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25.01.2018

Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

18.01.2018

Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

15.01.2018

Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

11.01.2018

Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

06.01.2018

Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


25.01.2018
Bericht:
HK


Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

Bielefeld - Der Bielefelder Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz. Das Jugendstil-Gebäude wurde Anfang der 2010er-Jahre für über 20 Millionen Euro saniert. Doch die Umgebung ist kein Schmuckstück, sorgt immer wieder für Kritik und Debatten. Jetzt verfolgen Bahn und Investoren neue Pläne. Dazu zählen ein Hotel, ein Ersatz für die alte Expresshalle und eine Aufwertung des Bahnsteigs Gleis 8.

Ladenzeile

Die heutige Ladenzeile entlang der oberen Bahnhofstraße mit neun kleineren Einheiten ist eher notdürftig hergerichtet. Die Bahn betreibt hier zudem ihren Müllhof und Büros. Mitte 2017 hat sie die Immobilie an die private Entwicklerfirma GBI AG verkauft, die dort ein neues Hotel der Kette Intercity plant. Mit einer Fertigstellung wird 2022/23 gerechnet. Den Geschäften ist noch nicht gekündigt. Aktuell sind sie belegt.

Doch die niedrige Häuserzeile an so zentraler Stelle stand häufig in der Kritik. Die Bahn suchte über Jahrzehnte vergeblich nach lukrativeren Lösungen für das wertvolle Gelände. Vor 20 Jahren war von einer dreigeschossigen neuen Ladenzeile mit viel Glas die Rede, Gleis 1 sollte überbaut werden. Später gab es abgespeckte Sanierungsvarianten. Politiker und Medien sprachen von einer „Schmuddel-Ecke". 2004 kündigte die Bahn den Verkauf an. Doch erst jetzt ist er nach einem neuen Anlauf vollzogen.

Hotelpläne

Die Stadt hat für einen Hotelbau eine Bauvoranfrage positiv beschieden, bestätigte Bauamtsleiter Dieter Ellermann. Das 150 Meter lange Grundstück könnte nach Vorgaben der Umgebung bebaut werden. GBI plane vier Geschosse, das oberste als Staffelgeschoss, teilte ein Sprecher mit. Derzeit seien 193 Zimmer geplant, vielleicht würden es etwas mehr, und 7.800 Quadratmeter Bruttofläche. Die Deutsche Hospitality will als Pächterin ein neues Intercity-Hotel betreiben. Zusätzliche Geschäfte seien nicht vorgesehen. Der Bauantrag werde jetzt vorbereitet, nach der Genehmigung sei mit 1,5 bis zwei Jahren Bauzeit zu rechnen.

Die Bahn muss, wenn die Übergabe 2019 erfolgt, ihre Büros verlagern, so Bahnhofsmanager Martin Nowosad, voraussichtlich zum neuen Stellwerk nach Lage. Für den Müllhof bliebe wohl nur Platz rechts vom Bahnhofsgebäude.

Da steht aber noch die alte Expressguthalle, in der heute die Radstation mit 300 Stellplätzen arbeitet. Die Räume erfüllen nicht mehr den Stand der Technik und seien zu klein, stellte die Stadtverwaltung schon Anfang 2017 in einer Vorlage fest und schlug vor, ein neues Konzept oder sogar eine neue Station anzustreben. Das halten auch die Verkehrsbetriebe MoBiel, die die Halle angemietet haben und über den Etienne-Fahrradladen betreiben lassen, für sinnvoll, bestätigte Sprecherin Lisa Schöniger. Die Stadt hofft auf Geld aus dem Klimaschutzfördertopf „Emissionsfreie Innenstadt".

Radstation

Die Bahn denkt über den Abriss der Halle, die erst nach dem Krieg gebaut wurde, nach, bestätigte Nowosad: „Städtebaulich kann man sich was Schöneres und eine Aufwertung des Gebietes vorstellen." Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Offen sei, ob Platz für eine neue Radstation bleibe.

Das Fahrradparkhaus galt bei Eröffnung 1992 bundesweit als vorbildlich. 2003 übernahm MoBiel es und renovierte und erweiterte. Verbunden ist es mit Radladen, Service, Kurier und Verleih. Stadt und MoBiel drängen auf eine Fortführung direkt am Hauptbahnhof, um kurze Wege zu Bahn und Stadtbahn zu behalten. Im Februar ist jetzt ein Gespräch der Beteiligten angesetzt, um Bedarf und Möglichkeiten zu klären.

