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19.06.2026
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Wichtiger Vertrag vor Unterschrift
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23.05.2026
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Kommt der Halbstundentakt auf dem „Haller Willem“ frühestens in 15 Jahren?
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17.05.2026
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Bahnstrecke feiert 140. Geburtstag: Zur Eröffnung machte ein Gerücht die Runde
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10.05.2026
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Haller Willem wird elektrisch: Davon profitieren nicht nur die Fahrgäste
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25.03.2026
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Sauberkeit, Pünktlichkeit und neue Triebwagen
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19.03.2026
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Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz: Pannenchronik des Stations-Neubaus
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13.03.2026
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Schon wieder später: Bahnhalt Rosenplatz in Osnabrück wird erst im Frühjahr 2027 fertig
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28.02.2026
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Der Haller Willem hat ein Problem - Schuldzuweisungen helfen nicht
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27.02.2026
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Verlässlichkeit fehlt: Jeder vierte Haller-Willem-Zug kommt zu spät
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02.02.2026
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Auch bei Eis und Schnee für Bahnhalt Rosenplatz - Initiativen sprachen mit PlaNOS über OS-Bahn-Projekte
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19.06.2026 Bericht: HK
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Wichtiger Vertrag vor Unterschrift
Zweites Gleis für Haller Willem: Im Borgholzhausener Ortsteil Westbarthausen soll künftig Begegnungsverkehr der Regionalbahn möglich sein, um einen durchgehenden Halbstundentakt zu gewährleisten. So ist der neueste Stand.
Borgholzhausen-Westbarthausen - „Schritt für Schritt“ gehe die Verkehrsgesellschaft Osnabrück (VLO) derzeit den Weg Richtung hin zu einem Begegnungsgleis am Bahnhof in Westbarthausen. Das sagt deren Eisenbahnbetriebsleiter Jürgen Werner im Gespräch mit der Haller Kreisblatt. Hier verkehrt die Regionalbahn (RB) 75, der Haller Willem, auf der Strecke von Bielefeld bis Osnabrück.
Ein zweites Gleis im Borgholzhausener Ortsteil soll künftig einen Halbstundentakt der RB 75 zwischen Halle und Osnabrück ermöglichen, der zwischen Halle und Bielefeld bereits besteht. Die VLO betreibt bisher die Gleise von Osnabrück bis zur Landesgrenze in Dissen. Die folgenden rund vier Kilometer auf NRW-Gebiet will sie von der Deutsche-Bahn-Tochter DB InfraGo übernehmen, um günstig und schnell bauen zu können.
Der erste Schritt hin zu diesem Ziel ist laut Werner praktisch getan. In Hannover liegt ein Mietvertrag mit der Deutschen Bahn (DB) zur Unterschrift bereit, mit dem die VLO die Gleise auf niedersächsischem Gebiet bis in den Sommer 2057 weiter betreiben darf. Dieses sehr langfristige Abkommen ist die Grundlage für alle weiteren Projekte, erklärt Werner. Die DB habe ihre Zustimmung zugesagt, der Eisenbahnbetriebsleiter rechnet damit, dass der VLO bis Ende Juni ein verlängerter Mietvertrag vorliegen wird.
Optimistisches Ziel: 2030 soll in Westbarthausen Baubeginn sein Dann folgt der zweite Schritt in Gestalt eines Anschlussvertrags. Mit dem will die VLO die erwähnten Kilometer auf Borgholzhausener Stadtgebiet von der DB mieten, um den Ausbau in Angriff nehmen zu können.
„Dazu wird es in der kommenden Woche Gespräche geben“, sagt Jürgen Werner. Mit einem schnellen Abschluss rechnet er indes nicht. Die Deutsche Bahn, so der Mann von der VLO, konzentriere sich derzeit auf die lukrativen Langstrecken, nicht auf den Regionalverkehr. Auf die Langstrecken in Deutschland schaut auch das italienische Unternehmen Italo.
Wenn die Verträge dann stehen, möchte die VLO politisch Druck machen. Die jeweiligen Bundestagsabgeordneten sollen das Vorhaben an der Haller-Willem-Strecke am besten gleich im Bundesverkehrsministerium vorlegen.
Beim Zeitplan bleibt Jürgen Werner trotz des langwierigen Verfahrens Optimist. „Man sollte sich ja ehrgeizige Ziele setzen, die auch realistisch sind“, sagt er. Da die Planung weit gediehen sei und der verlängerte Mietvertrag vor dem Abschluss stehe, peilt er 2030 als Vorgabe an – egal ob als Baubeginn oder sogar als Zeitpunkt, zu dem der erste Zug auf der ausgebauten Strecke fährt. Verkehren sollen batteriebetriebene Züge. Eine Oberleitung wäre damit verzichtbar.
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23.05.2026 Bericht: NOZ
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Kommt der Halbstundentakt auf dem „Haller Willem“ frühestens in 15 Jahren?
Folgt man der DB, kann das benötigte Ausweichgleis in Westbarthausen wohl nicht vor 2039 gebaut werden. Ein Ingenieur sieht die Ursachen und Gründe für solche Verzögerungen in der Bahnstruktur und natürlich dem Sanierungsstau. Und er schlägt eine eine Lösung vor …
Der Haltepunkt Rosenplatz in Osnabrück? Wird doch erst 2027 fertig. Der Bahnhalt Belm-Mitte? Kommt wohl nicht vor 2030. Der Halbstundentakt auf dem niedersächsischen Teil des Haller Willem? Vor 2030 will die Bahn nicht mal in die Planungen für das dafür nötige Ausweichgleis in Westbarthausen einsteigen. Drei Beispiele, dass es beim Ausbau des Regionalverkehrs nicht rundläuft. Aber muss das so sein?
Bahn mit Problemen
Baustellen, Umfahrungen und Verspätungen: Zumindest Teile des knapp 33.000 Kilometer langen Streckennetzes der Bahn befinden sich in einem beklagenswerten Zustand. Jetzt wird das Netz zwar an vielen Stellen saniert, der Fokus der Bahn liegt allerdings primär auf den Fernverbindungen. Regionale Strecken müssen sich oft ganz hinten anstellen.
