklenburger Nordbahn geschaffen werden. Dafür wollen Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und Zweckverband Westfalen-Lippe laut Planos-Mitarbeiter Meyer-Luu Anfang 2024 einen Lösungsvorschlag präsentieren. Ab 2023 sollen die Gleise am Hasberger Bahnhof barrierefrei erreichbar sein. Dann geht der neue Aufzug in Betrieb. Verbesserungen beim Thema Barrierefreiheit soll es auch an den Bahnhöfen in Melle-Westerhausen, Melle und Bohmte geben. Allerdings starten die Bauarbeiten dort erst in den kommenden Jahren – in Westerhausen soll es in 2024 losgehen, in Melle ab 2025. In Bohmte wurde der Baubeginn sogar auf 2026 verschoben.

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15.01.2024
Bericht:
NOZ


Ersatzverkehr mit Bussen auf der Haller-Willem-Strecke in Osnabrück

Aufgrund einer kurzfristig eingerichteten Baustelle der Deutschen Bahn werden einzelne Züge der Haller-Willem-Linie RB 75 vom 15. bis 19. Januar zwischen Osnabrück Hauptbahnhof und Osnabrück-Sutthausen nicht fahren. Sie werden durch einen Ersatzverkehr mit Bussen bedient.

Von Osnabrück nach Bielefeld

Ab Osnabrück sind die regulären Zugverbindungen um 4.35 Uhr und 5.35 Uhr betroffen, teilt die Nordwestbahn mit. Sie werden vom Osnabrücker Hauptbahnhof bis Osnabrück-Sutthausen durch einen Ersatzverkehr mit Bussen bedient. Die Busse fahren ab Osnabrück Hbf um 4.20 Uhr beziehungsweise 5.20 Uhr und somit 15 Minuten früher als die Abfahrt der regulären Zugverbindungen. In Osnabrück-Sutthausen besteht Anschluss an die regulären Zugverbindungen zur Weiterfahrt in Richtung Bielefeld.

Von Bielefeld nach Osnabrück

Ab Bielefeld sind die regulären Zugverbindungen um 22.04 Uhr und 23.04 Uhr betroffen. Sie werden von Osnabrück-Sutthausen bis zum Hauptbahnhof durch einen Ersatzverkehr mit Bussen bedient. Die Busse fahren ab Sutthausen jeweils im Anschluss zur Ankunft der Züge (zur Minute 15) und erreichen den Osnabrücker Hauptbahnhof um 23.34 Uhr beziehungsweise 0.34 Uhr und somit 15 Minuten später als die regulären Züge.

Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den Bussen des Ersatzverkehrs nicht möglich. Die Ersatzfahrpläne sind unter www.nordwestbahn.de verfügbar und in den digitalen Auskunftsmedien (zum Beispiel www.bahn.de) abrufbar.

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12.01.2024
Bericht:
WB


Streik bei der NordWestBahn endet vorzeitig

Halle/Steinhagen/Werther

In den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Transdev-Gruppe, Muttergesellschaft der NordWestBahn, eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und ein frühzeitiges Ende der Warnstreiks erreicht. Die NordWestBahn ist der GDL einen Schritt entgegengekommen und hat ein neues Angebot vorgelegt. Auf Basis dieses Angebots werden die Tarifverhandlungen am Montag,  15. Januar, am Verhandlungstisch fortgeführt.

Die Streikmaßnahmen werden am Freitag, 12. Januar, um 12 Uhr frühzeitig beendet. Die NordWestBahn teilte mit, die streikbedingten Einschränkungen und Nachwirkungen so gering wie möglich halten zu wollen, um den Fahrgästen schnellstmöglich wieder einen regulären Verkehrsbetrieb bieten zu können.

Details zum Fahrplan und den aktuellen Verbindungen finden Fahrgäste auf der Website der NordWestBahn (www.nordwestbahn.de) oder auf www.fahrplaner.de.

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10.01.2024
Bericht:
IHW


Zusätzliche Abendfahrt, neue Fahrzeuge und Halbstundentakt - Haller-Willem-Initiative besprach Planungen mit Zweckverband NWL

Bielefeld/Halle/Osnabrück - Die zusätzliche Abendfahrt seit 10. Dezember auf der Bahnstrecke Bielefeld-Halle-Osnabrück wird von der Initiative Haller Willem (IHW) als Beitrag vor allem für verbesserten Freizeitverkehr begrüßt. Mit der Anpassung aller abendlichen Fahrten auf die festen Taktzeiten sei zudem der elfminütige Halt in Halle für den bisherigen Zug 22:29 Uhr ab Bielefeld weggefallen. Über Planungen sprach die IHW mit dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).  