Halle und Bahnsteig

In der Bahnhofshalle ist einiges renoviert. Jetzt solle der Durchgang zum Neuen Bahnhofsviertel neu gestrichen und ein neuer Infoschalter eingebaut werden, kündigte Nowosad an. Die neue Fahrgast-Infoanlage, bei der es anfangs Störungen gab, laufe stabiler.

Sehr beengt ist es bisher am Gleis 8, dem hintersten Bahnsteig zur Joseph-Massolle-Straße hin. Hier will die Bahn 100.000 Euro in die „Verschönerung" stecken. So werde das Schutzhäuschen vergrößert, der Zaun zum vorbeiführenden Gehweg entfernt und damit der Zugang zum Bahnsteig offener. Viele Bahnkunden nutzen diese Seite, weil dort weniger Trubel ist als vorn.

Ersatzbus-Haltestelle

Wichtig wird dieser Umbau, der bis Sommer fertig sein soll, auch, weil an der Joseph-Massolle-Straße Auto-Stellplätze in neun Bushaltestreifen umgewandelt werden sollen. Denn in Kürze beginnt die Bahn mit der Erneuerung der drei Brücken Von-der-Recke-, Schildescher und Schillerstraße. Das schränkt den Regionalverkehr erheblich ein. Die Ersatzbusse sollen an der Rückseite des Hauptbahnhofs halten. Nowosad: „Wir hoffen, dass die Kunden das akzeptieren."

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18.01.2018
Bericht:
IHW


Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

 Osnabrück - Die Osnabrücker Verkehrsverbände VCD, PRO BAHN und Initiative Haller Willem rufen Verwaltung und Politik dazu auf, sich gegenüber der Deutschen Bahn (DB) frühzeitig dafür einzusetzen, dass der Neubau der Humboldtbrücke Treppenzugänge zu den Bahnsteigen des unteren Hauptbahnhofs erhält. Die Organisationsstruktur der Deutschen Bahn verlange es, bereits weit vor Baubeginn und immer wieder mit Nachdruck für dieses Anliegen zu werben.

Für die Verbände gehört die schnelle Erreichbarkeit aller Gleise des Hauptbahnhofs zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs, die Osnabrück sich allein schon aus Klimaschutzgründen auf die Fahnen geschrieben habe. „Bahnkunden wollen schnell zum Zug – ohne unnötige Umwege“ – so die übereinstimmende Auffassung. Die Gleise 11 bis 14 im unteren Bahnhof sind derzeit nur über die Zugänge von den Gleisen 1 bis 5 im oberen Bahnhof aus zu erreichen. Für Fahrgäste, die aus Richtung Berliner Platz und Innenstadt kämen, aber auch für solche, die den Hauptbahnhof aus Richtung Schinkel, Gartlage und Buersche Straße erreichten, bedeute das Zeitverluste. Auch für Nutzer der Radstation würde der Weg zu vielen Zügen kürzer mit einem Aufgang zur Humboldtbrücke, der abschließbar sein solle .

 Über den unteren Bahnhof werde eine Vielzahl von Zugverbindungen abgewickelt: nach Melle, Minden, Hannover, Braunschweig und Berlin sowie Bielefeld, nach Amsterdam, Bramsche, Quakenbrück, Oldenburg oder Vechta, nach Ibbenbüren, Rheine, Bad Bentheim oder ins Emsland sowie möglicherweise künftig auch über die Tecklenburger Nordbahn nach Westerkappeln, Mettingen und Recke.

 Die Verbände schlagen einen Stufenplan vor. Sollten die Bahnsteigzugänge nicht sofort mit der neuen Brücke gebaut werden können, müsse die Brückenkonstruktion auf jeden Fall so geplant werden, dass Treppen später ohne großen Aufwand nachgerüstet werden könnten. Da es sich um eine Stahlbrücke handeln werde, sei eine solche vorausschauende Konstruktion ohne erheblichen Aufwand möglich. Desgleichen müsse dafür Sorge getragen werden, dass zu einem späteren Zeitpunkt mit vertretbarem baulichen Aufwand Fahrstühle nachgerüstet werden könnten. Für den Anfang werde es – auch aus Kostengründen – als ausreichend erachtet, wenn mit der neuen Brücke zunächst je ein Treppenabgang zu den Gleisen 11/12 und 13/14 angeboten werde. Alle vier Gleise seien bereits jetzt für mobilitätseingeschränkte Personen sowie jene mit schwerem Gepäck über Rolltreppen und Fahrstühle von Gleis 1 zu erreichen.