Haller Willem als perfektes Beispiel
Weil die Gleise zwischen Osnabrück und Dissen von der Verkehrsgesellschaft des Landkreises Osnabrück betrieben werden, während sie ab Dissen in Richtung Bielefeld Bahneigentum sind, ist der Haller Willem für Carsten Hein das perfekte Anschauungsobjekt für das, was schiefläuft. Hein ist beratender Ingenieur im Eisenbahnwesen, Eisenbahnbetriebsleiter und Vorsitzender des Ausschusses für Eisenbahnbetrieb beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Also vom Fach. Und Mitautor eines Konzeptes für die Regionalisierung der Bahninfrastruktur.
Denn an der Zweiteilung des „Haller Willem“ und der angestrebten Einführung des Halbstundentaktes zwischen Halle und Osnabrück lässt sich exemplarisch zeigen und vergleichen, wo die Unterschiede zwischen der „großen“ Bahn und einer nicht bundeseigenen Eisenbahn liegen. Unstrittig dabei: Für die angestrebte Taktverdichtung muss in Westbarthausen ein Begegnungsgleis gebaut werden. Die Verkehrsgesellschaft Osnabrücker Land (VLO) könnte und würde gerne sofort losplanen, nur liegt Westbarthausen schon im Zuständigkeitsbereich der Bahn. Und die sieht vor 2030 nicht mal Planungskapazitäten für das Gleis. Mit einer Fertigstellung rechnet die DB dann auch nicht vor 2039.
Die Kosten sind viermal so hoch
Die Bahn hat gerade nicht nur keine Planungskapazitäten für solche regionalen Projekte, sobald das Bundesunternehmen Bauherr ist, werden Projekte richtig teuer: Während die VLO das Begegnungsgleis in Westbarthausen samt Signal- und Sicherungsanlagen für rund 8 Millionen Euro herstellen lassen könnte, kalkuliert die Bahn mit rund 31 Millionen Euro.
„Die extrem hohe Zahl von Bauvorhaben führt zum einen zu einer Überforderung der DB InfraGO AG und zum anderen zu extremen Kostensteigerungen“, erläutert Carsten Hein die Gründe. Sprich: Gerade Projekte im Regionalverkehr stehen hinten an und werden mangels Planungskapazitäten in eine ferne Zukunft geschoben, gleichzeitig entstehen bei Auftragsvergabe durch die Bahn Kosten, die oft um ein Vielfaches über den Kalkulationen von Eisenbahnbetrieben vor Ort liegen.
Regionalisierung als Lösung?
Wenn regionale Eisenbahnunternehmen wie die VLO Projekte schneller und günstiger umsetzen können, läge es eigentlich nahe, es sie machen zu lassen. Genau in diese Richtung zielt ein von Carsten Hein miterarbeitetes Konzept zur Regionalisierung der Bahninfrastruktur. Die für den Ausbau auf ein zweites Gleis am Bahnhof in Westbarthausen notwendigen Flächen stehen zur Verfügung. Eigentlich eine gute Nachricht. Nur hat die Bahn gerade keine Planungskapazitäten … Danach überträgt der Bund rund 10.000 Kilometer regionale Strecken mit allem, was dazugehört, auf die Bundesländer, die die Betriebsführung wiederum auf landeseigene, kommunale oder private Eisenbahnunternehmen übertragen. Vor Ort könnte die regionale Eisenbahninfrastruktur dann schneller und effizienter erhalten oder ausgebaut werden. Und da die nicht bundeseigenen Eisenbahnunternehmen auch günstiger sanieren, ausbauen und instand halten können, hätte sogar die Bahn mehr Geld für das bei ihr verbliebene überregionale Netz. Soweit die Theorie.
Und die Praxis? Das Bundesverkehrsministerium schweige sich zu dem Konzept bislang aus, ärgert sich Hein.
Und der „Haller Willem“?
Zurück zum „Haller Willem“: Vielleicht gibt es ja auch kleinere Lösungen. Das Ausweichgleis in Westbarthausen liegt nur wenige Kilometer auf „DB-Territorium“, vielleicht wäre es ja möglich, dieses Teilstück an die VLO zu übertragen. Oder die VLO plant und baut das Gleis und übergibt es dann der DB. Dass der angestrebte Halbstundentakt zwischen Osnabrück und Halle erst irgendwann in den späten 2030er-Jahren kommen könnte, ist für die Initiative Haller Willem und etliche Fahrgäste jedenfalls keine Perspektive.
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17.05.2026 Bericht: HK
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Bahnstrecke feiert 140. Geburtstag: Zur Eröffnung machte ein Gerücht die Runde
Es ist im Mai 1886, als das Haller Kreisblatt von den emsigen Bauarbeiten am Bahnhofsgebäude in Pium – exakter: in Oldendorf – berichtet. Borgholzhausen wird ans Schienennetz angeschlossen.
Borgholzhausen - „In unserer sonst so stillen Gemeinde ist reges Leben bemerkt worden“, schreibt der Chronist jener Tage im Haller Kreisblatt vom 4. Mai 1886. Denn an zwei Neubauten würde tüchtig gearbeitet. Zum einen wird nämlich ein Postgebäude errichtet. Zum anderen aber auch das Stationsgebäude des Bahnhofes Borgholzhausen. „Die Bauarbeiten sind auf dem hiesigen Bahnhofe ziemlich fortgeschritten“, ist zu lesen. Und: „Es herrscht ein Mangel an Arbeitern.“
Noch wird es aber ein Weilchen dauern, ehe der Bahnhof wirklich errichtet ist und die Züge zwischen Osnabrück und Brackwede verkehren. Erst am 15. August ist es so weit. Und ein Gerücht macht offenkundig die Runde. Jenes, dass zur Eröffnung Freifahrten im Zug möglich sind. Diesen „Gerüchten kostenloser Beförderungen zur Einweihung der Bahnstrecke“ widerspricht das Haller Kreisblatt am 13. August. „Die Züge gehen an diesem Tage bereits fahrplanmäßig und befördern nur gegen Erlegung der Fahrtaxe“, ist zu lesen. Fahrpläne sind der Ausgabe des Haller Kreisblattes beigefügt. Schließlich macht der Zug Station in Borgholzhausen, in Halle und in Steinhagen.
Drei Jahre hatte das Projekt für seine Umsetzung benötigt. „Zur würdigen Begehung der Eröffnungsfeier waren umfassende Vorkehrungen getroffen worden“, heißt es im Haller Kreisblatt. Zwei Extrazüge waren – einer ab Brackwede, einer ab Osnabrück – eingesetzt worden. Die Festgäste wurden so nach Bad Rothenfelde gebracht, wo das Ereignis begangen wurde. Mit Laub- und Flaggenschmuck seien die Züge versehen gewesen, weiß der Chronist zu berichten.