Aktuelle Zahlen über die Entwicklung der Fahrgastzahlen gebe es aufgrund eines Cyberangriffs nicht, erklärte NWL-Vertreter Markus Rümke. Die IHW geht aber davon aus, dass das Deutschland-Ticket zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen beigetragen hat. Bei der Rückfahrt erlebten die IHW-Mitglieder in Bielefeld einen prallvollen Bahnsteig. Neue Fahrgastzahlen sollen 2024 wie in allen geraden Jahren erhoben werden. Nach Auswertung sind Ergebnisse 2025 zu erwarten.  

Zuwachs erhofft sich die IHW auch vom Ausbau des Halbstundentaktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück. Die notwendige Vereinbarung mit der Deutschen Bahn soll nach deren aktueller Neustrukturierung möglichst bald abgeschlossen werden. Nach Informationen der IHW sind die Planungen für den engeren Takt bereits durch die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) für den Abschnitt Osnabrück-Dissen begonnen worden. Erstellt werden soll demnach ein Schallgutachten. Für die Erhöhung der Geschwindigkeit auf diesem Abschnitt von 80 auf 100 km/h sollen 12 Bahnübergänge technisch gesichert werden. Die VLO hat sich bereit erklärt, Planung und Bau des Begegnungspunktes in Westbarthausen im Auftrag der DB zu übernehmen.  

Die Ausschreibungen für neue Fahrzeuge und den Betrieb laufen laut Rümke. Die Auftragsvergabe für neue Fahrzeuge sei ab Mitte 2024 zu erwarten, wobei die Festlegung auf ein batterie-elektrisches System bereits erfolgte. Dabei spricht sich die IHW angesichts des zugenommenen Radverkehrs für mehr Fahrradplätze in den Zügen aus. Zudem seien mehr als zwei Außentüren je Seite hilfreich für schnelleren Ein- und Ausstieg. Die Vergabe für den bisher von der Nordwestbahn ausgeführten Betrieb für den Zeitraum von 2029 bis 2043 sei nachgelagert zur Vergabe des Fahrzeugauftrags vorgesehen, berichtete Rümke.  

Verbessert werden muss nach IHW-Auffassung den gesicherte Umstieg zwischen Bus und Bahn, vor allem in Halle (Buslinien 43 und 89), Borgholzhausen (Pium-Bus Linie 90) und Osnabrück-Sutthausen (Linie M3). Die geltenden Wartezeitenregelungen sind aus ihrer Sicht nicht ausreichend. Es müsse daher geprüft werden, wie die Kommunikation zwischen Bahn und Bus verbessert werden kann. 

Anja Stocksieker vom NWL sicherte zu, die Beseitigung der Langsamfahrt zwischen den Haltestellen OWL-Arena und Halle noch einmal gegenüber der DB zur Sprache zu bringen. Geplant sei bereits die Erleichterung des Umstiegs in Brackwede zwischen Haller Willem und Sennebahn im Rahmen des Zielnetzkonzeptes 2040, wobei eine Umstiegszeit in beide Richtungen von vier Minuten vorgesehen sei. Hilfreich dafür ist nach IHW-Auffassung die Planung für zwei neue Gleisen mit Bahnsteig in Bielefeld. 

Der Nahverkehrsplan Westfalen-Lippe soll nach Auskunft von Rümke bis Ende 2025 neu aufgesetzt werden. Bei Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gebe es im Schienennahverkehr insbesondere wegen Personalmangel erhebliche Defizite, allerdings stehe der Haller Willem noch vergleichsweise gut dar. Inwieweit es zu Fahrpreiserhöhungen auf der Haller-Willem-Strecke im August komme, sei noch nicht entschieden. Anpassungen im Westfalentarif würden in den zuständigen Gremien in der ersten Jahreshälfte entschieden.

Kritik kam vom Fahrgastverband PRO BAHN, dass die Buszeiten nicht an den veränderten Haller-Willem-Fahrplan angepasst worden seien.  Wenn der Haller Willem neu den Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde exakt zu der Minute erreiche, in der der Bus abfahre, könnten umsteigewillige Fahrgäste Richtung Kurort höchstens noch die Rücklichter sehen, hieß es. Auf ihre entsprechende Intervention bekam die IHW inzwischen von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück zugesichert, dass die Buszeiten zum Fahrplanwechsel 5.2. angepasst würden. Die IHW hofft bis dahin auf rücksichtsvolle Busfahrer.

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09.01.2024
Bericht:
HK


Bahnhöfe in Halle, Steinhagen und Borgholzhausen bekommen ein UpgradeSo sahen die bisherigen Displays aus. Hier eins vom Bahnhof in Künsebeck. (© Uwe Pollmeier)

Das neue Display verfügt über zwei Zeilen und kann somit mehr Informationen anzeigen, als die vorherige Version, auf der eine einzeilige Laufschrift von rechts nach links lief. © Uwe PollmeierHalle. Die Deutsche Bahn hat an sechs Bahnhöfen und Haltepunkten, an denen der Haller Willem im Altkreis Halle stoppt, neue Displays installiert. Insgesamt sind es sieben neue Anzeigetafeln, zwei hängen unter dem Dach des Bahnhofs in Halle, jeweils eine in Künsebeck und an der Haltstelle OWL-Arena. In Steinhagen sind ebenfalls zwei neue Anzeigetafeln installiert worden, die eine am Bahnhof, die andere am Haltepunkt Bielefelder Straße. Der letzte der sieben Standorte ist der Bahnhof in Borgholzhausen.