Mittelfristig gelte der Anspruch „Auf kurzem Weg zur Bahn!“ auch für die Bahnstation am Hasetor. Auch hier würde ein weiterer Zugang vom und zum Nonnenpfad die Erreichbarkeit für den Bereich Gartlage, Gertrudenberg, Kabelmetal verbessern. Die Bahnstation Osnabrück Altstadt verfüge seit der Kaiserzeit über diesen zweiten Zugang, der allerdings nur in den Jahren 1967 und 1968 geöffnet gewesen und mit dem Neubau der Nonnenpfad-Brücke abgerissen worden sei.

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15.01.2018
Bericht:
IHW


Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

Osnabrück – Von fehlender Beleuchtung der Bahnhofs-Uhr und dessen ungenauem Sekundenzeiger bis zu Mängeln bei der Lautsprecher-Durchsage von Verspätungen reichten im vergangenen Jahr die Hinweise der Paten der Bahnhöfe zwischen Sutthausen und Dissen. Eingeladen waren sie jetzt zum Austausch mit Jürgen Werner von der VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück), die für den nördlichen Abschnitt der Haller-Willem-Strecke verantwortlich ist. Zu den Anregungen sagte der Eisenbahnbetriebsleiter Prüfung und gegebenenfalls Abhilfe zu.

Foto: Jürgen Werner (2. V.r.) empfing die Bahnhofspaten (v.l.n.r.) Jan Hömmen, Werner Mrohs und Hartmut Grunwald.Im vergangenen Jahr seien während einer achttägigen Streckensperrung parallel zu Arbeiten der für den südlichen Abschnitt zwischen Dissen und Bielefeld verantwortlichen Deutschen Bahn Instandsetzungen vorgenommen worden wie das Auswechseln von Weichenantrieben, berichtete Werner. „Der an der Borgloher Straße in Wellendorf hat sich kurz vor dem Auswechseln endgültig verabschiedet“, so der VLO-Mitarbeiter.

Im Aufsichtsrat der VLO gebe es sehr viel Unterstützung für den Haller Willem als Leuchtturmprojekt. So seien ca. 60.000 Euro für ein langlebiges Bahnübergangs-Befestigungsystem mit Kunstharzverguß in Sutthausen bewilligt worden. „Gelder für teure Grundreinigungen der Bahnsteige ließen sich allerdings vermeiden, wenn Kaugummis nicht auf den Boden gespuckt würden“, so Werner.

Keine Chance gebe es für die Schonung des Strauchwerks entlang der Strecke, um Bienen Nahrung zu bieten. Die Sicherheit des Bahnbetriebs habe oberste Priorität. Dafür müsse der Regellichtraum regelmäßig freigeschnitten werden, vor allem in den Waldbereichen in Hankenberge, Sutthausen-Friedhof und Hörne. Allerdings sei die VLO mittlerweile dazu übergegangen, die Naturschutzabteilung des Landkreises zu beteiligen, wenn größere Bäume gefällt werden müssten, die wegen mangelnder Standfestigkeit zur Gefährdung für den Bahnbetrieb würden.

Die Überdachung der Fahrkartenautomaten schlug Jan Hömmen vor. „Bei strömenden Regen habe ich nach falschem Tastendruck schon eine Fahrkarte nach Bielefeld bekommen“, berichtete der Kloster Oeseder Schüler der Sutthauser Marienschule. Jürgen Werner sagte zu, dieses mit der Bitte um Abhilfe an die dafür zuständige Nordwestbahn weiterzugeben.

Verbessern werde sich in diesem Jahr die Kenntnis der Fahrgäste auf dem Bahnsteig über die Pünktlichkeit der Züge, erläuterte Werner. Angebracht werde mit der DFI (Dynamische Fahrgast-Information) eine digitale Anzeige der Echtzeiten. Für Sehbehinderte solle es per Knopfdruck eine akustische Auskunft geben. Geplant sei eine gemeinsame Anzeige auch an den Bushaltestellen in Bahnhofsnähe.

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11.01.2018
Bericht:
WB


Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

Bielefeld - Im Juni beginnt die Erneuerung der Eisenbahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schildescher und Schillerstraße. Um den Bahn- und Ersatzverkehr zu gewährleisten, sind weitere bauliche Anpassungen erforderlich. So muss im Bielefelder Hauptbahnhof der Bahnsteig am Gleis 108 in Höhe der Joseph-Massolle-Straße (neues Bahnhofsviertel) von 169 auf 405 Meter verlängert werden, damit dort während des zweiten Bauabschnitts von März bis Oktober 2019 auch längere Personenzüge halten können. Aktuell wird an dem Gleis Regionalverkehr abgefertigt.