Fahrgäste wurden nach Bad Rothenfelde gebracht
Für Borgholzhausen ist kolportiert, dass der Lehrer Altenbäumer aus Berghausen „mit einer Jugendschaar“ auf dem Bahnsteig am Bahnhof Borgholzhausen Aufstellung genommen haben soll. „Glück auf! Lasst die Fähnlein schwingen, Kränz’ und Blumen nehmt zur Hand. Lasst uns jubeln, lasst uns singen, drob, dass diese Bahn entstand. Glück auf! Kaiser Wilhelm lebe, der den Frieden uns bewahrt. Denn ohn Frieden schwerlich gäbe heute diese Festes-Fahrt“, waren zwei von neun Strophen seines Begrüßungs-Gedichtes für die Fahrgäste.“
Altenbäumers Wunsch für die Zukunft der Bahn: „Glück auf! Mög vorüber sausen Zug um Zug in schnellem Lauf. Und, die wir am Berge hausen, rufen dann: Glück auf! Glück auf!“. Der Zug fuhr anschließend weiter nach Bad Rothenfelde, wo im Saal des damaligen Bade-Hotels gefeiert wurde. 300 Personen waren beim Fest-Dinner zugegen. Eine Anzahl, mit der die Organisatoren so wohl selbst nicht gerechnet hatten.
Bahnstrecke des Haller Willem blickt auf wechselvolle Geschichte
Dass die Passagiere auch von Bahnhof bis ins Herz der Lebkuchenstadt ihren Weg fanden – dafür war der Namensgeber des „Haller Willem“, der Kutscher Wilhelm Stukemeier, verantwortlich. Andere übernachteten im Hotel am Bahnhof, gleich nebenan. Seither hat die Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Bielefeld eine wechselvolle Geschichte erlebt. Am 30. März 1907 etwa gab es ein großes Zugunglück zu beklagen, als ein Zug in das Bahnhofsgebäude gefahren war. Damals war ein Güterwaggon entgleist, kippte um und riss am Bahnhofsgebäude einen großen Teil der Vorderfront ein. Zwischen 1984 und 1999 war die Strecke praktisch stillgelegt. Denn erst wurde 1984 der Personenverkehr, 1991 schließlich auch der Güterverkehr eingestellt. Nicht zuletzt einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass die Strecke schließlich im Rahmen des Projektes EXPO 2000 reaktiviert wurde.

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10.05.2026 Bericht: HK
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Haller Willem wird elektrisch: Davon profitieren nicht nur die Fahrgäste
OWL bekommt die zweitgrößte Batterie-Zug-Flotte in Deutschland. Die Mireo-Triebwagen sind nicht nur sauber - sondern auch sehr leise. Nicht die einzige Verbesserung für die Regionalbahn.
Immer mehr Deutsche steigen auf Elektroautos um. Mehr als eine halbe Million batteriebetriebene Pkw wurden in der Bundesrepublik allein im vergangenen Jahr neu zugelassen. Da ist nicht so abwegig, dass sich der in Sachen Ökologie vorbildliche ÖPNV ebenfalls Gedanken macht, wie man noch grüner werden kann. Ein großer Schritt für den Altkreis: Der Haller Willem wird bald komplett elektrisch fahren.
Das Haller Kreisblatt hat den Träger, die „Nahverkehr Westfalen-Lippe“ (NWL) gebeten, die Details zu erläutern. Der NWL bestätigt die Pläne und setzt sogar noch eins drauf. „Westfalen-Lippe erhält die bislang zweitgrößte Batteriezug-Flotte in Deutschland“, heißt es aus der Presseabteilung.
Insgesamt 61 hochmoderne „Mireo Plus B-Batteriezüge“ von der Siemens-Verkehrs-Tochter „Siemens Mobility“ sollen ab Dezember 2029 auf den Schienen im Netz „Nördliches Westfalen“ und damit auch auf der Haller-Willem-Strecke RB75 zum Einsatz kommen. Die Züge werden nicht gekauft, sondern von der „Rock Rail NnW GmbH“ einer Tochter der britischen „Rock Rail Holdings“-Investorengruppe geleast.
OWL bekommt die zweitgrößte Batterie-Zug-Flotte
Die neuen Züge werden mit Features wie obligatorischem WLAN, USB-Ladeports, niedrigen Einstiegen und ihrer nachhaltigen Bauweise beworben. „Ein umweltfreundliches und komfortables Reiseerlebnis“, verspricht Siemens-Mobility-CEO Michael Peters. Das ist nicht nur für die Fahrgäste eine gute Nachricht, auch für die Anwohner. „Erfahrungsgemäß geht die Umstellung von Verbrennungsantrieb auf elektrische Technologie sowie von etwa drei Jahrzehnte alten Fahrzeugen auf moderne, fabrikneue Triebwagen mit deutlichen Verbesserungen der Geräuschsituation einher – sowohl für Fahrgäste als auch für Anwohner der Strecke“, kündigt NWL-Sprecherin Gwendolyn Dünner an.
Der Bau von Oberleitungen zwischen Borgholzhausen und Bielefeld wird wohl nicht nötig sein, da die Mireo-Triebwagen große Akkus nutzen. „Diese Fahrzeuge laden ihre Batterien an Strecken mit bestehender Oberleitung sowie an speziell ausgerüsteten Bahnhöfen auf und überbrücken oberleitungsfreie Abschnitte mit der gespeicherten Energie“, erläutert Dünner. Dank intelligenter Energiemanagementsysteme fahren sie lokal emissionsfrei, besonders energieeffizient und deutlich leiser als herkömmliche Dieseltriebwagen.
Mireo-Triebwagen sind sauber und leise
Gleichzeitig nutzten die Züge ähnliche Reokkupationssysteme wie moderne Elektroautos. „Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen und wieder in die Akkus gespeist, was die Effizienz weiter steigert“, erklärt die Sprecherin. Die bisherigen Dieseltriebwagen vom Typ „Bombardier Talent, Baureihe VT 643“, die auf der Haller-Willem-Strecke eingesetzt werden, sollen ausgemustert werden.