Das neue Display ist moderner und bietet mehr Anzeigemöglichkeiten als die alte Variante, die aus einer einzeiligen Laufschrift in gelber Farbe bestand. Schaute man zum falschen Zeitpunkt drauf, war die gewünschte Teilinformation bereits links aus dem Anzeigebereich gelaufen. Nun sind die angezeigten Texte dauerhaft sichtbar, denn das neue Display verfügt nicht nur über mehr Buchstaben pro Zeile, sondern direkt über zwei Zeilen mit Informationen. Auch aufgrund einer höheren Auflösung könnten, so die Deutsche Bahn, die Informationen von Reisenden besser erfasst werden. Zudem wurde die gelbe Farbe durch ein strahlendes Weiß ersetzt.

Die Deutsche Bahn hat sich das Zeil gesetzt, die Verbreitung von Fahrgast-Infos auf vielen kleinen und mittleren Bahnhöfen zu verbessern. Dabei handelt es sich um einen bundesweiten Umbau, der 2023 bereits an 49 Bahnhöfen, darunter die erwähnten Altkreis-Haltpunkte, stattgefunden hat. In diesem Jahr wird der Austausch der Displays im Land fortgesetzt. Allein in NRW stünden laut DB-Angaben 85 Bahnhöfe für 2024 auf dem Plan, an denen 137 neue digitale Anzeigetafeln installiert werden soll.

Deutsche Bahn investiert fünf Millionen Euro in das Upgrade an Bahnhöfen

Die Anzeiger sind demnach eine Weiterentwicklung der bisherigen Informationsanzeige an kleineren Stationen. Insgesamt investieren der Bund und die Deutsche Bahn etwa fünf Millionen Euro in das Upgrade. Zuletzt hatte die Bahn auch am Gütersloher Bahnhof gearbeitet und dabei Teile des Gleisbetts erneuert. An dem Bahnhof hielt rund vier Wochen lang kein Zug. Vier Tage vor Heiligabend wurde er dann wieder freigegeben.


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09.01.2024
Bericht:
NOZ


Zugausfälle und Linienkürzungen - Bahnstreik im Januar 2024: So fahren die Regionalzüge in Osnabrück

Wegen eines Streiks der Lokführer-Gewerkschaft GdL kommt es von Mittwoch bis Freitag (10. bis 12. Januar 2024) bundesweit zu massiven Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Betroffen sind auch Regionalbahnen und Regionalexpress-Linien in Osnabrück.

Wie die Deutsche Bahn (DB) mit Stand Dienstagmittag mitteilt, verkehrt der RE2 Osnabrück–Essen während des Streiks nur zwischen Osnabrück und Münster. Auf der Linie RE9 Osnabrück–Bremerhaven über Bremen fahren Züge bloß vereinzelt. Die im Dezember neu eingeführte Verbindung RE62 Rheine–Osnabrück–Löhne wird nicht bedient. Aktuelle Informationen zu den von DB Regio betriebenen Nahverkehrslinien von und nach Osnabrück finden Fahrgäste im Internet bahn.de/aktuell. Darüber hinaus ist eine kostenfreie Streik-Hotline geschaltet unter Telefon 08000 996633. Fahren die Züge von Nordwestbahn, Eurobahn und Westfalenbahn?

Die Osnabrücker Nordwestbahn geht nach eigenen Angaben von „massiven Einschränkungen“ in ihren Netzen aus. Nutzer der Linien RE18 OsnabrckヨWilhelmshavenᅠber Oldenburg, RB58 Osnabrück–Bremen über Vechta und RB75 Osnabrück–Bielefeld über Halle (Haller Willem) müssen deshalb mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Ein Notverkehr mit Bussen werde vorbereitet, heißt es.

Die Westfalenbahn erklärt auf ihrer Internetseite: „Aktuell liegen keine Informationen darüber vor, welche Strecken während des Streiks befahren werden können. Daher ist derzeit keine Prognose über mögliche Verbindungen auf der Schiene gegeben.“ Osnabrück wird von der Westfalenbahn mit der Linie RE60 Rheine–Braunschweig bedient.

„Grundsätzlich uneingeschränkt“ verkehren laut dem Serviceportal zuginfo.nrw die Eurobahn-Linien RB61 Bielefeld–Hengelo über Osnabrück und RB66 Osnabrück–Münster. Abhängig davon, wie stark sich der Streik auf die Infrastruktur der Bahn auswirkt, können dem Verkehrsunternehmen zufolge allerdings auch diese Züge ausfallen.

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