Damit der Bahnhof Brake weiter angefahren werden kann, muss auch dort eine Behelfsbahnsteig gebaut werden. Er wird eine Länge von 180 Metern haben, soll 2,50 Meter breit sein und einen Zugang von der Waagestraße aus erhalten. Bereits bekannt war, dass für den notwendigen Busersatzverkehr hinter dem Hauptbahnhof an der Joseph-Massolle-Straße zusätzliche Haltestellen eingerichtet werden müssen. Hierzu hat die Bauverwaltung jetzt ebenfalls weitere Details vorgelegt.

Platz für neun Busse

Platz soll dort für mindestens neun Busse geschaffen werden. Um das zu gewährleisten, müssen die dort vorhandenen Pkw-Parkplätze wegfallen. Diesem Vorhaben fallen auch sechs dort gepflanzte Bäume und die Aufpflasterungen zum Opfer. Die Fläche wird provisorisch asphaltiert, nach Abschluss der Brückenbauarbeiten aber wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt. Auch neue Bäume werden dann gepflanzt.

Die Autofahrer müssen sich ab Sommer auf weiträumige Umleitungsstrecken einstellen. Im Fall Schildescher Straße wird der Verkehr über die Brüggemannstraße, Beckhausstraße und Herforder Straße, sowie Feilenstraße, Am Güterbahnhof, Joseph-Massolle-Straße und Nowgorodstraße umgeleitet. Großräumig geht’s über den OWD. Bei der Schillerstraße erfolgt die Umleitung über die Stadtheider Straße. Größere Lkw müssen auf die Beckhausstraße ausweichen. Kompliziert wird’s bei der Von-der-Recke-Straße. Die empfohlene Umleitung verläuft über das Johannistal, Kirchdornberger Straße/Twellbachtal und Dornberger Straße zurück zum Johannistal.

Für den Zeitraum der Sperrung der Voltmannstraße (bis Herbst 2018) in Richtung Jöllenbecker Straße wird der Verkehr über die Schloßhof- und Melanchthonstraße zur Jöllenbecker Straße geführt. Einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Sperrungen und Umleitungen bieten die vorbereitenden Arbeiten für die Brückenneubauten. Bereits ab Februar müssen an den einzelnen Standorten Leitungsarbeiten durchgeführt, das Baufeld eingerichtet werden. Von kurzzeitigen Sperrungen werden sowohl der Auto- wie auch der Bahnverkehr betroffen sein.

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06.01.2018
Bericht:
WB


Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

Bielefeld - Bahnfahrer müssen sich in Ostwestfalen-Lippe auf massive Behinderungen einstellen. Grund sind Brückensanierungen in Bielefeld und im Kreis Lippe.

»Das sind Baumaßnahmen, die wir so noch nicht erlebt haben«, betonte Stefan Honerkamp vom Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) zuletzt in der Verbandsversammlung. »Die Kapazität sinkt auf 50 Prozent, betroffen ist auch der Güterverkehr«, erläuterte der Geschäftsführer des VVOWL, Ludger Siemer, im Dezember mit Blick auf die anstehenden Großbaustellen zur Brückensanierung. Der Verbund ist zuständig für die Stadt Bielefeld und die Kreise Gütersloh, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke mit 50 Kommunen, 57 Bahnhöfen, 17 Nahverkehrslinien und einer Schienenstreckenlänge von 356 Kilometern. Gut 65.000 Menschen nutzen täglich die Züge in der Region.

Ausfälle und Schienenersatzverkehr werden die Geduld der Fahrgäste von Juni an auf eine Probe stellen. Einen Vorgeschmack gab es Ende Dezember. Vom 27. bis 29. Dezember war Bielefeld wegen Brückenbauarbeiten zwischen Löhne und Minden vom ICE-Fernverkehr abgeschnitten. Die Bahn leitete die Schnellzüge über Altenbeken und Paderborn um. Jetzt werden sich die Behinderungen über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Im Raum Bielefeld werden zuerst die Strecken für Güterzüge gesperrt, dann die für Personenzüge. Dann sind nur noch zwei der vier Gleise frei. Wenn der erste Bauabschnitt beginnt, gilt ein neuer Fahrplan. Flyer in den Zügen, Aushänge und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen Nordwestbahn und Eurobahn vor Ort auf den Bahnsteigen sollen die Fahrgäste über Änderungen informieren. 