Hintergrund: Bahnhof im Grünen spielt eine Schlüsselrolle für den Haller Willem
Derweil laufen im Hintergrund Pläne, den Halbstundentakt des Haller Willems, der derzeit nur vom Halle nach Bielefeld verkehrt, Richtung Osnabrück auszuweiten. „Derzeit werden durch die Verkehrsbetriebe Landkreis Osnabrück erste Planungen der für den Halbstundentakt notwendigen Infrastrukturausbauten durchgeführt. Zudem hat die Stadt Borgholzhausen vorsorglich bereits einige Grundstücke erworben, die für den Ausbau benötigt würden“, bericht die NWL-Sprecherin.
Am Ende sei die Umsetzung des Projekts jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter Prioritäten beim Infrastrukturbetreiber, Finanzierungsfragen und Fördergelder. „Eine Finanzierung und Umsetzung des Infrastrukturausbaus und der Ausweitung des Angebots ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen“, bremst Dünner deshalb den Optimismus. Bei der Neuausschreibung der Zugverbindung RB75 ab 2029 sei der Halbstundentakt deshalb auch noch nicht eingeplant: „Für den Fall, dass entsprechende Infrastrukturausbauten umgesetzt werden, würden die Möglichkeiten für eine Zubestellung und Umsetzung der notwendigen Mehrleistungen konkret geprüft.“
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25.03.2026 Bericht: IHW
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Sauberkeit, Pünktlichkeit und neue Triebwagen
Bahnhofspaten sprachen über Haller-Willem-Betrieb
Für eine abgestimmte Zusammenlegung von Instandhaltungsarbeiten zwischen der Deutschen Bahn (DB InfraGO) und der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) an der Haller-Willem-Strecke sprachen sich die Bahnhofspaten beim Treffen mit dem Prokuristen der VLO, Jürgen Werner, aus. Dadurch könne die Zahl der für die Fahrgäste ungünstigen Ersatzverkehre per Bus verringert werden.
Während die VLO für den Abschnitt Osnabrück-Dissen verantwortlich ist, ist es die DB InfraGO für Dissen-Bielefeld. Für die Nutzung der Trassen werden von dem Nutzer NordWestBahn Trassengebühren an die VLO bzw. DB InfraGO gezahlt, derzeit rund 8 Euro für jeden gefahrenen Kilometer. „Die über 3 Mio. Euro, die an die DB InfraGO jährlich gezahlt werden, dürfen nicht im Wasserkopf der DB AG verschwinden, sondern müssen in die Strecke gesteckt werden“, fordern die Bahnhofspaten.
Schließlich seien Probleme bei Bahnübergängen und Weichen häufig Ursache für Verspätungen. Bei 6 Minuten Toleranz seien aktuell nur 77 % der Züge pünktlich. Die Zuverlässigkeit, dass die Züge fahren, liege bei 94 %. Die von der VLO angebotene Kooperation bei den zweijährlichen Schotter-Stopfgängen sei von der DB bisher nicht angenommen worden, berichtete Werner. Wenn die DB weiterhin ihrer Unterhaltspflicht nur zögerlich nachkomme, ist es nach Ansicht der Bahnhofspaten besser, auch den Abschnitt Dissen-Bielefeld in die Hände der VLO zu übergeben. Dann könnten die Streckenunterhaltung aus einer Hand geschehen und auch die seit Jahren bestehenden Langsamfahrstrecken beseitigt werden.
Schließlich seien Probleme bei Bahnübergängen und Weichen auf Seiten der DB InfraGO häufig Ursache für Verspätungen. Bei 6 Minuten Toleranz seien aktuell nur 77 % der Züge pünktlich. Die Zuverlässigkeit, dass die Züge fahren, liege bei 94 %. Die von der VLO angebotene Kooperation bei den zweijährlichen Schotter-Stopfgängen sei von der DB InfraGO bisher nicht angenommen worden, berichtete Werner. Wenn diese weiterhin ihrer Unterhaltspflicht nur zögerlich nachkomme, ist es nach Ansicht der Bahnhofspaten besser, auch den Abschnitt Dissen-Bielefeld in die Hände der VLO zu übergeben. Dann könnten die Streckenunterhaltung aus einer Hand geschehen und die seit Jahren bestehenden Langsamfahrstellen beseitigt werden.
Zumindest den Abschnitt Dissen-Westbarthausen will die VLO übernehmen, um dort mit einem Begegnungsabschnitt die Voraussetzungen für den Halbstundentakt zu schaffen. „Mit Unterstützung der Stadt Borgholzhausen sind die erforderlichen Flächen erworben worden und die Planungen für den Kreuzungsbahnhof Westbarthausen befinden sich auf der Zielgeraden“, berichtete Werner. Bundestagsabgeordnete mehrerer Parteien seien dabei, die DB AG zur Kooperation zu bewegen. Ziel sei der Start des Halbstundentaktes bis 2030.
Dann sollen die neuen batterieelektrischen Triebwagen von Siemens-Mireo auf der Strecke fahren. Auch die Laufzeit des neuen Verkehrsvertrages zwischen dem Verkehrsunternehmen und den Aufgabenträgern LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen) und NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) für die nächsten 15 Jahre soll dann beginnen. In wenigen Wochen ist die Entscheidung zu erwarten, ob auf Grundlage der Angebote die Nordwestbahn erneut den Zuschlag erhält.
Positiv bewerten die Bahnhofspaten die Sauberkeit an den Haltepunkten der VLO. „Wenn ich 5.41 Uhr in Sutthausen einsteige, um zur Arbeit nach Bielefeld zu fahren, ist der Schnee schon geräumt“, so Hartmut Grunwald. Als es im Mai ein Graffiti gegeben habe, sei dieses abends schon beseitigt gewesen, lobte der Bahnhofspate. Allerdings forderte Ernst Haase für Dissen einen Kombi-Abfallbehälter für den zweiten Wartestand, da immer noch viele Kippen auf den Boden geworfen würden. Dazu hat sich die Initiative Haller Willem (IHW) an die dafür zuständige DB Station & Service Bielefeld gewandt. Für Oesede berichtete Peter Schmechel, lediglich bei größeren Festen komme es zu übervollen Müllbehältern und Verunreinigungen auf dem Bahnsteig. Nach Einführung des Deutschland-Tickets nehme er zudem eine Steigerung der Fahrgastzahlen wahr.
Für Hilter wies Britta Bölter auf den Bahnsteig überrankenden Bewuchs vom benachbarten Grundstück und auf kein schönes Gesamtbild aufgrund des leerstehenden Nachbargebäudes hin. Die IHW hat die Gemeinde Hilter um Mithilfe bei der Klärung mit dem Eigentümer gebeten. Über Kritik aus Wellendorf wegen des Lärms bei der Querung des Bahnübergangs durch den Straßenverkehr berichtete Daniel Pilgrim. Jürgen Werner sicherte zu, seitens der VLO Abfräsarbeiten der Deckschicht zu beauftragen, um bestehende geringfügige Höhenunterschiede zwischen dem Straßenbelag und den Gleistragplatten zu beseitigen. Hauptursache des Lärms sei aber, dass vom Großteil der Pkw und Lkw die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h nicht eingehalten werde. Die IHW hat deshalb den Landkreis gebeten, auch mit „Blitzern“ für Abhilfe zu sorgen.
Mit defekten Bahnhofsuhren, worüber Johannes Bartelt für Kloster Oesede berichtete, soll es bald vorbei sein. Werner kündigte an, die Uhrzeit werde bald auf den DFI-Anzeigern auf den Bahnsteigen, die die Zeiten der ankommenden Züge ankündigen, angezeigt. Die Installation von Videokameras auf den Bahnsteigen hätte sich bewährt: Vandalismus gebe es nicht mehr, sogar eine Straftat sei damit aufgeklärt worden.
Für 2026 stehen laut Werner Reparaturen an Bahnsteigbefestigungen sowie die Sanierung von einigen Bahnübergangsbefestigungen an. Voraussichtlich ab 2027 werde es vereinzelt Einschränkungen im Bahnverkehr wegen der Erneuerung der B 51-Talbrücke in Oesede geben.
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19.03.2026 Bericht: NOZ
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Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz: Pannenchronik des Stations-Neubaus
Der neue Bahnhalt am Rosenplatz in Osnabrück sollte ursprünglich schon vor fast zehn Jahren in Betrieb gehen. Doch immer neue Schwierigkeiten bei Planung und Bau verzögerten das Vorhaben. Chronologie der Ereignisse.
Im Mai 2015 setzt die Landesregierung den Bahnhalt am Rosenplatz auf eine Prioritätenliste. Die Station soll auf der Südseite des Bahndamms zwischen Sutthauser Straße und Iburger Straße entstehen. Wirtschaftsminister Olaf Lies stellt eine Eröffnung für das Jahr 2017 in Aussicht.
Das Land verspricht zudem, 75 Prozent der förderfähigen Kosten zu übernehmen. Die Planer rechnen mit täglich rund 300 Fahrgästen.
Anfang 2019 steht fest, dass die Station nur einen Bahnsteig für den Haller Willem in Richtung Bielefeld erhält. Ein zweiter Bahnsteig für Züge nach Münster scheidet aus Kostengründen aus. Die Grünen kritisieren diese Entscheidung als „herben Rückschlag“ für den Nahverkehr in der Region. Der frühestmögliche Termin für den Baubeginn verschiebt sich derweil auf das Jahr 2022.
Mitte 2021 präsentiert das Ingenieurbüro Emch + Berger erste realitätsnahe Computerbilder der neuen Anlage. Die Entwürfe zeigen einen 116 Meter langen Bahnsteig mit Lärmschutzwänden und Aufzug. Die Planer deuten auf den Visualisierungen zudem eine rund 200 Meter lange Fußgängerbrücke an. Diese soll Fahrgäste eines Tages von der Iburger Straße entlang der Gleise direkt zum Haltepunkt führen.
Die Stadt stellt gleichzeitig ihre Ideen für das verkehrsberuhigte Bahnhofsumfeld vor. Dabei verzichtet sie bewusst auf klassische Pkw-Parkplätze und plant stattdessen Zonen für Taxis, Fahrräder sowie das schnelle Bringen mit dem Auto.
Ende 2024 gibt das Land Niedersachsen bekannt, dass sich die Kosten auf sieben Millionen Euro verdoppelt haben. Trotzdem halten die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), das Land Niedersachsen und die Stadt Osnabrück an dem Vorhaben fest. Der Baustart wird für das erste Quartal 2025 angekündigt.
Im Februar 2025 beginnen die ersten Rodungsarbeiten am Bahndamm. Im April entbrennt ein politischer Streit über die Fußweganbindung. Die angedachte Rampe wird aus finanziellen und technischen Gründen verworfen. Die Stadt stellt nach heftiger Kritik klar, dass Fahrgäste die Station auch über einen schmalen Durchgang von der Iburger Straße aus erreichen können.
Der Grund für diese beengte Zuwegung liegt lange zurück: Im Jahr 2012 verzichtete die Stadt versehentlich auf ein Vorkaufsrecht für ein wichtiges Grundstück an der Iburger Straße.
Am 7. Juli 2025 fällt der offizielle Startschuss für die Hauptbauarbeiten. Die Deutsche Bahn rammt Spundwände in den Boden, was bei Anwohnern zu massiven Beschwerden über Lärm führt. Ein Nachbar bezeichnet den Krach als „komplett irre“. Wenig später stellt sich heraus, dass die Bauarbeiter die Spundbohlen nicht bis zur geplanten Tiefe in den Untergrund treiben können.
Im November 2025 teilt die Deutsche Bahn mit, dass für die Spundwände eine neue statische Berechnung nötig ist. Dies führt zu weiteren Bauverzögerungen. Die Bahn hält zunächst jedoch noch an einer Eröffnung Ende 2026 fest.
Mitte März 2026 verschiebt die Bahn die Inbetriebnahme der Station Rosenplatz auf Mitte 2027. Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltenden Probleme mit dem Baugrund aus dem vergangenen Sommer.
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13.03.2026 Bericht: NOZ
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Schon wieder später: Bahnhalt Rosenplatz in Osnabrück wird erst im Frühjahr 2027 fertig
Die Bahn wollte mit ihrer neuen Station Osnabrück-Rosenplatz längst weiter sein. Doch nach Schwierigkeiten bei Spundwandarbeiten verschiebt sich die Eröffnung des Haltepunkts erneut. Wie es auf der Baustelle weitergeht. Der Bau des neuen Bahnhalts Osnabrück-Rosenplatz verzögert sich weiter. Die Deutsche Bahn rechnet nach einer neuen Bauplanung damit, dass die Arbeiten an der Station erst im Frühjahr 2027 abgeschlossen sind. Danach gestaltet die Stadt das Umfeld des Bahnhofs.