»Ziel ist es, die Maßnahmen zu bündeln, soweit das vertretbar ist«, sagte die Verkehrsplanerin des VVOWL, Anja Stocksieker, dem WESTFALEN-BLATT. So wolle man immer wieder neue Beeinträchtigungen für Bahnfahrer verhindern.

Diese Baustellen sind geplant:

1 Herford - Brackwede: Erneuerung von drei Brücken (Schillerstraße, Schildescher Straße, Von-der-Recke-Straße) in zwei Bauabschnitten

Bauphase I: Sperrung Gütergleise 15. Juni 2018 - 15. März 2019; Bauphase II: Sperrung Personengleise: 16. März 2019 - 14. Oktober 2019

2 Bega: Brückenarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

3 Sylbach: Bahnsteigarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

4 Lage-Wissentrup: Brückenarbeiten Einzelübergang Kreuzungsbauwerk, Werre, Lage-Wissentrup 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

5 Lage-Hardissen: Brückenarbeiten: 19. - 23. Mai 2018, 16. - 26. Juli 2018, 15. - 22. Oktober 2018

6 Schmedissen: Brückenarbeiten 2023

 

 

 

 

Das sind die Folgen und die Pläne:

RB 74 (Sennebahn) und RB 75 (Haller Willem)

Die Züge enden in Bielefeld-Brackwede. Dort sollen während der Vorlesungszeit eigens Busse für Studenten bereitgestellt werden, die sie zur Universität bringen. Für die übrigen Bahnfahrer fahren von den barrierefreien Bahnhöfen in Sennestadt und Quelle Ersatzbusse ohne weiteren Halt zur Rückseite des Bielefelder Hauptbahnhofs (Boulevard, neben Gleis 8). Ausnahme: Der Bus ab Quelle hält an der Albertstraße in Quelle-Kupferheide. Züge nach Minden, Gütersloh oder Herford sind nicht betroffen. Das gilt auch für ICEs, die weiterhin bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchkommen sollen.

RB 73 (Der Lipperländer), RE 82 (Der Leineweber) und RB 61 (Wiehengebirgsbahn)

Züge aus dem Lipperland müssen die noch offenen Gleise kreuzen, sie sich sozusagen teilen.Der RE 82 von Bielefeld über Lage und Detmold bis Altenbeken kann zwischen Bielefeld und Lage nicht fahren. Direkt in Detmold soll ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. Der Bus hält in Oerlinghausen am Markt, nicht aber am Bahnhof, weil dort in direkter Nähe zwei große Kreisverkehre gebaut werden und diese Baustelle umgangen werden soll.

Morgens und nachmittags sollen zusätzlich Busse zwischen Lage und Bielefeld verkehren, die dann auch den Bahnhof in Oerlinghausen ansteuern. Wichtig: Die Ersatzbusse für Reisende aus dem Kreis Lippe fahren nur bis Bielefeld-Sieker. Dort sollen sie dann in die Stadtbahnen umsteigen. Wegen der Engpässe auf den Gleisen wird die RB 73 von Lemgo nach Bielefeld von Juni an zehn Minuten später als sonst fahren.

Wer keine Lust auf Ersatzbusse hat, besitzt folgende Option: Er kann von Detmold über Lage nach Herford fahren und dort in die Linie RB 61 von Hengelo zum Bielefelder Hauptbahnhof umsteigen. Wie der Verkehr im zweiten Bauabschnitt ab März 2019 geregelt wird, ist noch offen. Die Verhandlungen des VVOWL und dessen Dachverband NWL mit der DB Netz laufen.

Baumaßnahmen rund um Lage

Hier werden die Abschnitte von Lage bis Bad Salzuflen und von Lage bis Ehlenbruch ab dem 5. April 2019 gesperrt. Busse sollen die Lücke schließen, außerdem sollen die Kapazitäten auf den Linien RB 72 (Ostwestfalen-Bahn) und RB 73 möglichst erhöht werden.

Bauarbeiten im Kreis Höxter:

Unabhängig von den Großbaustellen im Raum Bielefeld und Lage gibt es zwischen dem 13. Januar und 26. März am Wochenende in den späten Abend- und frühen Nachtstunden Einschränkungen für Reisende, die von Paderborn in Richtung Höxter, Warburg, Steinheim und Holzminden fahren wollen. Wegen nächtlicher Signalarbeiten fallen Züge aus.

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