Züge können erst ab Mitte 2027 halten
„Ziel ist es, dass ab Mitte 2027 an der neuen Station die Züge halten können“, teilte eine Bahnsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion mit. Grund für die Verzögerung sind Probleme bei Bauarbeiten im vergangenen Sommer.
Spundwand erreicht geplante Tiefe nicht
Im Juli 2025 führte die Bahn Rammarbeiten für eine Spundwand durch. Diese Wand stabilisiert den Bahndamm während der Bauarbeiten. Die Spundbohlen konnten jedoch nicht bis zur geplanten Tiefe in den Boden eingebracht werden. „Hierfür waren weitere Untersuchungen sowie planerische Änderungen erforderlich“, erklärte die Bahn.
Die Sperrpause im Juli nutzte die Bahn trotzdem, um alle Spundbohlen einzubauen. Danach konnten die Bauarbeiten jedoch nicht wie geplant weitergehen. Neue Berechnungen und Nacharbeiten
Eine geotechnische Untersuchung zeigte, dass neue statische Nachweise für die Tragfähigkeit nötig waren. Diese galten auch für Spundwände mit geringerer Tiefe. Durch eine Nachverdichtung konnte die Stabilität schließlich nachgewiesen werden.
Bis Ende 2025 kürzte die Bahn die Spundwände auf eine einheitliche Höhe. Im Januar und Februar folgten Schweißarbeiten. Derzeit testet die Bahn die Tragfähigkeit von Probepfählen. Die Ergebnisse entscheiden über den weiteren Bauablauf. Danach sollen die endgültigen Bauwerkspfähle hergestellt und eingebaut werden.
Wie gehen die Bauarbeiten weiter?
Anwohner hat die Bahn über weitere Bauarbeiten informiert. Zwischen Freitag, 17. April, und Montag, 20. April, sind Arbeiten im Gleisbereich geplant. Sie sollen überwiegend tagsüber stattfinden. Für Sonntag, 19. April, kündigt die Bahn einen sogenannten Stopfgang im Gleis an. Dabei wird der Schotter unter den Schwellen verdichtet. Zwischen 18 Uhr und Mitternacht kann es deshalb zeitweise lauter werden.
In den kommenden Monaten folgen weitere Arbeiten. Dazu gehören Gründungsarbeiten mit Mikropfählen, Stahlbetonarbeiten sowie Tiefbauarbeiten für Kabel und Entwässerung. Außerdem entstehen Bahnsteig und Aufzug.
Bau und Inbetriebnahme mehrfach verschoben
Ursprünglich hätte der Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz schon vor Jahren fertig sein sollen. Es traten jedoch immer neue Verzögerungen auf. Erst im Sommer 2025 kam es zum symbolischen ersten Spatenstich. Noch im November nannte die Bahn eine Inbetriebnahme der Station im Dezember 2026 als Ziel.
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28.02.2026 Bericht: HK
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Der Haller Willem hat ein Problem - Schuldzuweisungen helfen nicht
Der Wochenkommentar von Marc Uthmann
Ein Jahr nach der massiven Krise des heimischen Nahverkehrszuges sind viele Missstände noch nicht behoben. Das kostet die Regionalbahn Vertrauen und Passagiere. Ein Lehrstück für die Lage des ÖPNV.
Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ich an dieser Stelle über den heimischen Nahverkehrszug Haller Willem - also die Regionalbahn RB 75 - geschrieben habe. „Eine Bankrotterklärung für den ÖPNV“ habe ich damals markig getitelt. Naheliegende Frage: Hat sich seither bei einem der wichtigsten Verkehrsmittel der Region etwas verbessert?
Mein Kollege Uwe Pollmeier hat dazu recherchiert. Und auch wenn die massive Krise mit ausfallenden Verbindungen aufgrund beschädigter Züge überstanden scheint, so sind viele Menschen weiterhin unzufrieden mit dem Angebot der Bahn. Pressesprecher Steffen Högemann räumt angesichts von 77 Prozent Pünktlichkeit selbst ein, dass der Haller Willem „sehr anfällig für Verspätungen“ sei.
Das deckt sich nach HK-Recherchen mit den Erfahrungen vieler Berufspendler, die sich auf die Verbindung nicht mehr verlassen können und wollen. Wenn nie planbar ist, ob mich der Zug zeitnah nach der Arbeit nach Hause bringt, dann benutze ich ihn nicht mehr. Und steige auf das Auto um. Frappierend ist allerdings, dass der Haller Willem im Qualitätsmonitor des NRW-Nahverkehrs, den der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) erhebt, trotz besagter „erheblicher Anfälligkeit“ auf Platz 36 von 96 Verbindungen rangiert - im oberen Mittelfeld also. Man ist also nicht zufrieden, aber andere sind noch schlechter: Das wiederum ist sicherlich keine Diagnose, die Aufbruchstimmung erzeugt. Für alle, die mal wieder am Bahnsteig warten, sei übrigens vermerkt: Als unpünktlich gilt ein Zug per Definition ohnehin erst, wenn er mehr als sechs Minuten zu spät kommt. Man ist also mit wenig zufrieden. All das klingt jetzt wieder nach „Bahn-Bashing“ - das ist ohnehin angesagt, und man kann damit landauf, landab punkten.
Aber damit Sie jetzt nicht denken, dass ich hier nur billig auf einen - Achtung, Wortspiel - Zug aufspringen will, folgt an dieser Stelle ein flammendes Plädoyer: Wer in Borgholzhausen, Halle oder Steinhagen wohnt, der darf sich glücklich schätzen. Man kann direkt vor der eigenen Haustür in einen Nahverkehrszug einsteigen, der die beiden Oberzentren Bielefeld und Osnabrück direkt verbindet. Drei der Kleinstädte des Altkreises Halle sind also direkt an das Bahnnetz angebunden.
Regionalbahn ist Standortfaktor für den Altkreis Halle
Was würde ich mich als Versmolder freuen, wenn auf unseren Gleisen nicht nur Güterzüge durchbrettern würden. Aber ob man an meinem örtlichen Bahnhof je wieder regelmäßig in einen Zug einsteigen kann, steht derzeit mehr denn je in den Sternen. Vor diesem Hintergrund sollte uns allen bewusst sein, was für ein wertvoller Standortfaktor die Regionalbahn 75 ist, dass der Haller Willem ein Markenzeichen für die Region bedeutet. Umso wichtiger wäre es allerdings, wenn er die gewiss nicht überzogenen Qualitätsansprüche auch erfüllen könnte. Und zwar im Alltag. Nicht falsch verstehen: Kommunen, Verkehrsverbünde, Initiativen und auch die beteiligten Unternehmen haben das Zukunftspotenzial lange erkannt und wollen die Verbindung immer weiter entwickeln - unter anderem mit dem Halbstundentakt auf der gesamten Strecke.
Aber wie kann ein Verkehrsmittel, das für eine klimafreundliche Zukunft und hohen Komfort stehen soll, bei den Menschen punkten, wenn jeder vierte Zug zu spät kommt? Zumal eine Einzelfahrt von Halle nach Bielefeld auch immerhin mindestens 5,48 Euro kostet und nach Osnabrück elf Euro fällig sind. Wobei Pendler natürlich mit dem richtigen Ticket sparen können. Dennoch: Auch daran muss sich das Angebot messen lassen.
Gegenseitiges Beschuldigen hilft Debatte um Haller Willem nicht weiter
In der aktuellen Debatte gibt es die erwartbaren - wenig fruchtbaren - Reflexe: Die Nordwestbahn beklagt eine veraltete, anfällige Infrastruktur als Ursache für die Verspätungen. Heißt: Die Deutsche Bahn als Netzbetreiberin ist schuld. Letztere gibt sich bei der Erklärung von Problemen wie jüngst an den Haller Bahnübergängen meist wortkarg bis nichtssagend. In einem Nebensatz räumt die Nordwestbahn indes auch ein, dass die „Fahrzeuglage“ weiter angespannt sei. Die Krise mit den beschädigten und zur Reparatur eingesandten Zügen scheint also auch ein Jahr nach ihrem Auftreten noch nicht nachhaltig überwunden. Auch die Nordwestbahn versucht also offenbar verzweifelt, mit knappen Kapazitäten und unter wirtschaftlichen Zwängen irgendwie einen halbwegs regulären Fahrplan aufrechtzuerhalten. Auch wenn der Personalmangel aktuell gelindert scheint, leidet das Unternehmen weiter unter dem maroden Netz, fehlenden Kapazitäten für die Reparatur ihrer Züge - und letztlich dem zunehmenden Unmut ihrer Passagiere.
Im Kleinen gilt also auch im Nahverkehr, was im Großen für die ständig angezählte Deutsche Bahn zu konstatieren ist: Es fehlt an Geld im System und an einer ausreichenden Lobby. So wird sich die Dominanz des Autos nicht brechen lassen.
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27.02.2026 Bericht: HK
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Verlässlichkeit fehlt: Jeder vierte Haller-Willem-Zug kommt zu spät
Halle ist dank des Bahnhofs sehr gut an den Schienenverkehr zwischen den Großstädten Osnabrück und Bielefeld angebunden. Dennoch schrecken viele vor der Nutzung des Zuges zurück. Es fehlt an Zuverlässigkeit.
Halle. Wer entspannt in den Arbeitstag starten möchte, sollte wohl das Homeoffice wählen. Schließlich bietet der Weg zur Arbeit – egal mit welchem Verkehrsmittel – viel Raum für Stress, Aufregung und Verzweiflung. Auf dem Fahrrad nehmen einem Autofahrer oft die Vorfahrt, und man wird nass oder friert. Im Auto steht man im Stau oder schleicht einem Traktor hinterher. Bliebe die Bahn, schließlich fährt der Haller Willem (RB 75) stündlich nach Osnabrück und halbstündlich nach Bielefeld.
„Wenn man feste Termine hat, sollte man darauf lieber nicht vertrauen“, sagt jedoch ein Haller, der regelmäßig mit der Bahn pendelt. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass ein Zug wirklich kommt oder dass dieser auch wie vereinbart das Ziel erreicht. „Plötzlich bleibt der irgendwo stehen, und das Nervige ist dann, dass man oft gar nicht erfährt, warum das so ist“, ärgert sich der Bahnnutzer, der aufgrund einer Sehbehinderung nicht selbst Auto fahren kann und somit umso mehr auf die Bahn angewiesen ist.
Persönliches Pech oder einfach einen schlechten Tag gehabt? Offenbar nicht, denn ähnliche Äußerungen hört man von Fahrgästen häufig, und selbst der Pressesprecher der Nordwestbahn gibt zu, dass nicht alles rund läuft. „Mit durchschnittlich 77 Prozent Pünktlichkeit in 2025 ist der Haller Willem sehr anfällig für Verspätungen“, bestätigt Steffen Högemann.
Wer es pünktlich liebt, sollte von Halle nach Unna umziehen
Der Pressesprecher weist auf den Qualitätsmonitor des NWL hin, in dem die Züge im nordrhein-westfälischen Nahverkehr mit Blick auf Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit – die laut Definition übrigens erst ab Minute sechs gilt – gelistet sind. Bis zu sechs Minuten Verspätung gelten noch als pünktlich. Der Haller Willem belegt unter den 96 Zügen den 36. Platz und befindet sich somit im gehobenen Mittelfeld. Immerhin erreicht er bei der Zuverlässigkeit, die darüber Auskunft gibt, ob ein Zug zur angegebenen Zeit überhaupt kommt und fährt, einen Wert von 94,4 Prozent.
Spitzenreiter in Sachen Pünktlichkeit ist übrigens die S4 (Dortmund–Unna) mit 98,5 Prozent. Top in Sachen Zuverlässigkeit ist die RB 92 (Finnentrop–Olpe) mit 99,7 Prozent. In der Gesamtwertung liegt die RE 78 (Bielefeld–Minden–Nienburg) vorn. Alle Ergebnisse sind einsehbar unter www.nwl-info.de/kompetenzen/qualitaet-sicherheit/spnv-qualitaetsmonitor-nrw.html
Für Högemann liegen die Gründe für die häufige Unpünktlichkeit des Haller Willem auf der Hand. „Dies ist bedingt durch die Infrastruktur. Sie ist fast ausschließlich für die Verspätungen verantwortlich“, sagt der Pressesprecher. Diese sei überholt und veraltet. Zudem sei die Fahrzeuglage weiterhin angespannt und führe in Einzelfällen auch zu Einschränkungen auf der Strecke.
„Regelmäßige Ausbildungskurse und ein aktives Bewerben offener Stellen, zum Beispiel durch Bewerbertage, sorgen für ein stabiles Team bei der Nordwestbahn. Einschränkungen durch Personalengpässe gibt es entsprechend nur äußerst selten“, erklärt Högemann weiter.
Zuletzt war es auch verstärkt zu Bahnübergangsstörungen gekommen. Insbesondere an den Übergängen Kreisstraße in Künsebeck und Neulehenstraße in Gartnisch sind am Freitag, 6. Februar, die Schranken nicht wieder hochgegangen und haben somit einen Stau verursacht. Der Fehler ist, so versicherte die Deutsche Bahn, mittlerweile behoben.
Ulrike Nikel hat am Haller Bahnhof alle Verspätungen im Blick
Mit dem Frust der Bahnfahrer direkt konfrontiert ist Ulrike Nikel, Leiterin der DB-Agentur im Haller Bahnhof. „In den vergangenen Tagen gab es einige Störungen. Viele waren witterungsbedingt, hinzu kamen Stellwerkstörungen oder Personen im Gleis“, sagt Nikel. „Wenn eine Weiche eingefroren ist, kann man nichts machen“, bittet sie um Verständnis. Sie habe ebenso registriert, dass die Verspätungen weitaus häufiger vorkommen als komplette Zugausfälle.
„Um aber bei Verspätungen wieder in den normalen Takt zu kommen, werden manchmal die Zwischentakte gestrichen“, sagt Nikel. Mit anderen Worten: Die Züge in Richtung Bielefeld fahren nur noch im Stundentakt. „Heute habe ich aber bisher überhaupt keine Verspätungen hier stehen“, sagt Nikel beim Blick auf ihren Monitor. Es geht also auch anders – nur leider aus Sicht vieler Pendler zu selten.
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02.02.2026 Bericht: IHW
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Auch bei Eis und Schnee für Bahnhalt Rosenplatz - Initiativen sprachen mit PlaNOS über OS-Bahn-Projekte
Osnabrück – Auch bei Eis und Schnee wurde von der Firma Fischer aus Hildesheim an der Fertigstellung des Bahnhaltes am Rosenplatz gearbeitet. Damit wächst bei der Initiative Haller Willem (IHW) die Zuversicht, dass zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember nach mehreren Verzögerungen die Züge von und nach Bielefeld hier halten können. Über die konkreten Planungen aller OS-Bahn-Projekte sprach sie mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS).
Für Ende Januar sei ein aktualisierter Bauablaufplan für den Bahnhalt Rosenplan seitens der Deutschen Bahn (DB) zugesagt worden, erfuhren die IHW-Mitglieder von PlaNOS-Mitarbeiter Gerd Stolle. Auf dieser Basis könnten die städtischen Maßnahmen zur Gestaltung des Bahnhofsumfeldes angepasst werden. Zur Reaktivierung der Bahnhalte Vehrte und Belm-Mitte ist in diesem Jahr der Abschluss der Entwurfsplanung zu erwarten. Sperrpausen für die Bauarbeiten sind für 2029 angemeldet worden. Die Initiativen drängen auf die Errichtung eines Bürgerradweges zwischen Haaren und Vehrte, wofür der Fahrradclub ADFC bereits Unterstützung signalisiert hat.
Hinsichtlich der Einfädelung der in Vorbereitung befindlichen Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn in die Bahntrasse Eversburg–Hauptbahnhof sei ein drittes Gleis nicht erforderlich, berichtete PlaNOS-Mitarbeiter Christian Hüsing. Eine eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung durch die DB InfraGO habe aber die Notwendigkeit weiterer Weichenverbindungen im Bahnhof Eversburg aufgezeigt. Außerdem gehe es um ein neues Bahnsteiggleis im unteren Teil des Osnabrücker Hauptbahnhofes („Postbahnsteig“ am Empfangsgebäude). Alternativ werde für den Hauptbahnhof der Bau einer Wendeanlage in Verlängerung der unteren Bahnsteige geprüft. Zur Umsetzung sei seitens der Aufgabenträger Landesnahverkehrsgesellschaft Hannover (LNVG) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) eine Planungsvereinbarung mit der DB INfraGO in Vorbereitung. Ergebnisse seien bis Mitte 2027 zu erwarten.
Für den Ausbau des Weser-Ems-Netzes wird laut Hüsing ein neuer Bahnsteig an Gleis 15/16 projektiert. Ziel sei, mit den geplanten größeren Maßnahmen (z.B. Achse Bremen-Münster mit Austausch Osnabrücker Kreuzungsbauwerk) ab Anfang der 2030er Jahre auch die Kapazitätssituation zu verbessern. Damit werden aus Sicht der Initiativen die Voraussetzungen geschaffen für die Wiederinbetriebnahme des Bahnhaltes Alfhausen.
Für den Ausbau des Halbstundentaktes des Haller Willem über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück werden bereits die Vorbereitungen für die Erhöhung der Geschwindigkeit zwischen Osnabrück und Dissen auf 100 km/h getroffen. Zur Genehmigung durch die Bezirksregierung Detmold fehlt noch die Zustimmung der DB für die Verschiebung der Infrastrukturgrenze von Dissen zum zukünftigen Kreuzungsbahnhalt Westbarthausen. Ab 2029 soll auf der Strecke der batterie-elektrische Triebwagen „Mireo“ von Siemens eingesetzt werden. Ob die Nordwestbahn den neuen Auftrag für den Betrieb bis in die 40-er Jahre bekommt, soll in diesem Frühjahr entschieden werden.
Seit Fahrplanwechsel im Dezember gibt es mit Start um 4.59 Uhr eine zusätzliche Frühfahrt Richtung Oldenburg mit Halten in Halen, Achmer, Bramsche, Hesepe, Bersenbrück und Quakenbrück. Seitens der DB gibt es noch kein Signal, vor 6.52 Uhr eine Fahrt von Osnabrück nach Berlin zu ermöglichen. An den Bemühungen gegenüber dem Land Niedersachsen um die Reaktivierung der Wittlager Kreisbahn wird festgehalten. Die Bauarbeiten für den barrierefreien Bahnhof Bohme sollen im Frühjahr 2027 beginnen.
Da das vom Land Niedersachsen zum 1.1.2026 eingeführte 'Azubi-Ticket Niedersachsen' (31,50 € als Jobticket) ein zusätzliches Angebot ist und Schüler'innen nicht berechtigt sind, dieses Ticket zu nutzen, bleibt das hiesige Azubi-&Schüler-ABO der VOS (32,70 €) erhalten.
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